Skip to main content
Internet Archive's 25th Anniversary Logo

Full text of "Koptische Grammatik mit Chrestomathie, Wörterverzeichnis und Litteratur..."

See other formats


This is a digital copy of a book that was preserved for generations on library shelves before it was carefully scanned by Google as part of a project 
to make the world's books discoverable online. 

It has survived long enough for the Copyright to expire and the book to enter the public domain. A public domain book is one that was never subject 
to Copyright or whose legal Copyright term has expired. Whether a book is in the public domain may vary country to country. Public domain books 
are our gateways to the past, representing a wealth of history, culture and knowledge that 's often difficult to discover. 

Marks, notations and other marginalia present in the original volume will appear in this file - a reminder of this book's long journey from the 
publisher to a library and finally to you. 

Usage guidelines 

Google is proud to partner with libraries to digitize public domain materials and make them widely accessible. Public domain books belong to the 
public and we are merely their custodians. Nevertheless, this work is expensive, so in order to keep providing this resource, we have taken Steps to 
prevent abuse by commercial parties, including placing technical restrictions on automated querying. 

We also ask that you: 

+ Make non-commercial use of the file s We designed Google Book Search for use by individuals, and we request that you use these files for 
personal, non-commercial purposes. 

+ Refrain from automated querying Do not send automated queries of any sort to Google's System: If you are conducting research on machine 
translation, optical character recognition or other areas where access to a large amount of text is helpful, please contact us. We encourage the 
use of public domain materials for these purposes and may be able to help. 

+ Maintain attribution The Google "watermark" you see on each file is essential for informing people about this project and helping them find 
additional materials through Google Book Search. Please do not remove it. 

+ Keep it legal Whatever your use, remember that you are responsible for ensuring that what you are doing is legal. Do not assume that just 
because we believe a book is in the public domain for users in the United States, that the work is also in the public domain for users in other 
countries. Whether a book is still in Copyright varies from country to country, and we can't off er guidance on whether any specific use of 
any specific book is allowed. Please do not assume that a book's appearance in Google Book Search means it can be used in any manner 
any where in the world. Copyright infringement liability can be quite severe. 

About Google Book Search 

Google's mission is to organize the world's Information and to make it universally accessible and useful. Google Book Search helps readers 
discover the world's books while helping authors and publishers reach new audiences. You can search through the füll text of this book on the web 



at |http : //books . google . com/ 




über dieses Buch 

Dies ist ein digitales Exemplar eines Buches, das seit Generationen in den Regalen der Bibliotheken aufbewahrt wurde, bevor es von Google im 
Rahmen eines Projekts, mit dem die Bücher dieser Welt online verfügbar gemacht werden sollen, sorgfältig gescannt wurde. 

Das Buch hat das Urheberrecht überdauert und kann nun öffentlich zugänglich gemacht werden. Ein öffentlich zugängliches Buch ist ein Buch, 
das niemals Urheberrechten unterlag oder bei dem die Schutzfrist des Urheberrechts abgelaufen ist. Ob ein Buch öffentlich zugänglich ist, kann 
von Land zu Land unterschiedlich sein. Öffentlich zugängliche Bücher sind unser Tor zur Vergangenheit und stellen ein geschichtliches, kulturelles 
und wissenschaftliches Vermögen dar, das häufig nur schwierig zu entdecken ist. 

Gebrauchsspuren, Anmerkungen und andere Randbemerkungen, die im Originalband enthalten sind, finden sich auch in dieser Datei - eine Erin- 
nerung an die lange Reise, die das Buch vom Verleger zu einer Bibliothek und weiter zu Ihnen hinter sich gebracht hat. 

Nutzungsrichtlinien 

Google ist stolz, mit Bibliotheken in partnerschaftlicher Zusammenarbeit öffentlich zugängliches Material zu digitalisieren und einer breiten Masse 
zugänglich zu machen. Öffentlich zugängliche Bücher gehören der Öffentlichkeit, und wir sind nur ihre Hüter. Nichtsdestotrotz ist diese 
Arbeit kostspielig. Um diese Ressource weiterhin zur Verfügung stellen zu können, haben wir Schritte unternommen, um den Missbrauch durch 
kommerzielle Parteien zu verhindern. Dazu gehören technische Einschränkungen für automatisierte Abfragen. 

Wir bitten Sie um Einhaltung folgender Richtlinien: 

+ Nutzung der Dateien zu nichtkommerziellen Zwecken Wir haben Google Buchsuche für Endanwender konzipiert und möchten, dass Sie diese 
Dateien nur für persönliche, nichtkommerzielle Zwecke verwenden. 

+ Keine automatisierten Abfragen Senden Sie keine automatisierten Abfragen irgendwelcher Art an das Google-System. Wenn Sie Recherchen 
über maschinelle Übersetzung, optische Zeichenerkennung oder andere Bereiche durchführen, in denen der Zugang zu Text in großen Mengen 
nützlich ist, wenden Sie sich bitte an uns. Wir fördern die Nutzung des öffentlich zugänglichen Materials für diese Zwecke und können Ihnen 
unter Umständen helfen. 

+ Beibehaltung von Google -Markenelementen Das "Wasserzeichen" von Google, das Sie in jeder Datei finden, ist wichtig zur Information über 
dieses Projekt und hilft den Anwendern weiteres Material über Google Buchsuche zu finden. Bitte entfernen Sie das Wasserzeichen nicht. 

+ Bewegen Sie sich innerhalb der Legalität Unabhängig von Ihrem Verwendungszweck müssen Sie sich Ihrer Verantwortung bewusst sein, 
sicherzustellen, dass Ihre Nutzung legal ist. Gehen Sie nicht davon aus, dass ein Buch, das nach unserem Dafürhalten für Nutzer in den USA 
öffentlich zugänglich ist, auch für Nutzer in anderen Ländern öffentlich zugänglich ist. Ob ein Buch noch dem Urheberrecht unterliegt, ist 
von Land zu Land verschieden. Wir können keine Beratung leisten, ob eine bestimmte Nutzung eines bestimmten Buches gesetzlich zulässig 
ist. Gehen Sie nicht davon aus, dass das Erscheinen eines Buchs in Google Buchsuche bedeutet, dass es in jeder Form und überall auf der 
Welt verwendet werden kann. Eine Urheberrechtsverletzung kann schwerwiegende Folgen haben. 

Über Google Buchsuche 

Das Ziel von Google besteht darin, die weltweiten Informationen zu organisieren und allgemein nutzbar und zugänglich zu machen. Google 
Buchsuche hilft Lesern dabei, die Bücher dieser Welt zu entdecken, und unterstützt Autoren und Verleger dabei, neue Zielgruppen zu erreichen. 



Den gesamten Buchtext können Sie im Internet unter http : //books . google . com durchsuchen. 



L: 






■'S'- 



'f£ 



r 



Verlag von Reuther & Reichard in Berlin W^. 9. 



PORTA LINGÜARÜM ORIENTALIÜM 

SAMMLUNG VON LEHBBÜCHEEN 

FÖB DAS 

STUDIUM DER ORIENTALISCHEN SPRACHEN 



C. Brockelmanu {Köniff8berff),Ii. Biüimow (Bonn), Fr. Delitzsch 
(Berlin), Ad. Erman (Berlin), A. Fischer (Leipzig), £• Littmann 
( Strassburff), K. Marti {Bern), Ad« Merx (Heidelberg), f A« Müller 
(Halle), Th. Noeldeke (Strassburff), f J« H. Petermann (Berlin), 
F. Prätorias(^a^e), €• Salemann (St Petersburg), f Y. ShukoTSki 
(8t. Fetersburff), f A. Socio (Leipzig), G« Steindorif (Leipzig), 
ۥ Steaemagel (Halle), H. Zimmern (Leipzig) u. a. 



Bis jetzt weist die Porta folgende Bände auf: 

Vergleichende Grammatik; Vergleichende Grammatik der semi- 
tischen Sprachen. Blemente der Laut- und Formenlehre Ton 
H.^Zimmern. Mit einer Sohrifttafel von J. £t<<inflf. (XVIL) [Tergriffen; 
wird nicht mehr angelegt] 

Kurze vergieichende Grammatik der semitischen Sprachen 

Ton C. Brockelmann (XXI.) iy08. M. 8.—, geb. M. 9.—. 

Arabisch: ArahiSChe Grammatik, Paradigmen, Literatur, Übungs- 
stücke und Glossar Ton A. <Socm. (lYa.) Sechste Auflage vollständig 
neu bearbeitet von C. Brockelmann. 1909. M. 7.—, geb. M. 8 — . 
H^r* ScblüSHel zum Übersetzen der in der Grammatik enthaltenen 
deutschen Übungsstücke. M. 1.60. 

ArahiC Gram mar, Paradigms, Literature, Ohtestomathy and Glossary 
by A. Socin, Second ed. (IVb.) [vergriffen.] 
Sf^T" Key to the trauslation of the JInglish Bxercises in the Grammar 
of A. Socin. 1899. M. 1.50. 

ArahiSChe (PrOSa-)Chrestomathie mit Glossar von R. Brünnow. 
(XYI.) [Zweite, neubearbeitete Auflage von A. Fischer im Druck; 
erscheint im Sommer 1909.] 

Deiectus veterum carminum arabicorum, carmina seiegit et 

edidit Th. Noeldeke, glossarium confecit A. Mueller. (XHI.) 1890. 
M. 7.—, geb. M. 7.80. 

Aethiopisch : Grammatica aethiopica cum Paradigm., Litteratura, 

Ghreitcmathia et Glossario scripsit Frans Prätoriua. (Yllb.) 1886. 
M. 6.—, geb. M. 6.80. [Die deutsche Ausgabe fehlt s. Z.] 



Verlag von Reuther & Reichard in Berlin W 



Hebr&isch ; Hebräische Grammatik mit Paradigmen, Literatur, t 

Btücken and Wörterreneichnis ron C. Steuernagel. (I.) Drif 
Tierte verbesserte Auflage. 1909. M. 8.60, geb. M. 4.—. 
Als Ergänzung hiersu: 

IMethodische Anleitung zum hebräischen Sprachuntc 

(im Anscbluß an dea Yerfassers Hebräische Grammatik) tob C. 
nagel. M. 1. — . 

Samaritanisch; Grammatica samaritana, Litteratura, ohrest« 

cum Gloseario edidit «7. ^. Pe<ermann (HI.) M. 4.— , geb. M. 4 

Aramäisch (Chaldäisch) : Grammatica chaidaica, Litt« 

Glirestomathia cum GloBsario edidit J. H. Petermann. Bditio i 
emendaU. (II.) M. 4.—, geb. M. 4.80. 

Kurzgefasste Grammatilc der bibiisch-aramäischen Sp 

Literatur, Paradigmen, kritisch berichtigte Texte und Glosi 
K. Marti. (XYIIL) 1896. M. 8.60, geb. M. 4.40. 

Targomis ch; Chrestomathia targumica edidit adnotat er; 

glossano instruxit Ad. Merz. (YIH.) 1888. M. 7.60, geb. M. 

Syrisch ; Syrische GrammatiiC mit Paradigmen, Literatur, Ghresi 
und Glossar von O. Brockelmann. (V.) Zweite, vermehrte u 
besserte Auf läge. 1905. M. 8.—, geb. M. 8.80. 

Assyrisch; Assyrische Grammatilc mit Paradigmen, übungsi 

Glossar und Literatur von Friedr. Delitgach. (Xa.) Zweite 
1906. M. 14.—, geb. M. 15.—. 

ASSyrian Grammar with ParadJgms, Chrestomathy, GlosBi 
Literature by Friedr. Delitgach. (Xb.) 1889. M. 8.—. 

Aegyptiseh i Aegyptische Grammatik mit schrifttafei, Literat« 

stücken und Wörterverzeichnis von Arl. JSrman. (XV.) Zweit 
lieh umgearbeitete Auflage. 1902. M. 16.—, geb. M. 16.80. 

Aegyptische Chrestomathie cum Gebrauch auf Universität 
zum Selbstunterricht von Ad. Erman. (XIX.) 1904. 11 
geb. M. 18.80. 

AegyptiSCheS Glossar. Die häufigeren werte der aegypt. 
susammengestellt von Ad. Erman. (XX.) 1904. M. 18.—, geb. 

99^ Bei gleichseitiger Abnahme beider Bände (XIX und 
sammen) M. 23.—, geb. (2 Bde ) M. 24.80. 

Koptisch; Koptische Grammatilc mit Chrestomathie, Wörtervei 
und Literatur von O. Steindorff. (XIY.) Zweite, gänali 
gearbeitete Auflage. 1904. M. 14.—, geb. M. 14.80. 

Chrestomathie Koptischer Diaieicte von q. steindorff. \ 

bereitung.l 
Koptisches Glossar von G. steindorff. [in Vorbereitung.] 

Armenisch : Grammatica armeniaca, Litteratura, ohrestomat 

GloBsario edidit J. H. Petermann. (VL) M. 4.—, geb. M. 4.f 

Persisch: Persische Grammatik mit Paradigmen, Literatur, < 

mathie und Glossar von C. Salemann und V. Shukovaki (XX 
M. 7.—, geb. M. 7.80. 

Türkisch: Türkische Grammatik mit Paradigmen, Literatur, < 
mathie und Glossar von Auguat Müller. (XI.) 1889. M. 8.—, geh 



PORTA LINGÜARÜM ORIENTALI 

SAMMLUNG VON LEHEBÜCHERN 
fObdas 
STODIUH DER ORIENTALISCHE» SPRACHE] 



C. Btvckelmann (Königsberg), R, Brünnow (Vevey), B 
Delitzsch (Berlin), Ad, Erman (Berlin), A. Fischer {Leii 
X. -Mar<i (Bern), A. 3fefe"(Heidelberg), t A. 3fÄ^fer (Halle 
^ocWc/fC (Straßburg), f J- H.Fetermann (Berlin), F. Frä 
(Halle), C. /Safemann(St Peter8burg),t7. /SÄuÄrorsW(St Pe 
bürg), jf A, Äocin (Leipzig), O, Steindorff (Leipzig), C, 8 
nagel (Halle), H* Zimmern (Leipzig) u. a. 



XIV. 
KOPTISCHE GRAMMATIK 

TOK 

GEORG STEINDOEFF. 



BERLIN, 

VERLAG VON REÜTHER & REIOHARD 

1904. 

LONDON, NEW YOBI 

WILLIAMS & NORGATB LEMCKB & BUEC 

14, HKNSIBTTA 8TBBBT. 812, BBOADWA 



KOraSCHE GRAMMATIK 

MIT 

CHRESTOMATHIE, WÖRTERVERZEICHNIS 

UND 

LITEEATUR 



VON 



GEORG STEINDORPP. 



ZWEITE GANZLICH üMaEARBEITETE AüFLAaE. 




BERLIN, 

VERLAG VON REUTHER & REICHARD 

1904. 

LONDON, NEW YORK, 

WILLIAMS & NORGATE LEMOKE & BUEOHNER 

14, HBKSIXTTA BTBEBT. 812, BROADWAT. 







AUe BtehU, auch da» imt Übertettung in fremde Spraehtn, vorbeh 



Druck von W. Snignlin in Leipzig. 



ADOLF ERMAN 

m ALTER TßEXJE UND DANKBARKEIT 



GEWIDMET 



HoH^öS 



VORWORT* 



Das vorliegende Buch soll auch in seiner neuen 
Gestalt zunächst dem Anfänger dienen, und zwar sowohl 
dem, der das Koptische nur um seiner seihst wiUen, 
ohne von der älteren Sprache etwas zu verstehen, er- 
lernt, als auch dem, der das Studium dieses jüngsten 
Ausläufers der ägyptischen Sprache als Agyptologe, zum 
richtigen Verständnis der älteren Sprachperioden he- 
ginnt. Für den letzteren sind die Erklärungen kop- 
tischer Formen aus dem Ägyptischen, sowie die Verweise 
auf die diesem Buche parallele ägyptische Grammatik 
Ermans (2, Auflage 1902) hestimmt. 

An der Gesamtanlage des Buches, die sich sowohl 
beim akademischen Unterricht, als auch heim Privat- 
studium wohl bewährt hat, habe ich nichts ändern zu 
dürfen geglaubt. Vor allem ist der Standpunkt bei- 
behalten worden, nur einen der koptischen Dialekte 
und zwar den sa'idischen der grammatischen Betrach- 



Vm Vorwort 

tung zu Grunde zu legen. Die übrigen Dialekte ho 

ich in einer entsprechenden Grammatik, als E 

leitung zu einer größeren Chrestomathie, recht bi 

zu behandeln. In Rücksicht auf diese sind au 

zahlreiche vergleichende Verweise namentlich auf P< 

men des bohairischen Dialekts jetzt weggelassen word< 

Wenn die zweite Auflage gegenüber ihrer V< 

gängerin so starke Veränderungen und, wie ich hol 

Verbesserungen aufweist, so verdankt sie dies vor all 

Dingen den erfolgreichen Untersuchungen über die ko 

tische Laut- und Formenlehre, die Kurt Sethe 

•• • 

seinem „AgyptischenVerbum", diesem neuen Markstein 

der Geschichte der ägyptischen Grammatik, niedergele 

hat. Sethe hat auch sonst eine Reihe kleinerer, nicht h 

sonders gekennzeichneter Beiträge (vor allem dieFassui 

des § 276) beigesteuert. Andere nicht unwesentlicl 

Verbesserungen verdankt der Verfasser den ausfül 

liehen Besprechungen und Mitteilungen von Fac 

genossen, besonders der Herren Crum, O. von Lemi 

f Forbes Robinson, Grafen Schack; auch Eduard Sieve 

hat mich in freundlicher Weise durch manche Anregui 

für die Lautlehre unterstützt. 

Für die Orthographie und den Satzbau ist der G 

brauch der älteren koptischen Texte (der Sapient 

Salomonis ed.de Lagarde, der Pistis Sophia, gewisser Tei 

des Neuen Testaments, besondei-s der Briefe) beib 



Vorwort. IX 

halten worden; doch mußten aus praktischen Giünden 
auch die späteren Texte wieder herangezogen werden. 

Auch die koptischen Lesestücke sind unverändert 
beibehalten worden. Nur haben der Text aus den 
„Eloges du martyr Victor", der nach von Lemms genauer 
Kollation (Kleine koptische Studien XVII) verbessert 
werden konnte, und die „Akten der Apostel Paulus und 
Andreas", die seiner Zeit von Herrn Prof. Ignazio Guidi 
in Rom in liebenswürdiger Weise mit der im Museo 
Borgiano befindUchen Handschrift verglichen worden 
sind, ihren Platz gewechselt. 

Die Benutzung dieses Buches ist ähnUch wie die 
der Ermanschen Grammatik gedacht. Der Anfänger 
möge sich zunächst die mit einem Stern bezeichneten \ 
Paragraphen fest einprägen und dann an die Durch- 
arbeitung der Lesestücke gehen. Hier schlage er 
wieder die angeführten Paragraphen der Grammatik 
nach und suche Schritt für Schritt die grammatischen 
Kenntnisse namentUch in der Satzlehre zu erweitern 
und die gelernten Abschnitte im Zusammenhange zu 
erfassen. Auf diese Weise wird er bald in den Stand 
gesetzt werden, die oft komplizierten Gebilde zu ver- 
stehen und ihre Bestandteile zu erkennen. Wer den 
gebotenen Lesestoff sorgfältig durchgearbeitet hat, 
mag dann an die Lektüre der Sapientia, des Eccle- 
siasticus, der Pistis Sophia, der neutestamentlichen 



X Vorwort. 

Bruchstücke in Woides Appendix und endlich aa 
Vulgärtexte (Kontrakte, Briefe etc.) gehen. Wo 
mein Buch die Hülfe versagt, mag er sich bei S 
oder in Peyrons Lexikon Rat erholen. Ist er so 
dem Saidischen vollkommen vertraut geworden, 
kann er getrost das Bohaiiische und die klein 
Dialekte vornehmen, ohne Gefahr zu laufen, 
eigentümUchen Wortformen der einzelnen DiäJ 
zu verwechseln. 

Den Texten aus den „Apophthegmata pai 
Aegyptiorum'* habe ich eine mögHchst einheit 
Orthographie gegeben und auch die übergeschrieh 
Striche, die bei Zoega fehlen, hinzugefügt. 
wesentHche Textänderungen habe ich meist 
schweigend vorgenommen. Die Worttrennung ] 
überall von mir her. 

Das Wörterverzeichnis ist wie Peyrons Lej 
nach den Stammkonsonanten der Wörter geor 
Den Halbkonsonanten El (Jod) findet man un 
halbkonsonantisches OY (Waw) unter y- 

Das Verzeichnis der in den . Lesestücken 
kommenden griechischen Wörter ist von Herrn Dr. 
Leipoldt zusammengestellt worden. Ich spreche 
dafür meinen herzlichsten Dank aus, ebenso dafüi 
er sich der großen Mühe, die Korrekturbogen | 
durchzusehen, freundlichst unterzogen hat. 



Vorwort. XI 

Leider habe ich Lacans treffliche, in den letzten 
Nummern des „Recueil de travaux" publizierte gram- 
matische Arbeiten nicht mehr benutzen können; sonst 
hätte ich in § 38 PgOOy nicht mehr auf ägypt. ^hrow 
(vgl. Rec. trav. 24, 201) zurückgeführt: ich bitte das 
Wort a. a. O. zu streichen. 

Leipzig, 26. Januar 1904. 

GEORG STEINDORFP. 



InhaltsYerzeichnis* 

Grammatik« §§ 

Einleitung 1—3 

Sclirift- und Lautlehre 4—82 

1. Die Schrift 4—9 

2. Die Konsonanten. . 10 — 27 

Liqoidae 11 — 12 

Nasale 13—14 

"Verschlußlaute 15—20 

Zischlaute 21—23 

Hauchlaute 24 

Halbvokale . 25—26 

Die ägypt. Konsonanten im Koptischen. 27 

3. Die Vokale 28—36 

4. Die Silben 37—43 

5. Veränderungen der Konsonanten 44—56 

a. Wegfall von Konsonanten . 44—45 

b. Verdoppelung von Konsonanten 46—47 

c. Kontraktion 48 

d. Assimilation 49 — 54 

€. Metathesis 55 

f. Einschiebung von Buchstaben 56 

6. Veränderungen der Vokale 57—72 

a. Übergang einzelner Vokale 57—64 

b. Wegfall von Vokalwi 65 

c. Kontraktion 66-68 

d. Vokalverdoppelung 69—72 

7. Betonung 73—78 



XIY Inhaltsverzeichnis. 



8. Worttrennong und Interpunktion 

9. Zalilzeichen und Abkürzungen . 

Pronomina 

1. Persönliches Pronomen 

a. Personalsuffixe 

b. Pronomen' absolutum 

c. Der Ausdruck für „selbst" 

2. Possessiypobnomina ...••...•.... 

a, Absolute Possessivpronomina 

b, Possessivartikel 

c, Possessivpräfiz . 

S. Demonstrativpronomina 

a. Das Pronomen y,dieser" 

b. Das Pronomen ^ener" 

4. Fragepronomina 

Nomina , 

1. Allgemeines imd Substantiva 

. a, Ausdruck des Geschlechts * • 

b. Form der Nomina 

1. Einfache Nomina 

I. Zweiradikalige. Stämme , . . . . . 
IL Dreiradikalige 8tämme . . , , , 
m. Tier- und, fünfradikalige Stämme. 

2. Durch Suffixe abgeleitete Nomina. • . 
I. Die Nominalendung to , ... . . 

II. Die Nominalendung ^* ..... . 

III. Junge Bildungen auf n und C • 

3. Durch Präfixe abgeleitete Nomina . . . 
I. Alte Bildungen . . . ...... 

II. Junge Bildungen . . 

4. Zusammengesetzte Nomina . . • . • . 

c. Der Status constructus. . . . . . . . . 

d. Zahl 

ee. Männliche Pluralformen ,,,... 

ß. Weibliche Pluralformen 

y. Dualreste . . . 



Inhaltsverzeichnis. XV 



e. Der Artikel 148—162 

«..Bestimmter Artikel 148 — 151 

ß. Unbestimmter -Artikel . 152—154 

y. Artikelloslgkeit 155 — 160 

l, Apposition 161 — 162 

/. Der Genetiv. . 163—167 

«. Direkter Genetiv. 163 

i?. Indirekter Genetiv mit N- ....... 164 — 166 

y. Indirekte Anknüpfung mit HTF- .... 167 

2. Adjektiva 168—174 

a. Allgemeines ; 168 — 169 

b, Verbindung mit dem Substantiv 170^174 

ee. Direkte Verbindung 170 

ß. Anknüpfung mit f|* 171 

y. Kongruenz des Adjektivs ........ 172 

^. Adjektiva mit Sufßzen . ........ 173 

»• KF- »»ein andrer" . 174 

3. Zahlwörter 175—184 

a. Kardinalzahlen 175—181 

b. Ordinalzahlen. 182—184 

Verba 185—374 

1. Allgemeines 185—200 

a. Infinitiv 186—196 

b. Qualitativ 197—200 

2. Die Verbalklassen 201—266 

a. Einfache Stämme 201—209 

I. Zweiradikalige Verben 202—211 

II. Dreiradikalige Verben 212—222 

in. Verba secundae geminatae 223 

IV. Verba tertiae infirmae 224—235 

V. Vier- und fünfradikalige Verben . . . 236 — 244 

VI. Verba tertiae geminatae 245 

Vir. Verba quartae infirmae 246—248 

Anhang: Erweiterung des Verbalstammes . . 249 

b. Die Kausativstämme 250 — 265 

I. Kaus'ativa mit dem Präfix C ....... . 251—253 



XVI Inhal tsyerzeichnif. 



1. Ableitaogen zweikonsonantiger Stämme . . 251* 

2. Ableitungen dreikonsonantiger Stämme . . 
II. Kaosativa mit anlautendem T- u. d. Endung • 

1. Bildungen zweiradikaliger Stämme .... 254« 

2. Bildungen dreiradikaliger Stänune 259« 

3. Bildungen von Stämmen sec. geminatae . . 

4. Bildungen von Stämmen tertiae inf. • • . . 262* 

5. Bildungen von Adjektiven 

6. Neubildungen 

Anhang: Qriechische Yerba 

3. Die Konjugation 267- 

1. Alte Flexion 267- 

2. Jüngere Flexion 270 

I. Bildungen ohne Hülfszeitwort 275 

Praesens 1 275- 

Futurum 1 278- 

Konjunktiv 280- 

II. Bildungen mit d. Hülfszeitwörtem „sein" . . 285' 

a. Das Hülfszeitwort E 285- 

Praesens II 285- 

Futurum II 287- 

Futuruto III 289- 

ö. Das Hülfszeitwort NB 291- 

Imperfectum 291- 

Imperfectum futuri 294- 

III. Bildungen mit Formen von FtDF »imachen*'. 296- 

a. Das Hülfszeitwort 21- 296- 

Perfectum I 296- 

Perfectum II 298- 

Praesens consuotudinis 301- 

b. Das Hülfszeitwort pp- 303- 

Optativ 304- 

Infinitivus causativus 306- 

Finalis 308- 

3. Die negativen Hülfszeitwötter 310- 

1. ITnF 811- 

2. RnF 313- 



Inhaltsverzeichnis. XVII 



3. RTTATB . . 315-316 

4. MF 317—318 

4. Zusammengesetzte Tempora 319—329 

a. Zusammensetzungen mit ME 319 — 321 

b, Zusammensetzungen mit E 322 — 329 

1. E im uneigentlichen Kominal8atz(Zustand8satz) 323—325 

2. E niit anderen Hülfszeitwörtern 326 — 238 

S. E i^t der alten Flexion 329 

4. Imperativ 330—334 

5. Gebrauch des Infinitivs 335—349 

a. Gewöhnlicher Infinitiv 335 — 344 

b. Kausativer Infinitiv 345—349 

6. Paiiiicipium conjunctum 360 — 355 

7. Das Objekt 356—365 

1. Unnjittelbare Anknüpfung 357—358, 

2. Anknüpfung mit H- 359—360 

3. Anknüpfung durch E- 361—365 

8. Anhang: Die Verben „haben" und „nicht haben'*. 366—371 

9. Passiv 372—374 

Partikeln • ... 375—413 

1. Präpositionen . 375—392 

a. Einfache Präpositionen 377—386 

b. Zusammengesetzte Präpositionen 387 — 391 

c. Griechische Präpositionen 392 

2. Adverbien 393—399 

3. Konjunktionen 400—413 

a. 2CE- 400-406 

b. EBOA XE-, ETBE-XE- 407 

C. XEKÄC 408—409 

d. Äyco 410 

e. .(Te 411 

/. ON, goxjDq, HToq 412 

ff. Griechische Konjunktionen 413 



XYIII Inhaltsverzeichnis. 



Die Sätze 4i4- 

1. Der Nominalsatz 414- 

a. Nominalsätze mit nominalem Prädikat. . . . 415- 

h, Nominalsätze mit präpositionellem Prädikat . 419- 

c. Der Nominalsatz mit HH, TF, MF 422- 

d. Nominalsätze durch VN- und f^rN- eingeleitet 434- 

e. Der Nominalsatz mit F- eingeleitet 437- 

2. Die Teile des Satzes 439- 

a. Die Wortstellung 439« 

&. Hervorhebung 442- 

1. Ohne Einleitung 443 

2. Mit FIC- 449 

c. Anreihung 451 

3. Negativsjltze 456 

a. Die Negation H- AN 457 

h. Die Negation T>1- 464 

4. Fragesätze 467 

a. Bezeichnung durch den Ton 

b. Frage-Pronomina und Adverbien 469 

c. Fragepai-tikeln 474 

5. Bedingimgssätze 48C 

a. Ohne Konjunktion • . . 481 

b. Mit der Partikel ÜJÄN- • . 48! 

c. Mit FCyCOnF. 48( 

d. Mit FcyXF- 

6. Temporalsätze. 49) 

a. Ohne Konjunktion 491 

b. Mit RTFpF-. 49i 

c. Mit xm- 

d. Mit griechischen Konjunktionen 49\ 

7. Relativsätze 50 

a. Ohne Relativpartikel 50 

b. Mit der Partikel FT-, FT-, FTF- .... 51 

1. Die Form FFT- 51 

2. Die Form FT- • • 51 



lohaltsverzeichnia. XIX 



«. Vor Nominalsätzen 515—517 

ß. Vor der alten Flexion 518 

7. Vor dem Praesens II mid Futarum II. . 519 
^. Vor dem Imperfectam 520 

8, Vor dem Praesens consuetudinis 521 

3. Die Form FTF- 522—527 

a. Vor den negat. Hülfszeitwörtern .... 522 — 523 

ß. Vor den Nominalsätzen mit TTE etc. . . 524—525 

7. Vor den mit H- . . . AN negierten Sätzen 526 — 527 

Anhang 528 

c. Substantivierte Relativsätze 529—532 

d. Gebrauch im Nominalsatze 533 — 537 

Die koptische Zeitrechnung 538—544 

Literatur. s. 233 

Lesestücke 

I. Aus den „Apophthegmata patrum Aegyptiorum" 1* 

II. Aus dem „Leben der Apostel Andreas und Paulus" 34* 

III. Aus den „Festreden auf den heiligen Viktor" . 46* 

IV. Psalm 90 69* 

V. Aus der „Sapientia Salomonis" 60* 

VI. Das „Vater Unser" 63* 

Wörterverzeichnis 04* 

Verzeiclinis der in den Lesestücken vor- 
kommenden griechischen Fremdwörter. . • »e* 



Abkürzungen. 

A.: Erman, Ägyptische Grammatik. 2 

adv. : als Adverbium gebraucht. 

äg.: ägyptisch. 

CO.: gibt die Konstruktion eines Verbs an. 

Dul.: Dulaurier, Fragment des revelations de St. Barth^lemy 

(Literatur n). 
f.: femininum. 
kopt: koptisch, 
m.: masculinum. 

Ming. : Mingarelli, Aegyptiorum codicum reliquiae (Literatur B). 
n. 1. : Name eines Orts. 
n. pr. f. : Name einer Frau, 
ij. pr. m.: Name eines Mannes, 
pl.: Plural. 

PS.: Schwartze, Pistis Sophia (Literatur II). 
Qual.: Qualitativ. 

subst. : als Substantiv gebraucht (§ 309 flf.) 
Z.: Zoega, Catalogus (Literatur B). 
Die Abkürzungen für die biblischen Bücher sind die gewöhnlichen : 

Ps.: Psalm; Act.: Acta apostolorum u. s. w. 



Einleitung. 

Die koptische Sprache ist die in christlicher 1*. 
Zeit, seit dem dritteuJahrhundert , gesprochene und 
mit griechischen Buchstaben geschriebene Sprache der 
Ägypter. Sie ist der letzte Ausläufer der altägyp- 
tischen Sprache und steht dem Neuägyptischen, der 
Sprache des neuen Reichs, sowohl in ihren Formen, als 
auch in der Satzbildung näher, als dieses der Sprache 
des alten Reichs. Vgl. A§ 2. 

Etwa seit dem 16. Jahrhundert ist das Koptische 
ausgestorben und der arabischen Volkssprache gewichen, 
wenn auch hier und da noch später von einzelnen Leuten 
koptisch gesprochen und geschrieben worden ist. Heute 
ist es nur noch als Kirchensprache in Gebrauch. Die 
koptische Litteratur ist zum größten Teil biblisch und 
kirchlich; das meiste davon ist aus dem Griechischen 
übersetzt. An weltlichen Litteraturdenkmälern sind uns 
u. a. eine medizinische Schrift, ein aus dem Arabischen 
übersetztes alchimistisches Buch, Bruchstücke des be- 

Steindorff, Eopt. Gramm.' 1 



Einleitung. 1. 2. 



rühmten Alexander-Romans, eines Romans über < 
Eroberung Ägyptens durch Kambyses, sowie eine Ffj 
von Privaturkunden (Kontrakte, Rechnungen, Bri 
u. a.) überkommen. 

Anm. 1. Der Name Kopten (Copti) geht auf das arabis 
Qoht (ix^) zurück, eine fehlerhafte Aussprache für das korre 
Qibt, das aus rynTlOC, AI-^ütttioc, entstanden ist. 

Anm. 2. Der im 15. Jahrh, lebende arabische Schriftste 
Makrizi sagt, daß die koptischen Frauen und Kinder im l^a 
(Oberägypten) fast nur das Koptische sprechen; doch fügt er hii 
dalS sie auch eine vollkommene Kenntnis des Griechischen besäi 
Im 17. Jahrh. erwähnt der Beisende Yansleb als besondere T] 
Sache, daß er einen Greis getroffen habe, der noch das Koptia 
zu sprechen vermochte. Neuerdings wird von den Kopten 
Versuch unternommen, die alte Sprache neu zu beleben. 

2. Bereits vor der etwa am Ende des 3. Jahrh. 

gefertigten Übersetzung bibUscher Bücher ins Koptisi 

begegnen uns vereinzelte Versuche, die ägyptis^ 

Sprache mit griechischen Buchstaben zu schreiben. 

gehören alle dem 2. Jahrh. an und sind dem praktiscl 

Bedürfnisse entsprungen, die schwierige und verwicb 

demotische Schrift (s. A§ 2. 10), die die Vokale nur 

vollkommen oder garnicht schrieb, durch eine beque: 

leicht lesbare Schrift zu ersetzen. Diese ältesten k 

tischen Sprachdenkmäler sind die folgenden: 

1. Überschriften (Glossen) in zwei demotisa 

Zauberpapyri, in Leiden I 383 und 384 (s. Leenj 

Monuments I 1—14; 11 226—227); 



Einleitung;. 2. 3. 3 



2. Überschriften in dem demotischen Zauberpapyrus 
10070 des Britischen Museums und der ersten Hälfte des 
Leidener Papyrus 1 384 (s. Hess, Der gnostische Papyrus 
von London) ; 

3. das Horoskop eines Mannes (zuerst griechisch, 
dann ägyptisch mit griechischen Buchstaben) auf der 
Bückseite der Hyperides-Handschrift des Britischen 
Museums (s. Kenyon, Catalogue of the Greek Papyri 
in the British Museum I pl. LXXII— LXXIII ; Grif- 
fith, Zeitschr. für ägypt. Spr. 38 S. 71—85); 

4. Zaubersprüche in dem Papyrus Anastasi 574 der 
Bibliotheque Nationale in Paris (s. Erman, Zeitschr. 
für ägypt. Spr. 21 S. 89—109; Griffith, ebenda 38, 
S. 85—93); 

5. zweiMumienetikettenimBerhner Museum (s. Stein- 
dorff, Zeitschr. für ägypt. Spr. 28 S. 49—53). 

In allen diesen Texten werden zur Wiedergabe ge- 
wisser dem Ägyptischen eigentümlicher Konsonanten in 
Ermangelung griechischer Buchstaben die entsprechen- 
den demotischen Zeichen verwendet. 

Das Koptische zerfällt in mehrere Dialekte, die wir 3* 
in zwei Hauptgruppen scheiden: 

L Das Oberägyptische mit folgenden Haupt- 
dialekten : 

1. der sa^idische (von arab. Es-saCtd „das obere 
Land", d. h. Oberägypten), der Dialekt der thebanischen 



Einleitung. 3. 



Landschaft, später litterariscli über ganz Oberägypten 
verbreitet; früher der „thebanische" genannt. Ab- 
kürzung: S. und Sa. (früher T); 

2. der achmimische, in der Umgebung der ober- 
ägyptischen Stadt Achmim gesprochen, später Ktterarisch 
vom sa^idischen verdrängt. Abkürzung: A; 

3. der faijümische, in der Oase Faijüm gesprochen; 
früher fälschUch „baschmurisch" genannt. Abkürzung: 
F (früher B); 

4. der me m'phitis che, in der Gegend des alten Mem- 
phis gesprochen, später vom bohairischen verdrängt. 
Abkürzung: M. 

n. Das Unterägyptische, von dem uns bisher nur 
ein Dialekt bekannt ist: 

5. der bohairische (von arab. el-hohaira „die See- 
landschaft" d. i. eine Provinz des westlichen Delta), 
in Alexandria und Umgegend gesprochen, früher fälsch- 
lich memphitisch genannt. Er hat sich später, nachdem 
im 11. Jahrhundert das Patriarchat von Alexandrien 
nach Kairo verlegt worden war, in der Litteratur über 
ganz Ägypten verbreitet und wird noch jetzt all- 
gemein als Kirchensprache gebraucht. Abkürzung: B 
(früher M). 

In der vorliegenden Grammatik wird nur der wich- 
tigste von diesen Dialekten , der saudische , behandelt, 



Schrift- und Lautlehre. 1. Die Schrift. 4. 



der namentKcli im Lautbestande vielfach ursprüng- 

Kchere Formen zeigt, als der bohairische Dialekt. 

Anm. Die in Elammern^ugefügten Abkürzungen der Namen 
der Dialekte finden sich in allen älteren und auch in vielen neueren 
koptischen Veröffentlichungen, so auch in dem wichtigen ,,Lexicon 
linguae Copticae" von Peyron. 



Schrift- und Lautlehre. 

1. Die Schrift. 

Das koptische Alphabet besteht aus^ Buchstaben, 4*. 
die wie die griechischen von links nach rechts geschrieben 
werden. Von diesen Buchstaben sind die ersten 24 die 
des griechischen Alphabets; die letzten 7 sind der demo- 
tischen Schrift entnommen. 

Der 31. Buchstabe 'f" drückt einen Doppellaut ti 
aus. Der 27. Buchstabe b findet sich nur im Bohai- 
rischen, während erden oberägyptischen Dialekten fehlt. 
Dafür besitzt das Achmimische ein Zeichen g: (durch 
einen diakritischen Strich von g abgeleitet), das einen 
starken Hauchlaut ausdrückt und dem B. b entspricht. 

Anm. Die den letzten 7 Buchstaben zu Grunde liegenden 
demo tischen Zeichen sind : ü) = ^ (NuT ) 5 C| = / C^^-^--) ] 
k-l (|); S'-i? (i); X=>_(|);(r=^(^=::*);+=-(^ 
( ^^ " ^ j, nicht Ligatur aus T und darauf gesetztem !• 



Schrift- und Lautlehre. 1. Die Schrift* 4. 



SchrifttafeL 



Lau- 
fende 

Nr. 


Buch- 
stabe 


Name des 
Buchstaben 


Heutige Aussprache 
des Namens 


Lautwert 


Trans- ; 

Bkrip- 1 

tion I 


Bemez 


i; A 


aA4>ä 


Alfa 


a 


a 


■ Ent 


2 6 


BIAA 


Vida 


h, V 


h 


hebr. 














u. Ai 














imAi 














^Wört 


3 


r PÄMMA 


Gamma 


9 


gh 


(Woh 
tes^, 
neug 


4 


A 1 aaAaa 


Dalda 


d 


d 












und-1 


5 


F El 


Ei 


e 


e, e 


nordt 
g in 


6 


2; j z;^'^^ 


Sita 


z 


z 


jWie 
Vfranz 


7 


H HITÄ 


Hida 


e 


e 




8 


e 


eiTA 


Tida 


th 


th 


■ Auss 
wie^ 


9 


l 


lAYÄA 


Jöda 


h^ 


j,i 


t mi 
stürj 


10 


K 


KAnA 


Kappa 


k 


k 




11 


A 


AayAa 


Lola 


l 


l 


l. H 


12 


H 


Ml 


Mi 


m 


m 




13 


N 


Nl 


Ni 


n 


n 




14 


^ 1^^ 


Exi 


X (ks) 


X 




15 





Ou 










16 


n 


m 


Bi 


P 


p 




17 


p 


po 


Röu 


r 


r 




18 


c 


CIMA 


Sima 


s 


s 




19 


T TAY 


Da'u 


t 


t 




20 


Y 


be 


He 


i 


y 





Schrift- und Lautlehre. 1. Die Schrift 5. 6. 



Lau- 
fende 
Nr. 


Bnch- 
stabe 


Name des 
Buchstaben 


Heutige Aussprache 
des Namens 


Lautwert 


Trans - 
Skrip- 
tion 


Bemerkungen 


21 


<1> 


4>t 


Fii 


jp/l 


2)h 


r^ + Ä, d. h. jp 
j mit nach- 
. stürzendem 

scharfen 
^ Hauch. 


22 


X 


XI 


Kii 


kh 


kh 


Ä: + Ä. 


23 


^ 


q/i 


Epsi 


ps 


ps 




24 


0) 


AY 


ä 


Ö 


ö 




25 


<ö 


(yei 


Schäi 


sch 


a) 




26 


q 


qpi 


Fäi 


f 


f\ 




27 


h 


bei 


Chäi 


r Deutsches 
l hartes c/l 




28 


e 


80pi 


Hori 


h 

( weiches 
\ dsch 




29 


X 


XANXIA 


Dschandscha 


(L'^\ 










g^ später 


\ 


30 


ö- 


(TlMA 


Schima 


tsch^i^izi 


j ( Ursprünglich 
ff iswie französ. 










sch 




[^ in ffäteau. 


31 


+ 


+ 


Di 


ti 


Cii- 





Die Buchstaben 9 5 ^ X v|/ kommen im Sa^idi- 5*, 
sehen nur als Ligaturen vor an Stelle von Tg, HC, ng, 
Kg, nc; z. B. ee für TgP „die Art"; 4)0)8 für HgCDB 
„das Werk" ; \|/IT für TTCIT „neun." 

Als selbständige Buchstaben treten sie nur in griechi- 
schen Fremdwörtern auf; z. B. XCOpiC X^P^^' 

Auch r, A und 7 finden sich meist nur in griechischen 6*. 



8 1. Die Schrift. 7—9. 2. Die Konsonanten. 10. 

Wörtern. In koptischen Wörtern tritt r bisweilen fl 

K ein, besonders in der Verbindung ür {rfg) für nK (n^Ti 

z. B. ART an^g „ich" (tonlos) für ANK an^k (§ 87) ; MOyN 

mun^g „bilden" neben HOyiTk mun^k. Vgl. § 53. 

A n m. Über den Horizontalstrich über dem Buchstaben vgl. § I 

*7. Der Buchstabe y kommt in koptischen Wörtern n 
allein, sondern nur in Verbindung mit anderen Vokal( 
vor; z. B. ey eu, Ay aii^ oy u; vgl. § 9. 36. 

*8. 1 wird nur zur Schreibung des Vokals i nach Kons 
nanten verwendet; z. B. TTICF „kochen". Im Anla^ 
wird der Vokal i durch El oder i wiedergegeben; z. ] 
FlpP {ire) „machen" ; nur ausnahmsweise schreibt m« 
El auch nach Konsonanten z. B. in CEl „satt werden 
CFINE „vorübergehen". 

Ebenso wird der dem semit. '^ entsprechende Hai 
vokal i (j) stets Fl oder i geschrieben; z. B. ElCDT (ü 
jöt) „Vater"; pMElH (r%iie, r^mje) „Thräne". 

*9. Der Vokal ii, sowie der dem semitischen ^ eD 
sprechende Halbvokal u (w) wird durch oy wiede 
gegeben; z. B. HOyw (mun) „bleiben"; oyHHB {iiei 
weeb) „Priester"; MOOyT {moiit, mowt) „tot sein". 

Die Verbindungen au (aw), eu (eiv) und eu (et 
werden Ay, Py und Hy geschrieben; s. § 36. 

2, Die Konsonanten. 
*10. Man teilt die koptischen Konsonanten ein i 
1. Liquidae: Ä p; 



2. Die Konsonanten. 11 — 13. 



2. Nasale : M N ; 

3. Verschlußlaute: 

a. gutturale: K C\ 

b. dentale: T; 

c. labiale: B TT q; 

4. Zischlaute : C (y ; X (weiche Affricata) ; 

5. Kehllaute: g; 

6. Halbvokale: El (i), OY- 

Anm. Ob El und Oy wirklich überall Halbvokale sind und 
nicht vielmehr in vielen Fällen palatale bez. labiale Spiranten, 
bleibe hier un erörtert. 

Liquidae. 
A entspricht: 11. 

1. ägyptischem r (A§ 21) : Ao „aufhören" äg. rwij\ 
(ToA „Lüge" äg. gr\ 

2. seltener einem äg. n\ Aac „Zunge" äg. ns\ (ycoAT! 
„riechen" äg. Ijnm. 

p entspricht dem äg. r: pAN „Name" äg. rn\ pCDKg 12. 
„brennen" äg. rkli\ gjOptr „der erste" äg. lirp\ 
IHOyp „binden" äg. mr. 

Nasale. 
Die labiale Nasalis M entspricht: 13. 

1. äg. m-: MOOy „Wasser" äg. miv ; MO yw „bleiben" 
äg.mn\ gMOM „warm werden" äg.^mm; NOygM 
„erretten" äg. nJini] 

2. seltener äg. h: NIM „jeder, all" äg. nb\ (DKM 
„trauern" äg. i^kh. 



10 2. Die Konsonanten. 14 — 16. 



14. Die dentale Nasalis N geht zurück auf äg. n : NOyB 

flechten" äg. nbd] MAN „uns" äg. nn\ CCON 
„binden" äg. snh] CON „Bruder" äg. sn, 

Verschlußlaute: 

15. Von den gutturalen Verschlußlauten entspricht K : 

1. äg. k (d) : KMOM „schwarz werden" ä 
kmm', pCDKg „brennen" äg. rk}i\ NAH „di 
äg. nk\ 

2. äg. k (p): KtOT „bauen" äg. kd] KCDB „verdoppeli 
äg. fcit; COpTc „schwören" äg. Crk, 

16. Das tf' entspricht: 

1. äg. g (im Boh. steht hier dem S. S ein 
gegenüber): (TcJDpg „Nacht" (B. EXCOpg) äg.^rri 

vffoc „Hälfte" (B. XOC) äg. gs', TCOÖF „pflanzei 
(B. TCDXl) äg. dg^] ff'a)pff'„einrichten" (B. xcop: 
äg. grg; 

2. seltener äg. k (auch hier steht im Boh. dem I 
S ein X gegenüber): ÖCONT „zürnen" (B. XiDW 
äg. fend!; 

3. bisweilen äg. k (hier entspricht dem S. 6" au( 
im Boh. ein 6): ffou „Fußsohle" (B.^OH) äg. kj 
ffCJDM „Garten" (B. (TcOM) äg. /ci^n; BEpE^CDOY 
„Wagen" (B. BEpSÖCDOyTC) äg. mrkU, HMT 

Anm. In mehreren Fällen wechselt mit K; z. B. K 
und Ofe „ein anderer" äg. kj\ KO) und 00) „lassen" äg. h^i 
nCoAu und naX?i^ „trennen". 



2. Die Konsonanten. 17 — 20. 11 



Dem dentalen Verschlußlaut T entspricht: 17. 

1. äg. t: TOytOT „Götzenbild" äg. twt'^ gCOTTT „unter- 
gehen" äg. htp] EICOT „Gerste" äg. it\ 

2. äg. t, wo dieses schon in der alten Sprache in t 
übergegangen ist: TODN „wo?" äg.tnj, tnj\ (DTTT 
„beladen" äg. itj?, ^t;p\ NHTN „euch" '^g.ntn^ ntn\ 

3. äg. d (tD): TCOH „schärfen" äg. dm\ gcOTB „töten" 
äg. häb'^ TTCJDT „fliehen, laufen" äg.jf;^; KOT „Rad" 
äg. M; 

4. äg. (Z, wo dieses schon in der alten Sprache in d 
übergegangen ist: THp „ganz" äg. dr^ <ir; THHBF 
„Finger" äg. äbC, dbc, y^^', CCOTM „hören" äg. 
sdm, sdmyctiAT „sich fürchten" äg. snd, snd. 

Von den labialen Verschlußlauten entspricht ß: 18. 

1. äg. h: BCDODN „schlecht" äg. bin] gCDBC „be- 
kleiden" äg. libs', gcOTB „töten" äg. hdh; 

2. seltener äg. p (vor d) : COBTE „bereiten" äg. spdd; 
CDBT „Gans" äg. ^pd. 

A n m. Schlechte Handschriften setzen häufig 6 für Oy* oder Cj* 
Der LabiaUs TT entspricht : 19. 

1. äg. p: ncDg „gelangen" äg. j^/i; ajCDTTF „wer- 
den" äg. hpr] (JDTT „zählen" äg. Ip] gATT „Gesetz" 
äg. hp] 

2. seltener äg. b : TATT „Hörn" äg. db ; oyOTT „rein 
w^erden" äg. wCb (aber oyÄÄB „rein seiend"). 

Das q entspricht äg. f: qTOOy „vier" äg. fdiv] NOyqE 20. 



12 2. Die Konsonanten. 21 — 23. 

„gut" äg. nfr\ CNOq „Blut" äg. snf\ NAq ihi 
äg. nf. 

Zischlaute. 

21. Das C geht auf ägypt. s (s und 4 A§ 23) zuiück : CCDI 

„auswählen" äg. stp] CCDCy „verachten" äg. s 
RCÄg „Krokodil" äg. W26fi[i; glCH „leiden" I 
^5<; NAC „ihr" äg. ns; gCDC „loben" äg. hs. 

22. Das (9 entspricht: 

1. äg. ^: (ycocJDT „schlachten" äg. ^d; oyCDO 
„antworten*' äg. iv^b\ oyCDNCö „Wolf" äg. wn 

2. ägypt. h (nicht h ħ 22): ojCDTM „versiegel 
äg. htm; CflöOJF „Feld" äg. sht; AO) „Ofen" I 
C]^. — Im achm. Dialekt steht hier dem h ein 
gegenüber; z. B. CCD^E „Feld". 

23. Das X entspricht: 

1. äg. t, wo dieses nicht in < übergegangen ist (A§ 2 
im B. ist dieses t zu (f geworden) : XOGycl >jFaj 
rus" äg. tivf\ XICE „erheben" (B. (ficl) äg. t 

2. äg. (7, wo dieses nicht in d übergegangen ist (A§ S 
im B. steht hier dem S. X gleichfalls ein X geg€ 
über): XCO „sagen" (B. XCO) äg. dd] OY^Ai „g 
sund werden" (B. oy^AX) äg. tc-rfi ; N AXgP „Zah 
(B. NAXgl) äg. iidht 

Anm. Bisweilen steht die Aflfrikata X für TJÖ (t§, d§): AX 
„ohne" für AT-OJN „ohne zu fragen" ; XTTO (B. X^O) „erzeuge 
fürTOjnO {*dä'p(r)o) iXmO „beschämen« fürTa)niO CdS^p^ 



2. Die Konsonanten. 24. 25. 13 



Hauchlaute. 
Das g entspricht: 24/ 

1. äg. h (n): gAn „Gesetz" äg. hp-, NOygE „Sy- 
komore" äg. nht\ gMgH „brüllen" äg. Jimhm'^ 

2. äg. h (n, ^): gCDBC „bekleiden" äg. hhs] 
(Dge „sich stellen" äg. c/i<:; RCÄg „Krokodil" 
äg. msh] 

3. äg. Ä (n -^): gCDTB „töten" äg. M&; ITAgpE 

„Heilmittel" äg. phrt ; 

4. seltener äg. ä (n -^): gpOOY „Stimme" äg. hrw, 
1"ÖF „sich betrinken" äg. tht-, CDNg „leben" äg. 
Cfih. 

Bei 1 und] 2 steht dem S. g im Boh. ein g, bei 3 
und 4 ein b (achm. jj) gegenüber« 

Halbvokale. 
Das El CO entspricht: 25. 

1. äg. ^'0'): EICDT „Vater" äg. Uf] ElOOp „Fluß" 
äg. Urw] pMElH „Thräne" äg. rmjjt; NAEl (NAl) 
„mir" äg. nj] 

2. äg. i: ElCDgE „Acker" äg. ^ht; gAl „Gatte" äg. 
Äi; (Jboi „Arm" äg. gbi] CIOOYT „Stadt Siut** 
äg. S^wtj] 

3. selten äg. r: KAEtCE „Begräbnis" äg. krst] glH 
„Weg" äg. hrjt; oyOElO) „Zeit" äg. wr^, 

Anm. 1. DerLauty hat8ichimEopt.nurinderTonsilbe(§73) 



14 2. Die Konsonanten. 26. 



als El (l) erhalten; Beispiele s.o. Das in einer Neb ensil 
stellende j ist im Kopt. geschwunden, bez. zu einem in der Schi 
nicht ausgedrückten tt geworden ; z. B. CEFTTE „Best" äg. «j 
{*8^H)', BCOCDN „schlecht** äg. bin (*böfn). Vgl. ħ 73 B. 

Anm. 2. Dem ägyptischen mit dem Zeichen c geschriebeii 
Laut "^ (8), sowie dem durch i* ausgedrückten ^ («) entspricht 
Kopt. ein tt, das in der Schrift nicht wiedergegeben wird; z. 
ip „zählen" (DTT; trp „Wein" HpTT; tnm „Haut" ÄNOM; — i 
„beladen" COTTI; h^ „tausend" 0)0. Vgl. ħ 16; 15 Anm. B.- 
In vielen kopt. Worten ist das alte i* spurlos verschwunden ; z. 
w^h „hinzufügen" OyCOg. Vgl. ħ 15 Anm. B. 

Anm. 3. Das dem semitischen y entsprechende altäg. C 
im Kopt. zu K geworden und wird als solches in der Schrift nie 
bezeichnet; z.B. Cnh „leben" CONg; kCh „Ecke" KOOg ; d 
„Finger" THHBE; rC „Sonne" pH. Vgl. ħ 18. 

26. Der Halbvokal OY entspricht: 

1. äg. w: oyCDN j^oiFnen" äg. wn; TOyCDT „Götze 
bild" äg. üvt\ oyOTOyET „grün werden", oy 
TOyCDT „grün sein" äg. w^wd^ 

2. äg. h\ ClOy »Stern" äg. sbB. 

Anm. Wie die obigen Beispiele zeigen, hat siel) das äg. 
im Kopt. überall da regelmäßig erhalten, wo es in derTonsil 
oder in der der Tonsilbe vorhergehenden Nebensil 
stand. — In der hinter der Tonsilbe stehenden Nebensil 
(Endsilbe) ist das alte w im Anlaut nach dem Bildungsvokal und 
Auslaut gewöhnlich geschwunden; z.B. N0Y6 „Strick" äg. n 
(*ndio^h)\ TTIN „Maus" äg. pnw {*pin^w)\ dagegen ist es hier i 
mittelbar nach einem Konsonanten bald erhalten geblieben , bi 
verloren gegangen; z. B. pACOy „Traum" äg. rswt {*rasw* 
pa(9E „sich freuen" äg. rSwt (^raSwH). Vgl. ħ 73 B. 



2. Die Konsonanten. 27. 



15 



Die ägyptischen Konsonanten im Koptischen. 

Nach den in § 11 — 26 angeführten Gesetzen ent- 27*. 
sprechen den altägyptischen Konsonanten (A§ 13) im 
Koptischen folgende Laute: 



Ägyptisch 


Koptisch 


§§ der Grammatik 


^(\)- 


. 1. nicht geschrieben 
2. PI (i) . . 
S.spurlosverschwun 


esN § 25 Anm. 2. 

. . § 25, 2. 

den § 25 Anm. 2. 


i . . . 


1. El(i) . . 

2. nicht geschrieben 


. . § 25, 1. 

esK § 25 Anm. 1 und 2. 


c (sem. V) . . 


nicht geschriebene 


s K § 25 Anm. 3. 


w (sem. 1) . j 


1. OY (Y) • • 

2. verschwunden 


. . § 26, 1 und Anm. 
. . § 26 Anm. 




1. B . . . . 


. § 18, 1. 


b . . . 


2. n. 

3. OY 

4. M 








■ • § 19, 2. 
• § 26, 2. 
. § 13, 2. 


....{ 


1. n . 

2. B .• 








.§19,1. ' 
. § 18, 2. 


/•.... 


q • 








.§20. 


m .. 


M 








• § 13, r. 


n . . • 


1. N . 
2.A. 




' 




. § 14. 
. § 11, 2. 



16 



2. Die Konsonanten. 27. 



Ägyptisch 



Koptisch 



§§ der Oramn 



h 
h 



s, s 
k 



9 
t 



,f=späterein< 
" 1= späterem t 

d . . . . 
d 



1 = später, d 
1. = später, d 



l.p . 

2. A . 

3. Fl (1) 

s • • 



1. (j) (B. o), A. 

2. e (B- h. A. 

e (B. h, A. e) 

c . . . 
O) . . . 

1. K . . 

2. ö" (B. X) 

1, K. . . 

2. ö" (B. 1^ 

«"(B. X) . 



T . . 
X (B. 6) 



T . . 

TS. (B. X) 



e) 
e) 



§ 12. 
§ 11, l- 
§ 25, 3. 

§ 24, 1. 
§ 24, 2. 
§ 22, 2. 
§ 24, 4. 
§ 24, 3. 
§21. 
§ 22, 1. 
§ 15, 2. 
§ 16, 2. 
§ 15, 1. 
§ 16, 3. 

§ 16, 1. 
§ 17, 1. 
§ 17, 2. 
§ 23, 1. 

§ 17, 3. 

§ 17, 4. 
§ 23, 2. 



3. Die Vokale. 28—30. 17 



3. Die Vokale. 

Die koptischen Vokale zerfallen in drei Klassen: 28*. 

1. A-Vokale: Kurz A, lang i oder H; 

2. E-Vokale: „ E, „ M; 

3. 0-Vokale: „ 0, „ O) oder OY-' 

Anm. Welchen altägyptischen Vokalen die koptischen ent- 
sprechen, ist nicht genau festzustellen, da die Hieroglyphenschrift 
die Vokale unhezeichnet läßt. Vgl. ħ 81. Nur soviel ist anzu- 
nehmen, daß ursprünglich die A entsprechende Länge nur t, die 
O entsprechende Länge nur OY war, und H bez. (I) erst später 
neben l und OY als Länge eingetreten sind. 

Von diesen Vokalen sind h, und o) stets betont; 29*. 
die übrigen können betont und unbetont sein. 

Verliert ein betonter Vokal seinen Ton, so tritt 
für ihn in der Regel ein tonloses E e ein ; z. B. KCDT 
^jbauen", aber KPT-TTm '^hed-pej „das Haus bauen". 

Unter gewissen lautlichen Bedingungen wird das 
tonlose e durch den Murmelvokal ^ oder durch tonloses Ä 
ersetzt ; vgl. § 32, 1 ; 64. Über tonloses i und OY s. § 35. 

Außer dem (betonten oder unbetonten) F besitzt 30*. 
das Koptische noch den unbestimmten Vokal ^ (Mur- 
melvokal), der im Anlaut oder Inlaut des Wortes auf- 
tritt und betont oder unbetont sein kann. Er wird 
durch einen über den Buchstaben gesetzten wage- 
rechten Strich bezeichnet. Bei anlautendem ^ steht 
dieser Strich über dem Konsonanten, vor dem das ^ zu 
sprechen ist, und wird bisweilen nach rechts verlängert : 

Steindorff, Kopt. Gramm.* 2 



18 3. Die Vokale. 31. 32» 

p-NOBF Crnohe) „Sünde thun". Bei inlautendem ^ wi 
der Strich s o nach links verlängert, daß er noch üh 
den vorhergehenden Konsonanten zu stehen konm 
CNTE (s^nte) „Basis" ; ff'A gH „Schild". 
♦31. Betontes * steht an Stelle eines F in geschlosseE 
Silbe (§ 46) 'vor den Konsonanten B H N A p : TBT (^ 
„Fisch"; gMMF (h^mme) „Wärme", KNNF (k^nne) „f< 
werden"; (fX (gH) „Schild". 

♦32. Unbetontes ^ steht: 

1. An Stelle eines tonlosen e vor einem silb^ 
schließenden B H N A p: p-NOSe „Sünde thun" (V-wc 
für er-nohe). 

Dagegen bleibt in offener Silbe e vor den { 
nannten Konsonanten stets E: MFpE {me-re) „liebei 

2. Als Vorschlagsvokal vor einer anlautend 
Doppelkonsonanz, deren erster Bestandteil ein M N.? 
ist: ficyOT {^n^ot) ^^stark werden"; RNOyT {^mw 
,,Brust". — Gelegentlich tritt dieser Vorschlagsvol 
auch vor anderen Konsonanten auf: z. B. (|NÄKa)T j 
wird bauen" ; qKCDT „er baut" ; TTTTÄü) „die Schlinge 
ÜCGDTH „sie hört". 

3. Als Hülfs vokal im Inlaut unbetonter Sill 
(Nebensilben § 74): CODTH {söfm) „hören"; CONg (öw 
„leben"; (ypajcopq {^^r^ör^f) „ihn zerstören". 

Tritt durch eine Veränderung im Lautbestande i 



3. Die Vokale. 33. 34. 19 



Wortes dieser Hülfsvokal in den Auslaut der Silbe 
oder des Worts, so wird er durch F e ersetzt: CONF „Stein" 
für *ön%r) ; MFpATF „Geliebte" für *m^r(j)atf(w). 

Kommt vor den Vorschlagsvokal ^ ein f zu stehen, 33. 
so werden beide Laute zusammengezogen und gewöhn- 
lich nur F geschrieben: FMTTATOYCODTM „bevor sie 
gehört hatten" für FMTTATOYCCOTH; doch schreibt man 
dafür auch weniger genau RttATOYCODTH. 

Ähnlich werden sogar zwei auf einander folgende 
Silben, die mit ^ anlauten, zu einer Silbe zusammen- 
gezogen; z. B. sagt man statt HnxAXF Cn^nm^e) „der 
Feinde" nur HNXAXF {n%zaze)\ statt NqcCüTM „er 
hört nicht" nur NqCODTM. 

Statt des durch einen übergeschriebenen Strich aus- 34. 
gedrückten ^ schreiben weniger gute Handschriften nicht 
selten ein F ; z. B. (ONFg „Leben" für (üi\Q ; gCDBFC 
„bekleiden" für gCDBC. Statt des F ist vor einem g bis- 
weilen A (Chateph-ä) eingetreten; z. B. CONAg „Leben"; 
KCoAAg (für KCüÄFg, KCoA^) „klopfen". 

Eegelmäßig ist die Schreibung mit F auch in guten 
Texten bei: 

1. HFN, TFN, NFN „unser" § 90; 

2. bei dem unbestimmten Artikel des Plurals gFN 
(§ 152) wohl zum Unterschiede von gTi „in" (§ 385); 

3. bei FN „wir sind", NFN „wir waren" § 285. 291. 

2* 



20 3. Die Vokale. 35. 36. 

Umgekehrt schreibt man auch gewöhnUch HlTk „du 
thatest nicht", Hffq „er that nicht" (§ 313) für RTTEK, 
HTTFq, wohl um diese Formen von Rttfk, MTTFq (Prä- 
position M und Possessivartikel TTFK, TTBq § 90) zu 
unterscheiden. 

Anm. Überhaupt können die über die Schreibung des 
Murmelvokals (') aufgestellten Begeln nur im aUgemeinen gelten ; 
Abweichungen davon treten selbst in guten Handschriften ein. 
Moderne Drucke lassen den Strich sehr oft ganz bei Seite. 

35. Ausnahmsweise tritt für tonloses e oder ^ (§ 32) ein 

tonloses l (namentlich nach (Tund x) oder oy ein : (TlC- 

„Hälfte" für *6£C-, stat. constr. von ÖOC; XI- „sagen" 

in bestimmten Verbindungen (§ 207); nffi „nämlich" für 

*iT(rF (B. NXF-); XIN- „oder" für *XN-; noy» TOy» 

NOy „dein" (§ 90) für *nF, *TF, *NF (aus ägypt. *29e^, 

*tet, *net entstanden); NÄNOy „ist gut" für B. NAHE; 

TCDNOy „sehr" für B. TCDNF. Vgl. auch § 66. 

♦36. Mit vorausgehenden Vokalen (kurzen und langen) 

verbinden sich die silbenauslautenden Halbvokale El 

(i) und oy zu folgenden Diphthongen: 

AFI (Ai) Ay 

FFl (Fi) Fy 

HFi (H'i) wy (alt MOy) 

loy 
OFi (oi*) ooy 

(»Fl (CDi) CDOy 

oyFi (oyi) oyoy 



4. Die Silben. 37. 38. 21 



Ob diese „Diphthonge" wirklich überall die eigent- 
lich diphthongische Aussprache, etwa wie altgriech. ai, 
et, aü, ei) '(ai, ei, au, eu) oder ob nicht vielfach J und 
w einen spirantischen Charakter gehabt haben, somit 
überhaupt keine eigentlichen „Diphthonge" vorUegen, 
können wir nicht feststellen. 

Über die Verbindung von tonlosem E mit den 
Halbvokalen s. § 66. 

4. Die Silben. 

XfAPi Pil bfij alafL-ai Lp h jpflp g Wnr i". Tymss im Agypti- ^. 

sehen mit einesa. ILonsonantea-beginnen. Ursprünglich 
mit einem Vokal anlautende Silben kommen nicht vor; 
CDU „zählen" , das scheinbar mit einem Vokal beginnt, 
steht für ^öp und ist aus ägypt. iöp entstanden ; eben- 
so geht z. B. ETTTO) „Last" auf ein äg. *^Hpöj% *i%ö 
zurück. 

Dagegen erhielt im Ägyptischen jede anlautende 38*. 
Doppelkonsonanz einen kurzen Vorschlags vokal ^ (A§80). 
Im Koptischen hat sich dieser nur noch in bestimmten 
Fällen erhalten: 

1. Vor M N A p s. § 32, 2. 

2. Vor einem aus i, £ oder C entstandenen, aber in 
der Schrift nicht ausgedrückten ^ («) ; z. B. FpcUTE 
„Milch" = äg. *^iröft, *^^röte; Fpoq „zu ihm" = äg. 
*^lrof, "^^^rof, — Vor altem i und l ist der VorscMags- 



22 4. Die Silben. 39—41. 



vokal häufig, vor altem C regelmäßig in A (Cliateph-a) 
übergegangen ; z. B. AMOM „Haut" = äg. '^^inom, *^^nom\ 
ÄNÄO) „Eid" = äg. *^Cnah, "^^^nah-, vgl. § 64. 

3. Wenn der zweite Konsonant verloren gegangen 
ist; z. B. ENFg „Ewigkeit" äg. *^nheh; Fgooy „Tag" 
äg. '^^hroiv] ECHT „Boden" äg. "^^s^efiv, 

4. Nach dem bestimmten Artikel ; s. § 150 Anm. 
♦39. Man unterscheidet im Ägyptischen und Koptischen: 

1. offene Silben, d. h. auf einen Vokal aus- 
gehende; z. B. CCD-TM „hören" (cCD- offene Silbe); 

2. geschlossene Silben, d. h. mit einem Kon- 
sonanten endende; z. B. CON „Bruder". 

40. Doppelt geschlossene Silben, d. h. mit zwei 
Konsonanten schHeßende , finden sich ursprünglich im 
Ägyptischen nicht. Wo sie im Koptischen gelegentlich 
vorkommen, sind sie erst nachträgUch entstanden, und 
zwar: 

1. durch Verkürzung eines zweisilbigen Wortes; 
z. B. pMTT- „Jahr", tonlose Form von pOMTTF; 

2. durch Einschiebung eines Konsonanten 
(§ 56); z. B. cyOMNT „drei" ($o-m^nt) für *a)OHT, äg. 
*homH. 

*41. Offene Silben haben, wenn sie betont sind, einen 
langen, geschlossene Silben einen kurzen Vokal; z. B. 
Ca)-T>l „hören"; Hl-CF „gebären"; cON „Bruder", 
NAH „dir". 



4; Die Süben. 42. 43. 23 



Tritt ein langer Vokal in eine geschlossene Silbe, so 42*. 
tritt dafür der entsprechende kurze Vokal ein (§ 28) ; 
z. B. HICe „gebären" (*mi-sH), aber HACTC] „ihn ge- 
bären" (*mas-ff)] CODTM „hören", aber COTKICI ; NOyqe 
„gut" (für ^^niifr)^ aber fem. NOqDF (für *nof-rH). 

Umgekehrt werden kurze Vokale gedehnt, wenn die 
Silbe geöffnet wird; z. B. NAH „dir", aber mhtn „euch" ; 
JöOH „Schwiegervater", aber o^CUHC „Schwieger- 
mutter" ; CON „Bruder", aber CCOMS „Schwester". 

Über die an Stelle der Dehnung eintretende Ersatz- 
verdoppelung s. § 69. 

Viele Silben, die im Koptischen offen sind, waren 43*. 
ursprünglich geschlossen und haben daher noch ihren 
kurzen Vokal bewahrt; man nennt sie geöffnete Sil- 
ben; z. B. go „Gesicht", äg. Vior; COTM (so-fm) 
„gehört", äg. *sotm^w] gA^ÄTF „Vögel" für äg. */^a^- 
latfw. 

Andrerseits waren viele Silben, die jetzt geschlos- 
sen sind, ursprünglich offen; in solchen nachträglich 
geschlossenen Silben steht meist noch der alte 
lange Vokal; z. B. goyN „Inneres", äg. '^hiin^w; TTIN 
„Maus", äg. *pin^w\ KCDT „wenden" für KCDTB, äg. 
"^köd^j; gÄÄMT „Vogel" für äg. haHefj, 

So haben vielfach der Ausfall alter Endungen, die 
Verschleifung von Konsonanten, endlich auch Analogie- 
bildungen eine Durchbrechung der in § 41 und 42 auf- 



i 4 5. Vtrrind^run«»» d. KoiMOomiit. a. Wegfall t. Konsonant. 44. 



i/».<f>.|U^Mi i^utiutittitsregeln veranlagt. Doch wird man 
fii^ish iu iliv^K^Hi ^Ausuuliiuen" durch Feststelhing der 
(Uhu F«'rtu^nv dlo Kk^^v>l bestätigt tindeiu 

(5^ V<Mriadtftuiiexi dftr Komonanieii. 

44^ \tn b*ndv» vlor Worte itst in der Regel weg- 

t iU-A,::. ^. >i\Mvv»Ivl «f>^^>riVti^liolit?s. als auch ans äl- 
H>t^MU ontMcvttvKutv's. v>^ l •'^V wu t^s mwll de OL FTn IrWo Irnl 

vv "^^^ '■- ■« fMI*^!^ ..Mv'ns;.-'.i- t-:. ^'>;,>* \ ^-'7,/* '. S> ist 



^ ' x^ -. ,^-- ^V _- ,-^^ .x:>.„.^ - : :^- - :i..ca 



"% ijat X - 



'^ .V 



'HIF 






a, Wegfall v. Konsonant. 45. &. Verdoppelung v. Konson. 46. 25 

Anm. Das r ist hier wohl überall erst in j' übergegangen 
(§ 25) und dann erst verschwunden; vgl. ħ 77. 

Im Inlaut der Wörter schwinden häufig: 45. 

1. äg. t-, z. B. FtOOp „Fluß" äg. Hotrhv\ HFSpF 
„Mittag" äg. "^metrH-^ 

2. äg. r; z. B. gooy „Tag" äg. Viroiv\ BNNB 
„Palme" äg. henrH] gOOKC] „ihn bewaffnen" äg. hohr^f. 
Vgl. § 44 Anm., 

3. äg. li\ z. B. NAÄXF „Zahn" (B. NÄXgl) äg. 
"^nadhH-, FNFg „Ewigkeit" äg. "^^nheh ; MAAKF „Wehen" 
(B. NAKgl). 

Über den Wegfall des äg. j (i) und iv vgl. § 25 Anm. 1 ; 
§ 26 Anm. 

6. Verdoppelung von Konsonanten. 

Die Konsonanten B M M A p werden nach einem 46*. 
in geöffneter Silbe (§ 43) stehenden betonten e ver- 
doppelt. Das e tritt dadurch in geschlossene Silbe und 
wird (nach § 31) zu einem durch den übergeschriebenen 
waagerechten Strich bezeichneten ^: 

gBBF „niedrig sein" für *2FBF, B. gFBl, äg. ""hebjH, 

CHME „anzeigen" für *CEME, B. CFMl, äg. '^semjH, 
KNNF „fett werden" für *KFNF, B. KSNI, äg. ""kenjH, 



26 b. Verdoppelung von Konsonanten. 47. c. Kontraktion. 48. 

KÄAf „Riegel" für *KeAe, B. KeÄl, äg. *ken^w] 
gppS „ruhig werden" für *gFpF, B. gFpi, äg. */i(§r/^, 

47. Dagegen bleiben nach unbetontem, in offener 
Silbe stehend em e oder ^ die genannten Konsonanten 
unverändert; z. B. MEMAq „mit ihm" (*ne-maf); EDOK 
„zu dir" Ce-rok)', FpCDTF „Milch" (*e-röte)] MEpF- 
„lieben" (*me-re, tonlose Form des Infinitivs *merwH); 
Fpo „König" (^e-ro). 

Nur in einzelnen Fällen wird auch hier der Konso- 
nant verdoppelt ; z. B. NMMAq „mit ihm", ppo „König" 
neben NFMAq, FpO s. o.; MMOq „in ihm" für *FMOq, 
äg. *^£mof, *^^mof; NNFq „er wird nicht" für *FNFq, 
äg. *V^e/*, '^e/*(§311). 

c, Kontraktion. 

48. Sehr häufig ist im Koptischen die Kontraktion zweier 
gleicher Konsonanten, die unmittelbar zusammenstoßen; 
in demselben Worte: TTOCyq „ihn teilen" für *po^-^y 
(aus *2?o^-sy entstanden §208); COOY^ „wissen" für 
*sowiv^n (§ 242) ; — in zwei Worten: TNÄHOy „wir 
werden sterben" fürTNNAHOY; NINTH „fünfzehn" für 
*HNTTH ; AqCNTTTF „er schuf den Himmel" für AqCNT- 
Tne; gloy^Ai „mit Juden" für gl-lOY^^Äl. 

Die Kontraktion findet auch statt, wenn beide Kon- 






d, AssimilatioD. 49. 27 



sonanten durch den Murmelvokal ^ getrennt waren ; z. B. 
COCn „Salbe" äg. *50^Ä; TAgC „Salbung" für Hoh- 
s^s; a)qF „siebzig" für *S^bfe, "^s^^fe. 

Bei den in § 46 aufgeführten Konsonanten unter- 
bleibt nach dem Vokal ^ die Kontraktion; z. B. gT-lMF 
„Wärme" für *hemmH ; dagegen heißt es KAHU „schwarz" 
für ^kamme. 

d. Assimilation. 

Das n des Pluralartikels H (§ 148), der Genetivpar- 49. 
tikel N (§ 164), der dativischen Präposition n (§ 378), der 
Negation h (§ 457), sowie der Präposition gN „in" (§ 385) 
geht unmittelbar vor H und TT (bez. ^ und \|;) in H über : 

RTTHyS „die Himmel" für THTHYP; 

MMppF „die Fesseln^^ für HMppP; 

TTOJHpF FinpoOHF „der Sohn des Menschen" für 
HTTpCDHF; 

glTM-nMoyTF „durch die Hand Gottes, durch Gott" 
für *2lTN-nM0YTF; 

NANOyC HTTpCDMF „es ist dem Menschen gut" für 

HnpcoMF ; 

MTTPygHT NACüöTM „ihr Herz wird nicht hören" 

für mTFYßWT; 

gMnKOCHOC „in der Welt" für gNÜKOCMOC 
Wird das N von dem folgenden M oder TT durch 

den Murmelvokal ^ (§ 32) getrennt, so findet keine Assi- 



28 d. Assimilation. 50. 51. 

milation statt; z. B. gN-RHÄTTajGDTTE „in den Städten'' 
(h^n-^mma%$öp e) . 

Außerhalb der angeführten Fälle kommt die Assi- 
milation des w an ein unmittelbar folgendes M oder TT 
selten vor; z. B. pOMTTE „Jahr" äg. *ronpH] FMMOCTS 
„wir hassen" neben FNMOCTF ; TMTTICTFY^ »^^^ ^^^" 
trauen" neben TNTTlCTFyF- 

50. In älteren sa^idischen Texten (z. B. der Pistis Sophia, 
der Sapientia Salomonis ed. Lagarde, der Psalterhand- 
schrift des Berliner Museums u. a.) werden sehr häufig der 
Pluralartikel H und die Genetivpartikel TT einem folgen- 
den p, A und B vollständig assimiliert, d.h. sie gehen 
in p, A und B über; z. B. ppCDHF „die Menschen" für 
UpGDMF; AAaoC „die Völker" für FTAäOC; nCA BBoA 
„die Außenseite" für nCA hBoA; CNOq ppODHF „Men- 
schenblut" für CNOq HpODMe u. a. m. 

51. Die (aus m entstandene, A§ 331) Präposition "R „in", 
die auch zur Anknüpfung des Objekts gebraucht wird 
(vgl. § 359), hat vor h und TT die alte Form M bewahrt; 
z. B. Rma NIM „an allen Orten" ; HTTFIMA „an 
diesem Orte" ; AqgODTB MncywpF „er tötete den Kjia- 
ben." — In älteren sa^id. Texten (§ 50) assimiliert sie 
sich folgendem p, A und B: FqMFg AAyHH „er ist voll 
von Trauer" für NAynH; ACAAC] ppMMAO „sie hat 
ihn reich gemacht" für NphlMAO ; (ÖCÜTTF N Ai BBOMGOC 
„sei mir Helfer". 



d. Assimilation. 52—54. e, Metathesis. 55. 29 

Bisweilen ist äg. m vor T in N übergegangen; z. B. 52. 
NTE- (§ 388) äg. mdl] TTTTT- (§ 280) für äg. *m<en; 
^TNTä „ihn finden" für "^gemff. 

In der Silbe nek (n^k) geht K häufig in r über; z. B. 53. 
MOYwr» „bilden" neben HOyNK; AflT „ich" (tonlos) für 
*aweÄ:; TCDOy^T „erhebe dich" fürTa)OY^^K; HTCODT H 
„und du hörst" für ^^KCa)f^l. Vgl. § 6. 

Unter dem Einfluß eines folgenden x geht S. c in U) 54. 
über (während sich im Boh. gewöhnlich das C erhalten 
hat); z. B. a)A2Ce „reden" äg. *saddH (B. CAXl); 0)0)2^7 
„übrig lassen" (B. CCÜXTT) ; a)02CNF „beraten" äg. sotn^j 
(B. COffNl); Fa)2^F „wenn" (B. ICXF). 

Ebenso ist S. c unter dem Einfluß eines vorhergehen- 
den oder folgenden, aus ^ entstandenen o) in (y über- 
gegangen; z. B. (ÖMOJF „dienen" äg. hnsj\ (yOYJöT 
„Fenster" äg. sM\ vgl. auch TTCDO) „teilen" aus *2;ö^^^, 
äg. jps^, zusammengezogen ; § 48. 

Anm. Ein aus h entstandenes 0^ (§ 22) hat dagegen auf S. C 
keinen Einfluß ausgeübt; z. B. CAÜNÜ) „ernähren" äg. iCnh 
(aber B. a)ÄNg)); CÄCÖC] „sieben" äg. ^Ä/",^/^ (aber B.OJACöq). 

e. Metathesis. 

Metathesis ist im Koptischen sehr häufig; be- 55. 
sonders unterliegen ihr folgende Buchstaben: 

1. O) (äg. li und F): oyCOjyc „erweitern" äg. wsh\ 
C^COq „zerstören" äg. fh\ (yCNF „Ereignis" äg. s7?w-^; 



30 f, Einschiebong v. Bnchstaben. 56. 6a. Übergaog der Yok. 57. 

CA(^ „sieben" äg.^/^ ; Tpoa)„rot werden" und Tpoujpjg 
„erröten" äg. di^r\ 

2. g: CCUOyg „versammeln" äg. shw\ (UgC „ernten'' 
äg. Bsh'^ 6MK0 „quälen" für "^d-m^kho^ Kausativ des 
Stammes MKÄg; OTTO „geleiten", Kausativ von TTCOg „ge- 
langen" ; 

3. TT und T: CDTTT „ beladen" neben (OTIT äg. if|?; 
gCOTTT „sieb versöhnen" neben gCöTn äg. htp ; CODTTT 
„auswählen" neben ClOTTT äg. st]ß. 

f, Einschiebung von Buchstaben. 

♦56. Die Einschiebung eines N findet im S. in der Silbe 
m% met statt, die regelmäßig HNT geworden ist; z. B. 
(JJOMNT „drei" für '^homH(B, (yOMT); MNTpP „Zeuge" 
für '^metre (B. MFOpF); gOHNT „Erz" für *hom% 
(B. gOMT); TCDMNT „begegnen" für TCDMT; OyOMNT 
„fett seiend" für OYONIT u. a. m. Vgl. § 40. 

6. Veränderungen der Vokale. 

a. tjbergang einzelner Vokale. 
♦57. Nach H und u tritt für 0) regelmäßig oy ein; z. B. 
HOyp „binden" für MCDp; MOyN „bleiben" für HCON; 
MeKHOyiÜI „ihn betrachten" für MEKMCOKq. 

Anm. oy ist hier der ursprüngliche ägypt. Vokal, für den 
sonst überall OD eingetreten ist (A§ 8l) und der sich nach M und 
N noch im Koptischen erhalten hat. 



a. Übergang einzelner Vokale. 58 — 63. 31 

Vor dem Suffix der 2. Plur. TN (§ 83) steht dagegen 58. 
für gedehntes (§ 42) auch nach h und n ein o) ; z. B. 
RHCOTN „in euch" ; tmhcdtN „euch ernähren". Merke 
dagegen NOyq „die seinigen", NOyTN „die eurigen" 
(§ 89). 

Seltener findet sich oy statt O) nach den Konso- 5^. 
nanten o), X und ff*; z. B. (öOycyT „Fenster" für (ycuojT ; 
XOyq „brennen" (B. 2Ca)q) ; (jFÖby „Tiegel" (B. XÄXO)). 

Der Hülfsvokal ^ (§ 32, 3) ist nach einem alten, im 60. 
Koptischen verschwundenen C bisweilen in A überge- 
gangen; z. B. TANgO „beleben" für ^d-C^nho'^ TAgO 
„aufsteUen" für ""d-C^hCo ; vgl. § 260. 

In geschlossenen Silben tritt vor B n H N A p und 61.^ 
halbvokalischem oy statt eines ursprünglichen A häufig 
ein E oder ^ ein; z. B. AbtC] ;;ihn toll machen" für 
AaBTC]; NFqTC] „ihn blasen" für NAqTC] ; ff^NTC] „ihn 
finden" für (JanTC], äg. '^'gamff (§ 226). 

H ist vor einem (aus äg. h entstandenen) g bisweilen 62.. 
in E übergegangen; z. B. HFg „gefüllt" fürMHg, äg. mh. 

O geht vor altem C, ferner vor g oder einem aus h 63- 
entstandenen o) (§ 22) in A über; z. B. ElAAq „ihn 
waschen" für *joC^f, *joCff\ K A Aq „ihn legen" für ^hoC^f'^ 
XAgq „ihn berühren" für XOgq ; pAgU „gewaschen" 
für *rohH\ CAgOy „verfluchen" für * sohlt, *sohivW\ 
CAU^q „sieben" für *5W/*; oyAüJCF „Breite" für *t6'0i^s^^; 
NA(yT „stark seiend" für *noh% "^nohfj. 



32 <t. Üi>er|pai2^eijD2«lj>erToka3e.^. 6. Wc^gfAll toh TokalcB. 65. 



Hihv^ eilen liat sich o vor C erkalten: z. B. KOOg 
^Kckc-- äg, '^hjC^h: oog -Mond- äg. *joC^h. 

Anm, Vor euteia ans I herroigegMigenai C^ ist O geblieben; , 
z, B, TpOji^p^ «erröten* , ä^. droir^i (Stamm lör, TgL § 55); 
gpOjy „icYiwer werden^. 
di. Kill tonloses, iu geschlossener Silbe stehendes e ist 
vor ^ailtem C und einem aus i oder i (J) entstandenen ^ 
(H) in X übergegangen: 

FlÄ- „waschen" (tonloser Infinitiv von BIO)) für 

CÄNOYJüq „ihn ernähren" für "^s^Cnulff^ 

MÄHP- „landen, weiden" (tonloser Infinitiv von 
MOONP) für "^nuPn^, äg. minj] 

CA- „Kücken" für ^^^P, sei; 
N. HA- „mein" (§ 90) für ^j;e^ ^j^eij. 

Vgl. auch^PafisooTj; ägypt. "^EaCmesse, *ReCmeHe. 

In offener Silbe hat sich dagegen e vor den ge- 
nannten Konsonanten erhalten; z. B. g)FFT- „schneiden" 
(tonloser Infinitiv von (yCDCDT) für *^e-C^d, 

Kbenso ist im Auslaut mehrsilbiger Wörter das 
ilülts-'^ als e (B. i) erhalten; z. B. coge „stehen" für 
^Col/C'^ TUXOBB „vergelten" für *döh^^\ s. auch oben 
HANF für "^mt'^if^, "^me^n^j. 

h. Wegfall von Vokalen. 
65, l>as nach A^erlust des auslautenden Konsonanten 
au das AVortende getretene Hülfs-^ (f) ist im Sa. nach 



c. Kontraktion. 66 — 68. 33 

oy häufig weggefallen; z. B. CÄgoy „verfluchen" für 
^sahwe, *sahw^r (B. CÄgOY^j S. in alten Texten noch 
CAgOYH). 

Ebenso ist das Hülfs-^ in verstümmelten Formen 
nach einem betonten Vokal regelmäßig weggefallen; 
z. B. TO „gegeben sein" für *doje, *dofj, (B. TOI); gE 
„fallen" für *hef(t) ; a)A „aufgehen" für *haC%t) (A. g AF, 
B. <5)Äi); qo) „Haar" für *fö^H (B. qoDi). 

c. Kontraktion. 

Kurzes (betontes oder unbetontes) e (e) wird mit 66*. 
einem nachfolgenden w oder j zu oy bez. i kon- 
trahiert; z.B. coy-gcop „Stern des Horos, Orion" 
aus *seW'Hdr\ COyTN- „richten" aus '^seivd^n\ c\' 
„Geruch" aus *stej\ HglT „nördlich" aus '^^m}iejt(^j). 
Auch Hülfs-^ wird mit w in oy zusammengezogen; 
z. B. BOy-BOy „glänzen" aus '^'beivVtv, 

Daneben treten in jüngeren Formen für ew (eiv, 67. 
%) und ej (ej) die diphthongischen Verbindungen py 
und sei, e!i ein; z. B. Tty- „kaufen" für *dew'^ HSyT- 
„töten" für *mewt\ Fy- „sie sind" für *eiv\ FPl-, Fi- 
„ich bin" für *ej. 

Zwei aufeinander folgende oy (u + 1^) werden häufig 68 
zu einem oy zusammengezogen; so wird z. B. COy-OyA 

zu coyA; HTToy-oya)(öT zu Riroycocyr. 

Steindorff, Kopt. Gramm.* d 



34 d. YokalverdoppeluDg. 69. 70. 

d, Yokalverdoppelung. 

♦69. Im SaCidischen wird in solchen Silben, die durch 
den Wegfall eines folgenden Konsonanten geöffnet wor- 
den sind (§ 42), der kurze Vokal im Inlaut häufig 
verdoppelt: 

XAaNE „Tanis" für ^DaC-nH, ^Da^-nH, ^Da-nH-, 
BOONE „Schaden" für *ioi-n% Ho^-nH, *hO'n%t); 
vgl. aber NOqpF *nofrH; 

ajPPp^ „Tochter" für *^er-i% ^^er-^H, *^e-r%t)] 
HOONF „Amme" für *mon'C% *mon-^% *mo-n\t)\ 
NECBB „schwimmen" für *neb'j% *neb'^% *ne-b\t)\ 
noONC] „ihn umkehren" für "^pon-C^f, *pon-^% *po- 
n^f u. a. m. 

Man nennt diesen Vorgang „Ersatz Verdoppe- 
lung"; sie ist ein Ersatz für die Dehnung eines in offene 
Silbe getretenen kurzen Vokals. Im Bohairischen kommt 
sie nicht vor. 
70. In vielen Fällen ist die Ersatzverdoppelung durch 
Analogiebildung hervorgerufen worden; z. B. gBOOC 
„Kleid" äg. libs auf Grund des Plurals gBODciDC § 139- 
Bisweilen, namentUch in Fremdwörtern, vertritt die 
Verdoppelung des kurzen Vokals geradezu den ent- 
sprechenden langen Vokal; z. B. CÄTEFpF „Denar" 
otatT^p (B. CAGHpi); (jjBFFp „Genosse" neben ©Bwp 
(hebr. inn) ; (TepOOB „Stab" für das gewöhnliche (fFDCOB ; 



d. Vokal Verdoppelung. 71. 72. 36 

AÄKApOOpF „Flasche, Tiegel" ä^^^Liüt (ÄZ 1885, 117) 
u. a. m. 

Der Murmelvokal ^, der als Hülfsvokal im Inlaut 71*. 
unbetonter, geschlossener Silben steht (§ 32, 3), wird dem 
Hauptvokal des Wortes angeglichen, wenn der vor dem 
^ stehende Konsonant verschliffen worden ist : 

oyHMB „Priester" für ^we-C^h = ^we-^b « *i^e-^6; 

KODODC „bestatten" für ^kö-r^s = ^kö-^^s = *kö'^s\ 

CCDCoq „beschmutzen" für *sö'i^f ^ sö-^Y =^ ^^'Y'^ 

OOe „Mond" für *lO'C'h = no-^h =- *lO''h] 

FlOOp „Fluß" für* co'fr « *iO'^r = *io-V. --iK' 

Man nennt diesen Vorgang „Vokalassimila- 
tion". 

Ist in einem zweisilbigen Worte, dessen erste offene 72*. 
Silbe einen langen Vokal hat, der Schlußkonsonant weg- 
gefallen, so wird der lange Vokal in" vielen Fällen ver- 
doppelt. Besonders findet diese Verdoppelung („Vokal- 
brechung") statt, wenn der weggefallene Konsonant ein 
C oder i ist: 

THMBF „Finger" für *de¥c (B. THB; hebr. P?^S); 

^CCOODHE „Buch" für *döm^C (B. 2:a)H); 

nODODNH „umkehren" für *j?öw^C; 

TCDODBF „versiegeln" für *dö¥C (B. TCOB) ; 

TOXOBE „vergelten" für dö¥^ (B. TODB) ; 

TOXDÖE „pflanzen" für *ciö/i (B. TCOXl); 

KODCOpu „ausreißen" neben KCOpx u. a. m. 



36 7. Betonong. 73 — ^75. 



7. Betonnng. 

♦73. Jedes koptische, echtägyptische Wort hat nur einen 

^.betonleFYokal (Bildungsvokal), der in der letzten oder 

vorletzten Silbe steht. Der Ton des Wortes ruht auf 

dieser Silbe, die man Hauptsilbe oder auch Tonsilbe 

nennt. | 

Die verdoppelten Vokale (§ 69 — 72) gelten für die 
Betonung als e in Vokaltmd h^ben demg^äß nur einen 
Accent; z. B. KODCOC „beerdigen'^ sprich kdös. 

♦74. Die übrigen Silben eines Wortes sind unbetont; man 
nennt sie Nebensilben. Sie enthalten ein aus einem 
vollen (betonten) Vokale verkürztes e (§29) oder den 
Murmelvokal ^, bez. die lautgesetzlich aus diesen ent- 
standenen Vokale Ä, l, OY (§ 64. 60. 35. 66) ; z.B. AHOY^, 
aus *^lmun entstanden, sprich ämün ; A ist Nebensilbe, 
MOyN Haupt- oder Tonsilbe. 

♦75. Tritt an ein zweisilbiges, auf der Pänultima beton- 
tes Wort eine Endung (Pluralendung, Possessivsuffixe 
etc.), durch die das Wort dreisilbig wird, so springt 
der Vokal und mit ihm der Accent von der ursprüng- 
lich betonten (jetzt drittletzten) Silbe auf die vorletzte 
über; z. B. pOMTTE „Jahr" (^rön-pH), Plur. pMnÖOY^ 
Cr^n-2)ö-ivH) \ (yöpcyp „zerstören", aber (ypcycupq „ihn 
zerstören" (*6'^r-§ö-r% mit Dehnung des in offener Silbe 
stehenden o); CÖAcA „trösten", cAccoA „getröstet" 
(für "^s^l'SÖ'l'tv). 



7. Betonung. 76. 77. 37 / 



"% V 



Mehrere syntaktisch zusammengehörige Wörter 76*. 
werden als ein lautliches Ganzes, ein Wort, gesprochen. 
Der T pn ru hT ^aiif dem letzten Worte; alle vorher- 
gehenden werden enttont, indem ihre Bildungsvokale 
zu e (bez. a § 64)~^rkürzt werden. 

Derartige Wortkomplexe mit einem Accent bilden 
z. B. Subst. und abhängiger Genetiv: COY-gCOp „Stern 
des Horus" aus Cioy ^^^^ gööp; goy-MlCF „Geburts- 
tag" aus gooy „Tag" und MICH „gebären"; 

Subst. und Adjektiv: Ftspo „Fluß" aus EtOOp 
„Kanal" und „groß" ; pMTT-OJipP „kleines Jahr" aus 
pOMTie „Jahr" und (yipp „klein" ; 

Pronomen demonstrativum und Nomen: irFi-gpOOy 
„diese Stimme" aus TTA'i „dieser" undgpoOY «Stimme"; 

Verbum und Objekt: gETB-pOöME „einen Menschen 
töten" aus gCDTB „töten" und pcoME „Mensch" ; CETM- 
TECMH „die Stimme hören" aus COÖTM „hören", TH 
„jene" und CMH „Stimme"; AlMFCTe-nACONg „ich 
haßte mein Leben" aus AI- „ich that", MOCTF „hassen", 
TTOö'i „der meinige" und CDNg „Leben". 

Anm. Die tonlose Form eines Wortes wird in der Gramma- 
tik durch einen nachgesetzten Yerbindungsstrich bezeichnet; z. B. 
2C8K- tonlose Form von 2CC0K „vollenden". 

Eröffnet ein solcher Wortkomplex den Satz, so 77. 
werden Partikeln, die an zweiter Stelle stehen, z. B. (St 
„also", ÄF „aber", MFN „zwar", rap „denn", hinter 



38 8. WorttrennuDg and Interpunktion. 79. 80. 

das letzte Wort gesetzt und nicht in den Komplex ein- 
geschoben; z. B. AY^Cl-TTOyO) ÄE HMCDyCHC „sie ver- 
kündigten aber dem Moses"^ aus AY" »sie thaten", 2:1- 
„sagen", TTOyco „die Verkündigung". 
78. Enklitisch werden einem betonten Worte angehängt 
das verkürzte Demonstrativum TTE sg. m., TF sg. f. und 
NF pl. (§ 422), sowie die Partikel TTE, die häufig nach 
dem Hilfszeitwort NE- „war" steht (§ 295). 

8. Worttrennung und Interpunktion. 

*79. 1_ Die einzelnen Wörter werden in koptischen Hand- 
schriften nicht von einander getrennt. Die Wort- 
trennung koptischer Drucke ist ganz willkürUch. Soll in 
den Drucken der besseren Übersichtlichkeit wegen eine 
Worttrennung stattfinden, so zieht man am richtigsten 
das, was sprachlich als ein Ganzes aufgefaßt wird (§ 76), 
auch in der Schrift zusammen; z. B. ACIgETBTFpCDMB 
„er tötete den Mann" {äfhefbprome). 

Zur Erleichterung der Analyse können dann die wich- 
tigsten Elemente einer Wortgruppe durch Bindestriche 
von einander getrennt werden; z. B. AqgETB-TTpcDMF. 

80. Als Interpunktionszeichen verwenden bessere 
Handschriften den Punkt (•) und den Doppelpunkt (:), 
Neuere Drucke gebrauchen die griechischen Interpunk- 
tionen oder lassen sie meist mit Ausnahme des Punktes 
überhaupt bei Seite. 

1 Ex. 18,6. 



9. Zahlzeich. u. Abkürzung. 81. 82. la. Fersonalsufflxe. 83. 84. 39 

9. Zahlzeichen und Abkürzungen. 

Die Zahlen werden in den sa. Texten gewöhnlich 81. 
ausgeschrieben, in den boh. durch die griech. Buch- 
stabenziffem bezeichnet: S 1, B 2, r 3, 5 4, F 5, ? 6, 
^ 7, H 8, S 9, 1 10, K 20, ^ 30, R 40, H 50, J 60, o 70, 
' n 80, q 90, p 100, ü 200, t 300, y 400, $ 500, X 600, 
XJ/ 700, S) 800, ^ 900, A 1000, T 10000. 

Für einige sehr häufige griechische Wörter treten 82. 
gewöhnlich im Koptischen Abkürzungen ein: 
IC für iHCOyC; XC für XpiCTOC; ihA für icpaHÄ; 
TTNÄ für HNFYMA; K£ für KYplH. 

Pronomina. 

1. Persönliches Fronomen. 

a, Fersonalsufflxe. 
Die Personalsuffixe, die dem jsTomen, den Präposi- 83*. 
tionen und dem Verbum angehängt werden^ jim den BesitZj 
das ^ubje kt oder das Objekt auszudrücken, sind folgende : 
Singular Plural 

I. Pers. \ N ^ 

n. „ m. K TN IT f' 

f. keine Endung oder E v 

in. „ m. q OY 1 1 

f. c 

Anm. Die entsprechenden äg. Formen s. ħ 82. 
Außer den Präpositionen verwenden nur wenige 84*. 
Nomina, meist Namen von Gliedmaßen, die in festen 



40 Id. Personalsuffixe. 84. 85. 

Verbindungen, meist mit Präpositionen, gebraucht wer- 
den, die Personalsuffixe zum Ausdruck des Genetivs 
(Possessiwerhältnisses) ; die wichtigsten dieser Nomina 
sind: 

HlATs „Auge" äg. irt\ QTH^ „Herz" äg. }i^tj\ 

KOYN- „Schooß"; qht^ „Bauch" äg. ht; 

pCDs „Mund" äg. ri; '^(ü^ ??Kopf" äg. d^dS] 

pAT:s „Fuß" äg. rd] Apwi^ „Ende", COyNT* 

COü^s „Rücken" äg. si; „Preis" äg. swnt 

TOOT^ „Hand" äg. d^t; Vgl. ferner § 173. Über 

TOYöö=J „Busen" ; den Gebrauch der Perso- 

(ÖÄNTs „Nase" äg. hnt; nalsuffixe am Verbum 

gpA- „Gesicht" äg. Ar; s. § 191. 

gHT- „Vorderseite" äg.Äi^, 

Anm. Sämtliche obige Nomina sind in der vor Suffixen 
gebrauchten Form (Status pronominalis) angeführt, die äußerlich 
durch ein nachgesetztes * bezeichnet wird. 
♦85. Das Personalsuffix der 1. Sing, fällt (auf Grund von 
§ 25 Anm. 1) bei den auf T endigenden Nominibus ab; 
z. B. pAT „mein Fuß" äg. rd-j. Die übrigen konso- 
nantisch auslautenden Nomina haben ebenfalls das 
Suffix abgeworfen, hängen aber nach Analogie der auf 
T endigenden gleichsam als Ersatz für das Suffix ein T 
an : ApH2CT „mein Ende" (vgl. § 193). 

Das Suffix der 2. Sing. f. fehlt bei den auf einen 
Vokal ausgehenden Nominibus: XO) „dein (der Frau) 
Kopf" ; gTH «dein (der Frau) Herz" ; Epo „zu dir (Frau)". 



la, Personalsuffixe. 85. 41 

Auch bei den auf A endigenden Nominibus ist das Suff. 
2. Sg. f. abgefallen; doch ist hier das auslautende A des 
Nomens in E übergegangen: gpF „dein (der Frau) Ge- 
sicht"; HE „dir (Frau)". Die auf einen Konsonanten aus- 
lautenden Nomina haben als Suff. 2. Sg. f. ein e; z. B. 
pATE „dein (der Frau) Fuß". 

Vor dem Suff, der 2. PI. wird das in offener Silbe 
stehende A zu h, zu a> (§ 42) gedehnt: gpHTN „euer 
Gesicht" ; EpCDTN „zu euch". Das 0) bleibt nach H 
und N unverändert (§ 58): RmCDTN „in euch". 

Da die auf T endigenden Nomina mit dem Suff. 
1. PL und 2. PI. fast gleichlauten würden (pAT~N „unser 
Fuß", *pATTN „euer Fuß"), wird bei ihnen das Suff. 
r}\ durch THyTN ersetzt: pAT-THy'*^ „euer Fuß" ; 
gHT-TH YTN „euer Leib". 

Anm. Das alte SufT. der 2 Sg. fem. t, jünger t (ħ 84), ist im 
Kopt. überaU verloren : *röf = *rdt = pO) „dein (der Frau) Mund"; 
bei den Nominibus mit konsonant. Auslaut hat sich das zwischen 
dem auslautenden Stammkonsonanten und Sufßx stehende Hülfs-' 
im Sa. als E (B. l) erhalten: *radH = *radH = *rad%t)i pÄTE 
• (B. pA+) „dein (der Frau) Fuß". — Die Form TMyTN ist 
kein SuflSx, sondern ein Nomen THy* mit dem SuflF. 2. PI. TN; 
THyTH ist betont, das vorhergehende Nomen wird bisweilen 
verkürzt. 

Beispiele des Nomens mit Suffixen. 

A. Vokalisch (außer auf A) endigendes Nomen: '^(X>^ 
„Kopf". — B. Nomen auf A: gpA^^ „Gesicht". — C. 
Konsonantisch endigendes Nomen: pAT^ „Fuß". 



1^^^ 



4:2 ib. Pronomen absolutum. 86. 87. c.Der Ausdruck f. „selbst*'. 8 8 . 









A 


B 


c 


1. 


Persor 


i Sing. 


accoi 


epAi 


pAT 


2. 


n 


„ masc. 


2Ca)K 


epAK 


pATIC 


2. 


n 


„ fem. 


a:a> 


ep^ 


PATF 


3. 


5J 


„ masc. 


2ca)q 


epaq 


pAT-q 


3. 


;; 


„ fem. 


2ca)C 


epac 


pATC 


1. 


n 


Plur. 


2ca)N 


epAN 


pATN ^^^^^ 


2. 


n 


51 


XCDTN 


epHTN 


pATT^Yt>l 


3. 


n 


n 


xoöOY 


epAY 


pATOY 






5. Pronomen absolutum. 








Singular 




Plural 


■% 


'iv 


1. Pers. 


ANOK 


aNON 



>: 



♦86. 



2. „ masc. TTTOK 
fem. HTO FTTODTN *^ 

3. „ masc. HTOq 1 

fem. HTOC HTOOY ' 

Anm. Die altäg. Formen s. ħ 93. ANOK ist aus *^inoJc entt 
standen. 

87. Daneben finden sich noch dietonlosenFormen 

Sg. 1. P. ANT-, 2. P. m. nrk- f. flTF-; PI. 1. P. AN- (au 

AN n), 2. P. NTFTN-. Sie werden als Subjekt des Nominal 

Satzes gebraucht; s. §415. — Die im uneigentlichen Na 

minalsatz gebrauchten Pormen des Personalpronomen^ 

s. § 276. 

c. Der Ausdruck für „selbst*'. 

88. Zur Wiedergabe des Ausdrucks „selbst" bedien 
man sich des Nomens ga)(a))5 «I^eib" (äg. hC A§ 94B] 
dem die Possessivsuffixe angehängt werden: 



2a. Absolute Possessivpronomina. 89. 26. Possessivartikel. 90. 43 



Singular Plural 

gOöCDT (auch goXD) „ich selbst" gODCON „wir selbst" 
gOXDK „du selbst" gCDTTHYTNwilir selbst" 

gaXüTE „du (Frau) selbst" 

gCDCOq „er selbst" gCDOy „sie selbst" 

gCDODC „sie selbst" 

2. Possessiypronomina. 

a. Absolute Possessivpronomina. 
Singular xnasc.^^ Singular fem. /«Plural. 

Sing. 1. Pers. jiifii r^'i JN^YI 8^*- 

„der meinige" „die meinige" „die meinigen" 



„ 2.] 


Pers 


. m. 


ncDK 


TCDK 


NOYK 






f. 


no) 


TO) 


NOY 


„ 3. 


» 


m. 


noöq 


TOöq 


NOYq 






f. 


ncDC 


TCDC , 


NOYC 


lur, 1. 


W 




ncDN 


Ta)N 


NOYN 


„ 2. 


n 




nCDTN 


TCOTN 


NOYTN 


« 3. 


5? 




ncDOY 


TOöoy 


NOYOY 



Diese Formen werden als Substantiva gebraucht. 

Anm. Bern absoluten Personalpronomen liegt ein Demon- 
strativwort TTCDjs masc., TO)« fem., NOy^ plur. (§ 57) äg.^i, ^^ 
(ħ 100) zu Grunde, dem die Personalsuffixe (*pöff) angehängt 
sind. Vgl. ħ 127. 

h, Possessivartikel. 
Sg. 1. P. ITA- „mein" TA- „meine" NA- „meine" 90*. 



2. 



„ m. neK- „ 
w f. noY- 



dein" 



TeK- 

TOY- 



NHK- 
NOY- 



g- 







2b. Fossessivartikel. 91 — 93. 



neq- „sein" TEq- Nuq- 

nec- „ihr" TFC- NFC- 

TTEN- „unser" TEN- MPN- 

nETN-„euer" TFTN- NETN- 

Diese Formen sind aus dem absoluten Possessivpro- 
yY nomen verkürzt. TTÄ-, TA-, MÄ- sind aus ursprüng- 
/ lichem *pei', Hei-, *nei' (§ 64) entstanden. Die Formen 
TTOY"> TOY"> NOy- (a^s *pet', Het-, *net' entstanden) 
stehen für TTE-, TF-, NF-, (so auch noch B.) ; vgl. § 35. 
TFFY-> TFy-, NFY" sind aus *peif-, Hew-, ^new- kontra- 
hiert (§ 67) ; die entsprechenden B. Formen sind: iTOY-i 
TOY-» NOY- (§ ^^)- Über die Schreibung HFN-, TFN-, MFN- 
s. § 34. Die äg. Formen des Possessivartikels s. A§ 127, 
♦91. Die Formen des Possessivartikels werden zur Be- 
zeichnung des Possessiwerhältnisses vor das Nomen ge- 
setzt, und zwar die mit TT anlautenden vor das männUche 
die mit T vor das weibliche, die mit N vor das pluralischi 
Nomen beiderlei Geschlechts: TTFKCON „dein Bruder" 
TFqCOöNF „seine Schwester" ; NFYFIOTF „ihre Eltern" 

92. Nur die wenigen in § 84 angeführten Nomina ge 
brauchen in bestimmten Fällen noch die Possessivsuf 
fixa; doch sagt man auch TTFqpO „sein Mund" nebej 
pcoq, TTFKgHT „dein Herz" neben gTHK, TTFNgO „unse 
Gesicht" neben gpAN. 

93. Zur Verstärkung des Possessivartikels wird häufi 



2c. Possessivpräfix. 94. Sa. Bas Pronomen „dieser**. 95. 45 

das entsprechende absolute Personalpronomen nach- 
gesetzt: HAFIODT AMOK „mein Vater"; TECMAÄY 
1TT0C „ihre Mutter". — Die Hervorhebung durch FlMlN 
MMO^ s. § 379. .. 

c, Possessivpräfix. 
Das Possessivpräfix wird als St^us constructus 94*. 
vor einem Nomen ge'Graucht. Es lautet: ^ 

Sg. m/'^mK„der des" & a)V toü; 

f / TA- \die des" -?] oüoa Toi3 ; 
Pi. cl NAy,,die des" oi Svie? to5. 
Beispiele : TTÄ-fmOYTF „der Gottes, d. i. der Gott 
ergebene" ; TTA-TTFqFlOöT „der seinem Vater gehörige" ; 
TTA-TFa)NH „der des Gartens, der Gärtner"; TA-TTTF / 
„die des Himmels, die himmhsche"; NA-OYTTOAlC „die 
einer Stadt, die Einwohner einer Stadt". 

A n m. Die Formen TT A- » TA-, N A- sind die tonlosen Formen 
des Demonstrativwortes *rT(ü,^Ta), ^NOy, dessen betonte Form 
in dem absoluten Possessivpronomen des § 89 vorliegt; ITA" steht 
für *pe^, TA- für ^e^ NA- für we^j § 64. 

3. Demonstrativpronomina. 

a. Das Pronomen „dieser": 

1. absolut, betont: Sg. m. nAi; f. TAI; PI. NAl; 95*. 

2. vor einemNomen, tonlos: Sg. m.TTFi-; f.T6i-; 

PI. wei-. 

Neben TTFl kommt im S. eine kontrahierte Form 



46 Sh. Bas Pronomen ,Jener". 96. 4. Frag^epronomina. 97. 

TTl-, 'f*-, Nl- vor, die auch in abgeschwächter Bedeutung 
häufig als Artikel gebraucht wird; vgl. § 148. 

Beispiele: TTAi-TTF TTACCOH/l „dieses ist mein Leib'^ 
(TTE ist Kopula) ; TTFipcOHF „dieser Mensch" ; TFICCUHB 
„diese Schwester" ; NeiElOTH „diese Eltern" ; NtMHHO^S 
„die Mengen". 

Das Neutrum „dieses" giebt man entweder durch 
den Sing. TT AI oder den Plural NAl wieder. 

Ann). TTAX und TTBX- u. b. w. gehen auf das äg. jpi, fi, f?i, 
neuäg. p^j\ t^jt n^j, zurück; ħ 100. 

b. Das Pronomen Jener": 

♦96. Absolut, betont: Sg. m. TTH. f. TH, PL NH. 

Die tonlose Form TT(F)-y T(E)-, N(E)- hat die Be- 
deutung als Demonstrativum verloren und wird als 
Artjkel gebraucht, vgl. § 148. 

Zum Ausdruckvon „jener" inVerbindimgmitdemNo- 
men bedient man sich der Umschreibung ETHM Ay wört- 
Uch „welcher dort (ist)" ; z. B. TTpCöMF ETHMAy rjener 
Mann" (wörtl. „der Mann w. dort ist") ; TECglME ETR- 
MAY «jene Frau" ; NgMgAÄ ETHMÄY »j^^e Diener", 

A n m. TTH geht auf ein äg. Demonstrativum |?i, t9, nS neuäg. 
p^Wf t^w, n^w zurück, das im Altägyptischen von dem zuTFAl ge- 
wordenenDemonstrativumj^inichtzu unterscheiden ist. ħ 100. 125 

4. Fragepronomen. 

97. L AO) (äg. Ih, Höh ħ 383 B) „wer? was ? welcher?«' 
substantivisch und adjektivisch (mit dem Nomen durcl 



Nomina. 1. Allgemeines, a, Ausdruck des Geschlechts. 98. 47 

N verbunden § 171) gebraucht; z. B. AO) TFKCglMF- 
' TU wwer ist deine Frau?" ; AO) N p AM „welcher Name ?". 

2. NIM 5? wer, welcher" (äg. m-m, näg. nm A§ 384 
By, substantivisch und adjektivisch (§ 171) gebraucht; 
z. B. NlM-ne nFKpAN „wer ist dein Name"; NIM 
Hpa)MH „welcher Mensch?". 

3. oy „was?" meist substantivisch; z. B. OY-TH 
TMP „was ist die Wahrheit?". 

4. OYHp „wie viel" (äg. wr „groß") substantivisch 
und adjektivisch gebraucht; z. B. OYHp-TTE TTFKAgF 
„wie vid (wie lang) ist dein Leben?"; OYNp FTpOMTlF 
„wie viel Jahre?". 

5. Agpo- „was ist, warum", mit den Possessivsuf- 
fixen verbunden (aus Ih „was?" und r* „zu" entstanden) ; 
AgpOK „was ist dir?" (daß du das und das thust); 
ÄgpCDTN „was ist euch?"; ÄgpoOY «was ist ihnen?". 

Nomina. 

1. Allgemeines. 

a. Ausdruck des Geschlechts. 
Das Koptische unterscheidet beim Nomen (Sub- 98*. 
stantiv, Adjektiv, Zahlwort) zwei (j^eschlechter : ein genus 
mascuUnum und ein genus femininum. Die Nomina 
weibl. Geschlechts endigen im Saudischen entweder auf 
S (B. i) oder auf einen langen Vokal. Da aber auch 



4ß \a. Aiudniek des GctehlcchtiL ft. h. Farm der Honma. 100. 

zalilreicbe ^lasculina (nach Abfall des letzten Stanun- 

konsonanten) in derselben Weise auslauten , so lassen 

sich die Feminina ihrer äu&eren Form nach nicht Ton 

den Masculinis unterscheiden. 

Anm« Die altäg;. Femininendaiig lautete H (aber nnr t ge- 
«cbrieben); das t ist ichon frühzeitig yerschliffen worden; s. ħ 107. 
Viele HatcoliDa hatten nrtprünglieh eine Endung U) (ħ 106), die 
frühzeitig verloren gegangen, aber noch Tielfiieh in der koptischen 
Yokalisation zu erkennen ist; § 114. — Der auslautende lange Yokal 
der Feminina ist dadurch entstanden, daß der nach dem letzten 
Btammkonsonanten stehende BildungsYokal in offener Silbe Tor 
einer Endung toH oder jH stand. 

99, Eine Reihe altägyptischer Feminina hat im Kopt. 

das männliche Geschlecht angenommen; z. B. phr4 

f., aber TTÄgpe: ^Abpi m. „Heilmittel"; hl-t f., aber 

eBlO) m. „Honig" ; ^h-t f., FlCügF m. „Acker" ; ddf-t f., 

2i:ATqe m. „Gewürm"; mhC4 f., RgAÄY »i- „Grab"; 

Imnt't f., AMNTF: ÄMeNi" m. „die Unterwelt". — 

Umgekehrt ist das masc. sntj im. Kopt. weibl. Geschlechts : 

CNTe „Basis" (vgl. § 110). 

5. Form der Nomina. 
100. Die altägyptischen Nominalstämme haben im Kop- 
tischen zum Teil sehr starke Veränderungen erlitten, 
HO daß man es vielen koptischen Npminibus auf den 
ersten Blick nicht ansieht, Avelches ihr Stamm ist; so ist 
z. B. das zweilautische kopt. NHB „HeiT" ursprünglich 
droiradikalig äg. 7ihVy *v?e6^n'; KAKF „Finsternis" geht 



1. Einfache Nomina. I. Zweiradikalige Stämme. 102. 49 

auf ein äg. Tiikl, *kaik^£ zurück; dem kopt. gOC| 
„Schlange" entspricht ein ägypt. hßw, '^hof^w u. a. m. 

Die koptischen Nomina zeigen entweder den reinen loi. 
Stamm ohne äußere Zusätze oder sind durch äußere 
Zusätze, Affixa und Präfixa, abgeleitet. 

Die einfachen Nomina zerfallen je nach der Zahl 
ihrer Konsonanten, der sogenannten Radikale, in mehrere 
Klassen, die sich wiederum durch die verschiedene 
Vokalisation von einander unterscheiden. Die Benennung 
der Klassen ist die in der semitischen Grammatik üb- 
liche (vgl. § 201). Nur die häufigeren Bildungsarten 
sollen in Folgendem aufgeführt werden. Die Stämme 
ultimae infirmae sind nicht von den entsprechenden 
starken Stämmen getrennt worden. 

Anm. Nicht berücksichtigt sind hierbei die aus fremden 
Sprachen (dem Kanaanäischen, Griechischen, Arabischen etc.) zu 
verschiedenen Zeiten entlehnten Substantiva, die zum Teil im Kopt. 
das Bürgerrecht erlangt haben. 

1, Einfache Nomina, 

I. Zweiradikalige Stämme. 

Der Bildungsvokal steht stets nach dem ersten Badikal. 

Masculina. 

1. Bildungen mit ä: 102. 
AäC „Zunge" äg.w^; NAy „Zeit" äg. nw] 

nAT „Fuß" äg. jpd; gAi „Gatte" äg. h^, hj. 

2. Bildung mit E: a)E „Holz" äg. Jjt 

Steindorff, Kopt. Gramm.' 4 



50 I. Einfnche Nomina. L Zweiradikalige Stämme. 103. 



3. Bildungen mit 0: 
COTT „Mal" äg. sp; 
CO'i „Rücken" äg. si, sj\ 
pO „Mund" äg. ri. 



103. 



Feminina. 

1. Bildungen mit l, den männlichen mit A ent- 
sprechend : 

rriTF „Bogen" äg. pd4; 

KITF „Drachme" äg. kd-t', 

Hre „Auge" eiAT^ (§ 84) äg. ir-t 

2. Bildungen mit H , den männlichen mit A und iß 
entsprechend: 

BHNü „Schwalbe" äg. mn-t] 
KHHB „Ägypten" äg. km-t] 
HHE „Zahl" äg. Ip-t 

3. Bildungen mit 0), bez. oy (§ 57), den männlichei 
mit entsprechend : 

CCOOje „Feld" äg. sh4; 

NOygF „Sykomore" äg. nh4\ 

MOyKF „Leiter" äg.mk-t (aus älterem m:?fc-^ hervor 
gegangen). 

Die scheinbar einradikaligen Nomina de 
Koptischen, wie TTF fem. „Himmel" äg. ^-^, gH fen 
„Leib" (mit Suff. gWT^ § 84) äg. h-t (h^-t), sindürspfiinf 



1. Einfache Nomina. II. Dreiradikalig;e Stämme. 104. 51 

lieh zweiradikalig ; sie haben frühzeitig einen Konso- 
nanten verloren , von dem oft keine Spur mehr zu er- 
kennen ist. 

II. Breiradikalige Stämme 

(einschließlich der Stämme tertiae infirmae). 

a, Bildungen mit dem Vokal nach dem ersten Badikal. 

Masculina. 104. 

Bei den Stämmen tertiae infirmae ist der in dem 
Auslaut der tonlosen Endsilbe stehende schwache Kon- 
sonant (w oder j) auf Grund des § 25 Anm. 1, 26 
Anm. weggefallen. Daher sehen die Sul)stantiva dieser 
Bildung wie zweiradikalige aus. Auch die Verba 
tertiae i haben häufig den dritten Radikal spurlos ver- 
loren. 

1. Bildungen mit i, besonders häufig bei Stämmen 
tertiae i: 

+Me „Dorf" äg. dml; glK „Zauber" äg. hk^] 

^Oy „fünf" äg. dw^] niN „Maus" äg. pnw, 

dOY „Stern" äg. sb^; CIM „Kraut" äg. smw. 

2. Bildungen mit H : 

HptT „Wein" äg. 2rp\ CHBF „Flöte" äg. s&i; 

a)>ipe „Sohn" äg. ^W; 

THHBE „Finger" äg. dbc (§ 72); 

MüHJöE „Menge" äg. m^ „Heer" ; 

BH(5' „Sperber" äg. hik, *heVk\ 



52 1. Einfache Nomina. II. Dreiradikalige Stämme. 105. 

OyHWB „Priester" äg. wCh, *iveC^b (§ 71); 
NHB „Herr" äg. rihiv] 
pH „Sonne" äg. rCw. 

3. Bildungen mit O) bez. oy (§ 57): 

OYOÖNO) „Wolf" äg, W7l§', 

COBT „Gans" äg. ^pd; 

NOyTM „süß" äg. ndm; 

pCDMH j^Mensch" äg. rmt, mit; 

CONE „Stein" äg. Inr; 

NOyqe »gut" äg. w/r; 

TCOg „Stroh" äg. dh^; 

ßCDCDN ;;Schleclit" äg. bin; 

a)a)H „Sommer" äg. ^mw\ 

NOYB „Gold" äg. nhw] 

TOÖN „wo?" äg. tnj, tnj\ 

MOyi „Löwe" äg. miy, *mu^^j, *miifj. 

105« Feminina. 

1. Bildungen mit A, den Masculinen mit l en 
sprechend: . 

XATM8 „Haufen" äg. ddm4\ 
TÄ(5'CF „Spur" äg. dgs4\ 
KAFIC8 „Begräbnis" äg. 5:rs-^, 
TÄlBü „Sarg" äg. #i-]f, mit Umstellung di6-^; 
pACOY „Traum" äg. rsw4y *raswH\ 



1. Einfache Nomina. II. Dreiradikalige Stämme. 105. 53 

KÄlF „hohes Land" äg. h^j-t, *ka^j% *J<ajft ; 

MAipF „Bündel" äg. mrj-t, mit Metathesis mjr4, 
*majrH\ 

cyAipF „Mädchen" äg. ^rj4, mit Metathesis ^^V-^, 
HajrH\ vgl. masc. a)tpF äg. M. 

2. Bildungen mit F, den Masculinen mit H ent- 
sprechend: 

TFgNF „Stirn" Sig. dhn-t; 
gNKP „Bier" äg. hnk4 (§ 31) ; 
gMMF „Wärme" äg. hmm-t (§ 31); 
JöFFpF „Tochter" äg. M4, Herl^t (§ 69) ; 
MFFpF „Mittag" äg. mtr4, *metrH] 
gjHYF „Altar" äg. h^w4, *he^wH, ""MwH (§ 25 
Amn. 2) ; 

glMF „Frau" äg. }ijm4, *hejmH (§ 66). 

3. Bildungen mit bez. a (§ 63), den Masculinen 
mit 0) (oy) entsprechend: 

NOqpF „Vorteil" äg. nfr4; vgl. masc. NOyqF; 

COOYSF „Ei" äg. swh4\ 

gOFlTF „Hyäne" äg. h(j)t4\ 

NÄgBF „Nacken" äg. nhh4] 

OyACDCF „Weite" äg. wsh4, mit Metathesis (§ 55) 
whs4; 

MOONF „Amme" äg. mnC4, *monCH (§ 69) ; 

ßOONF „Schaden" äg. hin4, ""holnH (§ 69); vgl. 
masc. ßCDCDN. 



64 1. Einfaclie Nomina. 11. Dreiradikalig» Stamme. 106. 107. 

106. ß» Bildmigen mit dem Yokal nach dem zweiten Badikal. 

Masculina. 

1. Bildungen mit A: 

OYNÄM „rechts" äg. Imn^ ivnm (mit Metathesis); 
AYAN „Farbe" äg. iwn, *Hwan. 

2. Bildungen mit F : 

piTF „Tempel" äg. rpr, '^^rper-, 

CBE „Thür" äg. 5fei; 

FNFg „Ewigkeit" äg. nhh, *^nheh, 

3. Bildungen mit bez. A (§ 63) : 
OygOp „Hund" äg. ivhr\ 

(TbOI „Arm" äg. gh^, ghj\ 
HBOT „Monat" äg. Ibd, *^ibod', 
gTO „Pferd" äg. htr\ 
COyO „Getreide" äg. swt; 
HCÄg „Krokodil" äg. msh:, 
ANAO) „Eid" äg. Cnh, ^''Cnah ; 
gpooy „Stimme" äg. 7?nr; 
EOOy „Euhm" äg. i^iv, *^/ion^; 
CTOi „Geruch" äg. stj, stj. 

107. Feminina. 

1. Bildung mit l, den männlichen mit A entsprechend : 
FMlce „Dill" äg. hnS't, "^HmisH, 



1 . Einfache Nomina. III. Vier- und fönfradikalige Stämme. 108. 5.5 

2. Bildungen mit h, den männlichen mit E oder 
auch A entsprechend: 

gAHffp „Süßigkeit" äg. *hlg4, vgl. gAoff „süß wer- 
den"; 

gpupE „Blume" äg. hrr-t; 

MIH „Löwin" äg. m^j't, *m^ej% *mjeft\ 

a)lH „Länge" äg. *^jeft] die letzten beiden mit 
Wegfall des letzten j nach § 25 Anm. 1. 

3. Bildungen mit O) bez. oy (§ 57), den männlichen 
mit entsprechend. 

Bei den Stämmen tertiae infirmae ist der schwache 
Radikal, weil in der Endsilbe vor tonlosem ^ stehend, 
(nach § 25 Anm. 1 ; 26 Anm.) geschwunden. 

Fpa)TE „MilcV* äg. irt't, *^iröft; 

npO) „Winter" äg. prj4, *pröft; 

RpO) „Hafen" äg. mrj4, *^mröft\ * 

MBO) „Stadt Ombos" äg. nbj4, *^nböft ; 

EBIO) „Honig" äg. *bjj4, *^bjöft\ 

ECÖO) „Sau" äg. ^Sj4, *'^^öft; 

OyNOy „Stunde" äg. wnw4, '^tvmiwH, 

m. Vier- und fünfradikalige Stämme. 

Die vier- und fünfradikaligen Nominalstämme sind, 108. 
ebenso wie die entsprechendenVerbalstämme(§236), zum 
großen Teil reduplizirte zwei- und dreiradikalige. Auch 



56 1. Einf. Nom. IIL Vier- und fünfradikalige Stämme. 109. IIQ. 

die scheinbar einfachen Stämme mit vier und fünf Kon- 
sonanten sind wohl irgendwie, durch Anfügung von 
Endungen, Wiederholung des letzten Radikals u. a., von 
zwei- und dreilautigen abgeleitet. 

109. Masculina einfacher Stämme. 

1. Bildungen mit dem Vokal nach dem ersten Radikal : 
gAne masc. „Nabel" äg. hrp^, *herp^^; 
CÄNNFg „Heuschrecke" äg. snhm, '^sanm^h (mit 

Metathesis) ; 

TATTN „Kümmel" äg. tpnn, Hapn^n] 

CO(rN „Salbe" äg. sgnn\ 

gOCM „Natron" äg. hsmn, mit Verlust des aus- 
lautenden n. 

2. Bildung mit dem Vokal nach dem zweiten Radikal: 
B. a)a)a)FN „Lihe" äg. s^^n, *sSö^^n, mit Kontrak- 
tion des s^: Sö^^n. 

110. Dieser Bildungsart gehören gewiß auch manche 
Nomina quartae infirmae an, die sich aber nur selten 
von den durch die Nominalendungen w und j von drei- 
radikaligen Stämmen abgeleiteten Nominibus unter- 
scheiden lassen. Als vierradikaUg sind wahrscheinhch 
zu betrachten: 

CNTF „Basis" äg. sntj, sntj\ 
^fOOyq „Papyrus" äg. twfj\ 
COBT „Mauer" äg. sbtj. 



1. Einf. Nom. IIL Vier- und fünfradikalige Stämme. 111. 112. 57 



Masculina reduplizirter Stämme. 11 L 

Merke die häufigen Bildungen: 

KOyKM „Pauke" aus *kemk^m, *Ä:ettÄ*m kontrahiert; ' ' 
B. KFMKeM ; 

NOYN „Abyssus" äg. mvnw, "^newnhv, 

pip „Schwein" äg. rjrj^ *rejr^j; 

KOOyp „Frosch", wohl aus '^krewr^w entstanden. 

Sehr verstümmelt, durch Wegfall des i, sind: 
BMB „Loch" äg. 6i6i, *he^b% *be¥^; 
X(DX „Kopf".äg. dM^, ''doM% *^ö^^i. 
Vielleicht gehört hierher auch TOyölJT „Statue" äg. 
twt, aus Hwtw entstanden. 

Feminina reduplizirter Stämme. 112» 

1. Bildungen mit i nach dem dritten oder vierten 
Radikal: 

^ tA+Ae „Tropfen" , von fXfÄ „tröpfeln" (§ 241); 

ÄEqAiqE „Brocken", von AoqAq „zerreiben" ; 

bAbiAe „Korn" und cpqpiBE (für cpljpiqF) 
„Stückchen". 

2. Bildungen mit 0) bez. oy nach dem dritten Radikal: 
MFgMOyge „Portulak" (eine Pflanze) ; 
KAKOyAF „Pustel". 

Hierher gehört wohl auch: 

fAooAf „Weintraube" äg. Ur^r4, H^^loHH. 



6S 2. Durch Suffixe abgeleitete Nomina. I. Nominalend. u;. 1 1 3 . 1 1 4 . 

2. Durch Suffixe abgeleitete Nomina. 
I. Die Nominalendung to. 

113. Bei den mit der alten Nominalendung w gebildeten 
Substantiven (A§ 106) ist auf Grund des § 26 Anm. die 
in unbetonter Silbe stehende Endung durchgehends ab- 
gefallen; doch hat sich ihre Spur in der Quantität des 
Bildungsvokals erhalten. 

114. Mit der Endung iv sind gebildet (ħ 106): 

1. Göttemamen und ähnl. : 

A^loyiT „Anubis" äg. Inp-w, '^^lnup^w\ 
AMOY^ „Ammon" äg. Imn-w, *^imim^w', 
gCDD „Horus" äg. lir-w, *hör^w; 
cyMOyN „Hermupolis" äg. hmn-w, ^hmtin^w. 

2. Von Verben abgeleitete Substantiva : 

XO'i „Schiff" äg. d^j'W, "^dojfw, von d^j „überfahren" ; 

OgC „Sichel" äg. *^sh'W, ^ohs^w, von ^sh „ernten"; 

NOPIT „Mehl" äg. njd-w, *nojd^w, von n(j)d 
„mahlen" ; 

XOFIC „Herr" äg. t(j)S'W, Hojs^iv, von ts (tjs) 
„knüpfen" (B. 6a)C); 

ÄgF „Lebenszeit" äg. ChC-iVy *CahC^w, von Chi 
„stehen" ; 

u^CDC „Hirt" äg. ^^s-w, HoBs^w^ ^^ös^w, von ä^i 
„gehen". 

3. Verschiedene Substantiva: 
gMC „Ähre" äg. hms-iv\ 



2. Purch Suffixa abgeleitete Nomina. I. Nomioalend.t(^. 1 1 5. 1 1 6. 69 

CAHIN „Arzt" äg. sjfi-w, 
MÄFIN „Wunder" äg. rnju-w^ 
FlOOp „Fluß" äg. itr-w, "^iotr^w; 
(SCOM „Garten" äg. k^m-w] 
goq „Schlange" äg. hfB-w, *hoß^w] 
oyA „einer" äg. wCj-w, *waCfw, 

Nur wo die Endung w in j übergegangen war, hat 115. 
sie sich in einzelnen Fällen nach dem Bildungsvokal als 
1 erhalten: 

gpA'i „Oberes" äg. hr-iv, '^hraj; 

gpAl „Unteres" äg. hr-w^ "^hraj. 

Die der MascuUnendung iv entsprechende Feminin- 116. 
-endung lautete ägyptisch wt, jung jt Auch sie ist im 
Koptischen überall verschwunden. Die mit ihr gebil- 
deten Substantiva hatten einen langen Vokal vor der 
Endung. 

1. Bildungen mit H: 

pMFlH „Thräne" äg. rmj-wt, *r%ijeft; 
OYa)H „Nacht" äg. ivlij'iüt, *tv^h^eft\ 
aa)H „Menge" äg. C^Mvt, ""C^Beft 

2. Bildungen mit ü): 

gBCO) „Kleid" äg. liU-wt, VfUdft\ 
C^NTO) „Schurz" äg. Md-ivt, *s^ndöj% 
erno) „Last" äg. ^tp'Wt, *B^tpöjH\ 
MECICD „Hebamme" äg. msj-tvt, '^i)fsjöft\ 



60 2. Durch Suffixe abgeleitete Nom. ü. Nominalend. y. 1 1 7 — 1 1 &. 



CBO) „Lehre" äg. sh^-id, *s^b^öj% *sboft] 
gMOY* „Salz'* äg. Jim^-wt, *}/m^uj% *hmuft 

n. Die Nominalendungy. 

117. Von den Nominibus, besonders Adjektiven, die im 
Ägyptischen mittelst der Endu ng ?' von Su bstantiven, Prä- 
positionen, Infinitiven abgeleitet worden sind (A§ 144), 
hat sich im Koptischen noch eine grosse Anzahl erhalten. 
Die Endung ist überall verschwunden (§ 25 Anm. 1) : 

pHC „südlich, Süden" äg. rs-j, *res^j\ 
(rFpH(5' „Jäger" äg. grg-j, *g^refj\ 
EÖODCDQ), F(ya)a) (B. FOCüO)) „Äthiope" äg. UB^'j, 
*^/ciö^^J; fem. B. FOOa^l äg. *^Ä:io^/^; 

OME „Gärtner" äg. Icmj, *kmej (alt k^mw-j). 

118. Zu diesen Ableitungen gehören zahlreiche, in 
Koptischen auf T auslautende Substantiva und Adj ektiva 
Sie sind von solchen Worten gebildet, die mit t (besonder! 
mit dem t der Femininendung) endigten. Bei ihnen ha 
sich das alte (sonst verschliflfene) t, da es durch die fol 
gende Adjektivendung j geschützt war, noch erhalter 

11 9. Man kann zweiArten dieser Bildung unterscheiden 
1. Der Bildungsvokal steht vor dem, dem t voran 

gehenden Kadikal: 

pAgT „Wäscher" äg. rljt-j, *rähfj, \onrht „waschen 
abgeleitet; 

a)ÄqT „Gegner" äg. Ijft-j, von hft „angesichts von 
(ħ 337) abgeleitet; 



2.Dm*ch Suffixe abgeleitete Nomina. II. Nominalend.j. 120. 121, 61 

gHT „Herz" äg. Ji^-tj, Vie^fj, '^hefj; 
eoOYT „Thout (Gott)" äg. Dhw4j, *Dhowfj] 
ClOOyT „Stadt Siut" äg. S^w4j, '^Sjoivfj] 
SMNT „westlich" äg. Imn-tj, "^Hmenfj] 
eeiBT „östlich" äg. c^l4j, "^HBehfj-, 
MglT „nördhch" äg. 7nhj4j, "^mliejfj. 

2. Der Bildungsvokal steht nach dem, dem t voran- 
gehenden Eadikal, also unmittelbar vor dem T: 
OyCüT „einzig" äg. wC(j)4j, *wCöfj; 
a)TlT „Weber" äg. sht4j, *s^htifj, mit Kontraktion 

MHpXT „geliebt" äg. 7nrj4jj '^m^rjifj; 
B« gOyiT „erster" äg. }iBw4j\ 
(yTTlHT „schamhaft" äg. %'-(;; 
eAÄHT „Vogel" für ^h'Uefj(?). 

Bei einer anderen Gruppe von Nominibus , die mit 120. 
der Endung j abgeleitet sind, vornehmUch Adjektiven, 
ist aus dem vor der Endung j stehenden Hülfsvokal ^ 
betontes E (B. F) geworden. Neben diesem hat sich 
nach dem ersten Radikal noch der ursprüngliche Bildungs- 
vokal als A oder E erhalten. Zu diesen Maskuhnen 
wird ein Femininum mit der Endung H, ohne Rücksicht 
auf die ursprüngliche Vokalisation, gebildet. 

Diese eigentümliche Bildung findet sich 121. 

1. bei zweikonsonantigen Stämmen: 



62 2. Baroh Suffixe abgeleitete Nomina, ü. Nominalendung j*. 121« 



6^A'^£ m., (Taxh f. „verstümmelt", von (ToöX „ab- 
schneiden" ; 

g)ÄqF m., O^aqH f. „wüst", von a)a)q „verwüsten**; 

gAF m., gÄH f. „letzter" äg. *harej, von hr, ga 
„unten" ; 

(JAxe m., ffAlH fem. „häßlich" ; vgl. NFÖE „häßlich 
sein« (§268); 

2. bei dreikonsonantigen Stämmen: 

gÄTpF m. „Zwilling" äg. ififr-j; 

a)ÄqTF m. „Gegner, böse" äg. hft-j, von der Präpo- 
sition hft] 8. § 119; 

CABF „weise" äg. sb^-j'^ 

KAMF „schwarz" äg. Jcmm-j (§ 48), von KHOb 
„schwarz werden" (§ 48) ; 

NFa)TF „hart" äg. nU-j, von Nrg)OT „hart werden' 
(§219); 

HNTpF „Zeuge" äg. mtr-j, *metrej (§ 56); 

B AAf „blind" ; vgl. baA „Auge" ; 

B. ffFNNF „faul", von (TnoN „zart werden" ; 

TFa)H „Nachbar" äg. t^^-j, He^^ej, von TOO) äg. ti 
„Grenze"; 

3. bei Stämmen tertiae infirmae : 

©AKF „tief", von g)lKF, %' „graben"; 

a)AiF „lange" äg. "^Mjjej, von O^tAt „lang werden 



2. Barch Suffixe abgel. Nom. III. Junge Bild, auf q u. C. 1 22. 1 2S. 6$ 

FClS „leichtsinnig" ^esjej,YOJiACÄi(B. AClAl) „leicht 
werden" (*^saj); 

jyOYt^ „trocken" Hewjej^ von ^wj „trocknen"; 
4. bei Stämmen quartae infirmae: 
äAks „letzter Monatstag" äg. Crkw-j, Crkj-j] 
HFCTF„verhaßt", vonM0CTe(m5(ij) „hassen" (§246). 

UI. Junge Bildungen auf q und c. 

Mit den Personalsuffixen der 3. Person Sing, q und 121. 
C (§ 83) werden von Infinitiven und Substantiven andere 
Substantiva, meist Abstrakta und Nomina instrumenti, 
abgeleitet. 

Die Bildungen mit q haben männliches, die mit 
C weibliches Geschlecht. 

a, Bildungen mit q. 123. 

1. Von Infinitiven abgeleitet, mit o nach fleai 
ersten Eadikal: TTÄgq „Riß" (für *n02q § 63) von 
nCDg „spalten"; XOOKSq, XOKEq „Stachel" (für 
*XOKgq §45) von ^(üKg „stechen, beißen"; gopkq 
„ruhig" von gpOK „ruhen". 

2. Von männlichen Substantiven abgeleitet. 
Merke: TFAjgq „Schlinge" von TTAa) „Schlinge"; CA^ 
,3ohrer" von CAg „Bohrer"; t-lOKgq „Gürtel" von 
MOXg „Gürtel"; NAgBEq (§ 212) „Joch" von NAgl 
„Joch"; tl^pq „AU" von TAp „Ende", THp (§ 173); 
pCDq „Mund" von po, pO)^ (§84). 



64 2. Nom. mit Suff. 124. 3. Nom. mit Präf.L Alte Büdungen. 125 

124. ß* Bildungen mit C. 

1. Von Infinitiven abgeleitet, mit nach dena 
ersten Radikal: ujoXc „Beute" von o^coA „rauben"; 
qO<fc „Sprung" von qcuiTs „springen"; (TopiTc „Falle' 
von tfcop^ „jagen"; COOYßC „Versammlung" voi 
ca)OY^ „versammeln"; 0B(^ „Versehen" von a)ß(£ 
„vergessen" ; (TooAtC „Kleid" von (TcDCUÄF (B. XCDÄg 
„einhüllen" ; MOTNEC „Buhe"(§ 212) von MTON „ruhen" 
TTÄgC „Jagd" für *po}jS^s (mit Kontraktion § 48), voi 
phs „jagen"; ebenso TAgC „Salbung" für Hahs^s, voi 
TCDgC „salben". 

2. Von weiblichen Substantiven abgeleitet 
z. B. AtTc „Zahl" von HHE „Zahl" ; OJÄTC „Graben" voi 
*(ÖHTP (Stamm ^ici, M „graben") ; u)tHC „Länge" va 

• : jöiH (§ 107, 3) ; KpMEC „Asche" (§ 212) von *KpME, E 
KEpMl; gAeiBSC „Schatten" von *gAeiBE, B. bwiB 

5. Durch Präfix^ abgeleitete Nomina. 
I. Alte Bildungen. 

125. Von den in der alten Sprache sehr häufigen Substai 
tiven, die mittelst des Präfixes m von Verben abgeleitc 
sind (A§ 113), haben sich im Koptischen noch erhaltei 

1. Masculina: MOEIT „Weg" äg. mjtn, "^mojf 
(mit Wegfall des auslautenden n ; vgl. goCM äg. hsmn 

2. Feminina: MAa)F f. „Wage" äg* mhSt, *mahi 
für ^moh^t (§ 63), von h^j (oji) „messen" ; 



3» Nomina mit Präfixen. 126 — 128. 65 

MgAÄY m. „Grab" äg. mhC(iv)4, *^m}iaCw% 

, *^mhaaw(H)\ 

i B. MOyKl f. „Leiter" äg. m(J)Bk't, "^moBlft, *mii¥t, 

1 von einem Stamme ßk. 

I Alten Ursprungs sind wohl auch die mit vorgesetztem 126. 

F abgeleiteten Substantiva: EKa)T „Baumeister" von 
KCDT äg. kd „bauen" ; Fa)a)T „Kaufmann", äg. M. 

n. Junge Bildungen ^/^ 2-- 

1. pH<l- (entstanden aus rmt-liüf', *rem-ef' „ein 127*. 
Mensch der — ") bildet von Infinitiven Nomina agentis ; 

z. B. pEq-+ „Geber, Geberin" (+ „geben") ; pEq-ca)KT 
„Schöpfer" (CCDhiT „schaffen"); pEq-+2E „Trunken- 
bold" (i'gE „sich betrinken"). 

Dabei kann das Verbum ein Objekt haben (§357): 
pEq-gFTB-pOöME „Mörder", wörtl. „ein Mann, der einen 
Menschen (pCDHE) tötet (gETB-)" ; pFq-p-MOSe „Sün- 
der", wörtl. „ein Mann, der Sünde (nOBe) thut (p-)". 

2. pM- (die tonlose Form von pODHE „Mensch") 128*. 
bildet von Nominibus Nomina der Zugehörigkeit. 

Das Nomen wird meist mit n (§ 165) angeknüpft; 
z. B. pMHKHME „Ägypter" , wörtl. „Mann von Ägyp- 
ten (KHMF)"; pMNCa)a)E „Landmann" von CCOajE 
„Feld" ; pMHKOCMOC „Irdischer". 

Städtenamen stehen gewöhnlich ohne TT: pM- 
pAKOTS „Alexandriner" von p AKOTE „Alexandria". 

Steindorff, Kopt. Gramm.* 5 



66 3. Nomina mit Präfixen. IL Junge Bildungen. 129—131. 

129, 3. CA-, (äg. s^ „Mann") bildet von Stoffnamen und 

Abstrakten Nomina agentis, die den Verfertiger oder 
Händler bezeichnen. Das Nomen wird mit FT angeknüpft: 
CAHAq „Schlächter" von Aq „Fleisch"; CAFiNFg „Öl- 
händler" von NFg „Öl"; CAFgOHNT „Erzarbeiter" 
von gOMNT „Erz"; CANCyAXE „Wortemacher" von 
a)A2CF „reden, Wort". 

♦130. 4. AT-, vor einer Doppelkonsonanz ATF- (äg. niivtj 
„einer der nicht hat" A§ 465), bildet von Nominibus 
undlnfinitivenAdjektivaprivativa; z. B. ATF-CMOT 
afiopcpoc von CMOT „Gestalt"; AT-NOBF „sündlos" 
von MOBS „Sünde" ; AT-AMAgTE „unenthaltsam" von 
AMAgTF „fassen". 

Der Infinitiv kann auch sein Objekt haben: AT- 
tTFgr-CNOq „unblutig", wörtl. „ohne Blut (CNOq) zu 
vergießen (TTFgT-)"- Transitive Verba müssen ein pro- 
nominales Objekt bei sich haben, wenn sie in passivischem 
Sinne gebraucht werden: ATCONTq „unerschaffen" wörtl, 
„ohne ihn zu schaffen"; ATNAY-Ppoq „unsichtbar" 
wörtl. „ohne ihn (Fpoq) zu sehen (NAy)"- 

♦131. 5. MNT- (äg. md4 „Rede, Sache") leitet von No- 
minibus Abstrakta weiblichen Geschlechts ab: 
MNTFIOÖT „Vaterschaft" von Fia)T „Vatef"; MUT 
gÄAo „Greisenalter" von gAÄO „Greis" ; MNTACFBHC 
„Ruchlosigkeit" von doeßTQ(;; MNTOyPPlNlN „Gri» 
chisch" von GyPPlNlN „Grieche^' (eig. „Jonier"). 



4. Zasammengesetzte Nomina. 134. 67 

6. (Jim- (äg. k^l-n „Gestalt, Art von") bildet von 132» 
Infinitiven Nomina actionis weiblichen Ge- 
schlechts; z. B. öiM-oycOM „Essen" von oycOM 
„essen" ; (TlN-CCDTM „Gehör" von COöTM „hören". 

An m. Die bob. Form dieses Präfixes ist XI N ; die damit ab- 
geleiteten Nomina sind teils masculina, teils feminina. 

7. MA N, bez. MÄ H § 79, (wörtl. „Ort des") bildet 133*. 
von Infinitiven Nomina loci männlichen Ge- 
schlechts (vgl. hebr. ö); z. B. HAHCOöNg „Gefäng- 
nis" von COöNg „binden, fesseln" ; MAHgCOTTT „Westen, 
Occident" von gcOTTT „untergehen". 

4. Zusammengesetzte Nomina, 
Durch die Zusammensetzung zweier Nomina ist zu- 134. 
weilen ein neues Substantivum entstanden. Das zweite 
Nomen ist dabei gewöhnlich stark verstümmelt worden. 
Derartige aus Zusammensetzungen entstandene Neu- 
bildungen sind: 

MNqE „Memphis" äg. mn-nfr, *mm-nuf^r] 
B. gONT „Priester" äg. hn-ntr „Gottesdiener", 
^hen-nufr ; 

gCNCBTE „Kloster" äg. ht-ntr „Gotteshaus", 
^het-nufr-^ 

CONTF „Weihrauch" äg. stj-ntr „Gottesduft", 
*stej-nufr. 



68 Status coDstructus. 135. Zahl. 136. 

c. Der Status constructus. 
135. "Wird ein Nomen mit einem folgenden Worte (Genetiv 
oder Adjektiv) eng verbunden, so verliert es nach § 76 
seinen Ton. Diese tonlose Nominalform wird, wie_diß 
ähnliche Form der semitischen Sprachen , ^„Status con- 
structus" genannt. 

In dem Status constructus tritt für den betonten 
Vokal der Hauptform ein tonloses e (E bez. ^ § 32, 1) 
ein, das unter gewissen lautlichen Bedingungen (§ 64) 
in A übergeht oder auch durch andere Vokale ausnahms- 
weise ersetzt wird (§ 35) ; z. B. CIM „Ejraut" Stat. const. 
CM-; pip „Schwein" Stat. const. pp-; ClOy „Stern" 
Stat. constr. COY - ^^ *set^ § 66. 

Endigt das Nomen auf ein tonloses F (z. B. Feminin- 
endung), so fällt dieses im Stat. constr. weg; z. B. poMlie 
„Jahr" Stat. constr. pfin-; (ToDODße „Blatt" Stat^ 
constr. (Tb-; ^HpE „Sohn" Stat. constr. 0)])-. 

Anm. Die Form des Status constructus wird in der Granunatiki 

I 

durch einen nachgesetzten Bindestrich kenntlich gemacht. 

\ d Zahl. 

" 136. Das Koptische unterscheidet zwei Numeri: Singu- 
lar is und Pluralis. Die Form des Pluralis ist meist 
von der des Singularis nicht verschieden, so daß 
beide nur durch den Artikel erkannt werden können J 
z. B ist $i)HpE „Sohn" zugleich Plur. „Söhne", (^SFpB 
„Tochter" auch Plur. „Töchter"; mit Artikel TT-C^Hpf 



l^ 



Männliche Fluralformen. 137. 138. 69 

„der Sohn", H-a)Hpe „die Söhne"; T-a)eEpe „die 
Tochter", TT-cyCEpS „die Töchter". 

Bei einer Anzahl von Nominibus haben sich noch 
besondere Pluralformen erhalten, die auf die alten 
Pluralbildungen (Endung masc. ^t«;, fem. wH A§ 116. 117) 
zurückzuführen sind. Ein Überblick über die wichtigsten 
wird im Folgenden gegeben. 

Anm. Der altägyptische Daalis, der die Endungen *w'j masc, 
t^j fem. hatte, ist im Koptischen bis auf geringe Beste (§ 146. 147) 
ausgestorben. 

a. Männliche Pluralformen. 

l.DieMasculinaauf obildeneinenPlur.aufoöOy» 137*. 
die auf p einen Plur. auf h Y (B. HOy) ; z. B. po „Thür", PI. 
poöoy ; ppo „König" PI. ppa)OY ; ei^po „Fluß" (§ 148) ; 
PI. EiepODOY ; npo „Ufer" PI. KpCOOY ; — JöNF „Netz" 
PI. cpNHY; B. AMe „Rinderhirt" PI. AHHOY; AMpB 
„Bäcker" PI. AMpHY- 

Anm. Die Dehnung des Vokals vor der Endung Y beruht dar- 
auf, daß der kurze Bildungs vokal durch Anfügung der Fluralendung 
^w in eine offene Silbe getreten ist (§ 42); z. B. pO „Thür" : *r5^^w. 
Die Mehrzahl der oben angeführten Plurale sind spätere Bildungen. 

2. Die Mehrzahl der abgeleiteten Nomina auf 138*. 
t (§ 120 und 121) bildet einen Plural auf fpy» z. B. 
CÄBE „weise" PL CABPSY 0^' CABHOY) ; XÄXe „Feind" 
PI. XIXPFY; gÄTpF Zwilling" PI. gATpEHY; bAAb 

„blind" PI. bAApey. 

A n HL Auch dieser Pluralis erweist sich nach dem Bohairischen, 
ebenso wie das Femininum dieser Bildungen (§ 169), als sekundär. 



70 Männliche Pluralformen. 139. 140. 

*139. 3. Mehrere dreiradikalige, mit o nach dem zweiten 
Konsonanten gebildete Substantiva (§ 106, 3) zeigen im 
Plural statt des o ein 0)0) (sogenannte „gebrochene 
Plurale"); z.B.CNOq „Blut"Plur. CNO)0)q ; gTO „Pferd*' 
äg. htr, Plur. 2Ta)0)p; gBOC „Kleid" Plur. g60)0)C; 
(TpOiT „Samen" Plur. <rpo)0)(r. 

Wo für das im Singular lautgesetzhch (§ 63) ein A 
eingetreten ist, findet sich im Plural der Diphthong Ay; 
z. B. ANAO) ,,Eid" Plur. ANAYJö; CNAg „Fessel" Plur. 
CNAY2; B- AGAS »»I^ast" Plur. AGAYg. 

Diese Plurale werden häufig auch an Stelle der 
Singularformen gebraucht. Auch hat man ihnen ana- 
log neue Singularformen mit verdoppeltem Vokal ge- 
bildet; z. B. zum Plur. gBO)0)C einen Singular gBOOC 
neben gBOC. 

Anm. Die Erklärung dieser Plurale bleibt unsicher. 

♦140. Die mit der alten Endung^" gebildeten, im Koptischen 
auf T endigenden Nomina mit langem Bildungsvokal 
(§ 119, 2) ersetzen im Plural den langen Vokal durch 
den entsprechenden kurzen und zeigen hinter dem T ein 
tonloses p (B. i); z. B. HPpiT „geUebt" Plur. MPpATP; 
*80YpiT (B. OYpiT) „Wächter" gOYp ATE (B. OYpÄ+) ; 
EBEIT „Bienenzüchter" äg. *^bjifj, PI. FBI ATP ; B. gOY^T 
„Erster" Plur. 20YA+; 2AAht „Vogel" Plur. gAAATP. 
Auch andere auf T auslautende Nomina mit langem 
Bildungsvokal, die wohl auch ursprünglich hinter dem 



Männliche Pluralformen 141. Weibliche Pluralformen. 14?. 71 

T noch ein (radikales) j hatten, bilden ihren Plural in 
gleicherweise; z. B. piODT „Vater" (*jöfy)Plur. piOTF; 
B. FCyCDT „Kaufmann" (§ 126) Plur. ^0)0+. 

Derselbe Plural findet sich endlich noch bei einigen, 
nicht auf T endigenden Substantiven: ÖfepHiT „Jäger" 
Plur. (jFpAiTE ; ABCUK „Rabe" Plur. ABOKP und ÄBOOKP ; 
B. Ä^a)<|) „Biese" Plur. A(|)0^l; B. *bpa)T „Kind" 
Plur. bpoi". 

Anm. Diese Pluralformen sind direkt aus den alten hervor- 
gegangen; z. B. MFpiT äg. ^m^rjii^j, *merit^j\ Plur. *m^rjatj^io, 
*merafj^w (mit a für i in geschlossener Silbe), *m^rat%u))'j ebenso 
FICDT äg. *löt^f, *löt% Plur. *iotfio (mit o für ö in geschlossener 
Sübe), *iot%w). 

Von sonstigen männUchen Pluralformen merke noch: 141. 

(CON „Bruder" Plur. CNHY5 

Wox „Schiff" Plur. FXHY» "^^d^efw; 

ig. Irj „Genosse" Plur. EpHy» *^irefw] 

I-OOY jjBerg" Pliir- TOYFIM ; 

^ge „Rind" Plur. FgOOY; 

0Bge Plur. „Zähne" äg. ibhw (Singular nicht 
erhalten). 

ß. Weibliche Pluralformen. 

Die auf O) (äg. *öwH, *öft, § 116,2) endigenden 142*. 
Feminina bilden einen Pluralis auf OOYF (B- ü)OYl> äg. 
*oww%*ojwH): gBCO) „Kleid" Plur. ö^cOOY^'^g-Visow- 
wH, *h^hsojwH\ CBO) „Lehre" Plur. CBOOYP; Hpo) 
„Hafen" Plur. HpOOYF- 



72 Weiblkhe FfanalfonnesL 14^—145. 

Auf Analogie beruht der Plnral pEqiCOOY^, Sing. 
pFC|2Ca> „Sänger' (§ 127, Ton XO) ,jeden^ singen"). 
♦143. 2. Dieselbe Pluralendnng findet sich bei den Femi- 
ninen auf H (äg. *e/^ § 116, 1) : giH rr^eg" Plur. glOOyP ; 
pHFtH „Thräne" Plur. pMFiooyT; TBNH „Zugtier" 
Plur.TBNOOyF; ebenso bei den griechischen Femininen 
auf h: \|/YXH „Seele" Hur. iJTfXOOYP; emCToA« 
,3rief" Hur. CTTlCToAoOYF. 

Unregelmäßig ist pOHTTF •Jahr'* Plur. pMTTO- 
OYH (vielleicht zu einer alten Singularform *pMncD 
gebildet). 

Auch einige Masculina bilden ihren Plural nach 
Analogie dieser weiblichen Formen : CTTip „Rippe" Plur. 

cmpooYH; xopic „Herr" Plur. xicooye. 

*144. f 3. Die auf betontes E endigenden Feminina bilden 
feinen Plural auf HyP- ne „Himmel" Plur. TTHyB; gpB 
,|Speise" Plur. gpHyF. 

Ihnen analog ATie äg. tp4 „Haupt" Plur. ATTHY^, 
sowie die Masculina plTF „Tempel" (äg. *^rper § 105) 
Plur. plTHY^ ^^^ 6^ß „Sache" Plur. gBHYP- 

*145. 4. Merke endhch noch: giHF „Frau" *hejm% Plur. 
glOOHF, glOMF ClijomivH), sowie* 25:0 fem. „Mauer" 
Plur. FXH. 



Dualreste. 146. 147. Bestimmter Artikel. 148. 73 

/. Dualreste. 

Alte männliche Dualformen (Endung *w^j A§ 121), 146. 
die aber im Koptischen meist als Singulare behandelt 
werden, sind: 

CTTOTOy „Lippen" äg. sj^twj^ *spotw^j\ 

TTAgOY „Hinterteil" äg. phtvj, *pahtv^j'^ 

CNAy „zwei", vielleicht aus "^snaww^j; 

gTOOyF „Morgen" vielleicht aus hd-t^^j, Vied- 
to^w^j „die Welt wurde hell" entstanden; 

HnoTF „Brust" äg. mndivj, *%inodiv^j\ 

ffAoTS „Nieren" aus *gloüv^j entstanden. 

Anm.Dasauslautendejf'inder Dualendungist Dach§25 Anm. 1 
überaU weggefallen; in HNOTE und ffAOTP ist auch das w der 
Endung verschwunden, § 26 Anm. — InTTAgOY gilt dem Kopten das 
TT als Artikel; er sagt also z. B. TTFqÄgOy »sein Hinterteil". 

Reste weiblicher Duale, die in der alten Sprache 147. 
die Endung fj (A§ 121) hatten, liegen vor in: 

Oy^pHTS f. „Fuß", äg. luCrtj, *ivC^refj\ 

CNTF „zwei", aus *senfj\ vgl. B. CNOyt aus *snewfj. 

(JJHT f. „zweihundert" aus *^ef^* entstanden. 

Vgl. auch ^5^evT „Doppelkrone" aus äg. '^shemfj 
(mit dem männlichen Artikel ^/j-) entstanden. 

c. Der Artikel, 
a. BestimmterArtikel. 
Der bestimmte Artikel lautet: 148*. 

Sing. masc. TT- Plur. fl- 

fem. T- 



74 Bestimmter Artikel. 149. 150. 

Daneben existiert besonders in älteren Texten noc 
eine Form: 

Sing. masc. ni- Plur. Nl- 

fem. 'f"- 

1 Anm. Der Artikel TT- T- TT- ist die tonlose Form d( 

/ Demonstrativum TTH „jener" § 96; TTl- T" Nl- gehen ai 
das Demonstrativum TTAl zurück § 95. 

*149* Der Artikel TT- steht vor Nominibus, die mit einei 
Vokal oder mit nur einem Konsonanten anfanger 
z. B. TrHptT „der Wein"; nu^HpS „der Sohn", TCOÖM 
„die Schwester"; FpODMF „die Menschen". 

Vor vokaUschem Anlaut fällt das vorgeschlager 
Hülfs-^ des Pluralartikels gewöhnlich weg; z. B. NA8H 
„die Herzlosen" ; N ACF6HC „die Frevler" ; doch sagtma 
auch N ACEBHC. Über die Assimilation von n- vgl. §49. 5' 

♦150. Beginnt das Nomen mit einer Doppelkonsonai 
(zwei Konsonanten oder einem Konsonanten und eine] 
Halbvokal), so wird eine vollere Form des Artikels Sg. b 
TFE- f. TE-, Plur. NE- gebraucht; z. B. TTECKIM „das Gre 
senhaar" ; TECBO) „die Lehre" ; NEgBHyH „die "Werke*' 
TTEglElB (pe- hjib) „das Lamm" ; TEglH „der Weg* 
Wird vor der Doppelkonsonanz ein Vorschlags- 
gesprochen (§ 32), so fällt es nach § 33 gewöhnUcl 
mit dem e des Artikels zusammen ; z. B. pTTE „Tempel' 
nEpTTE „der Tempel"; Rto „Gegenwart" TTEMTO „di' 



Bestimmter Artikel. 151. Unbestimmter Artikel. 152. 76 

Gegenwart". Doch sagt man auch z. B. nfRttO „die 
Stummen". 

Mit folgendem oy wird das P des Artikels entweder 
(älter) zu oy oder (jünger) zu py zusammengezogen (§ 66. 
67); z. B. noy MOT „die Dicke" ; noy pOT „die Frische" ; 
aber oygop „Hund", HPygop; oyajÄn „Darlehn", 
nPYjyATT; oya)H „Nacht", TPyjyH „die Nacht"; 
OYNOy „Stunde", TEyNOy „die Stunde". 

Anm. ÜF- TP- NE- sind aus TTH , TH, NM verkürzt und 
die ursprünglichen voUeren Formen von H- T- H- § 148 Anm. 

Ausnahmsweise findet sich der Artikel TTP auch hei einigen 
init einem Konsonanten anlautenden Suhstantiven, die eine Zeit- 
bestimmung ausdrücken: TFpOMTTF ^das Jahr", nPOyOPlCy, 
npyopia) »^ie zeit". 

Der bestimmte Artikel steht abweichend vom 151. 
Deutschen : 

1. bei nNOyTE „Gott"; THE HN-nKAg „Himmel 
und Erde"; 

2. in Ausrufen ; z. B. TTEICÜT ,;0 Vater" ; npa)ME 
«0 Mann". 

ß, Unhestimmter Artikel. 
Der unbestimmte Artikel lautet für beide Ge- 152*. 
schlechter: 

Sing, oy - Plur. gEN- 

Anm. oy - neuäg. wC (ħ 128 B) ist die tonlose Form 
^es Zahlworts OyA „ein" § 175; gEN- ist aus gOElNE „einige" 
% nh^j „etwas" verkürzt. 



76 Unbestimmter Artikel. 153. 154. Artikellosigkeit. 155. 

153. OY' steht abweichend vom Deutschen: 

1. Bei A b st rakten-.OYpAjyF „Freude" ;OYKÄKE 
„Finsternis"; besonders nach der Präposition gN- 
in adverbialen Ausdrücken (§ 396): gN-OYMB „in 
Wahrheit, wahrlich"; gil-OYHNTpMMAO „in Reich- 
tum, reichlich". 

2. Bei Stoffnamen: OYNOYB „Grold"; OYXKDN 
„Schnee". 

154. Der Plural gSN- steht, wie der Article partitif 
des im Französischen, wo wir ein pluralisches Nomen 
ohne Artikel gebrauchen; z. B. gCNpCDMF „Menschen", 
französ. des hommes\ gFNglOMF „Frauen", desfemmes; 
gSNCOTT „manchmal". 

Über den Gebrauch des unbestimmten Artikels im 
Nominalsatze s. § 415. 

If. Artikellosigkeit. 

155. Ohne Artikel steht ein Substantiv: 

a. Wenn es mit einem vorhergehenden Substantiv 
zu einem untrennbaren Ganzen verbunden wird. Diese 
Verbindung kann geschehen 

1. direkt (ohne Partikel § 163); z. B. 0Y<5B-X0EIT 
„ein Ölblatt" ; TTa)Bp-gMgÄA „der Mitknecht" ; 

2. durchdas genetivischeFf(§165);z.B. OYgBC 
TTKAKE „eine finstere Hülle"; OYgpOOY HgAÄHt 
„eine Vogelstimme"; 

3. durch eine Präposition; z. B. TTBAANTTS 



Artikellosigkeit. 156—158. 77 

gÄ-NOBF „der Sündenbock", wörtl. „der Bock mit 

Sünde". 

h. Wenn es mit einem vorhergehenden Verb um 156. 
(Infinitiv oder Verbaladjektiv) zu einem festen Begriff 
verbunden wird, und zwar 

1. direkt als Objekt (§357); z. B. ce-HpTT 
„Wein trinken" ; CEK-MOOY „Wasser schöpfen" ; CFyg- 
NOYB „Grold sammeln" ; besonders nachp- „machen", 'f'- 
„geben", xi- „nehmen", KA- „setzen", nbx- „werfen", 
(Tm-, (5n- „finden" ; z. B. p-NOBE „Sünde thun, sündigen" ; 
i'-EOOY „Buhm geben, preisen"; Xl-CMOT „Gestalt 
annehmen"; KA-(fl2C „die Hand auflegen"; NSK-COTF 
„Pfeile werfen" ; (Jm-ÖOM „Kraft finden , können" ; 
(Tn-Ao lös „einen Vorwand finden"; — OYAM-CNOq 
„Blut fressend"; 2CAT-0YA „Lästerung redend"; 
nac - CoiriN „Salben kochend" ; vgl. § 350. Auch im 
Deutschen gebraucht man hier das Substantiv gewöhn- 
lich ohne Artikel; 

2. mit einer Präposition: gMOOC MN-gAl „mit 
einem Manne sitzen, bei einem Manne weilen (d. i. ver- 
heiratet sein)" ; El EBoA gN-CCüMÄ „aus dem Körper 
heraus gehen, sterben". 

c. In Aufzählungen: FITE gOOYT FITE Cgi ME, 157. 
FITE NO(r FITE HOyt »jS^i es Mann sei es Frau, sei es 
Groß sei es Klein". 

d.In negativen Sätzen: RTTE-C^HpEC^CDTTEMAq 158. 



78 Artikellosigkeit. 159. 160. Apposition. 161. 162. 

„nicht war ihm ein Sohn, er hatte keinen Sohn" , MEDF- 
TTApeENOC KOCMFl FpOC „eine Jungfrau schmückt 
sich nicht"; FpF-üpCOHE NÄCDlig AN SOFIK MMÄTE 
„der Mensch lebt nicht nur vom Brot". 

159. e. In bestimmten adverbialen Ausdrücken, 
meist nach Präpositionen: FpoygE „Abends"; FfcycDpTT 
„am Morgen" ; HgO gl-gO „von Angesicht zu Angesicht" ; 
FTKpoq „mit List, heimlich"; FgoyN „nach innen, 
hinein" ; auch absolut , ohne Präposition : COTT „manch- 
mal". 

160. f. In den griechischen Wörtern OAAaccA 
„Meer" und GHBAIC „Thebais", da man hier das an- 
lautende T für den weiblichen Artikel hielt, also z. B. 
OaAaccA in T-gaAACCA „das Meer" auflöste; vgl. 
auch FgAÄACCA „die Meere". Daneben kommt aber 
auch TFGaAacCA „das Meer" undPlur. NEGA^ACCA 
vor. Über KE- „ein anderer" vgl. § 174. 

d, Apposition. 

161. Die Apposition steht, wie in anderen Sprachen, hin- 
ter dem Worte, das sie erklärt (A§ 131). Sie hat stets 
den bestimmten Artikel; z. B. ANON NEXpHCTlANOC 
„wir Christen" ; DAyAoc üpCDME RnHOyTE „Paulos^ 
der Mann Gottes". 

162. Ist die Apposition ein Nomen proprium, so wird sie 
durch die Partikel XE- „namens" (§404) eingeleitet; z.B. 



Direkter Genetiv. 163. Indirekter Genetiv. 164. 165. 79 

ITAl 2fE-TTÄYAoc „dieser (Mann, namens) Paulos; 
Oyx XF-ANANIÄC „einer, (namens) Ananias". 

f. Der Genetiv. 
«.Direkter Genetiv. 

Die direkte (unmittelbare) Anknüpfung des Nomen 163*. 
rectum an das Nomen regens (A§ 134) ist im Koptischen 
ziemlich selten. Sie wird nur noch bei ganz engen Ver- 
bindungen zweier Substantiva gebraucht, die etwa unseren 
zusammengesetzten Substantiven entsprechen. 

Das Nomen regens verhert seinen Ton und tritt in 
den Status constructus (§ 135). Das Nomen rectum 
steht nach § 155 ohne Artikel: 

ff'B-XOFlT „Ölblatt" aus 6(1)0)6? (äg. g^b-t) „Blatt" 
und XOEIT „Ölbaum"; ojBp-gMg AA„Mitknecht" (a)6Np 
„Genosse"); TOy-MgHT „Nordwind" (THy „Wind"); 
goy-MlCE „Geburtstag" (gooy „Tag"). 
ß. Indirekter Genetiv mit H. 

Am häufigsten ist die Anknüpfung des Nomen rectum 164*. 
an das Nomen regens mittelst des Wörtchens FI (äg. nj, 
n ħ 137), bez. R (§ 49); z. B. nÄPPFÄOC RnxOElC 
„der Engel des Herrn"; TMNTPpo FRlTHye „das 
Königtum der Himmel"; TNOyNE RNJÖHN „die Wurzel 
der Bäume"; ITTOTT TTTEqa)THN „der Saum seines 
Kleides"; TTenNPyHA Rpa)q „der Hauch seines 
Mundes". 

Sehr häufig wird diese Genetiwerbindung gebraucht, 165*. 



80 Indirekter Genetiv. 165.— 167. 

um einen das Xomen näher bestimmenden Zusatz hinzu- 
zufügen, wo wir ein Adjektiv oder auch ein zusammen- 
gesetztes Wort verwenden (vgl. A' 138). Das zweite 
Nomen steht nach § 155 ohne den Artikel; z. B. KCOYp 
FfNOyB „goldner Eing, Goldring" ; 01j^(DMeiTC0FlT„ein 
berühmter Mann" ; OYBAbiAe FC^O) „ein Sandkorn". 
166. Regiert eins der in § 84 angefahrten Substantiva 
einen Genetiv, so wird ihm in der Eegel das Suffix 
3. P. Sing, oder Plur. angehängt und der Genetiv mit F 
appositionell nachgesetzt; z. B. KOyTTq FABpAgAM 
3.X»4^. *. «Abrahams Schoß", wörtHch „se&[' Schoß, nämlich 
j^^ Abrahams"; ApHXCj RTlKÄg „das Ende der Erde", 
wörtl. „ihr Ende, (nämlich) der Ei^l". 

/. Indirekte Anknüpfung mit HTS. 
*167. Die Anknüpfung des Genetivs durch die Präposition 
fiTP- (§ 388), die vor den Personalsuffixen FfTAss 
lautet, findet statt, wenn das Nomen^regens gamicht 
oder sehr stark determiniert ist, und zwar: 

1, Wenn das Nomen regens denunbestimmten Artikel 
hat; z.B# OyTTNeYH A NTE-TTNOYTF „ein Geist Gottes" ; 
OyTTApeENOC FfTE-TTXOeiC eine Jungfrau Gottes"; 
oycON fTTAq „ein Bruder von ihm". Eine scheinbare 
Ausnahme liegt in dem Falle des § 165 vor. 

2. Wenn das Nomen regens ein Eigenname ist; 
z.B.p AKOTE HTE-KHME „Alexandria Aegypti" ; AMN- 
TE FfTE-TFEXAOC „der Hades des Chaos". 



Adjectiva. a. Allgemeines. 168. 81 



3. Wenn das Nomen regens noch einen andern 
Genetiv oder eine attributive Bestimmung bei sich hat; 
z. B. nexj/AÄMOc räay^i^ RTF-nncocyc „der Psalm 
Davids von der Verzückung" ; Cia)E NIM FTB- TTTTON- 
HpOC „alle Bitternis des Bösen"; TTpAN FTTAeiHy 
NTe-TTNOyTF „der geehrte Name 'Gottes" (FT-TÄEIHY 
^welcher geehrt ist"); FfECOOY HTAYCCOpM TTTF-nm 
HTTIhA „die verirrten Schafe des Hauses Israel' 
<NTÄYCO)pM „welche sich verirrt haben"). 

Ausnahmsweise knüpft man nachTHO^ (§ 173,1) den 
Genetiv stets mit TT- an; z. B. jTTTEpiXCDpOC THpC 
RmopÄÄNHC „die ganze Umgegend des Jordan"^; 
MMNTFpCDOY THpOY HnKOCMOC „alle Königreiche 
der Welt"l 

2. Adjectiva. 

a. Allgemeines. 

Es giebt im Koptischen verhältnismäßig wenig 168*. 
Adjektiva. Meist wird das attributive Adjektiv durch 
ein Substantiv (§ 165) oder einen Relativsatz ersetzt; 
2. B. KCOYP HNOYB „goldener Ring"; najE FTÄHK 
„das grüne Holz", wörtlich „das Holz, welches zart ist" ; 
npAN FTOYAAB „der heiUgeName", wörtl. „der Name, 
welcher heilig ist". 

Die Form der Adjectiva ist die der Substantiva 



i Matth. 3,5. 2 Matth. 4,8. 

Steindorff, Kopt. Gramm.* 



82 b, Yerbindimg^ mit dem Substantiv. 170. 



Vgl. § 100 fif. Über die mittels der Endung j abgeleite- 
ten Adjectiva (A§ 144 flF.) s. § 118 ff; Adjectiva privativa 
s. § 130. 

Die meisten Adjectiva sind im Koptischen unver- 
änderlich, d. h. sie haben für Masculinum und Femininum 
dieselbe Form; z. B. U0(T „groß"; gAg „viel"; a)HH 
„klein"; KOY'i „klein" u. a. 

Nur die mit der Endung j gebildeten, auf E aus- 
gehenden Adjektiva (§ 120) bilden ein Femininum auf 
H; z. B. gÄE „letzt" fem. gAH; CABF „weise" fem. 
CA6H. Merke femer m. „groß", fem. (0 C^öft). 

IJber den Plural der Adjektiva auf E s. § 138. 

b, Yerbindnng mit dem Substantiv. 
a. Direkte Yerbindnng. 
♦170. ^^ attributive Adjektiv steht unmittelbar hinter dem 
Substantiv, das häufig den Ton verHert (Status construc- 
tus § 135), aber auch betont bleiben kann: 

1. Das Substantiv tritt in den Status constinic- 
tus, besonders vor den Adjektiven o, fem. (D „groß". 
a)lpE „klein", NOyqe „gut", BCDCDN „schlecht", gOOYT 
„männUch" ; z. B. ElEp-0 „Fluß" äg. itrw-C^ (HlFp- 
Stat. constr. von ElOOp); Fp-0, ppo „König" äg 
pr-C^ „großes Haus", ns^lö (das anlautende p wurdi 
irrtümlich als Artikel aufgefaßt); gp-JöipF „Jung- 



Yerbindong mit dem Substantiv 171. 83 

iJDg"; pMTT-a)ipE „kleines Jahr** (pMTT- Stat. constr. 
von pOHTTE äg. *ronpH)] C+-NOYC|H „guter Geruch", 
cf-BODCDN „Gestank' (ci"- Stat. constr. von CTOi*stoj)\ 
ü^ßCDCON „schlechter Sohn", Ojp-gOOyT „männliches 
Kind" (gjp- Stat. constr. vonc^HpE) ; pp-gOOyT „Eber" 
(pp- Stat. constr. von pip „Schwein") u. a. 

2. Seltener behält das Substantiv den Ton und 
bleibt unverändert; z. B. a)HpE (yHM „kleiner 
Sohn, Knabe"; (^FFpS a)HM „Mädchen"; OYßOOY 
OyoöT „ein einziger Tag" u. a. 

Stets ist dies der Fall bei NIM „jeder, all": gcoB 
NIM „alle Dinge" ; pCDMB NIM „alle Menschen". 

ß, Anknüpfung mit R. 

Das Adjektiv steht gewöhnlich nach dem Substantiv 171*. 
und wird mit FT angeknüpft; z. B. oypCDME fKTcDB „ein 
schwacher Mensch" ; oyojTHN MTtAöe „ein altes Kleid"; 
neqc^lipE NOYCDT „sein einziger Sohn". 

Häufig, besonders bei NOÖ'„groß", gAg „viel" u. a., 
steht das Adjektiv vor dem Substantiv, das mit Ff an- 
geknüpft wird; z. B. oyNOff TTgOTE „eine große Furcht" ; 
gENNO^ HpcOME „große Menschen" ; HAMAKapiOC 
HEICDT „mein seliger Vater"; HEqMEpiT 1TC0N „sein 
geliebter Bruder". 

6* 



84 Kongraenz des Adjektivs. 172. Adjeotiva mit Suffixen. 178. 



/. Kongruenz des Adjektivs. 

172. Die Adjectiva, die eine besondere Femininform 
büden (§169), richten sich gewöhnlich im Geschlecht nach 
ihrem Substantiv; z. B, TTpCDHB TTCÄBB „der weise 
Mann", aber TJöEEpF HCÄBH „die kluge Tochter"; 
gAA-O „Greis", aber gAÄ-(0 „Greisin" u. a. 

Griechische Adjectiva haben gewöhnUch auf Personen 
bezogen männliches, auf Sachen bezogen sächliches Ge- 
schlecht ;z.B. OYpCOHE RÄIKAIOC „ein gerechter Mann"; 
NE\|fyXOOYH RTeAfioH „die vollkommenen Seelen". 

d, Adjectiva mit Suffixen. 

173. Einige Adjectiva (ursprünglich Substantiva) werden 
stets mit den Personalsuffixen gebraucht. Ihre Stellung 
ist unmittelbar nach dem Nomen oder Pronomen, auf 
das sie sich beziehen : 

1. THps „ganz" (entstanden aus äg. r-dr^ „bis 
an (seine) Grenze" ħ 339); mit Suff. Sg. 1. THpT; 
2. m. THpK; 3. m. THpCj f. TwpC; PI. 1. THpN; 2. 
THpfN; 3. THpoy; z. B. nnoCHOC THJÜ) „die ganze 
Welt"; THoAlC THpc „die ganze Stadt"; ANON THpN 
„wir alle". 

2. OyAÄs „alleiQ" (vgl. äg. wCtj "einzig", kopt 
oyciDT); mit Suff. Sg. 1. oyAAT; 2. m. oyAAK; 3. m. 
oyAAq ; PI. i. oyATN ; 2. oyAAT-THyTN ; 3. oyAToy ; 

z. B. RTOK OyAAK „du allein"; EpOOy OyATOy 

„zu ihnen allein". 



KE- „ein andrer". 174. 85 



3. MAyÄÄ^ (mit 0YAÄS5 zusammengesetzt) „allein, 
selbst"; mit SufiF. Sg. 1. MAYAAT; 2. m. MAYAÄK; 
3. m. MAYÄAq f. MAYÄAC; PI. 1. MAY^AN; 2. MAY- 
AAT-TH YTN ; 3. M AY^AY ; z. B. NOYN MAYAAN „die 
unsrigen (§ 89) allein"; neqOY^sfAl HAYAAq „sein 
eignes Heil"; TTTY^H öffnete sich MAY^AC „allein, 
von selbst". 

8. KE „ein andrer^. 

Das kopt. KE- „andrer" ist tonlos (äg. kjj A§ 159) i74, 
und steht stets vor dem Nomen, und zwar in folgenden 
Verbindungen: 

1. KE-p(OME „ein andrer Mann"; KE-CglME „eine 
andere Frau"; Plural: gENKE-pCDME „andere Men- 
schen"; gENKE-güöB „andere Sachen". 

2. KE-OYA (wörtlich „ein anderer Einer") oder KE- 
Aaay (wörtUch „ein anderer Jemand") „ein Anderer". 

3. nuE-OYA oder nEiKE-OYÄ „der Andere". 

4. TTKE-OYA TTpcOME „der andere Mann"; TKE- 
OYHl HCglHE „die andere Frau". 

5. HKE-pCüHE «auch der Mann" ; TKE-CglME „auch 
die Frau". 

Der Plural von KE lautet KOOYP (äg. Jcjwj ħ 159) 
und wird nur substantivisch in Verbindung mit dem un- 
bestimmten oder bestimmten Artikel oder mit dem 
Demonstrativpronomen gebraucht; gENKOOYH „An- 
dere"; FKOÜYE oder NEIKOOYP 7>die Anderen". 



86 Kardinalzahlen. 175. 



Anm. Selten ist KE in absolutem Gebrauch; z. B. TTFtKH 
„dieier Andere^; TFtKE „diese Andere^. Neben KF kommt 
auch eine Form (TE vor (§16 Anm.). 

3. Zahlwörter. 

a. Kardinalzahlen. 
♦17&, Die Kardinalzahlen lauten im SaCidischen: 

1 oyA m., OYEl f.; niit Zehnern: oyE. 

2 CNÄY m., CNTE f.; mit Zehnern: CNOOyC m., 
CNOOYCE f. 

3 a)OMNT m., (j)OMTE f.; Stat. constr. (yMT-, 
(9MNT- ; mit Zehnem : (yOMTE. 

4 qTOOY ^- > C|TOE f. ; Stat. constr. qTOy- und 
qTEY" (§ 67); mit Zehnem: AqTE. 

5 +0Y m., •f'E f.; mit Zehnem: TH. 

6 COOY D^-j COE f.; Stat. constr. CEY' (§ 6^) ; mit 
Zehnern: ACE. 

7 CÄUjq m., CAC^qE f.; mit Zehnem: CAJöqE. 

8 OJMO YN m. , OJHOYNE f. ; mit Zehnern : a)HHNE. 

9 \|/IT oder \|/IC m., \|/ITE f. 

10 MHT m., HHTE f.; tonlos mHT- (für *me^ §56). 

11 HNTOYE m., MNTOYPl f- 

12 MNTCNOOYC m., HNTCNOOYCE f. 

20 XOYCDT (XOYOY<*>T)]m., XOYCOTE f.; tonlos 
ÄOYT-. 

30 MAÄB m., MAA6E f. 



Kardinalzahlen. 176. 177. 87 



40 gMF. — 50 TAIOY- — 60 CF. — 70 o^qe. — 
so gMENF. — 90 TTCTAIOY- — 1^0 (yp. — 200 a)HT. 

— 1000 0^0. — 2000 0)0 CNAY- — lÖOOO TBA. 

Anm. Die äg. Formen s. A§ 154. CNAy und CNTF sind 
alte Daalformen vgl. § 146. 147 ; )i)HT ist der Dual von 0)8 vgl. 
§ 147. Die Zehner von 50 — 90 sind die Pluralformen der betr. Einer. 

— Neben gHENE 80 kommt noch eine Form qTOy-XOy- 
t)YÜ)T eig. „vier Zwanziger** (vgl, quatre-vingt) vor. 

Die Einer werden in einer besonderen Form, die ITft. 
generis communis ist, unmittelbar jan die Zehner, 
die mit j^usnahme von MHT 10 und XOY<*>T 20 un- 
verkürzt bleiben, angefügt; z. B. MNT0)0MT6 13; 
MNTAqTF 14; gME OyB 41; TAlOy CAO)qE 57; C6 
(JJHHNE 68; c^qe TH 75; gMENE CACyqE 87. 

Vor AqTE imd ACE wird, nach Analogie von HNT- 
AqTE 14, XOyTAqTE 24, MHTACE 16, überall ein 
T eingefügt; z.B. MABTAqTE 34, 2KETAqTE44, gME- 
TACE 46, (yqETACE 76. 

Das T von TU „fünf" fällt mit dem auslautenden T 
von HNT- „zehn" und XOYT- „zwanzig" zusammen; 
z. B. XOYTH 25 für ^oyT-TH. 

Seltener werden die Einer an die unverkürzten 
Zehner mit mn- „und" (§ 382) angeknüpft ; z. B. TAtOY 
MN-OyA 51. 

Die Hunderte von 300 — 900, sowie die mehr- 177. 
fachen Tausend werden gebildet: 

1. durch Voranstellung der Einer in tonloser 



88 Kardinalzahlen. 178. 179. 

Form (Stat. constr.) und unmittelbare Anknüpfung von 
(yE „hundert" bez. ojo „tausend": z. B. a)HNT-(yF 
300; qTOy-JöE 400; a)MNT-(90 3000 u. a. 

2. durch Anknüpfung von (^E, 0)0 und TBA mittelst 
FT (§ 171) an die voranstehenden unverkürzten Einer: 

qTOOy Na)E 400; CAJöq NJÖE 700; a)OHNT FüJO 
3000; +0Y HTBA 50000; TAlOy-CöOMTE Hc^O 53000. 

Seltener umschreibt man die mehrfachen Tausend 
mit Zuhülfenahme der Zehner: 

MAAß Ha)E „30 Hundert", d. i. 3000; CE fJjöE 
„60 Hundert", d. i..6000. 

178. Die Anreihung der verschiedenen Zahlen geschieht: 

1. ohne Verbindung: 0)0 ajMOyN TTC^E 2,MV- 
TACE 1846; 

2. durch MN- „mit, und" (§ 382): gME-OyE NcyO 
MN-qTOyjöE 41400 ; CE y-jyE FfCyO MN-XyHTCyO NN- 
qTEyjöE MN-TAloy 603450, wörtlich: „600 Tausend 
und 3 Tausend und 4 Hundert und 50". 

179. Bei Verbindung der Kardinalzahlen mit den 
gezählten Gegenständen gelten die Zahlwörter 
als Singulare und werden daher auch mit dem Artikel 
des Singulars verbunden. Im Einzelnen ist zu merken: 

1. Das Zahlwort „eins" steht in der tpnlosen Form 
oy- unmittelbar vor demNomen : oypCDME „einMensch". 
Da jedoch oy- zum unbestimmten Artikel abgeschwächt 
ist (§152), so wird es gewöhnlich durch das Adjektiv oy (DT 



Kardinalzahlen. 180. 181. Ordinalzahlen. 182. 89 



(äg. wCtj) „einzig" verstärkt; z. B. oyCÖWpE TTOyCDT 
„ein Sohn, ein einziger Sohn". 

Anm. TlElgCDB FOyCOT heißt „diese selbe Sache«, 
neiKpiMA FOyCDT „dasselbe Gericht«. 

2. Das Zahlwort „zwei" folgt gewöhnlich unmittel- 
bar seinem Substantiv, das im Singular steht ; z. B. TBT 180. 
CNAy „zwei Fische" ; TTC^HpS CNAy „die zwei Söhne" ; 
TFIENToAh CNTF „diese beiden Gebote"; TCNTB 
„die zwei". 

Bisweilen wird das Substantiv vor CNAy verkürzt; 
z.B. CFTT-CNAy „zwei Mal" pHnp-CNTB „zwei Jahre". 

3. Alle übrigen Zahlen gelten als Adjektiva, 

» 
denen das Nomen mit Fl folgt (§ 171) ; z. B. qTOOy 181. 

Hp(OMF „vier Menschen" ; (yOMTB Hoy NOy „drei Stun- 
den"; (j)E FFCOOy „hundert Schafe" ; TTegMF RgOOy 
„die vierzig Tage"; TMHTF RTTApeeNOC „die zehn 
Jungfrauen". 

Doch sagt man auch z. B. cyMT-gCDB „drei Dinge" 
mit unmittelbarer Anknüpfung des Substantivs und Ver- 
kürzung des Zahlworts, oder 2ST-VJ/ITF „die neunte 
Stunde" mit Voranstellung des Nomens im Stat. constr. 
(8. §170,1). 

b. Ordinalzahlen. 

Die Ordinalzahlen werden durch vorgesetzte MFg- 182*. 
(wörtl. „ der vollmacht" , tonlose Form von MOy g „füllen", 
äg. mh A§ 158 B) von den Kardinalzahlen abgeleitet; 



90 Ordinalzahlen. 183. 184. 



z. B. nMEg a)OMNT „der dritte" ; THEg CNTP „die 
zweite" ; TTMFg XOycOT „der zwanzigste". 

Die Ordinalzahl gilt als Adjektiv und steht daher: 

183. 1. vor dem Nomen, das mit FI angeknüpft wird; 
z. B. TTMeg-CÄO^q FCOn „das siebente Mal" ; TMEg- 
cao^qe nns „der siebente Himmel" ; nMEg 0)8 oyA 
Rlj/ÄÄMOC „der 101. Psalm" ; TMEgCNTB NOypoje 
„die zweite Nachtwache" ; doch gebraucht man auch die 
alten Verbindungen: TTMBgpCDHE CNAy „der zweite 
Mensch" (wörtl. „der welcher zwei Menschen voll macht"), 
ebenso TMEgpOHne (oder pMTTe § 180) CNTE „das 
zweite Jahr" (§ 180); 

2. mit FI angeknüpft, nach dem Nomen; z.B. TTHOy 
MHEgCNAY „der zweite Tod". 

184. „D e r e r s t e" heißt S. a)OpTT (äg. i^rp), das gewöhn- 
lich generis communis ist. Doch findet sich auch die 
Femininform (yopTTE. 

Es steht vor dem Nomen und zwar: 

1. im Stat. constr. : TTcypTT-T(0(y „das erste Gebot" ; 

2. betont, wobei das Nomen mit Ff angeknüpft wird: 
najOpTT fTTCDO) „das ersteGebot"; THq (J) opTT H cno Y^H 
„sein erster Eifer". 

Ein anderes Wort für „erster" ist: goyElT m., 
gOYElTE f. 

Über Zeitbestimmungen s. den Anhang am Ende. 



Verba. 1. Allgemeines 185. Infinitiv. 186. 187. 91 

Verba. 

1. Allgei^ieines. 
Im Koptischen sind zwei Grundformen des 185*. 
Verbums zu unterscheiden, die bei der Bildung der 
Tempora verwendet werden: der Infinitiv imd das 
Qualitativ (auch Pseudoparticipium genannt), Sie 
sind schon äußerlich durch die Vokalisation von ein- 
ander zu trennen. In Grammatik und Wörterbuch 

müssen die Verba im Infinitiv aufgeführt werden. 

Anm. Peyron^s koptisches Lexicon und andere Bücher führen 
oft ungenau die Verba im Qualitativ oder auch in einer Nebenform 
des Infinitivs (Status constructus oder Status pronominalis § 192) an. 

a. Infinitiv. 

D ^r I nf in i t i v jsLein Nomen und ka nn se in e r j Qrm-lS^*> 
nach männlich oder weibUch sein. Der männliche 
Inf. ist im Kopt. endungslos und hat als Vokal meist 
einen o-Laut; der weibliche hat die Endung E (Boh. i) 
imd als Bildungsvokal einen a-Laut ; vgl. § 98 und A§ 288. 

]V^ä£^^j5 Infinitive sind z. B.: BCüA „lösen", HOyg 187*. 
„füllen", KMOH „schwarz werden", gCDBC bedecken; 
ixlibUch^ Infinitive : HICE „gebären", CIKF „mahlen", 
KHNS „fett werden", CpqB „sich ausruhen". Man be- 
achte, daß auch männhche Infinitive auf e (Boh. i) 
ausgehn können, nämlich wenn sie zweisilbig sind, und 
der letzte Stammkonsonant verloren gegangen ist; z. B. 
(!)a)nE „werden" (boh. OjCDTTl für *a)a)np, *höp^r), 
noXüNE „umkehren" (*2}ön^C, tertiaej?), pcogE „waschen" 



92 Infinitiv. 188. 189. 190. 



(boh. pcobl für ^pCDgT, *rolft), H00N8 „landen" (für 
J *mom^j) u. a. m. Vgl. § 98, 

♦188. Als Nominalforpi bezeichnet der Infinitiv kein be- 
stimmtes Genus des Verbums, weder Aktivum noch 
Passivum; oycON bedeutet z. B. „öffnen" und „geöffnet 
werden"; XODK „vollenden" und „vollendet werden"; 
CCOTF „loskaufen" und „losgekauft werden"; XCOgM 
„beflecken" und „befleckt werden"^, MlO^e „schlagen" 
und „geschlagen werden". In dieser Weise wird der 
Inf. bei den meisten transitiven Verben in aktivischer 
und passivischer Bedeutung gebraucht. 
♦189, Bei intransitiven Verben bezeichnet der Infinitiv 
/im Unterschied zum Qualitativ (§ 198) die nicht auf ein 
V l 1 Objekt gerichtete Handlung oder das Eintreten (nicht 
: ,vv *^ / das Andauern) einer Eigenschaft oder eines Zustandes; 
/ z. B. gcoN „nahe kommen"; (ycüTTE „werden"; 'f-ge 
> ^,sich betrinken" ; KMOM „schwarz werden" ; KNNF „fett 
werden". Vgl. ħ 174. 289. 
♦190. Seinem nominalen Charakter entsprechend regierte 

der Infinitiv^ ursprünglich auch kein Objekt, sondern 
einen Genetiv^ der wie beim Substantiv unmittelbar an 
das Nomen regens angeknüpft wurde (vgl. § 163 und 
A§ 285). Der Infinitiv wird dabei verkürzt; vgl. § 76. 
Man sagt also: geTB-TTpCDME (gFTB- aus gCDTB ver- 
I kürzt) „Töten des Mannes", lond zwar bedeutet dies 
ursprünglich sowohl „das Töten, das der Mann thut", 



Infinitiv. 191. 192. 93 



als „das Töten, das dem Manne gethan wird". Doch / 
hat sich nur die letzte Bedeutung erhalten ; vgl. A§ 286. 
Koptisches AqgBTB-TTpCDMF „er machte Töten des 
Mannes" bedeutet also: „er machte, daß der Mann ge- 
tötet wird" d. h. „er tötete den Mann". So hat sich 
hier aus dem ursprünglichen nominalen Genetiwerhältnis 
das verbale Objektverhältnis entwickelt. 

Dementsprechend wird der Infinitiv auch mit den 191*. 
Personalsuffixen verbunden; man sagt gOTBC] „seiu; 
Töten" d. h. „das Töten, das er thut", und weiter be- 
deutet Aq^.QTSC] ,,er machte den Umstand, daß er ge- 
tötet wird" und demnach „er tötete ihn". So sind die 
Personalsuffixe im Koptischen zum Ausdruck des pro- 
nominalen Objekts beim Verbum verwandt worden; 
vgl. A§ 286. Da durch Anhängung der Suffixe an 
den Infinitiv eine andere Silbeneinteilung bewirkt wird, 
so ändert dieser vor den Suffixen seine Vokalisation; 
vgl. § 42. 

Man unterscheidet demnach beim Infinitiv: 192*, 

1. eine absolute Form (Status absolutus); 

2. eine tonlose Form vor nominalem Objekt 
(Statusjjonstructus) § 190; 

5. eine vor den Personalsuffixen gebrauchte 
Form (Status pronominalis) § 191. 

Viele Verben bilden im Kopt. nur noch einen Status 
.absolutus, währendsie dieFähigkeitzur Bildung einesStat. 



94 Infinitiv. 193. 



constructus und Stat. pronominalis verloren haben. Man 

nennt sie gewöhnlich „unveränderliche Verben"; s. § 197. 

Anm. Der Statns constr. wird dnrch einen nachgesetzten 
Yerbindüngsstrich - (§ 76 Anm.), der St. pronom. dnrch nach- 
gesetzte Doppelstriche s (§> 84 Anm.) bezeichnet. 
193. über die Anfügung der Personalsuffixe an den Infini- 
tiv merke man außer dem in § 85 Gesagten noch Folgendes : 

L Das Suffix der 1. Sg. i hat sich (gemäss § 25 
Anm. 1.) nur bei den im Stat. pronom. auf die Vokale 
0, 0) und oy auslautenden Verben erhalten; z. B, 
TÄgOl „mich stellen" ; MFCTCDl „mich hassen" ; XWCyi 
„mich fragen". 

Nach Konsonanten ist das Suffix abgefallen; daher 
zeigen die im Stat. pron. auf T endigenden Infinitive 
im Auslaut ein T; z. B. FINE „führen" Stat. ]^on. nT:^, 
KT „mich führen" ; MOyOYT »töten" , St. pron. MOOyT', 
HOOyT „mich töten". Analog diesen Formen tritt das 
T gleichsam als Suff, der 1. Sg. auch bei allen anderen, 
im Stat pron. konsonantisch ausgehenden Infinitiven, die 
ursprünglich kein t hatten, auf; z. B. goBCT „mich be- 
kleiden" von gCDBC, gOBC5;TNNOOYT „mich schicken". 

Auch die im Stat. pron. auf A ausgehenden Infinitive, 
die ursprünglich auf t oder C (j^) endigten, haben dem- 
nach im Auslaut ein T bei dem Suff, der 1. Sing. ; z. B. 
+ „geben" St. pron. T\K^ (*daiU), TAÄT „mich geben"; 
FipF „machen" St. pron. 2i2i^(iartff), AAT „mich machen", 
KCDss „legen" (^9, Stat. pron. KAA^», KAAT „mich legen". 



Infinitiv. 194. 195. 196. 95 



2, Das Suffix der2.Sg.fem.istbeideniinStat.pronom. 194. 
auf o, CD und oy ausgehenden Verben abgefallen z. B. 
KTO „dich (Frau) umwenden". Die auf A endigenden 
Infinitive haben das (sekundäre) Suffix TF; z. B. TA ATE 
„dich geben". — Bei konsonantisch auslautenden Verben 
erscheint das Suffix 2. Sg. fem. als e (B. i); z. B. 
NAgMe „dich (Frau) retten"; CAHOyS)^ »»dich (Frau) 
ernähren"; FTTF „dich (Frau) führen". 

Anm. In der Endung TF ist das T die Endung des weiblichen 
Infinitivs, das F der Hülfsyokal, der nach Abfall des Suffixes t in 
den Auslaut getreten ist, vgl. § 85 Anm. 

5. Das Suff, der 2. PI. findet sich nur noch bei Verben, 195. 

dessen Stat. pronom. auf o auslautet; das wird, weil 
in offener Silbe stehend, zu cd gedehnt: z. B. TAgCDTN 
^,euch stellen" von TAgO; vgl. § 85. 

Bei allen anderen Verben wird für das Suff, der 
2. PI. die betonte Form THY''^ gebraucht, die an den Stat. 
constr. des [Verbums [tritt ; z. B. NFÄ-THy^ „euch 
werfen" von NOY^^^« 

4. Das Suff, der 3. PI. lautet stets oy (i^it A zu AY 19«. 
diphthongisiert § 36), neuäg. w ; z.[B. XlTOY »»sie nehmen" 
von XlTss;20BC0Y »»sieJbekleiden'^vongOBC«; MFCTCDOY 
„sie hassen" von MFCTO)^; TAgOOY iM^ stellen" von 
TAgO«; TAAY »sie geben" von TAA«. 

Ein Rest des alten Possessivsuffixes der 3. Person sn 
(neuäg. *se, daher auch st geschrieben) hat sich in dem 
seltenen Suff, der 3. PI. CF noch erhalten; z. B. XOOYCE 



96 QuaUtatiy. 197. 



„sie schicken" ; TFfNOOYCF „sie schicken". — Neben CF 
findet sich auch ein Suffix der 3. PI. COY» das bei einigen 
Verben (Cg AI- „schreiben" , TNNOO y- „schicken", XOOy^ 
„schicken", (JbOY- „einengen" und Api^ „thue") in Ge- 
brauch ist; z. B. TNNOOyCOY »si© (eos) schicken"; 
XOOyCOY „sie schicken" ; ApVcOY „thue sie". 

Das Suff, der 3. Sg. fem. wird auch für das neu- 
trische „es" gebraucht in 2C00C „es sagen". 
b. Qualitativ. 
♦197. Das Qualitativ ist der letzte Rest des äg. Pseudo- 
particips, das dem s^emiiischen Perfektum entspricht 
(A§ 208). Es ist bei den meisten Verben endungslos; 
bei einer kleinen Anzahl zeigt es die Endung' T.j — 
Das endungslose Qualitativ geht auf die 3. Person 
Sing. masc. des alten Pseudoparticips zurück; sie hatte 
ursprünglich die Endung hv, die aber verloren gegangen 
ist und im Kopt. nur in der Vokalisation eine Spur hinter- 
lassen hat. Das auf T endigende Qualitativ ist aus der 
3. Person Sing, fem., vielleicht auch aus der 2. Sing, 
masc, die beide die Endung fj hatten, entstanden. 

Endungslose Qualitativa sind z. B. OYHN (Infinitiv 
OYCDN „öffnen") äg. '^wen^w^ gOBC (Infinitiv gCDBC 
„bekleiden") äg. hobshc. 

Quahtativa mit der Endung T sind z. B. EET (Infini- 
tiv 0)0), äg. iwr, l(iv)j) äg. *lejfj\ CMOHT (Infinitiv 
CMINF) äg. *smonfj. 



Qualitativ. 198—200. Verbalklassen, 201. 97 



Übrigens bilden nicht alle Verben im Koptischen 
ein Qualitativ. Es fehlt meist denselben Verben, die ^ 
auch die Fähigkeit, einen St. const. und St. pronom. 
zu bilden, verloren haben; vgl. § 192. / 

Das Qualitativ bezeichnet einen passivischen oder 198. 
intransitiven Zustand; z.B.oyHN „geöffnet sein"; gOBC 
„bekleidet sein"; EST „schwanger sein"; (JJOOTT „ge- 
worden sein" ; gOKp „hungrig sein". Bei den Intran- 
sitiven bezeichnet es im Gegensatz zum Infinitiv (§ 189) 
das Andauern des Zustandes. 

Das ,Qijalitativ wird nur als Prädikat des (uneigent- 199. 
Uchen) Nominalsatzes und in Verbindung mit einigen 
Hülfsverben gebraucht. Vgl. § 275. 285. 291. 

Bei mehreren Transitiven hat das Qualitativ den 200. 
Infinitix-verdrängt und wird als Infinitiv gebraucht ; z. B. 
gMOOC „sich setzen" (für den Inf. ^gEMCE, B. gEMCl; 
§ 248); KNOOC „faulen"; AgB „sich stellen" (neben dem 
älteren Inf. (DgF, § 216); cffpAgT, B. CXpFgT „ruhen*' 
(für den Inf. ^COÖpg, Bildung des § 253) ; B. KHN „auf- 
hören" (für den Inf. ^KöDN); B. ihc „eilen" (für den 
Inf. *ia)C). 

2. Die Verbalklassen, 
a. Einf,aclie Stämme. 

Wie die Nomina (§101) werden auch die kopt. Verben 201, 
nach der Zahl und Beschaffenheit ihrer Stammkonso- 
nanten in mehrere Klassen eingeteilt: 

Steindorff, Kopt. Gramm.* 7 



98 ^ " Zweiradikalige Verben. 202. 

V I. Zweiradikalige (abgekürzt: II.); 

IL Dreiradikalige (HI.); 

in. Verba secundae geminatae (II ae gem.) ; 

IV. Verba tertiae infirmae (IH ae inf.) ; 

V. Vier- und fünfradikalige (IV. V.) ; 

VI. Verba tertiae geminatae und quartae infirmae 

(Illae gem.; IV ae inf.) 

Die meisten dieser Klassen zerfallen in Gruppen, 

die sich durch die Art und Stellung des Bildungsvokals 

im Infinitiv und Qualitativ von einander unterscheiden. 

Anm. Die Bezeichnung der verschiedenen Yerbalklassen 
entspricht der in der semit. Grammatik üblichen. Vgl. ħ 161. 

I. Zweiradikalige Verben. 
1. Gruppe: KCDT „bauen". 

♦202. Der Infinitiv dieser Verben ist in der Regel endungs- 
los; er hat ein O) nach dem ersten Konsonanten, das 
im Stat. constr. (nach § 76) zu e verkürzt wird, im Stat. 
pron. aber in übergeht : KFT-, KOT:=. Das Qualitativ 
ist meist endungslos und hat ein h nach dem ersten 
Radikal: KHT. Qualitative mit der Endung T finden sich 
nur bei den beiden Verben 0)0) „schwanger werden" (äg. 
iwr, Ir § 208) Qual. FFT (aus '^ierfj^ "^iejfj entstanden) 
und (To) „bleiben" Qual. ÖEFT* — Beispiele: 

BO)A „lösen" bA- BoA^ Qual.BHA; 

0)TT „zählen" ETT- OTJ^ Qual. HIT (äg. Ip) ; 

0)0) „rufen" FO)- OOJs — (äg. Q). 



Zweiradikalige Verben. 203—207. 99 



Anm. Die auffallende Yokalisation des Infinitivs (OD in ge- 
schlossener, in offener Silbe) erklärt sich daraus, daß die dieser 
EHasse angehörigen Yerba ursprünglich dreiradikalig gewesen sind, 
und der Infinitiv nach Art der dreiradikaligen Verben (§212) ge- 
bildet ist. 

Ist der erste Radikal ein M oder N, so tritt für 203*. 
das 0) des absoluten Infinitivs (nach § 57) ein oy ein: 
NOyT „mahlen" (äg. nd, nd) für *Na)T; MOyN „bleiben" 
(äg. mn) für *Ma)N ; MOyß „füllen" (äg. mh) für *Ha)2. 

Das tonlose e des Stat. constr. geht vor altein C in 204*. 
A über (§ 64): ElÄ- „waschen" für *jeC'^ UA- „kommen" 
für *neC (ursprünglicher Stamm nCj § 208).: 

Das o des Stat. pronom. geht vor g, (aus i^entstan- 205*. 
denem) u) und altem ^ in A über (§ 63): MÄg* von 
M0Y2 „füllen"; XAg^ von XCDg „berühren". 

Ist der 2. Radikal verloren gegangen, so assimiliert 20Ö*. 
sich der vor dem Possessivsuffix stehende Hülfsvokal 
dem Bildungsvokal (§ 71): 

FtAAq „ihn waschen" (von FlO) „waschen") für 

XOOC „es sagen" (von XO) „sagen") für "^dod^s = 
*do^Sii*doos. 

Bemerkenswert ist der Stat. constr. von XO) „sagen" 207. 
XI-, der sich (an Stelle des häufigen XE-) in bestimmten 
Verbindungen findet: Xl-oyA „lästern", Xl-(roA „Lüge 
sagen, lügen", Xl-MF „Wahrheit sagen", Xl-TTOyO) „die 
Nachricht sagen, melden." Vgl. auch AXIC „sage" §331. 

7* 



100 Zweiradikalige Verben. 208. 

208. Wahrscheinlich sind alle zweiradikaligen Verben 
ursprünglich dreiradikalig gewesen und erst durch Ver- 
lust eines Stammkonsonanten zweilautig geworden. Bei 
den meisten läßt sich dies geschichthch noch nachweisen. 
So sind in die Klasse der zweiradikaUgen übergegangen 
z. B.: 

Verba secundae i: 

TCDO) „festsetzen, bestimmen" (äg. t^§) TEjy-TOüjs:, 
Qual. TMO); 

Oycog „hinzufügen" (äg. wSh) Cyng- OYA2'(§205), 
Qual. OYHg; 

HO) „legen" (äg. ÄiC; B. Xa)).KÄ- (§ 204) K^A^ 
(§ 206), Qual. KM ; 

gCOn „verbergen" (äg. h^p), Qual. gHTT. 

Verba secundae tu: 

pöDT „wachsen" (äg. rwd, rwd) pET- Qual. pHT; 

MOY „sterben" (äg. mt^Q für ^MO) (§ 203) ; 

(DCD „schwanger werden" (äg. wr, Iwj), Qual. EET 
(§ 201); 

CO) „trinken" (äg. sw), CF- C00:=(§ 206). 

Verba tertiae infirmae (§ 224): 

cyCDB „verändern" (äg. Bj, neben a)lBE § 226) (yB- 
(yOB:=, Qual. a)HB; 

JÖCDK „graben"(neben (yiKE) (yK- (yOK-, Qual. (yHK ; 

CCOff „lähmen" (neben CIÖE), Qual, cwff'; 

eiO) „waschen" (äg. cCj) eiA- (§204) E1AA'(§206). 



Zweiradikalige Verben. 209—211. 101 

Verba tertiae i: 

TTöDg „spalten, zerreißen" (äg. ph^) TTFg- TTAgs: 
(§ 205), Qual, nwe; 

TCDK „anzünden" (äg. ^ifei), Qual. THK. 

Verschiedene dreiradikalige Verben: 

(ycon „empfangen" (äg. ^sp) cyTT- a)OTT:=, Qual. (^hTT; 
vgl. § 48. 

Mehrere dieser verstümmelten Verben zeigen im 209. 
absoluten Infinitiv noch eine Endung F (den vor dem 
verlorenen dritten Radikal stehenden Hülfsvokal): KCDTF 
„wenden (äg. Jcdj) neben KCDT; «COTF abwischen" (äg. 
fdj) neben qODT ; NOyXF „werfen" (äg. ndr) neben NCY^, 
Qual. NHX ; TCDnF „kosten" neben TCDn und +nF (§ 225) ; 
TTCDÖF „zerbrechen" (sig.pg^), Qual. Faj. TTHff'; TCDÖF 
„pflanzen" (äg. dg^) neben Ttoffi Qual. THÖF neben TH(J'. 

Bei einigen anderen Verben sind im Infinitiv noch 210. 
die Eigentümlichkeiten der dreiradikahgen (§ 217) er- 
halten, während der Qualitativ nach Art der zweiradi- 
kaUgen gebildet ist: 

KöDöDC „beerdigen" (äg. krs) KOOC^I, Qual. KHC; 

gCDCDK „bewaffnen" (äg. hkr), Qual. gHK. 
2. Gruppe: XAK „klatschen". 

Unveränderliche Verben, die im absoluten Infinitiv 211. 
ein A nach dem ersten Radikal haben. Hierzu gehört 
auch NÄY (äg« ^^^'j *naw) „sehen". 

Die Bildungen TOOy „kaufen" s. § 243. 



102 Dreiradikalige Verben. 212. 213. 

IL Dreiradikalige Verben. 

1. Gruppe: gCOBC „bekleiden". 

*212. Die meisten Dreiradikaligen haben einen zweisilbigen, 

endungslosen Infinitiv mit dem Bildungsvokal O) nach 

dem ersten und mit einem Hülfs-^ (§ 32, 3) nach dem 

zweiten Radikal. 

Im Stat. constr. wird O) zu e verkürzt (§ 76): gBC-, 
geTB-- Im Stat. pronom. wird die erste Silbe geschlossen 
(^hoh'S^j) und daher (nach § 42) o> durch ersetzt; 
zmschen den dritten Radikal und das konsonantische 
Suffix tritt ein Hülfs-^: gOBCCJ „ihn bekleiden". Ist der 
letzte Radikal B M N A p, so wird der Hülfs vokal in der 
Regel als F ausgeschrieben: NÄgMST „mich erretten" 
(§193); COTMEq „ihn hören" ; ^OTBEq „ihn töten" u.a. 

Das Qualitativ ist gleichfalls zweisilbig, mit o nach 
dem ersten und einem Hülfsvokal nach dem zweiten Radi- 
kal: gOBC „bekleiden" (aus Viohs^w entstanden § 197). 

COöNg „fesseln" CNg- CONg-, Qual. CONg; 

TCDBg „bitten" TBg- T0B2:=; 

CDgC „ernten" EgC- OgC^ (äg. ^sh) ; 

(OTTT „beladen" ern- OTn^ (äg. ^tp, ^tp); 

CCDO Y8 „versammeln" CEyS" COO yg-» Qual. COOyg 

(äg. shw § 55). 

♦213. Ist der erste Radikal ein M oder N, so tritt für 

das 0) des absoluten Infinitivs ein oy eiD.(§ ö7): MOY^g 

„salzen" für *MCdA2; MOyoyT „töten" für ^MCDOyT. 



Dreiradikalige Verben. 214. 215. 103 



Ist der zweite Radikal ein g, so geht im Stat. pronom. 214*. 
und im Qualitativ das o (nach § 63) in A über: 

COögp „fegen" CEgp- CAgp^, Qual. CAgp; 

TODgC „salben" TSgC- TÄgC-, Qual. TÄgC; 

OyCOgM „wiederholen" oyFgM- OYAgM^; 

XODgM „beflecken" XFgM- XÄgM:!, Qual. XAgM. 

Verba, deren dritter Radikal ein ^', C oder i war, 215*, 
-verdoppeln gewöhnlich in den drei Formen des Infinitivs 
und im QuaUtativ den Bildungsvokal (§ 72). Der in 
den Auslaut versetzte Hülfsvokal der zweiten Silbe mrd 
im Stat. absol., meist auch im Stat. constr. des In- 
finitivs, sowie im QuaUtativ als F ausgeschrieben; z. B. 
nODODNE „umkehren" (aus *_pön^c entstanden) nEENE- 
(*pe/^^9, Qual. TTOONE (für "^ponC^w^ *pon^C), Der vor 
den Suffixen stehende Hülfsvokal wird nach § 212 be- 
handelt; man sagt also TOOBOy „sie vergelten", aber 
TOOBFC „es vergelten". Hierzu gehören: 

TCDCDBF „versiegehi" (äg. dbC) tooB==, Qual. TOOBF; 

nODODNF „umkehren" (äg.jpnQ nFFNF- noON==, Qual. 
nooNF; 

TCDCDMF „vereinigen" (äg. dmi), Qual. TOOMF; 

CCOCOBF „lachen" (äg. sbc)] 

TOöOöBF „vergelten" (äg. db^, dbB) TFFB- TOOB*; 

XCDODpF „zerstreuen" XFFp- XOOp:?, Qual. XOOpF; 

gCOCOKF „rasieren" (äg. hCk^ mit Metathesis MP) 
gFFKF-, QuaL gOOKF. 



104 Dreiradikalige Verben. 216. 217. 



♦216. Ist der letzte Eadikal ein r oder t gewesen, so unter- 
bleibt die Verdoppelung: 

pa>gE „waschen" (äg. rU), Qual. pAgt (§ 214); 

CCDge „weben" (äg. sht)\ 

(yODNF „krank sein" (äg. snt)\ 

(ÖCOITF „werden" (äg. hpr), aber Qual. (yoOTT (Vjop^r). 

Auffallender Weise hat auch in (Dge „sich stellen" 
(äg. ChC)^ Qual. ÄgF (§ 214), keine Verdoppelung statt- 
gefunden. 

Anm. Die Yokalverdoppelung des § 215 hat nur im Stat. 
pronom. eine lautliche Berechtigung; hier ist der in geschlossener 
Silbe stehende kurze Vokal durch den Ausfall des dritten Badikals in 
eine offene Silbe getreten und deshalb zum Ersatz (nach § 69) 
verdoppelt worden; z. B. *ponC^f= *po-n^f= *poon^f. In den 
übrigen Formen des Inf. und im Qual, beruht die Verdoppelung 
vielleicht auf Analogie nach dem Stat. pronom.; Infinitive vrie 
pCDgF, CCDgF u. s. w. würden also korrektere Formen sein, als 
nODCDNF und Genossen. 
217. Verba, deren zweiter Radikal geschwunden ist, ver- 
doppeln im Infinitiv und Qualitativ den Bildungsvokal: 
CCOODC] „beschmutzen'* (äg. scf), Qual. COOq. Vgl. auch 
KODCOC (äg. krs) § 210. 

War der zweite Konsonant ein C (j^), so ist im Stat. 
pronom. und Qual, das O (nach § 63) in A übergegangen ; 
z. B. (^(OODT „schlachten" (äg. ^d) a)FET- (^AAT-, Qual. 
a)AÄT. 

Anm. Im Stat. ahs. und Stat constr. des Infinitivs, sowie 
im Qual, heruht die Yokalverdoppelung auf der Assimilation des 
Hülfsvokals der zweiten Silbe (§ 71); CCDCDq ist aus *äöi^f, *8Ö^% 



Dreiradikalige Verben. 218. 219. 105 

I *CFeq- aus ♦se/«/; He^^f, COOq aus *Mf^w, Hot^f, *äo^'f ent- 
standen. — Die Yokalverdoppelung des Stat. pronom. beruht da- 
gegen auf „Ersatzdehnung" (§69): a)ÄÄTq steht für *SoCd% 

2. Gruppe: 2Ao(r„8Üß werden". 
Dieser Bildung gehören intransitive Verben an, die 218.* 
eine Eigenschaft bezeichnen. Der endungslose Infini- 
tiv hat als Bildungsvokal ein nach dem zweiten Radi- 
kal. Ist der erste Radikal ein M oder N , so wird er 
(nach § 38,1), mit einem Vorschlags-^ gesprochen; z. B. 
MTON „sie ruhen*^ 

Das Qualitativ lautet wie bei der 1. Gruppe, also 
20A(r „süß sein". — Hieher gehören: 
gpOO) „schwer werden", Qual, gopü) ; 
C60K „gering werden", Qual. COBK ; 
OyHOT „fett werden", Qual. oyOMNT (für *0Y9HT 
! §56); 

; ÄpOO) „kalt werden" (äg.^-^r^, **^ro^- §64), Qual. opo). 

I Ist der dritte Radikal ein g oder ein aus h ent- 219. 

I standenes o), so wird das o des Infinitivs (nach § 63) zu 
I A; z. B. RKÄg „traurig werden", Qual. MOKg; ajÄÄg 
„bestürzt werden", Qual. (yoAg. 

Ebenso wird das des Qualitativs zu A, wenn der 
I zweite Radikal ein g oder ein aus h entstandenes (Q 
I ist; z, B. NjöOT „hart werden" (äg. riht), Qual. NAtyT. 
Anm. Die entsprechenden Yerba tertiae ^ s. §. 221. 



106 Dreiradikalige Verben. 220. 221. 

220. Durch den Verlust des zweiten oder dritten Radi- 
kals sind folgende Verben verstümmelt: 

gKO „hungern" (äg. hkr) für *2K0p; Qual, (mit 
Endung t) gKOeiT und gKÄElT (aus *hkorfj, Vikof^t, 
*h}coft entstanden, § 25) ; 

xpo „stark werden", QuaL 2C00p und xpAFlT 
(analog zu gKOElT gebildet) ; 

OyOTT „rein werden" (äg. wCb) für "^wCob (§ 19); 
Qual. OYÄAB (für *woC^b § 217). 

3. Gruppe: CNAT „sich fürchten", Oy^ AI „gesund werden". 

221. Meist intransitive Verben und zwar meist solche, 
deren dritter Radikal ein i (^^ ) ist. Dieses i ist im 
Infinitiv in^' übergegangen, im Qualitativ verschwunden. 
Der Infinitiv hat als Bildungsvokal ein A nach dem 
zweiten Stammkonsonanten ; das Qualitativ wird, wie bei 
der 1. und 2. Gruppe, mit nach dem ersten Radikal 
gebildet; z. B, oyOX „gesund seiend". Hieher gehören: 

(QTAH „verschUessen" cyTEM- ; 

AJÖÄI „viel werden" CQaj), Qual. 00) ; 

gTAl „fett werden" (Boh. t)eÄl, QuaL boT); 

(yiAl „lang werden", Qual. ü)Oi; 

CKAl „pflügen" CKÄl- (äg. sk^). 

Letzterem schließt sich auch das zweiradikalige 
, Transitivum CgAl „schreiben" (äg. sh) an, das ,abßr auch 
die regelmäßigen Pormen CFg- CAg-, Qual. CHg (neben 



Dreiradikalige Verben. 222. Yerba secundae geminatae. 223. 107 



dem sekundären CgHYT) nach Art der Zweiradikaligen 
(§ 202) bildet, t^.C^^^r 

Anm. Die Infinitive der intransitiven Yerba tertiae :? ent- 
sprechen den mit vokalisirten der anderen dreiradikaligen Verben 
des § 218. 

4. Gruppe: (yÄHÄ „beten". 
Endungslose Infinitive mit H nach dem zweiten 222. 
Radikal; die hieher gehörigen Stämme sind im Ägypti- 
schen nicht nachzuweisen und vermutlich fremden Ur- 
sprungs.- Merke : CÖHp, „schiffen" , gputf „aufhören", 
JöAng „Wasser ableiten", AgHC „blasen". 

in. Yerba secundae geminatae. 

Es sind dies dreiradikaUge Verben, deren zweiter 223.^ 
und dritter Konsonant gleich sind; in gewissen Fällen 
(§ 261) sind diese beiden letzten Konsonanten zusammen- 
gefallen. Vgl. A§ 165. Die Mehrzahl der hieher ge- 
hörigen Verben ist intransitiv und bezeichnet eine Eigen- 
schaft. — Der Infinitiv ist dreikonsonantig und hat ein 
O nach dem zweiten Radikal : KHOM „schwarz werden". 
Das Qualitativ ist zweikonsonantig und wird nach Art 
der Zweiradikaligen mit H vokalisiert: kh m „schwarz sein". 
Merke femer: 

gMOM „warm werden", Qual. gMM (äg. hmm)\ 

(JnON „zart sein", Qual. 6hn (äg. gnn)] 

Boh. XßOB „kühl werden", Qual. KMB (äg. kbb). 



108 Yerba tertiae infirmae. 224. 225. 



IV. Verba tertiae infirmae. 
224. Der dritte Radikal dieser Verben ist ein j' oder ein 
(später auch in j übergegangenes) tu. Seine Schwäche i 
beruht darin, daß er in gewissen Fällen ganz verloren 
ist, in anderen als j erscheint oder sich (nach § 25 Anm. 1) 
in Alef aufgelöst hat. Vgl. ħ 168. 

Anm. Die Gemination, die diese Yerbalstämme in gewissen 
altäg. Formen zeigen (ħ 168), kommt im Eopt. nicht vor. 

1. Gruppe: 2CICH „erheben", 
♦225. Der Infinitiv der hieher gehörigen Verben zeigt 
nur den 1. und 2. Radikal und hat einen weiblichen 
Infinitiv mit^der (aus H verschhffenen) Endung h (§98), 
Im Stat. constr. hat sich da^ ^jder Femininendung meist, 
im Stat. pronom. stets erhalten: XICH, XHCT-,^ACTq. 

Der Bildungsvokal des betonten Infinitivs ist l nach 
dem ersten Radikal. In Stat. constr. wird er zu e ver- 
kürzt; im Stat. pron. tritt für l in der geschlossenen 
Silbe ein A ein (§ 42). Der Stat. constr. ist gewöhn- 
Uch einsilbig (§ 40). 

Das Qualitativ zeigte den dreiradikaUgen Stamm. 
Seine VokaUsation ist die der regelmäßigen Dreiradi- 
kaUgen (§ 212), also mit nach dem 1. Konsonanten. 
Der dritte in der Nebensilbe stehende Radikal j ist in 
Alef übergegangen (nach §25. Anm. 1) ; das davorstehende 
Hülfs-^ erscheint als E: 2C0CH (aus Hos^j^Hös^^ ent- 
standen, wie gOBC gebildet.) 



^ 



Verba tertiae infirmae. 226—228. c 109 



^/Jvl-O ' "^ 





plKH „neigen" pEKT- pAKT^, Qual.pOKH(äg. rfcj); 

a)lKe „graben" a)EKT-a)AKT= — 

glTS „reiben" gST- gÄT^ — 

mCE „kochen" — HACT-, Qual.n0CH(äg. jpsj); 

OY^ICE „sägen" — oyACTs — (äg.us;); 

glCE „quälen" — gACT-, Qual. gOCP (äg. Ai;); 

MlCe „gebären" MPC- HACT? — (äg.msj). 

Vor H , N , B und q wird das A des Stat. pronom. 
zu e] außerdem ist bei diesen Verben das t des Stat. 
constr. stets verloren: 

eiNE „bringen" FT- nT= — (äg. inj)', 

6iU£ „finden" (Tn- (5nT= — (äg. gmjy^ 

AlBF „toll machen" — A~BT:=, Qual. AoBH; 
Niqe „blasen" — NFqT:= — (äg. nfj)', 

cyiNe „fragen" a)N- — — (äg. hij), h^' 

Ist der zweite RaÄkal ein g oder ein aus altem h 227. 
entstandenes O), so wird das des Qualitativs (nach § 63) 
zu A: 

ElCöH „aufhängen" ScyT- ACyT^:, Qual. Aa)E (äg. %) ; 
ClcyE „bitter werden" — — QuaLcAüJU (äg. %); 
i"SP „sich betrinken" — — Qual.TAgF (äg. %). 

Durch Wegfall des zweiten Radikals und der Feminin- 228.* 
endung sind folgende Verben in mehreren Formen stark 
verstümmelt worden: Hipp „machen" p- AÄ= (AAq für 
Iraff § 45. 71), Qual, o (für *ior% Stamm hf, 



110 Verba tertiae infirmae. 229 — 231. 



+ „geben" (für *cZi/f) f - (für *ö[ej) TAA^^ (TÄAq für 

^^dajff), Qual. tO (für *dofj), Stamm djj; 

gioyt „werfen" gl- (für *hej) giT:^ (für *hejff), Stamm, 

ClNH „vorübergehen" cn- CAAT= (für *saiiU, *sa^f)j 
Stamm äg. snj. 

229. Abweichende Qualitative auf T (§ 197) bilden die 
beiden Verben : 

OJITTF „sich schämen", Qual. Faj. a)TTlT (für *^pejfj), 
Stamm Spj-^ 

'^Htve „sich leeren", Qual. (yoyFlT „leer, eitel sein" 
(für *M'ejfj), Stamm ^wj. 

2. Gruppe: pAüJE „sich freuen." 

230. Die hierhergehörigen Verba sind Intransitiva. Ihr 
Infinitiv war ursprüngUch dreiradikalig, hat die weibliche 
Endung F und den Bildungsvokal A nach dem ersten 
Radikal ; der dritte schwache Konsonant ist im Kopt. 
ausgefallen: pA(J)F aus ägypt. *ra^wH entstanden. 

Der QuaUtativ lautet von cyACjF „schwellen" (Stamm 

¥j) ' söAqicDOY; ^gl. § 231. 

Verstümmelt ist a)A „aufgehen, erscheinen" aus äg. 

3. Gruppe : TippF „erglänzen". 
23t. Diese Gruppe ist der vorigen nahe verwandt und 
hat wohl nur in Folge der eigentümlichen Beschaffen- 
heit des zweiten Radikals eine besondere Vokalisation. 



1 

I 



Verba tertiae infirmae. 232 — 234. 111 

Der weibliche Infinitiv war ursprünglich dreiradikalig; 
doch ist das schwache^' (bez. w) überall verlorengegangen. 
Als Bildungsvokal erscheint e nach dem ersten Radikal, 
das (nach § 46) eine Verdoppelung des folgenden B, N, 
p veranlasst hat: TtppF (aus '^'perft entstanden.) 

Im Quahtativ erscheint der dritte Radikal als l, dem 
noch eine Endung (OOy folgt: npiCDOy. 

Hierher gehören: KNNH „fett werden" (äg. knj)^ 
gppF „zufrieden werden" (äg. hrj), (TbBF „schwach 
werden" (äg. ghj) gBBF „niedrig werden" (äg. hbj), alle 
im Sah. ohne Quahtativ. 

An Stelle der Verdoppelung des zweiten Radikals 232. 
(§231) ist bisweilen, nach Wegfall des drittenKonsonanten, 
die Verdoppelung des Bildungsvokals getreten; z. B. 
CFFTTF „übrig bleiben" (aus "^sepft entstanden) ; HFFy^ 
„denken" ; NFFBF „schwimmen" (äg. nbj). 

Sehr verstümmelt ist das transitive MF „lieben", (aus 233. 
*merft = "^mejft entstanden); St. constr. MFpF- für 
^^merfit), St. pronom. MFpiT- für "^m^rjit^f). 

Dieser Gruppe gehört wohl auch XlOyF „stehlen" 
an, das /aus einem äg. HeBwHy "^tejwH zusammenge- 
zogen ist. 

4. Gruppe: (1)1 „messen". 

Die Verba dieser Gruppe sind, ebenso wie die der 234. 
folgenden, sehr verstümmelt. Es sind meist Transitive, 
deren zweiter Radikal ein in j übergegsiügenes S und 



112 Verba tertiae infirmae. 235. 

deren dritter ein j ist. Der nach Art der 1. Gruppe 
(§ 225) gebildete absolute Infinitiv ist so verschliffen, daß 
er nur den ersten Radikal und ein nachfolgendes i als 
Bildungsvokal zeigt. Der Stat. constr. lautet wie die 
absolute Foim, also 0)1-. Vor den Objektsuffixen hat 
sich das T der Femininendung erhalten: a)lTs. 

Das Qualitativ zeigt den ersten und den letzten 
Radikal, der als w erscheint; die Vokalisation ist die 
der zweiradikaUgen, also (öHy. 
/Xl „nehmen" Xl-XlT-yQuaLÄHY» Stamm IBj-, 

{ Cl (CHI) „satt werden" — Qual. Cfiy, Stamm si;; 

V^qi (qPl) „tragen" qi- qiT=, QuaL qwY» Stamm ßj. 

Anm. Der absolute Infinitiv ist aus äg. *hiSH (wie XICS 
§ 225) = ^hij^t entstanden. Der Stat. constr. ist aus *he^ «= *hej 
(vgl. MFC") zusammeugezogen. Der Stat. pron, lautete wohl *Äci*<*/ 
=*^i^y (vgl. § 226) und ist dann (nach §66) zu ^yfl\ kontrahirt. 

5. Gruppe: gS „faUen." 
235, Die intransitiven Verben secundae i, tertiae infirmae 
werden nach Art der dritten Gruppe (§ 231) mit e voka- 
lisiert und schließen sich im übrigen den Bildungen der 
vierten Gruppe (§ 234) an: 

gF „fallen", Qual. gHy, Stamm h^j^ h^w] 
oyH „sich entfernen", Qual, oyn y» Stamm w^j, wBw. 
Anm. Der Infinitiv ist ausaltem *he^j% *hejj% *h^'H (Bildung 
wie nppF) verkürzt; das Qual. gHy zeigt den dritten Badikal tv 
(§ 234). 



Vier- und fünf radikalige Verben. 236. 237. 113 



V. Vier- und fünfradikalige Verben. 

Die vier- und fünflautigen Verbalstämme sind 236. 
größtenteils reduplicierte zwei- und dreilautige Stämme; 
und zwar wird ein zweilautiger Stamm so redupliciert, 
daß man beide Radikale wiederholt (üjopcyp), ein drei- 
lautiger so, daß nur die beiden letzten Radikale wieder- 
holt werden (Tpoajpty). 

Von ursprünglich vierradikaligen Stämmen sind im 
Kopt. erhalten: oyoCTN „erweitern" (äg. wstn) und 
gOYpcoa):= „berauben" (äg. hwr^). 

1. Gruppe: a)Op(yp „zerstören", a)TOpTp „beunruhigen". 

Dieser Gruppe gehört die Mehrzahl der vier- und fünf- 237* 
lautigen Verben, meistens Transitiva, an. Derinfinitiv 
ist zweisilbig und endungslos. Der Bildungsvokal steht 
in der ersten Silbe und zwar bei den vierradikaligen zwi- 
schen dem ersten und zweiten, bei den fünf radikaUgen zwi- 
schen dem zweiten und dritten Radikal. Im Stat. constr. 
wird der Bildungsvokal zu e verkürzt: (ypcm)-, (yTOTÖ-. 

Nach Anknüpfung der Objektssuffixe wird die In- 
finitivform dreisilbig; deshalb tritt der Bildungsvokal 
(nach § 75) in die vorletzte Silbe und wird, da diese 
offen ist, zu (i) gedehnt: (ypo)^?^ "i'^^ zerstören", 
(jjfpTCOpq „ihn beunruhigen". 

Das Qualitativ ist gewöhnhch endungslos; sel- 
tener kommt, meist neben der endungslosen Form, die 

stein dorff, Kopt. Gramm.* 8 



114 Vier- und fänfradikalige Verben. 238—240. 

Endung T (§ 197) vor. Der Vokal des endungslosen 
Qualitativs ist O) in der letzten Silbe : (ypc^cOD, {öTpTCUp. 
Das auf T auslautende Qualitativ hat als Bildungsvokal 

O in der vorletzten (geöffneten) Silbe: (ÖpjöOpT. 

Anm. Das endungslose Qualitativ war ursprünglich dreisilbig: 
*h^rhör^to ; hieraus erklärt sich der lange Vokal in jetzt geschlosseuer 
Silbe: 0pi^ü>p. DieFormCypOJOpT geht auf ein ursprüngUches 
*h^rhort^j zurück. 

238. Hierher gehören u. a.: 

coAcA „trösten" cAcA- cAcoöA^, Qual. cAccdA; 

(Tocöffo) „begießen" 6iQ6(Q- 6(^^(^10-1 Q^^^^ß^iö^^^iS'^ 
TONTN „gleichen" TNTN- TNTCON', Qual. TNTCUN 

und TNTOirr ; 
oyoCTN „erweitern" — — Qual. oy^CTODN ; 

CKOpÜp „wälzen" CKpKp-CKpKODpo Qual. CKpKCOp ; 
gBOpBp „hinwerfen" gBpBp-eßpBCOp^, Qual. gBpBCDp, 
und BpBOpr (für gBpBOpT), äg. hhi'hr, 

239. Vor einem 3 geht das des Infinitivs (nach § 63) 
in Ä über: TAgTg „verwirren" (äg. fljth) für *TOgTg. 

Im Stat. pronom. und im QuaUtativ tritt nach M und 
N an Stelle des O) ein oy (§ ^7) : MKHOYK- „betrachten" 
von MOKMK; NFÖNOY^- „verspotten" von NOffNFff'. 

240. Einige Verben, die von Stämmen tertiae i und C oder 
ultimae infirmae abgeleitet sind, zeigen auffallende Ver- 
stümmelungen; z. B. gAoiAF „schwimmen", aus Vilojl^j 
entstanden; gOYpCDCDs:, goypoö^ „berauben "aus %hvröCc 
entstanden (§ 236); HOEIN „sich bewegen" und TOHIT 



Vier- und fünfradikalige Verben. 241. 242. 115 

,,klageii", aus "^nojrfj und Hojfj entstanden, haben auch 
den auslautenden Hülfsvokal der letzten Silbe verloren; 

AooAf „bestreichen, überziehen" {HoH^^)^ St. constr. 
A aAe- {neH^^), Stat. pron. AäAcd^^ {HHö ^::), Qual. A aAcd ; 

*XOOXH „hart werden" {"^do^d^^), Qual. XA^CO); 

gAooAp „empfangen, schwanger werden" (*hloH^^); 

CTa)T„zitterh"(äg.5cij?6ii),für*5C?oi6i^i,*5ciö c?(mit spur- 
losem Wegfall der beiden i und Verlust des Hülfsvokals). 

Hierher gehört auch 6AA6H „dumm werden" (*&^&'^), 
Qual. BABOT (^¥^loH, wie (ypcöOpT gebildet). 

2. Gruppe: tAtA „tröpfeln«, gßpBp „hinfaUen". 

Die dieser Gruppe angehörigen Yerba sind Intran- 241. 
sitiva. Der Infinitiv ist endungslos und hat ^ als Bildungs- 
vokal in der ersten Silbe. QuaUtativasind nicht zu belegen. 

Hierher gehören z. B. gMgM „brüllen"; gpgp 
„schnarchen" ; SnßH „singen" ; ffETTff^TT „eilen" ; KpMpH 
„murren"; Boh. CKFOKFO „sich wälzen" (aber transitiv 
Sa. CKOpKp „wälzen"). 

Merke ferner: BHEBF „hervorsprudeln", das aus 
*he^l/^ entstanden (§ 69) ist, sowie BoyBOY „glänzen" 
und (yoyjüOy „sich rühmen", die aus *beivViv und 
*hivä^w kontrahiert sind. 

3. Gruppe: COOyN „wissen." 
Diese scheinbar dreilautigen Verba sind dreiradi- 242. 
kaUge Stämme, deren zweiter Radikal verdoppelt ist, 

8* 



116 Vier- und fünfradikalige Verben. 243. 

und entsprechen demnach den hebräischen Pielformen. 
Der verdoppelte zweite Radikal, der aber nur einmal 
geschrieben wird (§ 48), ist endweder w oder j. 

Der männUche Infinitiv hat in der absoluten Form 
ein nach dem ersten Radikal: COOyN für *sowiv^n. 
Im Stat. const. und Stat. pronom. tritt der Bildungs- 
vokal (^bez. CD) vor den letzten Radikal: COYn-, COycON-. 

Das endungslose Quahtativ hat, wie bei den zwei- 
radikaUgen Verben (§ 202), ein h vor dem letzten Radikal: 
COyHN (aus ^s^wwe'nfw entstanden). 

Hierher gehören ferner: ^TOOyT „versammeln" 

ToysT- Toya)T=, Qual. ToyHT (äg. twt)', pooyo) 

„sorgen"; gOOyo) „schmähen"; pOFlC „wachen", (äg. 
rß) mit einem zweilautigen Qual. DHC 
243. Dieselbe Bildung hegt auch bei einigen scheinbar 
zweiradikaligen Verben vor, die den Verlust des dritten 
schwachen Konsonanten erlitten haben: TOOy „kaufen'^ 
aus Howw^^ entstanden; (Tooy „beengen" (äg. ^iw); 
XOOy „schicken" (sekundär aus dem Causativum XO 
„senden" §258 entstanden). 

Ihr Stat. constr. und Stat. pronom., sowie ihr Quah- 
tativ ist gebildet, als ob es zweiradikahge Verba ultimae 
Oy {w) wären; also: 
TOOy „kaufen" TSy-; 
(Tooy „beengen", Qual. ÖHy; 



Yerba tertiae gem. 245. Yerba. quartae inf, 246. 247. 117 

xooy „schicken" XEY" ^cooy- (mitSuff.S.PLxOOYCOy, 
§ 196). 
I Auch (yooy^ „trocken werden, verdorren" ist eine 244. 
Bildung dieser Gruppe und aus ursprünglichem Howw^j 
entstanden. Das dazu gehörige Quahtativ ist nach Art 
der gewöhnlichen Vierradikaligen (§ 237) gebildet; 
(goyööOY (für H^wwöfw, ^^wwöw^w). 

VI. Yerba tertiae geminatae. 
Diese im Koptischen fast ausgestorbenen Verben, 245. 
deren dritter und vierter Radikal gleich sind, haben die 
VokaUsation der Vierradikahgen (§ 237): 

COBTF „bereiten" CBTF- CBTCDT::, Qual. CBTCDT 

(Stamm spdd); 
*sowlH „einwickeln", Qual. coyAcoA. 

YII. Yerba quartae infirmae. 
1. Gruppe: MOCTF „hassen". 

Auch diese Gruppe vierradikaUger Verben mit 246. 
schwachem letzten Radikal schließt sich der VokaUsation 
der starken Vierradikahgen an: HOCTF„hassen"(*mo^6Z^j) 
MFCTF- (*mesd^j) HFCTCD^: (^m^sdöff)- 

Zahlreicher sind die Stämme, die neben dem schwa- 247. 
chen vierten noch einen schwachen zweiten Radikal haben 
und deshalb größere Verstümmelungen erhtten haben. 

Hierher gehören: 

ffOFlÄF „fremd sein, als fremd aufnehmen" (*ffojl%v), 



118 Yerba quartae infirmae. 248. Erweiterte Stämme. 249. 

^aAe- CgeiVw), (TäAco^s (*fllöw^), Qual. ÖaAcdOY 

TOlAe „sich erheben"; 

MOONF „weiden, landen" (*moln^j), HAH^'(*rneln^j)y 
MANOY- (*mVnö»; 

MATH „sich ziemen" (*moCfw)j Qual. MATCDOy 
(*m^Ctöiv) ; 

Ao „aufhören" (*rowFj). 

2. Gruppe: (öM(j)H „dienen". 

248. Die hierher gehörigen Yerba haben im Infinitiv die 
weibhche Endung e und als Bildungvokal ein e nach dem 
ersten Radikal. ImStat. constr. wird der Bildungsvokal zu 
e verkürtz. Eine Stat. pron.-Form kommt im Sa. nicht vor. 

Das Qualitativ hat meist die Endung T und als 
Bildungsvokal nach dem zweiten Radikal. 

(yMa)H „dienen" (9Ha)P- (Stamm smsj § 54); 

NFgCP „erwachen" (Stamm nhsj) ; 

NEgne „klagen"; 

CpqH „müssig sein", Qual. cpoqT (Stamm srf, *srfj)y 

*2MCH„sitzen"(Boh. gEMCl), Qual. gMOOC, das wohl 
auf ein *hmosw^j zurückgeht (Stamm hmsw) ; vgl. § 200. 

Ein A im Stat. absol. hat: NAgTH „glauben", 
Qual. HgOT (für *N20TT, aus '*'^nhotfj, *^nhott ent- 
standen). 

Anhang. Erweiterung des Verbalstammes. 

249. Eine Anzahl dreikonsonantiger Verben, deren dritter 



i 



Kausativstämme. 250. 119 



Eadikal verschliflFen worden ist, ist im Kopt., besonders 
im Boh., durch Anfügung eines g ^^ieder zu regelmäßigen 
dreilautigen Verben umgebildet worden; neben den 
Formen mit 3 finden sich meist noch die älteren ver- 
schliffenen Formen; z. B. S. TTCOCDNE „umwenden'' 
(St. pnC), B. <|)a)Ng; S. (TcDCoAe (B. xcoA) „umhüllen", 
B. xa)Ag; S. (yooyn „trocken werden'* (St. ^wj, §244) 
und 0)0)82 (f^^' *0)ü)OYg) u. a. m. 

2. Die Kausativstämme. 

Das Koptische besitzt zwei Arten von Kausativ- 250* 
stammen: 

Die erste wird mit dem Präfix c gebildet; diese 
Form ist die ältere, aber im Kopt. nur noch in wenigen 
Beispielen erhalten. Vgl. A§175. 

Die zweite Ai-t der Causativa wird mit dem Präfix 
T gebildet. Dieses T ist der letzte Rest des Verbum *]" 
„geben, veranlassen" (äg. dj-t), dem der Verbalstamm 
in dem Modus der Abhängigkeit, dem Subjunktiv, folgte ; 
s. A§ 197. Das kopt. Causativum TCIO „sättigen" ist 
aus T „veranlassen" und ciO „daß satt wird" zusammen- 
gesetzt; TClF-TTpcOMH bedeutet „veranlassen (T), daß 
der Mann satt wird (ciH-TTpcOHE)"; TClOq „veranlassen 
(T), daß er satt wird (ClOq)". TTpCDMF und n sind 
also ursprüngUch Subjekt des abhängigen Satzes. Erst 
als das Vei-ständnis dieser Fonn verloren war, hat man 



120 Causativa mit dem Präfix C. 251. 252. 



im Kopt. nach Analogie der anderen Verba die Sub- 
jekte , npcuHF bez. q , als Objekte aufgefaßt und dem- 
nach Formen wie TClP-TTpCDMP oder TClOq als Infinitive 
mit folgendem nominalen oder pronominalen Objekt („den 
Mann bezw. ihn sättigen") behandelt. Secundär ist von 
diesen Kausativen auch ein absoluter Infinitiv auf o und 
ein Qualitativ mit der Endung ny (B. HOyT) gebildet 
worden. 

I. Causativa mit dem Präfix €• 
1. Ableitungen zweikonsonantiger Stämme, 

251. Die Causativa der 2rad. bilden weibliche Infinitive 
(vgl. A§ 288). Die Vokahsation ist dieselbe, die sich 
auch bei den Verben quartae infirmae findet (§ 248), 
also mit A oder u nach dem ersten Konsonanten (c). Das 
QuaUtativ hat die Endung HY(T), B. HOyT. 

Bildungen mit A sind: CÄgNe „versehen" (äg. 
*ia/iw%Caus. von ga)M„befehlen"),Qual.B.ce2NH0YT; 
CÄTBF „wiederkäuen" (äg. sdb) ; o) ÄXF|„reden" (B. CÄXl, 
äg. sdd, *sadd% Caus. von XO) „sagen" § 54). 

Bildungen mit F: B. CEMNl „aufstellen" (äg. smn, 
*senin% Caus. von MOyN „bleiben"), Stpron. CFMNHT^ 
(*semneff), Qual. CEHNHOyT; CBBF „beschneiden" (B. 
CFBl, äg. sCh), CBBF- CBBHT:=, Qual. CBBHyT; CMMF 
„vor Gericht auftreten, anzeigen" (B. CFMl, äg. smj, 
*se7nj% Caus. der Präposition mi „wie"). 

252. Eine andere Bildung hegt vor in dem S. Causa- 



Causativa mit dem Präfix C 253. 121 



tivum CMINH „feststellen" äg. s-mn-t (ħ 175) (B. CHMNl 
§ 251, Gaus, von MGyN „bleiben"), CHN- CNlNTs (für 
*CMÄNT== § 226). Das Qual, hat die Endung T : CMONT. 

2. Ableitungen dreikonsonantiger Stämme, 

Die Causativa der 3 rad. bilden den Inf. und das 253. 
Qualitativ nach Art der ersten Gruppe der vierlautigen 
Stämme (§ 237) : COOyTN „aufrichten" (Gaus, von wdn 
= dwn, TCDOYN „aufstehen"), COyTN- COYTCDN-, Qual. 
COYTCÜN. 

Die folgenden Verba zeigen einige Unregelmäßig- 
keiten : 

CAAN]^ „ernähren" (Gaus, von Cnh, (ONg „leben") 
steht für *5oC??77 == *saC- nVi = *saa-n'h (§ 63. 69), 
Stat. pron. CÄNOya)' für s^Cmih^ (§57); Qual. CANACgT 
(Bildung wie (ypa)OpT) für *s^CnoJjH (§ 63) ; 

C AgO Y»verfluchen"(vom Stamme hivr) steht für *5oi^- 
tv^r (§ 44. 65. 63) , Cgoy])- Cgoycop-, Qual. CgOyOpT; 

COOgH „wegstellen, (Jemanden) tadeln" (Gaus, von 
<^h^, ODgF„sichstellen")für*50^/i^^, wobei das vor^nichtin 
Ä übergegangen ist ; q AgCDüü-für *5^^7iö^y(vgl. CöpcyCüp-); 

Qual. c6üÄ,QT „ruhig sein", steht für *s^^ro/i^ = 
"^s'graht (§63); 

üjoys- a)Oya)- „entleeren",Gaus.von^i(gf „leer wer- 
den" ; äg. *sohv^j, *sehv^j' (zu a)oyH zusammengezogen), 



122 T-Causativa zweiradikaliger Stämme. 254. 255. 

a)02CNF „(um Eat) fragen, bitten" XNE- XNOY==> für 

äg. *sotn^j, *setn^j- (§ 54), *s^tnöff* 

II. Causativa mit anlautendem T und der Endung 0» 
1. Bildungen zweiradikaliger Stämme. 
•254. Der dem T folgende Subjunktiv hatte die Gestalt 
^mn^f (A§ 190). Er wurde zweisilbig gesprochen; der 
Ton liegt auf der zweiten Silbe, die aus dem zweiten 
Radikal und dem Bildungsvokal o besteht; die erste 
Silbe setzt sich aus dem ersten Radikal und einem davor 
gesprochenen Murmelvokal zusammen; so lautet z. B. 
von MOyS „brennen" der Subjunktiv HgO (d. i. ^mho)^ 
das Causativ also T>lgO. 

Ist der erste Radikal ein i oder C^ so geht der 
Murmelvokal in A über (§ 38,2) ; z. B. lautet von ife „zu 
Grunde gehen" der Subjunktiv *'*ifco (für *^ifco), das- 
Causativ also TÄKO „zu Grunde richten". 
255. Hierher gehören: 

THgO „anzünden" TMgF- TMgO::, Qual. TMgHYr 
von MOyg „brennen" ; 

THMO „nähren" TMMF- TMMO-, Qual. TMHHY; 
von oyODH „essen" , für *c?Vmo mit Assimilation des 
w an das folgende m; 

TCTü „zurückweisen, verwerfen" TCTF- TCTO-r 
Qual. TCTH Y ; daneben auch mit Abfall des T : CTO, 
CTF- cro-, Qual. CTHY- 



T-Causativa zweiradikaliger Stämme. 256 — 258. 123 



TÄKO „ZU Grunde richten" TÄKF- TÄKO-, Qual. 
TAKHy; von ifc „zu Grunde gehen". 

In gleicher Weise werden die Causativa einiger noch 256. 
im Altäg. dreiradikaliger Stämme gebildet, die durch 
Verlust eines Radikals im Kopt. zweirad. geworden 
sind. 

TOygO „hinzufügen" TOYgH- TOYßO', Qual. TOy-- 
gHy; von wih, oycog, Subj '^^wJio; 

TBBO „reinigen" TBBF- TBBO-, Qual. TBBH y ; von 
u'Cb, oyon, Subj. *^wbOj *^bbo mit Assimilation; 

TÄMO „benachrichtigen" TÄHF- TÄMO?; von äg. 
Cmi, Cm, FIHF ;; wissen", Subj. ^'^Cmo, 

TCO „tränken" TCF- TCOs:, Qual. TCHy ; Gaus, von 
sur, swj, CO) „trinken" (§ 208). 

Bei einigen dieser verstümmelten Verben tritt statt 257. 
das Vorschlags-^ ein A ein: 

B. TÄKTO „umgeben" TAKTF- TÄKTO', Qual. 
TÄKTHOyT; Gaus, von KCOTF „wenden" (§ 209); 

TÄA(ro „heilen" TaACf-TäA^O^; Gaus, von *Aa)(rF, 
B. Acoxi „genesen" ; 

TÄNCyo „vervielfältigen" TÄNaje-TANajO^s; sekun- 
där gebildetes Gaus, von MAcyF- „ist viel" (§ 268). 

Häufig fehlt der vorgeschlagene Murmelvokal, und es 25S» 
hat sich dann das anlautende T mit dem folgenden g zu 
8 (§ 5), mit dem folgenden o) zu 2C (§ 23 Anm.) 
verbunden : 



124 T-Causativa zweiradikaliger Stämme. 259. 

QUO „geleiten"; von TTODg „gelangen", für *T2TT0, 
das wiederum durch Metathesis aus *TTTgO ent- 
standen ist; 

ONO „nahebringen" GNO- (neben TgNOs); von gCDN 
„sich nähern" ; 

eAo „wegfliegen lassen" eAo^; von ga)A „fliegen"; 

ÄTO „niederlegen" 2CTF- XTO-, Qual. XTHy; für 
*Ta)TO (B. a)TO). 

XO „aussenden" XF-; Caus. von cyE ^m „gehen", 
für *(Z-^Mo. 

Bisweilen ist das anlautende T vor K abgefallen: 
KTO „umkehren" RTF- KTO:=, Qual. KTHy; für 
*fkTO (B. TÄKTO), Caus. von KCJDTF „wenden". 

2. Bildungen dreiradikaliger Stämme. 
259. Der dem T folgende Subjunktiv dreiradikaliger 
Stämme hat die Grundform s^dm^f (A§ 190) ; er endet 
gleichfalls auf o ; zwischen den ersten und zweiten Radi- 
kal tritt ein Hülfs-^; darnach lautet von söd^iu der Subj. 
*s^dmo. Merke die Causativa: 

TCBKO „vermindern" TCBKF-; von CBOK „gering 
werden" ; 

TCNKO „säugen"; von CCONK „saugen"; 

epajo „beschweren ^S für *T2p(yo; von QüO(Q 
„schwer werden" ; 



T-Causativa dreiradikaliger Stämme. 260. 261. 125 

OMKO „quälen" 0MKF-, für *T2MK0 ; von FlKÄg 

^Schmerz empfinden" , dessen Subjunktiv durch Meta- 
thesis zu *2MK0 geworden ist; 

OMCO „setzen", von *2MCF, B. gFMCl „sitzen" (ur- 
sprünglichlVaeinf. § 248) ; Qual, unregelmäßig 0MCOFIT ; 

TOYXO „bewahren" TOY^^- TOY^O*, Qual. TOY" 
XHY; von wdB OY^Äl, Subj. "^w^dSo-, 

xno „erzeugen" XTIF- XTFO^; für "^dJfpro, *ds^po, 
*Ta)TTO, Caus. von hpr, (ycDFIF „werden"; 

Ist der erste Eadikal ein C, so geht das Hülfs-^ 260. 
(nach § 60) in A über: 

TÄNgO „beleben" TÄNgO; von Cnh, (üNg „leben", 
Subj. *c^nho für *^^n/?o; 

TApKO „beschwören" TApKS- TApKO==; von Crfc, 
COpK „schwören"; 

TAgO „aufstellen" TAgF- TAgO^, Qual. TAgHY; 
von ChC^ (oge „sich stellen". 

TAOJO „vermehren" TAa)e-TA(öO==; von^^i, Aa)Äl, 
Subj. *C«5io § 254; 

TAXpO „befestigen" TAXpF- TAXpO==, Qual. TAX- 
pWY? ^^^ CDpx „fest, zuverlässig sein." 

3. Bildungen von Stämmen secundae geminatae. 
Der Subj. dieser Stämme scheint wie bei den 3rad. 261. 
gebildet zu sein; der 2. und 3. Rad. sind zusammen- 
gefallen, also von gHOH „warm werden" *gHO; das 



126 T-Causativa yod Stämmen tertiae infirmae. 262. 263. 

Causativ lautet demnach TgMO oder (mit Wegfall des 
Hülfsvokals) OMO „erwärmen". 

4. Bildungen von Stämmen tertiae infirmae, 

262. Der Subj. wird meist regelmäßig wie bei den drei- 
radikaligen Verben gebildet; z. B. von HICF „gebären" 
"^m^^jo. Hierher gehören: 

HÜCIO „entbinden" (B. 0MFCIO) für *TMEC10; 
von MICF „gebären"; 

xniO „beschimpfen" XÜIF- 2CniO= für *T(J)TT10 (§ 23 
Anm.) von siy^ a^lTTF „sich schämen" ; 

B. TO^OyiO „trocknen" ; von hvj^ ^wwj (§ 253) 
(yooyp „trocken werden" ; 

GBBIO „erniedrigen" OßBlE- OBBIO^ für ^TgEBlO, 
von glBF oder gBBF „niedrig werden". 

Sehr verstümmelt ist TpO „tun lassen" TpF-, vom 
Stamme Irj, FipE „tun". 

263. Stark verkürzt ist auch der Subjunktiv der Verba 
secundaeitertiae infirmae (§234.235); z.B. heißt 
von gF „fallen" (Stamm h^j) der Subj. *210 (aus "^h^BjOy 
"^h^jjo^ "^hjo entstanden). 

Die Causativa dieser Stämme lauten: 

TglO „fallen lassen" TglF- (0ie-), Qual. OIHY» von 

gF „fallen"; 

TOy^lO „entfernen, entwöhnen" TOyeiO^:, von w^j, 

oy^ „sich entfernen" ; 



T-Causativa von Adjektiven. 264. Neubildungen. 265. 127 



TClO„sättigen"TClF-TClO=,vonsi;,Cl „sattwerden"; 

TÄFIO „ehren, preisen" TAEIF- TÄF10:=, Qual. TÄ- 
FIHY» ^^^ ^^J »?groß werden"; TÄPIO steht für*(ZC^i;c= 
*dfi^^jo -= dCajjo, 

5. Bildungen von Adjektiven der Form KÄMF (§ 120). 

Sie sind jungen Ursprungs und beruhen auf Ana- 264. 
logie nach den andern Causativen. Merke: 

TCÄBO „lehren" TCÄBF- TCABO=, Qual. TCABHy; 
von CÄBE „klug"; auch mit Abfall des T: CABO; 

TffAio (T(rÄFlO) „für häßlich halten, verdammen" 
TffAlF- rSAio-, Qual. T^ÄIHY; von (Taif „häßlich"; 
auch mit Abfall des t: ffAEiO ; 

TCANO „schmücken" TCANP- TCANO^, Qual. 
TCANHy; abgeleitet von einem *CANe, das vielleicht ein 
mit C gebildetes Causativum des Stammes Cn „schön" ist; 

THAeiO „rechtfertigen" TMAEIE- TMAFIO-, Qual. 
TMAElHy; vielleicht von einem verlornen Adjektiv 
*MÄFIE „wahr" (äg. m^C), 

6, Neubildungen. 

Nach Art der auf o auslautenden Causativa sind von 265. 
einigen verstümmelten Verben, deren Stat.constr.auf F aus- 
geht, neue Formen (Infinitiv und Quahtativ) gebildet 
worden: 

AaAo „bestreichen", Qual. B. AaAhOYT, neben 
AooAf (§240); 

*Sa\o, B. XaAo „anvertrauen", Qual. ^aAhY? ^Ta- 



128 Griechische Verba. 266. 



AmYT» (TäAodoY, B. XäAhOYT, neben ffOElAt (IVa,o 
inf. § 247) „fremd sein"; 

XMO „fragen", neben (^O^MF „sich beraten" (§253) ; 

CÄgO „entfernen", Qual. CAgHY^ neben COOgF 
(§253); 

(yOYO „entleeren", neben *sohv^j, (X^oy^- (§ 253). 

Anhang. Griechische Yerba. 
*266. Die griechischen Verba werden im Sa^idischen 
in einer besonderen, dem Imperativ Aktivi gleichlautenden 
Form gebraucht ; z.B.KpiNE xpivsiv; TTICTFY^ TCiOTeosiv; 
gFTÄ^F eictCe tv; hAänä TcXaväv; gOMoAoPBi 6|xoXo7eiv; 
eniGYHl e7ri9ü(xeiv; hETänOI jxeTavoetv ; MACTiroy 
jxaaTiYOüv. 

Die Verba auf [xi werden als Verba contractabehandelt: 
CYNgiCTA Oüviaidvai; TFÄpAÄlÄOY 7capa8i86vai. 

Dieselbe Form wird auch für den griech. Inf. Medii 
gebraucht: AlceaNF aiaöctvsaOai; ArcDNlTF dycovi- ] 
Cea&ai; hAäNA TiXaväa&at; eniKAAei eirixaXeioOai; 
ÄlTl aiTSiaöai; mee TcsiftsaOai. 

Daneben finden sich unregelmäßige Formen, wie 
ApNA dpv£io&ai; nipA neben HEIpA^F ireipdCeiv; 
ApXFl dpxeoöai; Xpo) XP^o^ai. 

Anm. Die griechischen Infinitive des Sa. sind den spätgriechi- ' 
sehen gleichlautend, die im Activ das auslautende v, im Medium 
die Endung abai abgeworfen haben. 



Alte Flexion. 267—269. 129 

3. Die Konjugation. 
1. Alte Flexion. 

Von der ägypt. Flexionsform, in der das Subjekt 267. 
entweder als Nomen oder als pronominales Suffix dem 
Verbalstamme angefügt wird (vgl. A§ 184. 185), haben 
sich im Kopt. nur geringe Reste erhalten. Sie liegt vor 
in dem Ausdruck TTFXF- mit nominalem Subjekt „sprach" ; 
Z.B.JTEXF- OygAAo „es sprach ein Greis". Das prono- 
minale Subjekt wird durch die Personalsuffixe des § 83 
ausgedrückt, die an die Form TTEXÄ- angehängt werden^j \ 
z. B. TTFXAq „er sprach; nPXAY »»sie sprachen"; ttf4 
XHTN „ihr spracht" (§ 85). Vgl. auch MücyAK § 399. | 

Anm. TTEXACl ist auf ein &g. p^-ddf, *P'^ddaf „dsis was er 
sprach" (ist folgendes) zurückzuführen. 

Ein anderer Eest einer ägypt. Konjugationsform 268. 
liegt vielleicht vor in den Verbalformen: NFCF- „istjj 
schön", NüffF- „isthäßUch", NAa)F- „ist viel", NAA- „ist j 
groß", NANOy- „ist gut", denen das nominale Subjekt! 
unmittelbar angefügt wird; z. B. NANOy- riEKDT „der -^ 
Vater ist gut". » 

Vor den Subjektssuffixen lauten diese Formen: 
NECO)-, NFffa)^, NACpO)', MAA-, NANOys^; z.B. NFCODK 
^,du bist schön" ; HFCCOOY 5?sie sind schön" ; NAA(| «er 
ist groß"; NANOyOY «sie sind gut" u. s. w. 

Reste alter Flexionen sind auch oyN- „es ist", MN- 269. 
(RmN-) „es ist nicht" (mit nachfolgendem nominalen 

Steindorff, Kopt. Oramm.' 9 



130 Jüngere Flexion. 270. 



Subjekt oder unpersönlich § 366. 434) ; femer die un- 
persönlichen Verben ^(^F (F(öJj)F) „es geziemt sich" und 
Mcyo^e (HFj4)5i)F) „es geziemt sich nicht". Scheinbar 
gehört hierher FgNÄ- „wollen" ; z. B. FgNAq „er will'' 
(eigentl. F-gNAq äg. iw- hnC-f „es ist bei ihm"). 

Anm. Die erst genannten Yerbalformen sind auf das Hülfs* 
zeitverbum wn „'war'' und eine von den Adjektivstämmen si 
(CAie „schön"), V (<JAFIE „häßlich**}, C^j (O „groß"), Cn 
„schön", C5i „viel" (vgl. AU)At „viel werden" § 221) abgeleitete 
Form zurückzuführen. — Neben MN- existirt auch noch eine 
betonte, unpersönliche Form HMON „es ist nicht". 

2. Jüngere Flexion. 
♦270, Die gewöhnliche koptische Tempusbildung geschieht 
durchZusammensetzung mit deminfinitiv oder Qualitativ. 
Man unterscheidet drei Arten von Tempusbildungen: 

1. ohne Hülfsverbum (uneigentHche Nominalsätze ; 
vgl. ħ 256); 

2. Zusammensetzungen mit Hilfsverben des Seins: 
B- „ist" (äg. liv, ħ 262); 

MF- „war" (äg. W7i, ħ 266). 

Sie gehen auf die schon im Altägyptischen häufigen 
Verbindungen des uneigentlichen Nominalsatzes mit 
den Hilfsverben zurück ; A§ 262. 

3. Zusammensetzungen mit Formen von Ir, Eips 
„machen" und einem von ihm als Objekt abhängigen 
Infinitiv (ħ 254 B) 



Jüngere Flexion. 271 — 273. 131 

pF- „daß tue". 

Anm. ü- „tat" geht auf die Ferfektfonn ädm^fdea Yerbums 
<0 „machen*' zurück, pF- auf den Subjunktiv (ħ 197) desselben 
Verbums. 

Bei den Hilfsverben steht das nominale Subjekt. 27L 
unmittelbar hinter dem Hilfszeitwort ; z. B. a-npa)HE 
„der Mann that". 

Ist das Subjekt ein Pronomen, so wird es durch 
die Personalsuffixe (§83) ausgedrückt; z. B. BK „du bist", 
Ay „sie thaten". 

Das neutrische „es" wird durch das Suffix der 3. Sing. 272. 
masc. oder fem., das unbestimmte „man" durch das Suffix 
der 3. Plur. bezeichnet; z. B. qCHg „es ist geschrieben" ; 
ACa)a>ne „es geschah"; AYCtUTM „man hörte". 

Die Hülfszeitwörter des Seins E- und MF- können 273*; 
sowohl mit dem Infinitiv als auch mit dem QuaUtativ 
verbunden werden. 

Der Infinitiv wird auf drei Arten dem Hülfszeitwort 
angefügt: 

1) unmittelbar : FqCCDTM „er hört" ; 

2) durch Vermittlung des Verbums NA- „kommen" : 
FqNA-C(DTM „er kommt (um zu) hören", d. h. „er wird 
hören" (vgl. aller dire); 

3) mit der Präposition F „zu, um zu": F(|FCCDTM 
„er ist um zu hören", d. h. „er wird hören". 



132 Jüngere Flexion. 274. Praesens L 275. 

Die erste Art drückt das Präsens, die beiden anderen 
das Futurum aus. Die dritte Art kommt nur bei dem 
Hülfszeitwort F- „ist" vor. 

Das Qualitativ steht unmittelbar nach dem Hülfs- 
zeitwort: FqTÄgF „er ist trunken". 

Anm. Die unmittelbare Anknüpfung des Infinitivs an das 
Holfszeitwort geht auf die ältere, durch die Präposition hr „bei, in- 
dem" bewirkte zurück vgl.i§ 256. Für kopt FqgCDTB „ertötet" 
sagt man äg. Iwf-hr-hdb „er ist beim töten". Doch hat man schon 
im Neuäg. vielfach die Präpositionen hr ausgelassen. 

Das Yerbum NA- ist die tonlose Form des Infinitivs NOy 
(äg. fiCj) „kommen" (Qual. NHy). 

♦274. Die Hülfszeitwörter A- „that" und -pe- „daß (er) 
thue" werden nur mit dem Infinitiv (nicht mit dem 
Qualitativ) verbunden, der ihnen als Objekt folgt : AC|- 
C(I)TM „er that hören", d. i. „er hörte". 

I. Bildungen ohne Hilfszeitwort. 

(Uneigentliche Nominalsätze) 

Praesens L 

•275. Das Praesens L ist der nach dem Muster der 
Nominalsätze (§ 414) gebildete „uneigentUche Nominal- 
satz" mit verbalem Prädikat (ħ 256). Das Subjekt 
(ein Nomen oder Pronomen) steht voran , das Verbum 
folgt nach. 

Das Verbum steht im Infinitiv oder im Qualitativ. 
Über die Bedeutung des Infinitivs s. § 188. 189 ; über 
die Bedeutung des Quahtativs § 198. 



Praesens I. 276. 277. 133 

Anm. Der Infinitiv steht an Stelle des Infinitivs mit der 
Präposition hr\ s. §273 Anm. 

Ist das Subjekt ein Personalpronomen , so stehen 276*. 

im Praesens I. folgende Formen des Pronomens : 

Sing. I.Person ^ Plur. 1. TN 

2. m. K 2. TSTN 
f. TE 

3. m. q 3. CF 
f. C 

z. B. 'tccOTM „ich höre" ; qgOTB „er ist getötet". 

A n m» C ist die tonlose Form des älteren Personalpronomens 
3 f. Sing. Sf 4j, CP das alte Personalpronomen ^i; ħ 89. (1 ist nach 
Analogie von C nach dem Vorbild der Personalsuffixe eingesetzt, j , 
K, TF? TN und TETN gehen auf die unerklärbaren neuägypt. 
Formen ttO'j\ tw-k^ tw-t, tw-n und tio-tn zurück ; vgl. ħ 256 B. 

Über den Gebrauch der Pronominalformen des Praesens I. 
im eigentlichen Nominalsatze § 419. Über die Einleitung des Prae- 
sens I. mit OyN und HN s. § 434. 435. 

Das Praesens I. steht, wie der eigenthche Nominal- 277*. 
Satz (§ 414), in Behauptungen : 

nNOYTF COOyN RMOK „Gott kennt dich" ^; 

Tl^N^NOyTE XOOp EgCOB MIM „die Gottesfurcht 
ist stärker als alle Dinge" ^; 

X|HOCTE TTTBq\I/YXH „er haßt seine Seele" ^ 

qXAgNI „er ist beschmutzt" ^ 



iZ 304. 2Sap. 10,12. 3 pg. 10,5. * Act. 10,28. 



134 Futurum I. 278. 279. 



Futurum L 
♦278. Wird der Infinitiv des uneigentlichen NöminaL— 
Satzes durch NA- angeknüpft (§ 273), so entsteht da^ 
Futurum I. 

Die pronominalen Formen lauten mit folgendeit:^ 
MÄ-: Singular Plural 

1. +NA 1. TNMA oder TNÄ (§ 48) 

2. m. KNÄ 2. TFTNNÄ oder TeTNA (§ 48> 
f. TENA,TFpA 

3. m. qNA 3. CFNA 
f. ÜNA 

z. B. ^NACCDTM „ich werde hören" ; CEMAgCOTB „sie 
werden töten". . 

Anm. Über das Futurum I. mit Oy^ und MN s.§434.435. 
♦279. Das Futumm I. drückt vde das Praesens I. eine 
Behauptung aus: 

TANOHIA TAp NA^-nKAg THpC] NXAFIF, AYÖi> 
nwOBF NA(öp(öp-Ne((9pOMOC nH2^Y^^ACTHC „denn 
die Gottlosigkeit wird die ganze Erde wüst machen, 
und die Sünde \^^rd die Throne der Herrscher zer- 
stören" ^ ; 

TNNAplCF HnSNÄAC „\nr werden unsere Zunge 
(Stimme) erheben"^. 



iSap. 5,24. 2Ps. 11,4. 



KoDJanktiv. 280. 281. 135 

Mit den Pronominibus des Praesens I. hängt vielleicht 280*. 
auch das Praefi35/NTF^(neuäg. mtw geschrieben) zu- 
sammen, das zur BiI3ung des Konjunktivsjaaoutzt und 
meist mit dem /laSüitiy (ursprüngl. hr mit Inf. § 273 
Amn.) verbunden wird. Seine Formen lauten : 
Konjunktiv, 
Sg. 1. nTä oder TA PI. 1. HTN 

2. m. NT 

f. nTF 2. HTETN 

3. m. m\ (NFq) 

f. NC (NFC) 3. NCF 

Bei nominalem Subjekt: HTF-^ 

Die Mehrzahl der obigen Formen beruht auf Analogiebildung 
nach den Fronominalpr^fixen des Praesens I., denen man einfach 
ein N vorgesetzt hat. Nur das Präfix der 1. Sg. HTA (oder mit 
Abwerfung des Anlauts TA) hat eine selbstständige Form bewahrt; 
€8 geht auf ein *^mtej\ *^nte^ zurück; § 52. 64. — Im B. sind ältere 
Formen erhalten; Sg. 1. MTA; 2 m. NTFK f. NTF ; 3 m. NTFq 
f. NTFC; PI. 1. MTFN ; 2. MTFTN; 3. NTOy oder NCF. 

Der Konjunktiv hat keine bestimmte temporale 281*. 
Bedeutung. Er wird gebraucht, um einen Satz mit einem 
vorhergehenden zu . Yerknüpfen , gleichviel in welchem 
Tempus jodgr^Hadus dieser steht: 

„(Das Weinen wird abends sein)(NT^-TTTFAHA 
(ÖCDTTF FgTOOyF und das Jubeln morgens sein"^; 

1 Ps. 29, 6. 



136 Konjunktiv. 282. 283. 

„(er sieht den AVolf kommen) (^FyJKÄ-HFCOOY 
NFqncOT und er verläßt die Schafe und flieht"^; 

„(dies alles werde ich dir geben, wenn du nieder- 
fällst) ^^r^bY^jy^" ^IMl^nd mich anbetest" ^ ; 

„(laßt uns essen) Ö^rwfeo) und trinken"^; 

AMOY ip^AY „komm und sieh"*; 

„(er betete daß der Dämon von jenem wiche) N(|- 
BODK FgOYN epoq und in ihn ginge" ^ 

282, Häufig ^eht der Konjunktiv nach den Verben 
des AVollena^ Befehlens^_Lassens u. ähnl.: EYOY^öcy 
(Präs. n, § 285) FC^Fl FgOYN „sie wollen und sie 
kommen herein'^ d.h. „sie wollen daß sie hereinkommen"^; 
KfAfY^ NäTtAJÖÄXF „befiehl mir und ich rede" d. h. 
„daß ich roile"'; „(laß ihn nicht) NqTÄKE-TniCTlC 
und er verilirbt den Glauben^ d. h. „laß ihn nicht den 
Cilauben verderben" ^ — Hier hat sich also aus der 
koordinierenden Bedeutung des Konjunktivs die 
subordinierende entwickelt. 

283. Ferner wird der Konjunktiv iiach den griech. 
Konjunktionen gOXCTE ^.^adnß-, gOTTCDC „damit", 
MMTTCDC und MHITOTF -.damit nicht" gebraucht: gCDCTF 
NqiTa) „so daß er bleibt"^: HNTTCDC NTE-nFKXAXF 
NqTAÄK niTFKpiTHC ^damit nicht dein Feind dich 
dem Ixiohter übeiwbe-^'^ MHITOTF TAFIBF ON „damit 

» Job. 10. ::, J MAtth. 4. 9. 5 1. Cor. 15, 82, « Z. 300. 

» z, jo^. * /. :.u, • r$, :o^ ^ z. :s$. * z, so7. «* Matth. 5, 25. 



Konjunktiv 284. Praesens II. 285. 137 

ich niclit Tvdeder dürste"^; HHTTOTF NTF-OYOAl\(/lC 
(ÖCDTTF „daß keine Bedrängnis sei"^ 

Endlich steht der Konjunktiv nach der als Kon- 284. 

Funktion gebrauchten Praeposition (yA „bis" (§ 383). In 

dieser Verbindung hat er noch die älteren volleren (auf 

*mte zurückgehenden) Formen bewahrt. 

Er lautet mit Suffixen : 

Sg« 1- a)Ä]NTÄ oder (öÄN+ PI. 1. O^Äj^TN 

2. m. OJÄM^ (j^ANTEK) 2. OJA^TeTN 

f. (DANTF ] 

3. m. (öA^Tq ((ÜANTFq) 3. (yANTOy 

f. cyAt^fc (cyANTFC) 
und vor nominalem Subjekt: (^ANTF- 

Beispiele: (yANTF-NAl THpOy cyconF „bis dies 
alles geschieht"^; cyANfqFl „bis er kommt" ^. 

n. Bildungen mit den Hülfszeitwörtern „sein''. 

a. Das Hülfszeitwort F. 
Mit dem Infinitiv oder QuaUtativ verbunden, bildet 285/ 
das Hülfszeitwort F das 

Präsens IL 
Sg. 1. Fl PI. 1. FN 

2. m. FK 2. FTFTN 

> f. FpF 

i •^~" 

1 Z. 336. 2 z. 327. 3 Matth. 5, 18. * Matth. 2, 9. 



138 Praesens U. 286. Futurum II. 287. 

Sg. 3. m. Eq 3. EY 

f. FC 

Vor uominalem Subjekt ijFpE-) 

Anm. Die 2. P. Sing. f. laut^trEpF statt *P und ist 
Analogie derselben Person des Perf. I. (§ 296) gebildet; die 
FTFTN statt *ETN ist dem Präs. I. (TETN) nachgef 
Bei Bildung des vor nominalem Subjekt gebrauchten FpF- 
*F) hat wohl das Hülfszeitwort *are „that" (§ 296) eingei 
— Im Bohairischen lautete das Praesens II. ADF") mit Suff. 
286. Das Präsens II. hat wie das Präsens I.präsentisch( 
deutung,uiQ eineThatsache auszudrücken: FpF-NAl 
TAgF „denn diese sind betrunken"^; TTNOMOC MN 
npo4)HTHC, FYÄJÖFgN-TFiHToAH CNTF „das G( 
und die Propheten, sie hängen in diesen zwei Gebot( 

Anm. Über den Gebrauch des Präsens 11. im Nominal 
s. § 421; im Fragesatze s. § 469 ; in Bedingungssätzen § 481 

Über das im Sa. dem Präsens II. gleichlautende Präses 
Zustandssatzes s. § 323. 

♦287. Wie von dem Präsens I. das Futurum I, so 

vom Präsens II. das Futurum 11. abgeleitet: 





Futurum U, 


Sg. 1. FINA 


PI. 


1. FNNA 


2. m. FKNA 




2. FTFTNN 


f. FpFNA 






3. m. FqHA 




3. FYNA 


f. FCNA 






Vor nominalem 


Subjekt: 

tth. 22,40. 


FpF — NA. 


i Act 2, 15. 2 Mal 





Futurum II. 288. Futurum III. 289. 290. 139 

Der Gebrauch des Futurum ü. ist derselbe me der des 288. 
Praesens II. mit entsprechender futurischer Bedeutung: 
PCNÄBCOK FBOA FnTÄ4)0C „sie ^ird hinaus zum 
Grabe gehen"^; EyNÄJÖConB N0E NNÄPrFAoc „sie 
werden sein wie die Engel"^. 

Anm. Über den Gebrauch des Fut. II. im Fragesatze § 469; 
in Finalsätzen § 406. 

Über das dem Fut. II. im Sa. gleichlautende Futurum des 
Znstandssatzes s. § 323. 

Durch die Zusammensetzung des Hülfszeitworts F 289. 
mit der Präposition F und folgendem Infinitiv entsteht: 
Futurum IIL 
^IF PI. 1. FHF 

^,KF 2. errFTNF 

F 

IqF PI. 3. FYF 

F 

Vor nominalem Subjekt: FpF — [f]. 

Anm. Das Fut. III. entspricht dem altäg. twfr idm^ ħ 270. 
Die 2. P. fem. Sing. FpF- steht für *FpFF. Bei nominalem Sub- 
jekt fällt gewöhnlich die Präposition F fort. 

Die Bedeutung des Futurum III. ist eine stark 290. 
futurische. Es steht daher besonders in ^^TinscK und 
ßefehlsätzen : FijFCpCDTTF „es geschehe"; fIkFTAIF- 
ITFKFKOT „du sollst deinen Vater ehren"^; TFXApiC 
^^JÖCDTTF NMMAN „die Gnade, sie sei mit uns"^. 

1 Joh. 11, 31. 2 Matth. 22, 30. s Matth. 19, 19. * 2 Job. 3. 




140 Imperfectnm. 291—293. 

Anm. Über den Gebrauch des Fat. HL in Finalsätzen s. 
§ 406. 

b. Das Hülf*8zeitwort NF- 
♦291. Das Hülfszeitwort NE (äg. un) wird mit dem Infiai- 

tiv, seltener mit dem Qualitativ Terbimden. Es bildet das 
Imperfedum. 
Mit Suffixen: 

Sg. 1. NEI PI. 1. NFN 

2. m. NFK 2. NETETN 

f. NEpE 

3. m. NEq 3. NEY 

f. NEC 

Vor nominalem Subjekt: 'NEOE-- 

Anm. Die Formen NEpE und NEtETN sind dem Präsens 11. 
nachgebildet. Äusserlich gleichen die Formen des Imperf. denen 
des Präsens II. mit vorgesetztem N* 

292. Xeben den angeführten Formen dieses Hülfszeit- 
wortes finden sich noch die älteren: ENEi, ENEK, ENEQ 
u. s. w. 

293. Die Bedeutung des Imperfectums ist die de&-griech. 
Imperfekts. Es steht namentUch in Schilderungen: 
NEpE-iCÄEMERMÄp0A„JesusaberhatteMarthalieb"^; 
NPpE-TEXApiC FmNOYTE (QOOTJ NMMAq „die Gnade 
Gottes war mit ihm"^; NEyxO) MMOC „sie sagten es" 
eXeyov, nicht eiTuov^; besonders häufig mit PAp (yap) 
„denn" am Schlüsse einer längeren Erzählung: („He- 

1 Joh. 11,5. 2 MiDg. 265. 3 joh. 5, 10. 



Imperfectum Futuri. 294. 295. Perfectum I. 296. 141 

rodes mit seinem Hofgesinde verspottete Jesus, legte 

ihm ein weißes Kleid an . . . .; es befreundeten sich 

Herodes und Pilatus an dem Tage mit einander) NEy- 

a)00n rAp 2NOYMNT2lä2lE bfNNeyFpHy „denn sie 

waren in Feindschaft mit einander" ^ 

Anm. Über die Zusammensetzung von NH" mit anderen 
Hülfszeitwörtem etc. s. § 319flf. 

Auch das Hülfszeitwort NF kann mit mA- und dem 294. 

Infinitiv verbunden werden. Es entsteht dann das 

Imperfectum futuri 
mit der Bedeutung „war im Begriff zu" : NFON ACCOTM 
„er war im Begriff zu hören" ; NFpE-TTpCDHe NACCDTM 
„der Mensch war im Begriff zu hören". 

Anm. Über den Gebrauch in Konditionalperioden s. § 483. 

In den mit NE gebildeten Temporibus folgt dem 295. 
Verbum häufig die tonlose Partikel TTE, die sich ent- 
weder jenem unmittelbar oder dem von ihm abhängigen 
Objekt, der adverbialen Bestimmung u. s. w. enklitisch 
anschließt (§ 78): MEyNHX-TtE „sie waren zerstreut"^; 
HEaNAHOy-TTF „er war im Begriff zu sterben"^. 

IIL Bildungen mit Formen von FipF „machen", 
a. Das Hülfszeitwort A- 
' Durch die Verbindung von A- „that" mit dem In- 296*. 
finitiv entsteht: 



» Luc. 23, 12. 2 Matth. 9, 36. 3 Z. 335. 



142 Perfectum I. 297. 



Ferfectum L 
Mit Suffixen: 

Sg. 1- Ai PI. 1. AN 

2. m. AK 2. ATETN 

f. ApE 

3. m. Aq 3. AY 

f. AC 
Vor nominalem Subjekt: A- 

Anm. A geht auf ein *^ire'*are, mit Suffixen a. B. *Hr^f, 
zurück. Aber nur in der 2. P. Sg. f. bat sich das alte r erhalten. 
Die übrigen Formen sind auf Grund der entsprechenden Formen 
des Präsens I, bez. Präs. II. neugebildet. — Das vor nominalem Sub- 
jekt stehende A- wird mit dem unbestimmten Artikel Oy (§ 1^2) 
zu AY kontrahiert; AYpCOHE CCOTKl „ein Mensch hörte". 

297. Das Perfectum I. ist das Tempus der historischen 
Erzählung und entspricht in seinem Gebrauche dem 
griech. Aorist : ACJöCDTTP „es geschah'' ; A-TTXOl HOONE 
ETTEKpO „das Schiff kam (landete) ans Ufer"*; AY^" 
NAq HOYHpfT Ecooq .... AYCTAYpoY HHoq, 

AYHCOO) FNEqgOlTE . . AYNEX-KÄMpOC EgpAl E- 
XCDOY ÄY^ NEYgHOOC-TTE „sie gaben ihm Wein zu 
trinken ... sie kreuzigten ihn, sie verteilten seine 
Kleider und loosten um sie , und (nun) saßen sie da" 
(eSoDxav auTtt) ttisiv oIvov . . . OTaüpcioavieg 8e aüxöv 
oie[i8pioavTo xa IfxdTia auioG ßdXXoviec xX^pov .... 
xal xaÖT^fxsvoi exi^poüv [Imperf.!] aux^v exe*?. 

1 Job. 6, 21. 2 Matth. 27, 34—36. 



Perfectum II. 298 — 300. Praes. cons. 301. 143 

"Wird dem Hülfszeitwort A- des Perf. I. die Partikel 298.* 
HT- vorgesetzt, so entsteht das 

Perfectum IL 
Sg. 1. FTTAl PI. 1. HTAN 

2. m. HTAK 2. FfTATeTN 

f. FTTApE 

3. m. RTAq 3. HTAY 

f. fITAC 

Vor nominalem Subjekt: RTA-. 

Anm. Im Alt- und Neuäg. ist das Perf. II. noch nicht nach- 
zuweisen. 

Das dem Perfektum 11. vorgesetzte FTT- ist die 299. 
Relativpartikel FIT (§ 512). Folgen mehrere Perfecta 
.^ n. aufeinander, so steht KT- nur vor dem ersten Ver- 
,. bum; z. B. HTANCOöTM ANEl ^wir haben gehört und 
^ sind gekommen". 

Die Bedeutung des Perf. ü. ist die eines Perfektums. 300. 
f. Es steht in Schilderungen und drückt eine abgeschlossene 
- Handlung aus: HTA-NAl PAp O^COTTH „denn dieses 
> ist geschehen^; FTAlEl „ich bin gekommen". 

Anm. Über den Gebrauch des Perf. II. in Fragesätzen 
J 8. § 469. 

* Mit dem Hülfsverb A- ist vielleicht auch das 301*. 
nächstfolgende Tempus zusammengesetzt, das 



1 Joh. 19, 36. 



144 Praes. cons. 302. DasHülfszeitwort pF-. 303. 






Praesens consuetudinis. 
Mit Suffixen: 

Sg. 1. a)Ä'i PI. 1. cyAN 

2. m. üjAK 2. (yATETN 

f. (ÖApe 

3. m. (yaq 3. o^Ay 

f. a)AC 

Vor nominalem Subjekt: a)ApE-. 

A n m. Bas Praesens consuet. ist vieUeicht aus dem Perf. I. durch 
Yorsetzen der Partikel hr entstandeu, falls es nicht, wie Setbe ver- 
mutet, auf ein äg. rhf ädm „er kann (versteht zu) hören" zurück- 
geht. — AuffiiUend ist die Form des Hülfszeitworts voi* nominalem 
Subjekt: CJJApF-, die vielleicht noch die unverkürzte Form *are- 
(§ 296 Anm.) aufweist. 

302. Das Praesens consuetudinis drückt eine ge- 
wohnheitsmäßige,in derGegenwart, seltener im Präteritum 
gedachte Handlung aus: a)AqCCDTH ^er pflegt zu 
hören"; ajApF-TTpCDMF gCOBC „der .Mensch pflegt zu 
bekleiden"; (yAqoye HMHOKMEK FfNAGHT „er pflegt 
sich von den Gedanken der Toren zu entfemen"^ 

6. Das Hülfszeitwort pE-. / 

303. Das Hülfzeitwort pE- findet sich seinem Ursprung 
gemäß (§ 270) nur in der Abhängigkeit, und zwar steht es 
nach dem tonlosen Imperativ MA- «gieb" (§ 332), dem 
(aus 'f'- § 228) verkürzten Infinitiv T- „geben, veranlassen" 
(§ 250) und der schwer zu erklärenden Form TA-. 

1 Sap. 1, 5. 



Optativ. 304. 305. Inf. caus. 306. 145 

Die Zusammensetzung des Imperativs ha- mit pe- 304.* 
ergiebt den 

Optativ, 
Mit Suffixen: 
Sg. 1. HApi PI. 1. MApN 

2. m. MAOEK _ 

f.Mape 2.MAPETN 

3. m. HADSq 

n ^ 3. MAPOV 

f. MApFC ^ ' 

Vor nominalem Subjekt: MApE- 

Anm. Es findet sich noch eine betonte Form des Optativs, 
ohne nachfolgenden Infinitiv: MApON „laßt uns gehen", wörtl. 
»gi^ (gebt) daß wir machen". 

Der Optativ dient zum Ausdruck des Wunsches : 305. 
MApFqCCOTNI „er möge hören" (wörtl. „gieb, daß er 
hören tut"); MApE-nEKgHT TCDK „dein Herz möge 
stark werden"*. 

Aus der Zusammensetzung des Inf. T- „veranlassen" 306.* 
mit dem Hülfszeitwort pE- entsteht der 

Infinitivus causativus. 

Mit Suffixen:. 

Sg. 1. TpA PI. 1. TpEN 

2. m. TpFK _ 

^ J^ 2. TpETN, TpETETN 



1 Ps. 26.14. 
Steindorff« Kopt. Gramm.» 10 



146 Inf. cau8. 307. Finalis. 308. 309. 

Sg. 3. m. TDEq 

f. Tpe2 P'- '• ^P^V 

Vor nominalem Subjekt: TDE-. 

Anm. Neben TD FT N findet sich noch die nach Analogie 
des Praesens II. gebildete Form TpETETN. — Die 1. P. Sg. TpA 
(B. epO ist aus "^d-rej = *dr<^ entstanden; vgl. § 64. 

307. Die Bedeutung des kausativen Infinitivs ist 
„veranlassen, lassen, daß": AqTpAOyöög „er ließ mich 
wohnen" (wörtl. „er veranlaßte, daß ich wohnen tue")^; 
't'NATpETeTNp-TTMüFY^ )?ich werde euch gedenken 
lassen"^ 

Anm. Über den Gebrauch dieses Inf. vgl. § 345 ff. 
*308. TA- mit folgendem pe- bildet den sogenannten 

Finalis. 
Sg. 1. TApi PI. 1. TAJJN 

2. m. TApFK _ 

f. rapE '• '^^P^'^" 

3. m. TADEq 

f. T^ec '• "^^P^Y 

Vor nominalem Subjekt: TApü-. 

Anm. Die Formen des Hülfszeitwortes sind dieselben wie im 
Optativ. Neben TApETN findet sich auch eine Form TApFTCTN. 

309. Der Finalis steht nur in der Abhängigkeit und 
drückt die Absicht aus; er ist mit „auf daß" oder „da- 



t Ps. 22, 2. 2 3 Joh. 10. 



Negative Hülfszeitwörter. 310. 311. 147 

mit" zu übersetzen; z. B. XTTlF-OyCÄBE TÄDFaMF- 

piTK „beschäme einen Weisen, auf daß er dich hebe"^; 
(„sie sollen dieses Gewölbe in meiner Zeit nicht bauen) 
TApF-TOlKOyMFNH THpC FIMF etc. damit die ganze 
Welt wisse"^. 

3. Die negativen Hülfszeitwörter, 
Neben den angeführten Hülfszeitwörtern finden sich 310. 
noch einige andere, die zur Verwendung kommen, um 
die Negation gewisser Tempora auszudrücken. Sie sind 
aus der Zusammensetzung einer Negation mit einem 
der bekannten Hülfszeitwöi*ter oder durch Anfügung der 
Personalsuffixe an eine Negation entstanden. Sie werden 
nur mit dem Infinitiv verbunden. 

1. HNF. 311.* 

Mit Suffixen: 

Sg. 1. NMA (nNFI) PI. 1. NNFN 
2. m. NNFK 2. nNFTN 

f. FTNF 

I 3. m. HNFq 3. FTNFY 

l f. FTNFC 

■♦ Vor nominalem Subjekt: FINF-. 

I Anm. Die 1. P. Sg. HNA ist aus *nnej=*nne-^ entstanden 

I (§ 64). HNFqCCOTM geht auf das neuäg. n'lwf'(r)-Mm „er wird 
^ nicht hören" (*TT-Fq-Ca)T>l) zurück. 

1 Prov. 9, 8. 2 Z. 292. 

10* 



148 Negative Hüliszeitwörter. 312—314. 

♦312. Das Hülfszeitwort NNF- dient ak Negation des 
Fut HL (§ 289 f.): z. B. nNETNNAY J^ werdet nicht 
sehen-. Es wird namentlich zum Ausdruck des negativen 
Wunsches und des Verbots gebraucht ; z. B. HNFC^COTIF 
„es möge nicht geschehen***; HNFKgCDTB -du soUst 
nicht tuten--; HNFKXIOYF -d^ sollst nicht stehlen**-. 
Aom. Über den Gebranch in Finalsätzen s. § 406. 

♦313. 2. MITF. 

Mit Suffixen: 

Sg. 1. MTTEi (Rm) PI. 1. MITN 

2. m. Rffk (MTTFK) __ _ 

f. Rne '• ^"^»^ 

3. m. Hn-q (RTTFq) 

f. nnc (HnEc) •*• ""®Y 

Vor nominalem Subjekt: MTTF-. 

Anm. Die Form HTTF ist aus einer Negation entstanden, 
die im Neuagyptischen bwptc, bic-ptcj geschrieben wird nnd der 
bei pronominalem Subjekt die Subjektssnffixe angehängt werden. 

314. MITE- bildet die Xegation des Perfectum I. (§ 296) 
und steht wie dieses in der historischen Erzählung; 
z. B. RneiCCDTM «ich hörte nicht"; RnE-NEyXHpA 
piHF „ihre Witwen weinten nicht"^. 

Mit vorgesetzter Relativpartikel ETE (§ 504) bildet 
RTTE- die Negation des Perfectum 11 ; namenthch 



» Born. 6, 15. 2 Matth. 19 18 3 Ps. 77, 64. 



Negative Hülfszeitwörter. 315 — 317, 149 

in Fragesätzen : eTF-HTTF-TTlcpAHA F1HF „hat es Is- 
rael nicht erkannt? ((XYj 'lopa-rjX oüx lY>^a))"^; vgl. aber 
auch§ 462,2. 

Anm. FTE-RriE- verhält sich zu MITE-, wie NT A- (§ 298) 
zu a- (§ 296). 

3. RnATF* 315.* 

Mit Suffixen: 
Sg. 1. MUAJr PI- 1- HnATN 

2. m. RnATk 



f. MnATE 



2. RnATBTN 



Sg. 3.. m. RHATq _ 

f.RnaT-c _Pi-3HnAT0Y 

Vor nominalem Subjekt: HTTÄTF-. 

Anm. Die Entstehung von MIT ATE- ist unklar. 

RTTATE- dient zur Negation der erwarteten Ver- 316. 
gangenheit und ist durch „habe noch nicht, bin noch 
nicht" zu übersetzen; z. B. RTTATCjEl „er ist noch 
nicht gekommen" ; RTTATE-TTpCüHE CCOTM „der Mann 
hat noch nicht gehört". 

4. ME. 317 * 

Mit Suffixen: 

Sg. 1. MEl PI. 1. MEN 

2. m. HEK 

f. Mepe '' "^"^^^ 

1 Korn. 10,19. 



150 Neg. Hülfezeitw. 318. Zusammenges. Hülfszeitw. 319. 320. 



"; ^^^ 3. HEY 

f. MFC ' 



Vor nominalem Subjekt: HFpF-. 
Anm. Wahrscheinlich ist MF aus der Negation bw (&e)und 
dem Hülfszeitwort Irj (bw irf „er tut nicht") zusammengesetzt. 

318. HF- dient zur Negation des Praesens con- 
suetudinis (§ 301); z. B. MFqpNOBF „er pflegt niclit 
zu sündigen"^; MFpF-nNOyTF CtOTM FpFqpNOßF 
„Gott pflegt keinen Sünder zu hören"*-^. 

4. Zusammengesetzte Tempora, 
a, Zusammensetzungen mit NF* 

319. Das Hülfszeitwort NF (FNF) kann vor die Hülfs- 
zeitwörter A-, fiTÄ-, cpA-, HnF-, RnATF- und HF- 
gesetzt werden. Das nominale Subjekt steht nach dem 
zweiten Hülfszeitworte ; ebenso werden diesem die 
Pronominalsuffixe angehängt. Wie bei dem einfachen 
NF- (§ 295), so folgt auch bei den mit NF zusammen- 
gesetzten Hülfszeitwörtern dem Verbum häufig die 
Partikel TTF. 

320. Durch die Zusammensetzung mit NF erhalten die 
genannte^i Hülfszeitwörter die Bedeutung eines Prä- 
teritums oder Plusquamperfectums : NFAyFl-TTF „sie 
waren gekommen"? (AyFl „sie kamen") ; NFA-ÜAyAoc 
PAp KpiNF „denn Paulus hat bestimmt"^; NFO^Aq- 
COöTM-nF „er pflegte zu hören"; FNFMnF-iC XO) 

1 1. Joh. 3,6. 2 Joh. 9,31. 3 Joh. 11, 19. * Act. 20, 16. 



^'S% 



Zusammensetzungen mit NP 321; mit F 322. 223. 151 

PNFqMÄGHTHC „Jesus hatte zu seinen Schülern nicht 
gesagt"^; NeRffqxooC epOOY-ne „er hatte zu ihnen 
nicht gesagt"; NFMnÄT0YC0YN-TErpA4)H PAp-nF 
„denn sie hatten die Schrift noch nicht kennengelernt"^; 
NFMFqRKÄg NgHT „er pflegte nicht betrtiht zu sein"^ 

Ebenso kann NF vor die in § 268 angeführten 321. 
alten Plexionsformen gesetzt werden, die dadurch die 
Bedeutung des Präteritums erhalten: NF-NACpCDOY 
„sie waren viele"*. 

Anm. Über NF im Nominalsatze vgl. § 433. 436. 

b, Zusammensetzungen mit F* 
In derselben Weise wie NF, kann auch das Hülfs- 322*. 
Zeitwort F (äg. hv A§ 262) mit dem uneigentlichen 
Nominalsatze (Praesens I. und Futurum I.), mit anderen 
Hülfszeitwörtern, sowie mit der alten Flexion (§ 268) 
zusammengesetzt werden. Durch diese Zusammen- 
setzung erhält der Satz die Bedeutung der Abhängigkeit 
(Zustandssatz, Temporalsatz u. ähnl.). Über seine Ver- 
wendung im Relativsatz s. § 505 ff. 

1. F im uneigentlichen Nominalsatz 
(Zustandssatz des Praesens, bez. Futurums). 
Vor dem uneigentlichen Nominalsatz mit nominalem 323*. 
Subjekt hat das Hülfszeitwort die Form FOF-; z. B. 
FpF-npcOMF gCDTB „indem der Mann tötet". 

» PS. 2. 2 Job. 20, 0. 3 Ming. 246. * Z. 348. 



Sing. 1. 


Fi 


2. m. 


FK 


f. 


PpE 


3. m. 


Fq 


f. 


FC 


m Futunim: 




Sing. 1. 


Pers. 


9 


m. 



152 F im nneigenüichen Nominalsatz. 324. 

Ist das Subjekt ein Pronomen, so wird es durch ein Suf- 
fix ausgedrückt. Die Formen des Hültszeitsworts lauten 
dann im Sa. wie die des Praesens ü., bez. Futurum II. 

Plur. 1. FN 

2. FTFTN 

3. FY 



FKNA 
f. FpFNA u. s. w. 
324. Der Zustandssatz des Pi*aesens und Futurums räd 
gebraucht, um einen Xebenumstand der Einzahlung aus- 
zudrücken, der der Handlung des Hauptsatzes gleich- 
zeitig ist: 

AqMOyN Fqa)AHA „er bheb, indem er betete"^; 
ACC^COnF (Tf FpF-HMAGHTHC gMOOC HN- 
NFYFpHY gl2CM-nT00Y NNXOFIT FY^O) HNFUÖäXF 
ayCD FYPAJöF etc. „es geschah nun, als die Schüler 
mit einander auf dem Olberg saßen, indem sie diese 
Worte redeten und sich freuten etc."^; 

FY^ÄXI-ÜAyAoC ÄF FgOYN FTnApHBOÄH, HF- 
XAq „als sie Paulus ins Lager führen wollten, sprach er"^; 

1 Z. 345. 2 PS. 4. 3 Act. 21,37. 



S im uneigentl. Nominalgatz 325 ; mit andern Hülfszeitw. 326. 1 53 

A-TTpH El FqNÄgCOftT „die Sonne kam, indem 
sie untergehen wollte" ^ 

In ähnlicher Weise steht der Zustandssatz des 325. 
Praesens nach den Verben des Aufhörens, sowie nach 
den Verben der sinnlichen Wahrnehmung und ähnl., 
wo im Deutschen gewöhnUch ein Infinitiv, im Griechischen 
ein Participium gesetzt wird; z. B. ACjOYCO EC|(üA2CE 
„er hörte auf zu reden" (eig. „indem er redete") ; ACjgE 
Fpooy Eyp^^^C n^^ ^^^^ ^^^ wachend" (eig. „indem sie 
wachten"); eiMAy PNCO^OC EYMOy «ich sehe die 
Weisen sterben" (eig. „indem sie sterben")-. 

2. E mit andern Hülfszeitwörtern. 
Durch die Zusammensetzung von E mit andern 326. 
Hülfszeitwörtern entstehen folgende Verbindungen : 
EA-, iiiit Suff. EAq, Zustandssatz des PerfectumL; 
ENTA-, mit Suff. ENTAq, Zustandssatz des Perfectum II.; 
EOjApE-, mit Suff. EO^AC], — des Praes. consuet. ; 
ENEpE-, mit Suff. ENEC], — des Imperfectum; 
EMHE- (MHE-)» init Suff. EMHEq (RüEq), Zustandssatz 

des negativen Perfectum; 
EHnATE- (HnATE-), mit Suff. EHnATC], Zustandssatz 

von RnATE (§315); 
EMEOE-, mit Suff. EMEC], Zustandssatz des negativen 

Praesens consuetudinis. 



i Z. 336. 2 vgl. Ps. 48, 7. 



/ 



154 F- mit Hülfszeitw. 327. 328. p- mit der alten Flexion. 329. 

327. Man gebraucht auch diese Formen in der Abhängig- 
keit (an Stelle eines Nebensatzes mit Conjunction), um 
einen Nebenumstand auszudrücken (vgl. § 324): 

AqKA-ngpojipe bboA, FAqnApArreAFi NAq 

„er entließ den Jüngling, nachdem er ihm geboten 
hatte" ^ 

„ich werde dich nicht lassen", RTTEKTAMOi „wenn 
du mir nicht berichtet hast"^; 

„mein Vater brachte drei Tage auf dem Bett zu", 
RTTOYTOMCq „indem man ihn nicht begrub, ohne daß 
er begraben wurde"^; 

FMnATe-OYÄÄEKTCOp MOyTF, KNAAnApNA 
RMoV ITjyMNT-CCOCOTT „bevor der Hahn kräht, wirst 
du mich dreimal verleugnen"^. 

328. Die Zusammensetzung FJÜApF- (bisweilen auch 
FA-) wird auch im unabhängigen Satze gebraucht: 

„Sie pflegen auch nicht eine Lampe unter einen 
Scheffel zu stellen", aAAa FJüAYKAAq FlCN-TAy^NlA 
„sondern sie setzen sie auf den Leuchter"^. 

3. F mit der alten Flexion. 

329. Auch mit den in § 268 erwähnten alten Flexionsformen 
wird F in gleicher Bedeutung verbunden; z. B. A(]a)lNF 
TTCCOOy FNANOyOY 2^l-TTFYFlNF AyCO FNFCÜOOY 

» Act. 23, 22. 2z. 323. 3 Z.. 328. * Matth. 26, 34. 5Matth.5,15. 



Imperativ. 330—332. 155 



gM-TTFYß^ "^^ fragte nach ihnen, da sie in ihrer Er- 
scheinung gut und in ihi^em Gesichte schön sind"^ 

4. Imperativ. 

GewöhnHch wird im Kopt. der Infinitiv als Impera- 330** 
tiv Sing, und Plur. gebraucht: CODTNl „höre! hört!"; 
MPpF-TTXOElC „Hebe (liebt) den Herrn"; -f „gieb, 
gebt" (neben MA- § 332). 

Bei einigen Verben tritt im Imperativ vor den Infini- 331. 
tiv noch ein/^H: 

AMÄY 97Siehe! seht"; 

AYö>N „öffne" (für A-oycON); 

AXCOgM „sei unrein"; 

AXO) „sage, sagt", vor nom. Subj. AXl- (für *AXe-), 
mit Suff. AXX^ (AXIC „sage es" neben XOOC) ; 

aAoK „höre auf", aAcoTn „hört auf" (von Ao „auf- 
hören" mit Objektsuff.). 

Vgl. auch § 410 Anm. 

Anm. Das vorgesetzte A- ist vielleicht eine Verstümmelung 
des Imperativs irj „mache" (ħ 273). 

An eigenthchen Imperativformen (vgl. A§ 271 ff.) be- 332. 
sitzt das Kopt. nur noch die folgenden: 

AMOy „komm" masc, AHH fem; AMHFITN, 
ÄMHITN PI. „kommt" (vgl. ħ 273); 

AY" rgieb hin", mit Suff. Aym^] 

^ Fragm. 439. 



I 



156 Imperativ. 333. 334. Gebrauch des Infinitivs. 335. 

MA «gieb", ebenso vor nom. Obj. (äg. imj, 
ħ 273); 

MO „nimm hin", Plur. MMHPITN „nehmt" (B. MO 

Sg., McoiNi PL); 

ÄNINF „bringe, bringt", vor nom. Obj. ANl-, vor 
Suff. ÄNl^; 

AptpH „tue", vor nom. Obj. Api-, vor Suff. Api-; 

(3 pl. ApiCOY § 196). 

Anm. ANINP und ApipF sind wahrscheinlich durch Zu- 
sammensetzung des Infinitivs mit dem tonlosen Imperativ ANl' 
C^lnej') bez. Api- C^irej-) entstanden. 
♦333. Auf einen alten Imperativ geht auch FiTfp- „tue 
nicht" (äg. m-ir) zurück, das als Hülfszeitwort zur 
Bildung negativer Imperative verwendet wird; z. B. 
FirfpCODTM „höre nicht". 

334. Die mit T- gebildeten Causativa (§ 250) gebrauchen 
als Imperativ neben dem Inf. (TBBO „reinige!", eBBlO 
„erniedrige !") noch eine aus MA „gieb" und dem Inf. 
zusammengesetzte Fonn; z. B. MATBBO „reinige"; 
MAXNOyq »frage ihn". 

5. Gebrauch des Infinitivs. 

a. Gewöhnlicher Infinitiv. 

335. D^i' Infinitiv ist ein Nomen (§ 186) und kann 
als solches entweder den bestimmten Artikel (bez. 
Demonstrativpronomina, Possessivaräkel etc.) oder 
den unbestimmten Artikel haben oder artikellos 



I 



Grebranch des Infinitivs. 336 — 338. 157 

stehen. — Das Geschlecht aller kopt. Infinitive ist 
(wie auch schon im Xeuägypt.) das männliche, gleich- 
viel ob sie ihrer Form nach männUch oder weibhch 
sind (§ 186); z. B. TTüONg „das Leben"; TTMICF „das 
Gebären". 

Der durch den bestimmten Artikel deter- 336. 
minierte Infinitiv ynxä nominal gebraucht in der 
Bedeutung eines Substantivs oder Participiums Perfecti 
Passivi: ITCDNg „das Leben" ; TTEIBE „der Durst" ; nF2q)0 
„der Sieg" ; HttjAXe „die Eede, das Woii:" ; ncODNT „die 
Schöpfung" ; TTKCOT „der Bau" ; CCOTTT „ausei*wählt". 

Der dem Infinitiv folgende Genetiv wird mit H 
angeknüpft (§ 164): TTüONg MTTpüOHF „das Leben 
des Menschen"; TTCCDNT HTTNOYTF „die Schöpfung 
Gottes". 

Häufig hat der Infinitiv mit dem bestimmten 337. 
Artikel noch seiae verbale Kraft bewahii: und hat ein 
unmittelbar oder mit einer Präposition ange- 
knüpftes Objekt (§ 356) bei sich; z. B. OMEpe- 
NFNEOHy „das Lieben unserer Nächsten" ; TTFgC-KÄM 
„die Schilfemte" ; TTKOOCT „das mich Bestatten; meine 
Bestattung" ; TTXlce MMOV „das mich Erheben", 

Der Infinitiv mit dem unbestimmten Artikel 338. 
>^ird hauptsächhch in Verbindung mit der Präposition 
gN- „in" (§ 385) gebraucht: 

1. in adverbialen Redensarten: gN-oyCO- 



I 



158 Gebrauch des Infinitivs. 339—341. 

oyTN „aufrichtig, recht" (von COOyTN „aufrichten"); 
gN-OYßCDTT „verborgen" (von gcOTT „verbergen"); gri- 
oy^iOK „vollkommen" (von XCOK „vollenden"); gN- 
OYCüpX „sicher" (von (Opx „fest sein"). Vgl. § 153; 
2. entsprechend dem hebr. Inf. absolutus 
zur Verstärkung des Verbums finitum (Komplements- 
infinitiv ħ 303) ; er steht wie jener gewöhnhch vor dem 
Verbum: gN-oyNAy AINÄY „schauend schaute ich"^; 
gN-OyMOY TETNAMOY n^ werdet des Todes 
sterben"^ 

339. Der artikellose Infinitiv hat stets verbale 
Rektion und wird gebraucht: 

i. als Subjekt oder Prädikatsnomen eines 
Nominalsatzes (§414): MKÄg RgHT-nE CCOTM ENHi- 
a)aXE „Herzleid ist es, diese Worte zu hören"^ ; nOY^ 

0)0) RnNOYTF-ne gappg FweqPNToAH „der Wille 

Gottes ist es seine Gebote zu halten"^; OYAT^OM-ns 
OY^Ai 7^es ist unmögUch, gerettet zu werden"^; 

340. 2. als Genetiv nach 0)0Y- „wert" (äg. ^^w): (QOy- 
MOY „todeswert"; OJOY'pOKgCj „würdig ihn zu ver- 
brennen" ; 

341. 3. als Obj ekt (unmittelbar angeknüpft § 357) häufig 
nach den Verben OYHO)- „wollen", Fjy- (^-) „können" 
(äg. rh A§ 294), (ypn- „zuerst tun", "f^ „geben" (zur 

Act. 7, 34. 2 Gen. 2, 17. 3 z. 417. * Ming. 335. 5 Z. 301. 



"Gebrauch des Infinitivs. 342. 159 



rmschreibung des Aktivums), Xl- „nehmen" (zur Um- 
schreibung des Passivums) , p- „tun" , pgoyp- „mehr, 
viel tun" u. a.: A-nETNBKOT OYFa)-+ NHTN HTMNT- 
Fpo „euer Vater wollte Euch das Königreich geben"*; 
AijöFpTf-XOOC „ich habe es zuerst gesagt"^; NEqF^)- 
CflDTM „er konnte hören"; ^6H'6^0H „vermögen", 
eigentl. „Kraft ((JOM) finden (tfM-) können (^)" ; +-tt)l 
„messen", eigentl. „messen (Maß, 0)1) geben"; xi-jyi 
„gemessen werden" , eigentl. „messen (Maß) nehmen" ; 
p-MKÄg „leiden" neben RKÄg; p-gflMF „lenken"; 
pgOyB-CMOY „sehr preisen", eigentl. „mehi- preisen 
machen" ; pgOYH-XlCF „sehi* erheben". 

Anm. Hierher gehört auch der von dem Hülfszeitwort 
„tun" abhängige Infinitiv (§ 274). Nach OyCOC^ „wollen« kann 
auch der Infinitiv mit F stehen, § 343. 

4, nach Präpositionen, und zwar 

a) F „zu" a) um den Zweck oder die Absicht 
auszudrücken (vgl. A§ 297): TCOOyN EBOHGei Fpoi 
rerhebe dich, um mir zu helfen"^; häufig nach dem griech. 
WOTS (gCOCTF): RtfpKCOg gCOCTF Fp-nONHpoc „eifere 
nicht, böse zu werden"^; 

ß) nach den Verben des WoUens, Lassens, Be- 
fehlens, Versprechens, Schwörens, Gedenkens, Könnens, 

' Luc. 12, 32. 2 z. 361. 3 vgl. Ps. 34, 2. * Fa. 36, 8. 



160 Gebrauch des lofinitivg. 343. 



ferner nach den unpersönlichen Verben „es ist möglich, 
unmöglich, es geziemt sich" u. ähnl.: Aqp-gNÄC] 
FOycOM „er wollte essen"^; HApENnÄpArrFAFl NAY 
F-(i) AXE „laßt uns ihnen befelüen zu reden"^; A-nNOyTt 
(OpK N A(j FGM CO „Gott hatte ihm geschworen zu setzen*'^; 
nrfNea)-(Jhl-(?OM FN02^ FBoA „^ir vermochten nicht, 
ihn hinauszuwerfen"^; ETETNMFFY^ EXOOC „ihr ge- 
denkt, es zu sagen"^; ^a)E FpON FMEpe-NENEpMY 
>,es ziemt sich uns, einander (eig. unsere Genossen) zu 
lieben"^ MN-OjiJbM NpMflKOCMOC FjöAXF „es ist 
keinem Irdischen mögUch, zu sagen"". 

Anm. Über F mit dem Inf. nach dem Hülfszeitwort F „sein" 
(Fut. III.) vgl. § 273. 289. 

343. h) H (äg}^pt. m) als Objekt (§ 356) nach den Verben 
des Wollens, Begehi'ens, Anfangens, Zuvorkommens, 
Verstehens, Liebens, Fürchtens, nach RTTjyA „würdig 
sein" u. a. : F^OyCOO) flFp-KFBFpNlTHC „er will Steuer- 
mann (xüßspvT^TYjt;) werden"®; A'tETTlGYHFl FOYGDM 
„ich begehrte zu essen"^; AyApXFl RojAXF „sie fingen 
an zu reden" ^^ ; AlTfg FAAG ;,ich kam zuvor, es zu machen, 
machte es zuerst"^^ ; TFTNCOOyw HÄOKIMAJ^F „ihr ver- 
steht zu prüfen"^^; FqMF TlNAY w^r liebt zu sehen"^'; 
ANpgOTF fTTAAoc] „wir fürchteten, ihn zu legen"^^; 



1 Act. 10, 10. 2 Act. 4, 17. 3 Act. 2, 30. -• Matth. 17, 19. 
6 vgl. Matth. 3, 9. 6 1. Joh. 4, 11. ? PS. 7. 8 Ming. 295. 9 Luc. 22, 15. 
10 Act. 2,4. «»Z. 232. i^Luc. 12,56. 13 vgl. Ps. 33, 13. i< Dul. 44. 



Gebrauch des Inf. 344. Kausativer Infinitiv. 345. 346. 161 

MFqRna)ÄFlNÄY SnNOYTe „er ist nicht würdig, Gott 
zusehen"*; 

c) seltener nach anderen Präpositionen wie flCA- 344. 
„nach" , FTBS- „wegen" u. a. : Äqa)lNe FTCA-CODTM 
Pna)AX8 „er suchte das Wort zu hören" (a)INE nCA 
„nach etw. fragen, suchen")^; „Gott schuf die Hunde 
PTBU-pOFtC zum Wachen, und die Katzen FTBS-0 yco- 
tfn TTgFNTTeiN zur Vertilgung von Mäusen"^. 

ft. Kausativer Infinitiv. 

Hat der Infinitiv ein besonderes Subjekt bei sich, 345. 
so treten in der Regel die Formen des kausativen 
Infinitivs (§ 306) ein: 

a)als Subjekt des Satzes: NAHOy-Tpe-TipoDMe 
MOy FTgoyO FCONg „es ist besser, daß der Mensch 
stirbt, als daß er lebt"^; 

b) nach der Präposition F-: i'-TFJOYCÄ NM 346. 
FTpÄa)ÄXE „gieb mir die Macht, daß ich rede" (wörtl. 
„um zu veranlassen, daß ich reden tue")^; i'OYCOO) 
FTpe-OyON NIM a)a)ne NTAgF „ich will, daß Jeder- 
mann sei wie ich" (wörtl. „in meiner Weise")^; AC|(J)AnA 
FTpF-HÄAlMCDN Ao gMTTH „er betete, daß die Dämonen 
von jenem wichen"^. 



1 Dul. 47. » Act. 13, 7. 3 vgl. Z. 431. * Z. 391. 5 PS. 32. 
« Ming. 294. 7 z. 309. 

Steindorf f, Kopt. Gramm.* 11 



164 Participium Conjunctum. 353—355. 

NAcyr-MAKg „hartnäckig", MAü/r-FlMH „schwer- 
verständlich" (von RcyOT „schwer werden"); 

353. c) Stämme tertiae infirmae (§ 224); sie zeigen 
bisweilen den 3. Radikal i : XÄCI-BäA „Augen erhebend, 
stolz", 2CACI-2HT „Herz erhebend, stolz" (von XICH 
„erheben"). Gewöhnlicher sind Formen ohne den 3. 
Radikal, die wie die zweikonsonantigen behandelt werden: 
nÄC-CO(rN „Salben kochend" (von TTICF „kochen"); 
AAB-CglMe „weibertoll" (von AlBE „rasen"); (TAB-gHT 
„schwachherzig, feige" (von Ö'BBU „schwach werden" 
§ 231); HAl-NOyTe „Gott hebend", MAi-eooy „ruhm- 
süchtig" (von MF „lieben", für "^marj-, *majj § 25,3). 

Unregelmäßig nach Art der dreiradikahgen gebildet 
ist: XACT-CMH „die Stimme erhebend"* (von XICF „er- 
heben" s. 0.), wo die Femininendung des Infinitivs zum 
Vorschein kommt. 

354. Die Stämme secundae i, tertiae Jod (§ 234) 
zeigen Ai nach dem 1. Radikal; hier sind der 2. und 3. 
Radikal (i;) in l (Jj) übergegangen und zusammenge- 
zogen: qAi-ETTTO) „Last tragend" (von qi äg. ßj 
„tragen"), XAl-BSKU „Sold nehmend, Söldling" (von 
XI äg. t^j „nehmen"). 

355. e) Stämme quartae infirmae (§ 246 ff.): MANE- 
pip „Schweinehirt", MANE-BAAMnB „Ziegenh\rt" (von 

1 Eccl. 8, 4. 



Das Objekt. 356—358. 165 

MOONS „weiden"); a)ÄHa)F-NOYTF „Gott dienend" 

(von (yNlcys äg. Msj „dienen"). 

Anm. Mit den alten Participien (vgl. ħ 275 flF.) hängt das 
hier behandelte Participium conjunctum nicht zusammen. 

7. Das Objekt. 

Das nähere Objekt (Accusativ) kann auf folgende 356/ 
drei Arten dem Verbum angefügt werden: 

i. unmittelbar; 

2, durch die Präposition IT- (§ 379, äg. m), mit Per- 
sonalsuffixen MMO-; 

5. durch die Präposition F- (§ 377, äg. r), mit Per- 
sonalsuffixen SpO-. 

1. Unmittelbare Anknüpfung. 

Sie ist die ältere (§ 190) und kommt bei allen Ver- 357. 
ben vor, die einen St. constr. bilden; z. B. AnXF-NAl 
„er sagte dieses"; AqXSK-TTNOMOC „er vollendete das 
Gesetz". 

Ist das Obj. ein Personalpronomen, so wird es durch 
die Personalsuffixe ausgedrückt (§ 191 ff.): ACIgOTBCj 
„er tötete ihn". 

Besonders häufig hat sich in guten älteren Texten 358. 
bei den mit T- gebildeten Kausativen die unmittelbare 
Anfügung des Objekts, das hier ursprünglich Subjekt 
war, erhalten (§ 250): (pAqKTTie-TTXiNffÖNC „er rügt 
die Gewalt"^; a)ACTAKF-TF\(/YXH „sie verdirbt die 

1 Sap. 1,5. 



166 Das Objekt. 359—361. 

Seele"^ Rne-nHOyTE TÄMlF-nMOy »Gott hat nicht 
den Tod geschaffen"^. 

Anm. Über das nominale Objekt ohne Artikel vgl. § 156. 

2. Anknüpfung mit FT-. 

359. Neben der unmittelbaren Anfügung des Ob- 
jekts findet sich meist (auch bei den mit T gebildeten 
Kausativen) die andere mittels Präposition H- 
(bez. M- § 379) : AYCMINH HOY^lAOHKH „sie schlössen 
einen Vertrag" ; i-COOyN RnNOyTF „ich kenne Gott" ; 
"l'TApKO RmOK „ich beschwöre dich". 

360. Das Objekt wird mit TT- angeknüpft bei den meisten 
Verben, die keinen St. constr. bilden, deshalb auch 
bei allen griech. Verben: AyAMAgTE RHOq „sie 
ergriffen ihn" ; KNAÄTTApNA RMOi „du wirst mich 
verleugnen" ; AqÄO(riMA^E RnpCüMF „er prüfte den 
Menschen". 

3. Anknüpfung durch F-. 

361. Sie findet sich besonders: 1. bei Verben der 
sinnlichen AVahrnehmun'g und ähnlichen, wie NAY 
„sehen", (JcoojT „erblicken", CCOTNl „hören", (^(oAm 
„riechen", 2Ca)g „berühren", (ToMÖM „befühlen", gE 
„finden", EIME „bissen", HEEyE „bedenken", TTlCTEyE 
„vertrauen" u. a. ; z. B. CENANAy ETTMOy „sie werden 
den Tod sehen" ; AqC(OT>l ETEqCMH „er hörte seine 

i Sap. 1,11. 2 Sap. 1,13. 



Das Objekt 362—365. Anhang. 366. 167 



Stimme"; HnpniCTEYP FJöAXF NIM „glaube nicht 
alle "Worte"; a)AYCH epoq „sie finden ihn"; 

S. bei einigen Verben des Redens: MOyTE 362. 
„rufen, nennen", CMOy «segnen", CÄgoy „verfluchen", 
(ToöNT „zürnen"; z. B. cyAyHOYTF EpOC] „man nennt 
ihn"; AqCMOy FTTeqjöHpF „er segnete seinen Sohn"; 
MffptfcONT Spoi „zürne mir nicht" ; 

3, nach KIM „bewegen", gloyH „schlagen", xpo 363. 
„besiegen" (eig. „stärker sein als" § 377,4); z. B. SK- 
glOye FpOt „du schlägst mich"; ATFfNXpO FOnONH- 
pOC „ihr habt den Bösen besiegt"; TTXOeiC NAKIH 
FTFpHMOC „der Herr wird die Wüste bewegen". 

Anm. Bei manchen dieser Verben kommt auch die An- 
knüpfung mit N vor. 

Das Verbum XO) „sagen" muß stets ein Objekt bei^64. 
sich haben ; hat es kein besonderes Objekt, so wird das 
Suff, der 3. Sg. fem. („es" § 196) beigefügt: AyXOOC 
„sie sagten (es)" ; ^y&iü RmoC „sie sagen (es), indem 
sie (es) sagen". 

Das entferntere Objekt (Dativ) wird durch die 365. 
Präposition IT-, vor Suff. nA^ (äg. n, A§ 323) ausge- 
drückt; vgl. § 378. 

8. Anhang. 

Die Verben „haben" und „nicht haben". 
Die beiden unpersönHchen Verben oyN- «es ist" 366. 
(äg. wn) und mn- (älter MMN-) „es ist nicht" (äg. n wn 



168 „Haben" und „nicht haben". 367. 368. 



ħ 394) werden mit der Präposition nTE-, vor Suff. RTA-, 
„bei" (äg.wc?^,A§339) verbunden, um denBegriff „haben" 
bez. „nicht haben" auszudrücken. Die beiden aufeinander 
folgenden n werden zusammenge zogen; z. B. oyNTF- 
na)HpF „der Sohn hat" ; MNTF-nWFyM A „der Geist hat 
nicht" ; OY^TAi „ich habe'* ; HNTAy »»sie haben nicht". 
Anm. OyN- und MN- (MMN-) sind die tonlosen Formen 
von OyON „es ist" undMHON „es ist nicht". 

367. Das „direkte Objekt ^^ vdvA in der Eegel unmittelbar 
(§ 357) angeknüpft; z. B. OYNTF-HcyHpe RnpCDMF 
FJOyClA „des Menschen Sohn hat Macht"^ ; IHNTF- 
nWFYHA KAC „der Geist hat nicht Knochen"^. 

Hierbei werden die Formen mit den Personal- 
suffixen (OYNTAl etc.) in der Regel verkürzt: GyN*!"- 
„ich habe", oyi^TK- „du (masc.) hast", O'yiNTF- „du 
(fem.) hast", oy^Tq- „er hat", oyNTC- „sie hat", 
OYNTFTN- „ihi' habt", oyNTOY- ?»sie haben"; MN'f-- 
ich habe nicht" u. s. w,; z. B. MN'j'-MA „ich habe keinen 
Ort"^ MNTC|-MA HpFKT-TFqAnF „er hat keine Stelle, 
seinen Kopf zu stützen"^. — Doch finden sich auch 
die unverkürzten Formen. 

368. Häufig wird das Adverb HMAY r^a" nachgesetzt 
(ähnlich wie das französ. y in il y a): ^iN'f"-pa)MF 
HHAy „ich habe keinen Menschen (da)"^. 



1 Matth. 9, 6. 2 Luc. 24, 39. 3 Lnc. 12, 17. -* Joh. 5, 7. 
»Matth.8, 20. 



„Haben" und „nicht haben". 369—371. Passiv. 372. 169 

Bisweilen wird bei den unverkürzten Suffixformen 369. 
(OyNTÄ^, HNTA') das Objekt nach Analogie der transi- 
tiven Verben mittels der Präposition TT- (Rmo- § 359) 
angeknüpft; z.B. oYntAC HMAY NOyKoAAClC „sie 
hat eine Strafe (da)"^; oy^TÄq MMÄY ^ß^g nRKÄ 
„er hat viele Güter"^. 

OYNTA== und IHNTÄ' können noch mit einem zwei- 370. 
ten Personalsuffix, das das pronominale Objekt be- 
zeichnet, verbunden werden; z. B. OY^TAiq „ich habe 
ihn"; OYNTAC|q „er hat ihn". 

Bisweilen tritt zwischen beide Suffixa ein eupho- 
nisches C: OY^^TAlCq „ich habe ihn"; OY^TAicOY 
„ich habe sie"; MNTAqCOY j?er hat sie nicht". 

Durch Vorsetzung des Hülfszeitworts NF- „war" 371. 
(§ 319) erhalten oyU' und hn- den Sinn des Präte- 
ritums: NF-HNTk-EJ^OYClA „du hattest keine Macht" ; 
NeY^'''Aq „er hatte" (für NFOY^TAq § 67); mit F- 
zusammengesetzt (§ 322) drücken sie einen Nebenum- 
stand aus: „Einige kamen zu einem Greise" FYNTAY 
FTOYA „indem sie Jemand hatten"^. 

9. Passiv. 

Eine besondere Passivbildung (A§ 178) existiert 372. 
im Kopt. nicht. Zum Ausdruck des Passivs dienen der 



i 1. Joh. 4, 18. 2 vgl. Matth. ]9, 22. 3 Z. 304. 



170 Passiv. 373. 374. 



Infinitiv vieler transitiver Verba (§ 188) und das Quali- 
tativ de^' transitiven Verben (§ 198); z. B. TTENITNEY^IÄ 
NABCoA FBOA „unser Geist wird aufgelöst werden"; 
Ä-Npo THpoy OYö>N „alle Thüren wurden geöffnet"; 
ÄYa)TopTp AyKlM „sie wurden beunruhigt (und) be- 
wegt" ; 'f a)TpTa)p „ich werde beunruhigt" ; qCHg „es 
ist geschrieben". 

373. Häufig wird das Passiv durch das Aktiv und zwar 
durch die 3. Person Plur. umschrieben (§ 272) ; z. B. 
FYKoAä^F HHOq „er wird bestraft" (wörtl. „man be- 
straft ihn"); AYgOTBq „er wurde getötet" (wörtl. „man 
tötete ihn"); AY^ÄCTK „du wurdest geboren" (wörtl. 
„man gebar dich"). 

Das logische Subjekt wird dabei durch die Präposition 
glTN- „durch"- oder FBOA glTN- (§ 390) ausgedrückt; 
z. B. AYCODBF MMOq FBOA glTN-MMAPOC „er j 
wurde durch die Magier betrogen" (wörtl. „man betrog ^ 
ihn durch d. M.")\ 

374. Eine andere Umschreibung des Passivs geschieht 
durch das Verbum XI- „nehmen, empfangen" (§ 341), dem 
ein Infinitiv oder ein Substantiv als Objekt folgt: z. B. 
2CI-CM0Y rgesegnet werden" (eig. „Segen nehmen"); 
2CI-0Y0EIN „erleuchtet werden" ; Xl-FOOY „verherrlicht 
werden". 



» Matth. 2, 16, 



Präpositionen 375—377. 171 

Partikeln. 

1. Präpositionen. 

Die Präpositionen zerfallen in einfache (e- „zu", 375. 
TT- „in") und zusammengesetzte (nTN- „in der Hand 
von"). Übrigens sind auch manche der einfachen Prä- 
positionen aus zusammengesetzten entstanden; z. B. 
gN- „in" äg. m-hniv „im Innern" (A§ 339). 

Da die Präpositionen ursprünglich Substantive oder 376. 
Infinitive gewesen sind, werden sie entweder mit einem 
Nomen oder mit den Possessivsuffixen (§ 83) gebraucht. 
In ersterem Falle sind sie tonlos (der Ton liegt auf dem 
folgenden Nomen), in letzterem betont. 

a. Einfache Präpositionen. 
F- (äg. r, ħ 332), mit Suff. gpo= (äg. lr\ bedeutet: 377.* 

1. zu etwas hin, in etwas hinein: Fnm „in das 
Haus", Fpoq „zu ihm"; 

2. getrennt von etwas, frei von etwas: 'f'OyAAB 
ETTFCNOq „ich bin rein vom Blute" ; 

3. retten vor etwas: MATOyxOl eNÄXAXP „rette 
mich vor meinen Feinden" ; 

4. mehr als, zur Umschreibung unseres Oompa- 
rativs: FqCOTTT FpOK „er ist vorzüglicher als du"; 

5. sagen etwas in Bezug auf etwas. Jemanden 
unterrichten über etwas. 

Über F- in adverbialen Ausdrücken vgl. § 395. 



172 Präpositionen. 378. 379. 

- ; - 

*378. fr- (äg. n, ħ 330) bez. H- (§49), mit Suff, nä- (NAI 
„mir" , NÄH „dir" , NF „dii* fem." , NAq „ihm" , nhTN 
„euch", NAY 5,ihnen") dient zum Ausdruck unseres Dativs 
(§ 365): MANOyC RnpcuMF „es ist dem Menschen gut". 
*379. H- (äg. m, ħ 331) bez. M (§ 49), mit Suff. HMO- 

(äg. im) bedeutet: 

i. in einem Orte, zu einer Zeit: ITCICDN „in Zion"; 
RnFlMA „an diesem Orte"; MHFgOOY j^am Tage"; 
HgAg HpOMne „viele Jahre"; | 

^. von etwas weg: Ao RTTFIMA „zurückweichen j 
von diesem Oiie , ihn verlassen" ; 

5. mittels eines Werkzeuges: HTCHqF „mit dem 
Schwerte" ; 

4, prädikativnachden Verben „sein, werden" oder 
„zu etwas machen": NF'iO FHOYt-lTF „ich war klein"; 
(ÖCüTTF RmON AXOC „Mönch werden" ; AAq NppO „ihn 
zum König machen"; 

5, genetivisch, besonders nach adverbialen Aus- 
drücken des Orts: FBoA H-, CABoA MMOq „von ihm 
weg" ; glTTAgOY RHOq „hinten von ihm, hinter ihm" u. a. 

Die Verbindung Rmin RmO^: dient zur Verstärkung 
der Personalsuffixe und des Possessivartikels: AyAAy 
FfClOyp RHIN RmOOY '^^^^ haben sich selbst zu Eu- 
nuchen gemacht"^; Va\}/Y^" RMIN Rmoi „meine 
eigene Seele". 

1 Matth. 19,12. 



Präpositionen. 380. 381. 173 

Über H- zur Bezeichnung des direkten Objekts 
vgl. § 359; in adverbialen Ausdrücken § 394. 

gl- (äg. hr, ħ 333), mit Suff. 2ia)(a))s:(äg. hr i9t „auf 380. 
dem Rücken") ; z.B. glCDCDK 2 m., gio) 2 f., glODtoq 3 m., 
gia)a)Nl.Pl.,2lO)TTHYTN2.Pl.,2ia)OY3.Pl., bedeutet: 

i. auf etwas befindlich: ginxoi „auf dem Schiffe"; 
glTSglH „auf dem Wege"; 

2, in der Wüste: ginxAFlF, glTFpHHOC „in der 
Wüste" ; 

5. unter der Regierung; 

4. mit, nebst, mit artikellosem Nomen: THg gl- 
ClüJF „mit Galle gemischt". — In dieser Bedeutung 
steht es (ebenso wie auch das hebr. hv) zur engen Ver- 
knüpfung zweier artikelloser Nomina; FlODT glMAÄY 
„Yater und Mutter". 

gA- (äg. hr, ħ 334), mit Suff. gApo^, bedeutet: 381. 

1. unter etwas befindlich, unter etwas hin; gA- 
nojHN „unter dem Baume, unter den Baum" ; 

2. etwas tragen (weil der Träger als unter der Last 
befindlich gedacht wird, A§ 334); 

3. sich hüten vor etwas, gewöhnlich gABoA gA-; 

4. gemischt mit Etwas: FNEyOYN^'^AAY ßAneq- 
CNOq „sie sollen nichts mit seineÄ Blute essen" ; 

5. beten für Jemand, Mitleid haben mit Jemand; 
anstatt; gÄgENgAT „für SilberUnge". 



174 Präpositionen. 382—385. 

•382. MN- (alt NM-), mit Suff. NFHa-, weniger korrekt 
RMMÄs wird gebraucht: 

i. in der Bedeutung „zusammen mit Jem." : i"- 
NSMÄK „ich bin mit dir"; 

2, nach a)AXF „reden mit Jem." ; 

5. zur Verknüpfung zweier Nomina: ngO HTTTE 
MNTTKÄg „das Antlitz des Himmels und der Erde". 
Das angeknüpfte Nomen muß den Artikel haben; vgl. 
dagegen § 380. 

383. JÖÄ- (äg. }ir ħ 335), mit Suff, ^apo^^, bedeutet: 
i. bis zu einem Orte oder einem Zeitpunkt: a)Ä- 

€NFg „bis in Ewigkeit"; 

2, kommen, schicken, bringen zu Jem. 
Über a)Ä- als Konjunktion vgl. § 284. 

384. gHTs (für äg. r h^t), seltener HgHT* (äg. m JiBt „an 
der Vorderseite", A§ 339) wird nur mit Suff, gebraucht: 

L jem. entgegen: AyCCOK gHTC] „sie zogen ihm 
entgegen" ; 

2. sich fürchten vor Jem.: CTCDT gHTC] „vor Jem. 

zittern"; p-gOTF RgHTC] RUNOYTF „sich vor Gott 

fürchten". 

*385 gN- (äg. m hnw „im Innern", A§ 339), bez. gM- 

(§49), mitSuff. Fr2HT:5(äg. mht „imLeibe von"),bedeutet: 

1. in einem Orte, zu einer Zeit: gNTTTE „im 
Himmel" ; gNTBYNOy „in der Stunde". — Häufig in 
Verbindung mit dem adverbialen gpAl (§ 393): gpAl 



Präpositionen. 386—388. 175 

gNTFglH „auf dem Wege" ; gpAl gMnCöOpTr NFBOT 

„im ersten Monat"; 

2. mittels eines Werkzeuges; 

5. unter einer Menge. 

Mit EBoA (§ 395) verbunden bedeutet es: aus et- 
was heraus, von etwas weg: ACIFI EBoA gNTDl „er 
ging aus der Zelle" ; oyA EBoA NgHTOy „einer von 
ihnen". 

Über QU- in adverbialen Ausdrücken vgl. § 396. 338, 

FIC- „seit": ElCgÄg HpOMHE „seit vielen Jahren"; 386. 

CA- (äg. r 5i) eig. „im Rücken, hinter" ; vgl. § 397 ; 

OYBE-, mit Suff. oyBHs „gegen Etwas" ; merke auch 
f OyBE- „sich jem. widersetzen" ; 

OyTE- (äg. r iwdj „um zu trennen" A§ 341), mit 
Suff. oyTCDs „zwischen", 

h. Zusammengesetzte Präpositionen. 

Mit E- und einem Nomen zusammengesetzt ist: E2CN 387. 
(äg. r dSdS n „auf den Kopf von"), bez. E2CM- (§ 49), 
mit Suff. E^CCO« (§ 84), mit der Bedeutung: über etwas 
hin, auf etwas hin; z. B. EXCOq „auf ihm"; „sie legten 
den Kranz" E2?N-TEqÄnE „auf seinen Kopf". 

Mit IT- (§ 379) zusammengesetzt sind: RMAg- 388. 
(äg. m iSh, ħ 339) nur noch in der Verbindung : R- 
MAg-TTXOElC „vor dem Herrn". 

NCÄ- (äg. m s^ „im Rücken" ħ339), mit Suff. ncCU^: 



176 Präpositionen. 389. 390. 

i 

1, hinter einem Orte: RTTpKÄAT fTCODK „setze 
mich nicht hinter dich, verlasse mich nicht" ; 

2. RCÄ-OY^AM „zur Eechten"; HCA CA NIM „auf 
jeder Seite, überall"; 

5. außer: „ich sah Niemand" HCÄ-TFApXHPniC- 
KOnoc HÄYAAq „außer dem Erzbischof allein". 
I / Als nach in temporalem Sinne gebraucht man das 

zusammengesetzte HNFCA-: ViNNCA-NAl „darauf"; 
HNNCODC „darauf". 

NTE- (s^gAudCj A§ 339), mit Suff. nTA-, „bei, zu- 
sammen mit Jem." ; vgl. § 366. 

HTN- (äg. m dt n), bez. HTM- (§ 49), mit Suff, n- 
TOOTs, „in der Hand von; von weg": AlAlTEl MMOq 
fTTM-TTNOYTF „ich erbat ihn von Gott". 

389. Mit gA- (§ 381) zusammengesetzt sind: 

gATN (äg. h?' dt n „unter der Hand von"), bez. 
gATNl -(§ 49), mit Suff. gATOOT^ „bei" ; gATOOfq „bei 
ihm" ; g ATN-THy**^ «^^^ euch" ; „er legte ihn" gATN- 
NFOyEpHTF RTTgÄAo „zu den Füßen des Greises", 

gAgTN- (äg. hr hBtj n „unter dem Herzen von") 
bez. gAgTM- (§ 49) , mit Suff. gAgTH:^ (§ 84) , auch 
gATH^ mit der Bedeutung „bei": Fpe-'fnYrw MHCUHg 
gAgTHK „die Quelle des Lebens ist bei dir"^. 

390. Mit gl- (§ 380) zusammengesetzt sind: 

glTN- (äg. hr dt n „auf der Hand von") bez. giTH- 
(§ 49), mit Suff. glTOOT^: 



I 



1. Präpositionen. 391. 177 



1. durch einen Ort: BCOK EgOyN glTN-TTryAH 

„geht hinein durch die Pforte" ; 

2. durch, mittels (vgl. T^): glTM-UpAN R- 
n2C0EtC „durch den Namen des Herrn". — Häufig mit 
dem adverbialen EBoA (§ 395) verbunden: EBoA gl- 
TR-nNOyTF „durch Gott". 

Über den Gebrauch beim Passiv vgl. § 373. 

glXN- (äg. hr dBdS n „auf dem Kopfe von" ħ 339), 
bez. 212CM- (§ 49), mit Suff. 212CCD^ „auf" : gllCN-TPq AHF 
„auf seinem Kopfe" ; gl2CM- TTKÄg „auf der Erde". 

Mit einem Infinitiv zusammengesetzt sind: 391. 

A2CN- (auchE2^-) „ohne", mit Suff. ÄICNT:^, (für *äT- 
cyN-, *AT-j;yNT* „ohne zu fragen"), das das artikellose 
Nomen nach sich hat (§158): ÄXN-PiqT „ohne Nagel". 

ETBF- (äg. r dh^ „um zu vergelten"), mit Suff. ST- 
BHHT-, bedeutet: 

1. wegen etwas: ETBE-TTAl „deshalb"; ETBF- 
THYTN „imi euretwdllen" ; 

2. in Betreff einer Sache, über etwas: Ay^^OOC 
. CTBB-ATTA gCOp „man erzählte über Apa Hör". 

2CIN- „von, seit": 

1. örthch: 2ClN-NEY0Y^pMTE a)ATEYATTF „von 
ihren Füßen bis zu ihrem Kopfe" ; 

2. zeitlich: XlN-FMFg „seit Ewigkeit". 

Häufig folgt noch die Präposition W (§ 379): XiN- 

Steindorff, Kopt. Gramm.* 12 



178 1. Präpositionen. 392. 2. Adverbien. 393. 

HcyopTr „von Anfang an"; XlN-RTTElNAY „von dieser 
Zeit an". 

Über 2CIN- als Konjunktion s. § 498. 

c. Griechische Präpositionen. 
392« Von griechischen Präpositionen werden namentlich 
die folgenden gebraucht: 

KATÄ xotld, mit Suff. KATApO^^; z. B. KATA GF 
„nach der Art und Weise"; KATApoq „nach ihm". 

HApA Tzapd, mit Suff. TTApApO^^; z. B. UApA TTOJl 
„über die Massen" ; nÄpApOOy „mehr als sie". — Häu- 
fig auch nnApA: HHApA NECpCOME THpoy „vor 
allen ihren Leuten". 

Anm. KATApO' und TTApApO- sind nach Analogie von 
EpO- (§ 377) gebildet. 

XCOptC X^P^^» gewöhnlich mit artikellosem Nomen 
(§ 158): XCOpiC ANArKH „ohne Zwang". 

gCUC ü)^, mit artikellosem Nomen: güDC pCDMF 
„wie ein Mensch". 

2. Adverbien. 
393. Eine besondere Adverbialbildung existirt im Kopt. 
nicht (vgl. A§ 324). Als Adverbien gebraucht man 
meist Substantive oder Infinitive, gewöhnlich mit einer 
Präposition, seltener absolut. Besonders häufig kommen 
die Substantiva gcyN „Inneres" (äg. hniv), BoA 
„Äußeres" (äg. 6r), gpAl „Oberes" (äg. hrj, B. gpHl), 



2. Adverbien. 394. 395. 179 

gpÄi „Unteres" (äg. hrj, B. hpm), UAgOY „Hinter- 
teil" (§ 146), ECHT „Unteres" (äg. s^tw „Boden") in ad- 
verbialen Ausdrücken zur Verwendung, r-^ Über den 
adverbialen Gebrauch des Infinitivs vgl. § 338. 

Das mit einer Präposition adverbiell gebrauchte 394. 
Substantiv steht mit und ohne Artikel. Die häufigsten 
dieser Verbindungen sind: 

1. mit der Präposition FT „in" (§ 379) : 

HMÄY „da, dort"; FCAq „gestern"; Rnooy n^ 
gOOY „heute"; fTpACTE „morgen"; fTTFyNOY »jetzt, 
sogleich" (eig. „zur Stunde"); MMHNE (äg. m nmt) • 
„täglich"; NOyOYOElO), HOYOFIO) „einmal" (eig. „zu 
einer Zeit") ; fra)OpTr „zuvörderst" ; HTFIMINE „in die- 
ser Art, so"; RmäTF „nur"; HoyCüglH „wiederum". 

FgOYF-j ngoyo E- „mehr als" : HgOYF-OY^l^^^ 
„mehr als Schnee" ; HgoyO PTTUpTT „mehr als Wein". 

NgHT „im Herzen", häufig nach Verben, die eine 
seelische Tätigkeit ausdrücken; z. B. TODT TTgHT „über- 
reden, billigen". 

2. mit der Präposition e „hin zu" (§ 377): 395. 
EMAY „dahin" ; FTCDN „wohin?" ; SM ATE „sehr". — 

EgOYP-> HgOyO E- „mehr als": EgOY^-TTpH „mehr 
als die Sonne"; EgoyO Ea)0 „mehr als tausend". 

Merke besonders die Ausdrücke: EgOYN „hinein", 
FBOA „hinaus", FgpAl (B. Egpm) „hinauf", FgpAl 
(B. Fi>pHl) „hinab", FHECHT „nach unten", FTgH „vor- 

12* 



180 2. Adverbien. 396—399. 

aus", ETTAgOy „zurück". Sie stehen häufig nach Verben 
der Bewegung, mit denen verbunden sie unsere Composita 
vertreten: €1 EgOYN „hineingehen", KCD EgOYN „hin- 
einlegen"; BCDK EBOA „hinausgehen", TTCDT EBoA „ent- 
fliehen", + FBoA „fortgeben, verkaufen" , 6(D(^ EBOA 
„ausschauen" ; Xl FgpAl „hinaufnehmen", 0)0) EgpAt 
„ausrufen"; KO) EgpAi' „niederlegen"; OYö>S EHeCMT 
„niederlegen"; HOOO)e ETgH „vorangehen" u. a. m. 
ÄgFpAfq (für ÄgP-EpATq) heißt „stehen", TAgO 
EpATCI „aufstellen". 

396. 5. mit der Präposition gN „in" (§ 385) , nach der 
das Substantiv stets den Artikel hat: 

gNTHAO^F FTTeYJÖ^ „Älittemachts" ; gMUGOy 
„heute"; gN0Y(9TTH0)0)n „plötzlich". Vgl. § 153. 

397. 4. mit anderen Präpositionen: 

glüAgOy „hinten", gineCHT „unterhalb", glgoyN 
„innen", glBoA „draußen", giNAi„auf diese Weise"; — 
OJAgpAl „hinauf*^; — CAOyNAM „rechts", CABOA 
„weg", CA-CA NIM „aller Orten, überall". 

398. Absolut stehen : TFNOy „jetzt" (für TF-OyNOy „die 
Stunde"), TO)N „wo?" (äg. tnw, tnj, ħ 386), TNAy 
„wann?", COTT „manchmal", NAHE „wahrhaftig", PNEg 
„jemals" (im negat. Satze „niemals"). — Über die Ver- 
bindung von gpAl mit der Präposition gN- vgl. § 385. 

399. Von anderen Adverbien nicht substanti\ischer Her- 
kunft merke man: 



3. Konjunktionen. 400. 401. 181 

MFJöAK „vielkicht" (aus äg. hiv rli-k „du weißt 
nicht" entstanden): HEa)AK HTÄ-NAl TÄgOl FTBF- 
TTXO't „vielleicht hat mich dieses wegen des Schiffes 
betroffen"^ ; 

ApHY „vielleicht": Apny KNÄ^OYHM-CNTE 
„vielleicht wirst du zwei (Datteln, BNNF) essen können"^, 

3. Konjunktionen. 
a. 2CE- 

XF- (äg. r dd „um zu sagen") ist tonlos und wird 400. 
gebraucht: 

1. zur Einführung der direkten Rede (wie das 
griech. gxi): 

nF2CE-n2?Äo NAq xe-TCDoyfir Nrntor „es sprach 

der Greis zu ihm: ,Erhebe dich und laufe !'"^; 

ÄYSl-TOOTOy ECCDO) RMOq XF-FTK-OYMAi- 
FOOy EqCöOyPlT „sie fingen an, ihn zu verspotten 
(mit den Worten): ,du bist ein eitler Prahler'"^; 

2. zur Einführung der indirekten Rede, nament- 401. 
lieh nach den Verben sentiendi und declarandi; hier 
wird 2CB- meist durch unser „daß", beim indirekten 
Fragesatz (§ 479) auch durch „ob" wiedergegeben (vgl. 
griech. Sil): 

„die, welche ihn nicht kannten, sagten," XE-GyRno- 
TTE „daß er stumm sei"^; 



1 Ming. 161. 2 Ming. 250. 3 z, 338. * Z. 292. » Z. 327. 



182 3. Konjunktionen. 402—404. 



SNFqCOOYN rap ÄN-TTF 2CF-ÄqM0Y „denn er 
wußte nicht, daß er gestorben war" ^ 

Häufig ist nicht zu unterscheiden, ob der auf xs- 
folgende Aussagesatz die direkte oder indirekte Rede 
enthält. 

402. Bisweilen ist das Wort des Sagens vor XF- fort- 
gelassen: 

qoNg F/Ti-nxoEic xe-HNFyKeT-TEiKYnH 

gMTFÄOYOFlO) „denn (so wahr) der Herr lebt, (ich 
sage:) dieses Gewölbe soll nicht wieder zu meiner Zeit 
gebaut werden"^. 

403. Man liebt es, das Subjekt des auf XE- „daß" 
folgenden Satzes vorauszunehmen und von den Verben 
sentiendi oder declarandi als Objekt abhängig zu 
machen: 

ÄYHIHE Fpoq XE-OYpCOME-ne HTenNOYTE „sie 
wußten (in Bezug auf ihn), daß er ein Mann (xottes 
sei"^ 

+niCTEY^ FTTNOYTF 2Ce-qNÄEipE „ich vertraue 
auf Gott, daß er thun wird" (für „ich vertraue, daß 
Gott thun wird")^; 

404. 5. vor dem zweiten Objekt nach den Verben des 
Nennens: 

a)ÄYHOYTB epOC 2CE-Mapia „man nennt sie 
Maria; sie heißt Maria"^; 

1 Z. 342. 2 Z. 292. 3 Z. 348. * Z. 309. » Z. 346. 



3. Konjunktionen. 405 — 407. 183 



4. zur Angabe des Grundes, in der Bedeutung 405. 
„weil, da" und „denn": 

„er gewann sich die ganze Bande", XE-AqKODTTCCOq 
Rnsqoycoo) „weil er seinen Willen aufgegeben hatte" ^; 

flnpBcoK a)Äpoq 2ce-0YHnieETHc-nF „gehe nicht 

zu ihm, denn er ist ein Betrüger (eTTiöeiT]?)"^. 

Bisweilen wird es durch nachfolgendes PAp (yop) 
verstärkt: 

2CE-MEpF-TC0^1Ä PAp BCUK FgOyN Fyvl/Y?^^ 
FCgOOy „denn die Weisheit geht nicht in eine schlechte 
Seele"3. 

5. mit folgendem Futurum II. oder III. , um den 406. 
Zweck oder die Absicht auszudrücken, in der Be-. 
deutung „daß, damit'^ : 

„iß", XE-Fpe-OY^OM NÄOJÖönE NAK „damit dir 
Kraft werde"^; 

„er warf sich mit seinem Sohne nieder" 2CF-FqF- 
CHOY FpOOY „damit .er sie segnen solle"^. 

Das negative Verb wird durch nNF- (§ 311) ausge- 
drückt: 

„wir haben gewirkt" XF-TTNENgppO) FOYA HMODTN 
„damit wir nicht einem unter euch schwer werden"^. 

&. FBOA XF-, ETBF-XF- 
in der Bedeutung „weil" (vgl. § 405): 407. 

» Z. 309. 2 z. 338. 3 Sap. 1, 4. * l Keg. 28, 22. 5 Z. 341. 
6 2 Thess. 3, 8. 



184 3. KoDJnnktioneD. 408 — 410. 

„die Dämonen streiten mit uns" EBoA XF-ANNOyXF 
FBoA HNBNgOTTÄON „weil wir unsere Waffen weg- 
geworfen haben" ^; 

„der Adler ist nicht herabgekommen" ETBF-XF- 
TTCON a)OCM FpOK „weil der Bruder gegen dich ergrimmt 
ist"2^ 

c. XFKAC, 

408. älter XEKAAC, „damit, daß" mit folgendem Futurum 
ni. (vgl. § 406): 

„sie beteten zu Gott", XEKAC EyHPlME FTTÄl „damit 
sie dies erführen"^; 

2CFKaAC FNFTAAN NHTN HCKOT „daß wir uns 
selbst euch zum Vorbilde gäben"^; 

XFKAC HNFYOAlBF RMOI RiTl-TTpCDMF „damit 
die Menschen mich nicht bedrängten, (stand ich auf)"^, 

409. Seltener mit Futurum II. : „alle Dinge, die ihr wollt," 
XFKAC FpF-fl|KOMF NAAAy NHTN „damit die Men- 
schen sie euch tun, (tut ihnen) "^ 

d. AYO) 

410. „und" verknüpft Sätze (§ 452), seltener Nomina: 
TANACTACIC ÄTf^ TTtONg „die Auferstehung und 

das Leben"^ 

Anm. AY^ bedeutet ursprünglich „^üge hinzu*' und steht 
für *A-0YC02, den Imperativ von OYCOg § 331. 

1 Z. 303. 2 z. 323. 3 z. 348. * 2 Thess. 3, 9. » Z. 297. 
6 Matth. 7,12. 7 Joh. 11,25. 



3. Konjunktionen. 411—413. 185 

«. (Se 

bedeutet „ferner, also" und wird dem ersten betonten 411,. 
Worte des Satzes enklitisch angehängt (§ 77; äg. grt^ 
ħ 345): 

2ÄpFg-<re FpCöTN eneKpMpM „hütet euch aber 
vor dem Lästern"*; 

OYFä)-NAa)ÄXe-<rE „wollet also meine Eeden"^ 
/ION, gCOCDq, FToq 

stehen ebenfalls an zweiter Stelle des Satzes. ON 412. 
bedeutet „wiederum, dagegen", T?roq (§86) „im Gegen- 
teil, vielmehr," gCDCloq (§ 88) „dagegen, aber": 

niAATOC ON AqOYCüCöB „Pilatos dagegen ant- 
wortete"^; 

Ne-OYNTAl gCöOöq ITOYMÄäY ??iGh ^atte dagegen 
eine Mutter"^; 

HTtppiMF NAÜ piME HTOq NHTN „weinet nicht 
für mich, weinet vielmehr für euch"^. 

g. Griechische Konjunktionen, 

Die Zahl der griechischen Konjunktionen, die im 413. 
Kopt. gebraucht werden , ist sehr groß. Über gCöCTF, 
goncuc, ^4>^^a)c, mhoote s. § 283. ^ 

Merke noch gcoc „wie wenn, als ob", das mit einem 
mit E- eingeleiteten Zustandssatze (§ 323 ff.) verbunden 
wird: 



1 Sap. 1, 11. 2 Sap. 6, 12. 3 Marc. 15,12. -• Z. 327. 5 Luc.23,28. 



186 1. Der Nominalsatz. 414.415. 



„er ging an ihm vorüber" gOüC FpF-OYCi"XÄpiON 
• ' TO glCDCöq „als ob ein Priesterkleid ihm angelegt wäre"^ ; 
gCDC FAqeipF FOYSOÖTB „als ob er einen Mord 
begangen hätte"^. 

Über gCDC im Temporalsatze s. § 499. 

Die Sätze. 

1. Der Nominalsatz. 
♦414. Unter dem (reinen) Nominalsatz versteht man einen 
Satz, dessen Subjekt ein Nomen oder Personalpronomen 
und dessen Prädikat ein Nomen (Substantiv, Adjektiv, 
Infinitiv) oder ein präpositionellet' Ausdruck (auch Ad- 
verbium) ist. Das Subjekt steht vor dem Prädikat (vgl. 
A§ 351). Der Nominalsatz drückt eine allgemeine Be- 
hauptung aus. 

Anm. Über die Verwendung des Nominalsatzes in der Frage 
s. § 474. Uneigentliche Nominalsätze s. § 270. 

a. Nominalsätze mit nominalem Prädikat. 
415 Das Subjekt ist das Personalpronomen der 1. 

• oder 2. P e r s n, das durch die verkürzten Formen des abso- 
luten Pronomens (§ 87) wiedergegeben wird. Das Prä- 
dikatssubstantiv muß den bestimmten oder unbestimmten 
Artikel oder den Possessivartikel haben. Das Prädikats- 
adjektiv erhält, abweichend vom Deutschen, den unbe- 
stimmten Artikel: 



i Z. 316. 2 Z. 340. 



1. Der Nominalsatz. 416—419. 187 

NTk-TÄgEAniC „du bist meine Hoffnung"^; 
ANr-OYP<*>MF FACeeNHC „ich bin ein schwacher 

Mensch^^; 
NTETN-gFMMÄKApiOC nApAFTpCDHE Twpoy »ihr 

seid selig vor allen Menschen"^. 
An Stelle des Prädikatsadjektivs kommt auch der 416. 
durch den unbestimmten Artikel substantivirte präpo- 
sitionelle Ausdruck FBoA gN- „aus" (§ 385) vor: 
WTFTN-gFNeBoA gkTTlKOCHOC „ihr seid von dieser 

Welt"^. 
Selten bleibt das Personalpronomen unverkürzt: 417. 
AN OK OYäJCOC „ich bin ein Hirte".^ 

Häufig wird das absolute Personalpronomen zur 418. 
Yerstärkung des Subjekts vorangestellt: 
ANON PAp AN-nppne RnNOYTB „denn wir sind der 

Tempel Gottes"^; 
HTCÖTN rTTFT^I-^PNFBO^ gMüHÄg, ANOK ANT- 

OyESoA gNTTTF „ihr seid von der Erde, ich bin 

vom Himmel"'^. 

6. Nominalsätze mit präposition^lleitt Prädikat. 419. 

Sie stehen: . 

1. Wenn das Subjekt ein Nomen ist: 
ITAFICDT HgHT „mein Vater ist in mir"^; 
nxOElC gMTTeqpTTH „der Herr ist in seinem Tempel"^. 

1 Ps. 21, 10. 2 Sap. 9, 5. 3 PS. 15. < joh. 8, 23. » Z. 346. 
♦ 2 Cor. 6, 16. 7 Joh. 8, 23! 8 joh. 14, .11. (Am61.) 9 Ps. 11, 4. 



188 1. Der Kominalsatz 420—423. 



2. wenn das Subjekt ein Personalpronomen ist, wo 
dann die Pronominalformen des nneigentlichen Nominal- 
satzes (Praesens I § 276) verwendet werden: 
'f'-gHTTAFICDT „ich bin in meinem Vater"*. 

420. Auch hier wird das Subjekt häufig durch Vorstellung 
des absoluten Pronomens verstärkt: 

ANOK 2kE +-NMMAK HOyoeiO) NIM „ich bin mit 
dir zu jeder Zeit'*^ 

421. Sehr häufig wird der Nominalsatzmitpräpositionellem 
Prädikat durch die Formen des Präsens 11 ersetzt: 
EVNBMHTN „ich bin bei euch" ; 

POF-OYSCDB Epoi „eine Sache liegt gegen mich vor"^. 
c. Der Nominalsatz mit TTF, TE, NE. 

422. IstdasPersonalpronomen derS.Person Sing. 
de r Plur. („er, sie, es ; sie") Subjekt eines Nominalsatzes 
mit nominalem oder pronominalem Prädikat (z. B. „er 
ist mein Vater"), so wird es durch das Demonstrativ- 
pronomen TTF, TB, NF ausgedrückt, das enklitisch hinter 
das Prädikatsnomen tritt und sich im Geschlecht nach 
diesem richtet; z. B. TTAFICDT-TTF „er (es) ist mein Vater" ; 
ÄNOK-nF „ich bin es"; NtM-TTF „wer ist es"; OYFINF- 
TF „sie ist ein Abbild"; vgl. A§ 358. 

Anm.nF,TF7NF sind tonlose Formen des Demonstrativ- 
pronomens ITH, TH, NH nJener«(näg.j)iy,^i/, n^yħ385B); vgL§78. 

423. Die Verbindung von HF mit dem Prädikatsnomen 

1 Joh. 14, 10. 2 pg. 72, 23. 3 Z. 323. 



1. Der Nominalsatz. 424—427. 189 

st eine lose. Wörtchen, wie PAp, (Tu, die an zrv^eiter 
Stellö des Satzes stehen müssen, treten zwischen beide : 
rFOJTTHpF TAp TE „denn es ist das Wunder, denn es 
st wunderbar''^ 

Ist das Prädikat ein längerer Ausdruck, so können 424. 
iTF, TE, NF in denselben eingeschaltet werden (A§ 358) : 

OYpCOMB-TTE HTETTNOyTE „er ist ein Mann 

30ttes"2; 

TENOy TEKplClC-TE RnElKOCMOC „jetzt ist 
das Gericht dieser Welt"^. 

Das Prädikatsadjektiv erhält auch hier den un- 425. 
bestimmten Artikel (§ 415): 

OYArAeOC-HE „er ist gut"^. 

Als Prädikatsnomen kann auch der von der Prä- 426. 
Position E- abhängige kausative Infinitiv (§306) stehen: 

„Was ist Demut? Der Greis antwortete ihm:" 
XE-ETpEKp-nnETNAMOyq-nE FTNETp-nEeOOY NAH 
„(es ist), daß du Gutes tust denen, die dir Böses tun"^. 

Der Nominalsatz mit riE wird nun häufig gebraucht, 427*. 
um das Prädikat eines Nominalsatzes mit nominalem 
Sub j ekt hervorzuheben; OYTTICTOC-TTE ITICOEIC giebt 
das griech. ttiotoc eoxiv 6 x6pio<; wieder; um das be- 
tonte TTiaxoc auszudrücken, bildet man zunächst einen 
Satz OYTTlCTOC-TTE „treu ist er" und läßt dann das 



i Sap. 16, 17. 2 Z. 348. 3 Joh. 12, 31. -» Job. 7, 12. & Z. 304. 



190 1. Der Nominalsatz. 428.429. 



Subjekt TT2C0EIC als Apposition zuTTF folgen: OYTTICTOC- 
TTE n2C0FlC „treu ist er, nämlich der Herr". Auf diese 
Weise sind die Pronomina ITF, TF, NE gewissermaßen 
zur Kopula geworden; z. B. : 

TECgÄH-nE OEglElT HAMNTE „die Grube des 
Hades ist sein Ende" (iiz eaj^dxcp aüx^c ß6dpoc 4^oü)^; 

OyÄTÖOM-TTE OY^At „es ist unmöglich, gerettet i 
zu werden"^. 

428. Mit Vorliebe bedient man sich dieser Konstruktion: 
i. in Sätzen, deren Prädikatsnomen ein Demonstrativ- 
oder auch ein Personalpronomen (§ 415) ist. Im Deut- 
schen erscheinen diese Pronomina als Subjekt des betr. 
Satzes; z. B. : 

TAX- TE TÄCglME „dies ist meine Frau" (eigentl. 
„diese ist es, nämlich meine Frau")^; 

ÄNOK- HE na)a)C etnänoyc) eyc^ eifxi 6 TroifXYjv 6 
xaXoc (eigentl. „ich bin es, nämlich der gute Hirte"*); 
; Fälschlich wird bisweilen das prädikative Pronomen 
aosolutum (nach Anologie von § 415) verkürzt: 

/ ÄNT-nE OECD^OCIOC ffppO „ich bin Theodosios, 
der König"^ (für ÄNOK-ÜE). 

429. 2. wenn das Prädikatsnomen ein Fragewort ist: 
OY-HE TTElgCDB „was ist dieses Werk?" (eigentl. 

„was ist es, dieses Werk?")^ 



1 Sir. 21, 11. 2 z. 301. 3 Z. 346. * Joh. 10, 11. 5 Z. 304a 
6 Z. 323. 



1. Der Nominalsaiz. 430 — 432. 191 



Äa)-TF TerepPÄClÄ „was ist dein (für TBK) 
Gewerbe?"^ 

NIM-NB RBÄÄMnE Ay(X> NIH-NF NBCOOY «wer 
sind die Böcke und wer sind die Schafe?"^ 

Ist das hervorgehobene Prädikatsnomen männUchen, 430. 
das nachfolgende Subjekt aber weibUchen Geschlechts, 
so wird meist das Demonstrativum (Kopula) im Ge- 
schlecht auf ersteres bezogen, sodaß auffallender Weise 
(gegen § 427) HF statt TE steht: 

nFKa)AXB-ne TMB „dein Wort ist die Wahrheit"^; 

npAN MnxOBlC-ÜB TBqgBÄniC „der Name des 
Herrn ist seine Hoffnung*'"*; 

nCöNlOJB TÄp NNBlÄCDAON-nB TÄpXH MnBOOOY 
NIM „denn der Götzendienst ist der Anfang alles 
Übels"^ 

Merkwürdig ist der Gebrauch des Nominalsatzes 431. 
TÄt-TB 9B „dies ist die Art und Weise" an Stelle der 
Konjunktion „so" : 

HOB BTBpB-OYPBlOY^ MB T^SO) glSN-gBNnyrH 
RMOOY» TÄt-TB OB BpB-TÄV|/YXH MB HBl BpATK 
TTNOYTB „wie ein Hirsch an Wasserquellen zu bleiben 
wünscht, so wünscht meine Seele zu dir, o Gott, zugehen"^ 

Sehr häufig wird der Nominalsatz mit TTB aber auch 432.* 
gebraucht, um das Subjekt des Nominalsatzes hervor- 

1 Z. 346. 2 Z. 304. 3 Job. 17, 17. * Ps. 39, 5. »vgl. Sap. 14, 27. 
6 Z. 319. 



zntih^f^ifi, lü ^h^^^Tti YiLLie tritt das SaV-ets an »i» Scök 
4^ S^tze^ and wird n^cKIieT durch das Pd>i>:'*2^!3l flF- 
Tf , HF wiedi^rr aufgenommen r| 442jf : r. R 

IfNOiT OyTFAlOC-ffF y-d er G r o & e i ält<ae> fet to3- 
kf/jfiinen''^ TeigentL -der Gro&e. ToHkommen fet er-»': 

HAI oyXAXE-lfF RrCTrMOyTF rrdieser ist ein | 
Y^uä Gottes-^; ^ 

fITOOy TMpOY gCTI ArplOC-MSrSi e alle sind wild-^. 
4J3# Auch der XominaLsatz mit TIF, TF, NF erhält durch I 
die Za.HamTrjerj.setzung mit dem Hülfszeitwort HF- (FHF-) 
die Bedeutung eines Präteritums (§ 320): 

FMF'OYÄNÄrKAlON-nF „es war notwendig^*; 

Ha^paBBaC ÄF NF-OYCOOHF-TIF -Barabbas aber 
war ein Räuber"^. 

(f. Komioftliätze durch OYH-undMH- eingeleitet. 
♦434, Hat das Subjekt des (eigentlichen oder uneigent- 
liclion) Norninalsatzes keinen oder den unbestimmten 
Artikel, so wird der Xominalsatz durch das unpersön- 
liche oyN- „es ist" eingeleitet: 

OYN-<J^OM RMOV „es ist Kraft in mir, es ist mii- 
Tnöglicli"^; 

OYN-oycDNg jyoon gNTcv^rFNiA htco4)ia 

„Loboii ist durch die Verwandtschaft der Weisheit"^; 

» Z. 346. 2 /. 328. 3 z. 31 8. * Act. 13, 46. » Joh. 18, 40. 
« Z. 348. 2 Bap. 8, 17. 



1. Der Nominalsatz. 435—437. 193 

OYN-oyXApic MNoyNA NAjöCDne tTNFqccDfn 

„Gnade und Mitleid wirdseinen Auserwählten werden"^. 

Ist der Nominalsatz mit unbestimmtem oder artikel- 435.* 
losem Subjekt negiert, so wird er durch mn- (RkTn-) 
„es ist nicht" (§ 366) eingeleitet: 

HN-(rOM HMCöTN „es ist keine Kraft ineuch"^; 

nTn-AäAY HpCöMF COOYN FTNÄt „kein Mensch 
weiß dieses"^. 

Durch Zusammensetzung mit NB- (§ 319) erhält 436. 
auch diese Satzform die Bedeutung eines Präteritums: 

NE-0*Y>i-OYÄ gNKHME „es war einer in Ägypten"**. 

e. Der Nominalsatz mit E- eingeleitet. 

Jeder eigentliche Nominalsatz kann mit dem Hülfs- 437. 
Zeitwort F-(§ 322) zusammengesetzt werden. Vor nomi- 
nalem Subjekt hat das Hülfs verb die Form FpF- (§ 
323). Man gebraucht diese Sätze in der Abhängigkeit: 

1. um einen Nebenumstand der Erzählung auszu- 
drücken (§ 324): 

ÄCei EBOA EnTÄ4)0C EßTOOYE ETI EpE-HKÄKE 
nBoA „sie (Maria Magdalena) kam morgens zum Grabe, 
als noch Finsternis draußen war^; 

„du willst von mir trinken, E-ÄNT-OYCglHE H- 
CAMApiTHC obwohl ich eine Samariterin bin?"^ 

1 8ap. 4, 15. 2 Z. 344. 3 Z. 346. * Z. 338. 5 joh. 20, 1. 
6 Joh. 4, 9. 

Steindorff, Kopt. Gramm.* 13 



194 1. Der Kominalsatz. 438. 2. Die Teile des Satzes. 439. 

FlC-eHHTS nOYppO NHY NF EYpMpĩ-Tre 

^siehe, dein König kommt zn dir, indem er mild ist''* ; 

KNAO^COnF F-OY^N-iTOM MMOK CNNFKgBHY^ 
TMpOY «du wirst werden, indem Kraft in dir ist bei 
allen deinen Werken"^; 

„Apa Makarios wohnte in der Wüste, FNE-NTOq 
MÄYAÄC|-TTe indem er allein war**"*. 
438. 2. nach den Verben der sinnlichen Wahr- 
nehmung (§ 325): 

Aqge epoq F-nnqqTooY-nF FqgMnTA^oc „er 

fand ihn, daß es sein vierter (Tag) war, indem er im 
Grabe war" (eupev aüxov Teaaapac •Jjfxepac Ij^ovxa ev 
Toi [ivr^fi.ei'a)'*. 

Über den Gebrauch im Relativsatze vgl. § 508. 

2. Die Teile des Satzes. 

I a. Die Wortstellung. 

439». 'Die gewöhnliche WortsteUung (ħ 362) ist: 1. Sub- 
jekt bez. Hülfszeitwort mit nominalem Subjekt oder 
mit Subjektssuffix; 2. Verbum; 3. näheres Objekt; 4. ent- 
fernteres Objekt; 5. präpositionelle Verbindungen (Zeit- 
und Ortsangaben etc.); z. B. 

Ä-nxOFlC TÄHIO HeHNOJTHN TTüJÄAp FfÄlkÄH 
„der Herr machte Fellkleider für Adam"^ ; 

AqKTO RnMAAB FfgAT NNÄpXlFpFYC „er 

»Matth.21,5. 2Ming.335. »Z. 316. 4Joh. 11, 17. » Gen. 3, 21. 



2. Die Teile des Satzes. Wortstellung. 440. 441. 195 

brachte die 30 Silberlinge den Hohenpriestern wie- 
der"*; 

RTTpxe-nAt fAääY »sagt dies zu Niemandem"^; 

■fcgÄt RmOC NHTN „ich schreibe es euch"^. 

Wird das nähere Objekt durch eine Präposition 440. 
angeknüpft (§ 359 ff.) und enthält das entferntere Ob- 
jekt oder der präpositioneile Ausdruck ein Pronominal- 
suffix, so stehen letztere vor dem näheren Objekt: 

qNÄElpF NÄK FTOyNA „er wird dir Mitleid er- 
weisen"* ; 

RTTpxno NHTN FfOYNOyB „erwerbt euch nicht 
Gold"^ 

AqxO) Epoq RngCDB „er sagte ihm die Sache"^; 

AqKO) Fca)q RTTBqOYü)a) „er setzte hinter sich 
seinen Willen, er vernachlässigte s. W."^; 

qi FBOA RMOi RniMOy „nehmt diesen Tod von 
mir"^ 

Die mit dem Verbum zu einem Begriff verschmol- 441. 
zenen adverbialen Ausdrücke (SBoA u. a. § 395) stehen 
vor dem näheren Objekt, wenn dieses ein Nomen und 
mit einer Präposition angeknüpft ist : 

+NABa)Te BBOA RncCüNT THpq „ich werde die 
ganze Schöpfung vertilgen"^; 



1 Matth. 27, 3. 2 Z. 342. 3 nach 2. Petr. 3, 1. * Z. 309. » Matth. 
10, «. 6 Z. 342. 7 Z. 309. 8 Z. 291. 9 Gen. 6, 7. 

13* 



196 2. Die Teile des Satzes. Hervorhebung. 442. 443. 

ÄNN0Y2CH FBOA NNENgOTlAON „wir haben unsere 
Waffen weggeworfen"^ 

Ist jedoch das nähere oder entferntere Objekt ein 
Pronomen, so steht es vor dem Adverbium: 

Ä-nNOyTB OYCUNÄß Naq FBOA „Gott offenbarte 
sich ihm"^; 

XEKAC EqeffCDÄn NAI FBoA HneveCDB „damit 
er mir ihre Tätigkeit offenbare"^. 

b, Hervorhebung. 

442. Die Hervorhebung eines Wortes geschieht dadurch^ 
daß man das Wort vor den Satz stellt und in ihm 
gewöhnhch durch ein Pronomen ersetzt. Sie ist im 
Koptischen sehr häufig und wird oft in Fällen ge- 
braucht, in denen für unser Gefühl gar kein Wort 
hervorgehoben wird. Man gebraucht sie namentlich, 
um griechische Wortstellungen nachzuahmen. 

1. Ohne Einleitung, 

443. Meist wird das hervorzuhebende Wort ohne Weiteres 
vor den Satz gestellt; besonders häufig geschieht dies 
beim Subjekt, wenn der Satz mit (fp (§ 411), ÄF (8e), 
PÄD (y^p) angeknüpft wird: 

TTgAAo ÄE AqTCDOYN „der Greis aber stand auf"*; 
TFCglME ÄP ÄCnAgfC „die Frau aber warf sich 
nieder"^; 



1 Z. 303. 2 z. 303. 3 Z. 345. * Z. 305. 5 z. 346. 



2. Die Teile des Satzes. Hervorhebung. 444—447. 197 



NEIFCOOY FYä)^^^ ^^^ „diese Schafe gehören 



uns"^ 



Bei pronominalem Subjekt wird das Pronomen 444. 
absolutum vorangestellt: 

NTOq ÄE IlFXAq NÄY »er aber sagte zu ihnen"^-^ 
RTOOY 2ke NTepOYCa)fH „als sie aber gehört 
hatten"^. 

Auch andere Satzteile werden in gleicher Weise 445. 
hervorgehoben: 

TEXHpA HÄpOYOrfc „eine Wittwe möge man 
.zählen, erwählen"*; 

nNO<r ÄE RnoY<rR-(ybM EgcDN EgOYN Epoq 

„dem Großen aber konnten sie sich nicht nähern"^; 

NAt HnATETNnCDg EnEYJÖl y^^^ seid noch nicht 
zu dem Maß dieser gelangt"^ 

Adverbielle Ausdrücke, Zeitbestimmungen etc. 446. 
werden oft vorangestellt, ohne im Satze durch ein 
Pronomen ersetzt zu werden: 

ÄY«) HTEYNOY AqwAY PY'^Ap^ö^ "^^^ ^^" 

gleich sah er eine Frucht"'^. 

Hervorgehobene Ortsbestimmungen werden bis- 447. 
weilen im Satze durch HHÄY „dort", EMAY „dahin" 
ersetzt: 



1 Z. 346. 2 Z. 306. 3 Z. 292. * 1. Tim. 5, 9. 5 Z. 345. 6 Z. 346. 
7 Z. 292. 



198 2. Die Teile des Satzes. HerYorhebuDg. 448. 449. 

gNÄO) R+ME FTTFKHME OyfT-OYKCDCMlKOC M- 

MAy „m welcher Stadt Ägyptens ein Weltlicher war"^; 

nMÄ FTFKCOOyW Xe-fNAOYXAl TTeWT(j> ^^^ 1 
SMAY »>zu dem Ort, von dem du weißt, daß ich an \ 
ihm gerettet werden werde, nimm mich"^. 

♦448. In einem Satze mit nominalem Subjekt wird sehr 
häufig das verbale Prädikat, ohne besonders hervor- 
gehoben zu werden, mit einem pronominalen Subjekt 
vorangestellt und das nominale Subjekt mit der Partikel 
Flffl- „nämlich" nachgesetzt: 

A(]a:OOC Hffl-oygAAo „es sprach ein Greis (wört- 
lich „er sprach nämlich ein Greis")^. 

Andere Satzteile (Objekt, entfernteres Objekt) treten 
zwischen das Verbum und das nachgesetzte Subjekt: 

TTEXAq AF UÄ(\ H(ri-ffppO „es sprach zu ihm der 
König";* 

AqApXEl H+-EOOY NAq Hffl-TTppO „der König 
fing an, ibm Lob zu spenden"^. 

2. mit EIC- 
449. EIC- „siehe" (äg. Is, A§ 347 B) dient namentlich 
zur Hervorhebung des Subjekts im uneigentUchen No- 
minalsatze: 



1 Z. 346. 2 z. 346. 3 passim. * z. 305. » Z. 305. 



2. Die Teile des Satzes. 450—452. 199 

SlC-neKCpHpF ia)CH4> ^"Y Xö^pOK „siehe, dein 
Sohn Joseph kommt zu dir"^ 

Doch steht es auch in anderen Sätzen zur Hervor- 
hebung eines Satzteils: 

FlC-OyarrpAoc AqFl „siehe, ein Engel kam"^; 

FlC-NA'f OYNTAICOY „siehe, diese habe ich"^. 

Häufig wird gic- durch folgendes gHHTE ver- 450. 
stärkt: 

FlC-gHHTE TTOYppO UHf NF „siehe, dein (fem.) 
König kommt zu dir"'*; 

FlC-gHHTE FTBF-gFNKOYl HßY^ONH AXXX F- 
NFtKOÄAClC „siehe, wegen kleiner Vergnügungen em- 
pfing ich diese Strafen"^. 

c. Anreihung. 

"Über die Anreihung koordinierter Sätze lassen sich 451. 
bestimmte Eegeln nicht aufstellen. 

Häufig werden die einzelnen Sätze ohne Verbin- 
dung aneinander gereiht: 

AY<ö^hA,ÄYSMOOC „sie beteten und setzten sich"^; 

AYCCD0Y8 ÄF RiTl-NFCNHY» AY^OOC RAHA 
TTAMBO) „die Brüder versammelten sich und sprachen 
zu Apa Pambo"^. 

Seltener ist die Verknüpfung durch AY^) „und" 452, 
(§ 410) ; sie ist weniger eng als die asyndetische : 

1 aen. 48, 2. 2 Z. 348. 3 Z. 310. * Matth. 21, 5. » Z. 330. 
e Z. 304. 7 z. 299. 



200 2. Die Teile des Satzes. Anreihung. 453 — 454. 

A-nKAg KIM AyCD AqCTCOT „die Erde bewegte 

sich und zitterte"^ 

Sie steht auch, wenn der zweite Satz negiert ist: 
CFgHN FpOl AY^ NCENHY AN a)ApOt „sie sind 

mir nahe und sie kommen nicht zu mir"^. 

453. Bisweilen werden in einer Periode einzelne Sätze 
ohne Partikel, andere mit AY^ angereiht: 

Aqp-a)nHpFAYö>AqBa)KE20YN,AqnÄ2TqAYtt> 

Aq2Ca) Fpoq RngCOB „er wunderte sich und ging hin- 
ein, er warf sich nieder und erzählte ihm die Sache"^. 

Gewöhnlich stehen dann die eng zusammenge- 
hörigen Sätze unvermittelt neben einander, während 
die Hauptperioden durch AY^) verknüpft werden : 

Aqi"-OYa)"H FNFg . . . NAq AqOYCOH, AYCÜ 
Aq1"-0Yä)HM HMOOY NAq AqCCD „er gab ihm ein 
wenig Ol (und) er aß, und er gab ihm ein wenig Wasser 
(und) er trank"* (wo wir gerade umgekehrt sagen würden: 
„er gab ihm . . Ol und er aß ; er gab ihm . . Wasser 
und er trank"). 

454. OY^F (oüSe) verknüpft in der Regel zwei negative 
Sätze: 

RniMFg-gHT .... 0Y2iE RniElMF „ich füllte 
nicht meinen Leib, noch wußte ich"^. 

Doch kann es auch einen negativen Satz an einen 
positiven anreihen: 

1 Ps. 76, 19. 2 z. 344. 3 Z. 342. * Z. 305. » Z. 305. 



2. Die Teile des Satzes. 455. 3. Negativsätze. 456— 4{>8. 201 



„er brachte mehr als 60 Jahre z\x'^ oy^E ON MN- 
pcOME COOyH „und kein Mensch wußte"^ 

Über die Verknüpfung durch den Konjunktiv s. 
§ 284, die Anreihung zweier Nomina § 380. 382. 410. 

Werden zwei Verbalformen des Perfektum 11 an- 455. 
einander gereiht, so steht gewöhnlich nur vor der 
ersten FT-: 

FfTÄYp-JöTTHpE AYMEEYE »sie haben sich ge- 
wundert und gedacht"^. 

3. Negativsätze. 

Über die negativen Hülfszeitwörter s. § 310 ff.; 456. 
negativen Imperativ § 333; Negation des Nominal- 
satzes durch HN- § 435. 

a. Die Negation H .... AN. 
Die gewöhnliche Negation ist n ... . AN , zwischen 457, 
die das Subjekt und die Verbalform tritt, vgl. fränzös. 
ne-pas. Häufig treten auch noch andere Satzteile vor 
AN. Die Partikel TTE (§ 295) steht stets nach AN. 
Vor TT und M geht R- in R- über (§ 49). Mit K, q 
und C verbindet sich FT- zu NT, liq, NC. 

Anm. FT- geht auf ägypt. n zurück; ħ 389. Der Ursprung 
von AN ist dunkeL 

N ... AN dient zur Negation: ' 458. 



1 Z. 348. 2 Sap. 13, 3. 



202 3. NegatiYsätze. 459. 460. 

i. des uneigentlichen Nominalsatzes (Präsens I. und 
Futurum I.) ; das nominale Subjekt muß den bestimmten 
oder den Possessivartikel haben: 

lTc|pAa)E AN „er freut sich nicht"^; 

Hi"NÄ2CDTT AN „ich werde nicht verbergen"^; 

RnFqBlOC EINE AN nnAOyON NIM „sein Leben 
gleicht nicht dem aller"^ ; 

RnAgHT NAp-gOTE AN „mein Herz wird sich 
nicht fürchten"*; 

459. 2. des Präsens 11 : 

NElCOTfC AN „ich bitte nicht"^; 
NEqmCTEYE EpOl AN „er glaubt nicht an mich"^; 
3. des Imperfektum und Imperfektum Futuri: 
NNEqoyCOO) rAp AN-TTE „denn er wollte nicht"'; 
FTnEINATCABOK an fttlAi „ich wollte dich dies 
nicht lehren"®; 

460. 4. des Nominalsatzes mit TTE, TE, NE ; das Prädikats- 
nomen tritt zwischen n . . . AN : 

OYÄE NoyoYJöM AN-TE oy^iE NoysooY AN-ne 

„weder war es Nacht, noch war es Tag"^; 

TniCTlC PAp tTTAOyON NIM AN-TE „denn der 
Glaube ist nicht Jedermanns (Sache)"^®; 
5. eines einzelnen Wortes: 



1 Sap. 1, 13. 2 Sap. 6, 24. 3 Sap. 2, 15. * Ps. 26, 3. 5 Joh. 17, 15- 
6 Joh. 12, 44. T Joh. 7, 1. 8 Ming. 286. » Z. 328. »0 2. Thess. 3, 2. 



3. Negativsätze. 461. 462. 203 

EN-KATÄ TECBO) AN „nicht nach der Satzung"^ 
Häufig fällt die erste Negation H- fort : 461, 

'f'NAKÄAK AN EBCDK „ich werde dich nicht gehen 
lassen"^; 

Aqp-gCÜB ETNHBTH Eqa)AXE AN „er arbeitete 
an dem Flechtwerk, indem er nicht sprach"^. 

Meist geschieht dies beim Imperfektum (wo wohl 
die Negation n mit dem N des Hülfszeitworts zusammen- 
gefallen ist): 

NElCOOyN 2iE ÄN-TTE „ich wußte aber nicht"*; 
femer beim Subjekt des Nominalsatzes, wenn es ein 
Attribut bei sich hat: 

nxOElC PAp RnTHpt) NAXl-gO AN „der Herr 
des Alls wird sich vor Niemandem scheuen"^ ; 
sowie bei der Negation eines einzelnen Worts : 

gNOYCOOYTN AN „nicht richtig"^ 
Die Negation AN (ohne vorhergehendes n) wird 462. 
stets gebraucht: 

1, beim eigentlichen Nominalsatz (§ 414 ff.) : 
ANT-OypCDME AN „ich bin kein Mensch"^; 
iC RMAY an „Jesus ist nicht dort"®; 

2. beim Perfektum II: 

HTAlEl PAP AN gApOl MAY^AT „denn ich bin 
nicht von mir selber gekommen"^ 



1 2.Thess. 3, 6. 2 Z. 319. 3 z. 344. * Sap. 7, 12. » Sap. 6, 8. 
6 Sap. 2, 1. 7 Ps. 21, 7. 8 Job. 6, 24. Job. 8, 42. 



204 3. NegatiYsätze. 463. 464. 

Vgl. aber auch § 314. 
5. bei den Konjugationsformen des § 268 : 

NÄNOyN AN „wir sind nicht gut". 

A n m. YieUeicht sind auch in den FäUen 2 und 3 das H 
der Kegation und das anlautende N der Yerbalform zusammen- 
gefaUen. 

463 Jeder mit H . . . AN negierte Satz kann durch das 

Hülfszeitwort E- eingeleitet werden, um einen be- 
gleitenden Nebenumstand auszudrücken; E wird mit 
H häufig zu N zusammengezogen: 

„die Wittwe soll erwählt werden" ENC-MTTECMT 
AN FTCE FpOHTTE „wenn sie nicht unter 60 Jahren ist"*; 

„er brachte mehr als 60 Jahre zu" FfqoyEM-AAAy 
AN „indem er nichts aß"^ (für ENqoyEM-). 

Über den Gebrauch im Relativsatze s. § 508. 

b. Die Negation TM. 
464. Die Negation TM (äg. tm A§ 402), die vor dem 
Infinitiv steht, negiert: 

1, den Infinitiv und den kausativen Infinitiv: 

OYN-(ybM MMoi ETMXi-+nE hAaay "^s i^* ^ 

möglich, nichts zu kosten"^; 

TTTMKA-AaAY nAn „der Umstand, uns nichts 
durchzulassen"*; 

EYCOTlC ETRTpeqBCDK EgOYN FnESYA^pON 

„indem sie baten, daß er nicht ins Theater ginge"^; 



.1 1. Tim. 5, 9. 2 z. 348. 3 Z. 348. * Z. 303. » Act. 19. 31. 



3. Kegativsätze. 465. 466. 4. Fragesäkze. 467. 468. 205 

2. den Konjunktiv: 465. 

CEN ANÄY r*Äp NCETKlNOi „denn sie werden sehen 
und nicht denken"^; 

KNÄ(J)pa)a)pOY HTTMKOTOY »jdu wirst sie zer- 
stören und nicht bauen"^ ; 

5. das von FTEpE- „als" (§ 49.5) abhängige Verbum : 466. 

iTTEpoyTMgE Epooy »»^Is sie sie nicht fanden"*'^. 

XJber die Negation der Bedingungssätze durch 
TM s. § 482. 487. 

4. Fragesätze. 

Fragen werden entweder nur durch den Ton oder 467. 
durch Fragepronomina und Adverbien (§ 97. 398) oder 
durch Fragepartikeln bezeichnet. 

a. Bezeichnung durch den Ton. 

Die gewöhnliche Bezeichnung der Frage geschieht 468. 
allein durch den Ton. Die Frage ist dann nur durch 
den Zusammenhang zu erkennen: 

RTOK-nE rfppo NNlOySiAV „bist du der König 
der Juden ?"^ 

„Die Dämonen sprachen zu einem Greise" XE- 
HOyCDO) ENAy ETTEXC „willst du den Christus sehen ?"'^ 

AycoN XNE-oysAAo XE-NÄN0Y-+-2Äg Rme- 

TANOIA „ein Bruder fragte einen Greis: ist es gut, 
viel zu beichten?*'^ 



» Sap. 4, 17. 2 Ps. 27. 5. 3 Act. 17, 6. * Luc. 23, 3 » Z. 306, 
6 Z. 303. 



206 4. Fragesätze. 469—471. 



6. Frage-Fronomina und Adverbien. 

469. Die Frageworte stehen an der Stelle des Satzes, 
an der sie nach der allgemeinen Wortstellung stehen 
müssen (§ 439 ; vgl. A§ 383). Das Verbum ist in der 
Regel ein „zweites" Tempus (Präsens 11 , Futurum 11, 
Perfektum 11); 

EDE-NEKgBHYH p-Oy „was machen deine An- 
gelegenheiten?"^ 

TT^lKAtOC 2iE TTTAqp-oy „was aber tat der Ge- 
rechte P"^ 

EKBHK FTCON „wohin gehst du?"^ 

Das Präsens consuetudinis steht in der mit E- zu- 
sammengesetzten Form (§ 326): 

EüJÄVp-Oy HgCDB FITTEYha „was arbeitet man 
hier?"* 

470. Selten steht ein anderes Tempus oder der uneigent- 
liche Nominalsatz: 

NECNWy Ü-Oy; „was machen die Brüder?"^ 

471. ÄgpOs „was ist?" (§ 97) steht an der Spitze des 
Satzes; es folgt gewöhnlich das Präsens I (selten Prä- 
sens H): 

TECglME, Ägpo TEpiME „o Weib, was ist dir, 
daß du weinst?"® 



1 Z, 317. 2 Ps. 10, 3. 3 z. 317. * Z. 344. 5 z. 318. « Job. 
20, 13. 



4. FrageBätze. 472—474. 207 

ÄgpoKJB CHKplNE HMOi güöC pPqpNOBE „was 
ist mir denn, daß sie mich wie einen Sünder richten ?"V 

ETBE-Oy „weswegen?" steht meist am Anfange 472. 
des Satzes; es folgt gewöhnlich der uneigentlTche Nomi- 
nalsatz (bez. Präsens I) oder das Perfektum I: 

FTBF-Oy HäEMCDN MIOJF NMMAN „weswegen 
streiten die Dämonen mit uns?"^ 

ETBe-Oy RnEKüJlNE FfCA-nNOYTe „warum such- 
test du Gott nicht ?"^ 

TCDN „WO?" wird mit dem Präsens II verbunden; 473. 
das nominale Subjekt wird (ohne nSl-) unmittelbar 
nachgestellt: 

EqTCDN npcOMP „wo ist der Mann?" (eigentl. „wo 
ist er, der Mann?")* 

ECTCDN Tpi T^AHA HAKApiOC „wo ist die Zelle 
des Apa Makarios?"^ 

Über das Fragepronomen im Nominalsatz s. §429. 

c. Fragepartikeln. 

EN-, ^U^' steht gewöhnlich mit folgendem Nominal- 474. 
satz oder Perfektum I; bei pronominalem Subjekt 
steht ^f^' mit Präsens II. Es stellt den Satz schlechthin 
in Frage: 

ENE-nAi-nE nANAXCOpiTHC „ist dies der Ein- 
siedler?"^ 



1 Eöm. 3, 7. 2 Z. 303 3 Z. 335. * Z. 340. 5 Z. 343. « Z. 296. 



208 4. Fragesätze. 475 — 477. 

ENEKCOOyN RhnTOYHEININ „verstehst du grie- 
chisch?"^ 

Anm. EN- (B. AN) geht auf äg. tn, HNF- auf äg, in ito 
zurück; ħ 382. 

475. EFIE- (EIF-) leitet einen Fragesatz ein, bei dem 
keine bestimmte Antwort erwartet wird; es entspricht 
unserem „denn, etwa" (griech."5pa) : 

EIE-MNTAK ÄAAy MjöBHp FfgHTOy „hast du 
denn keinen Freund unter ihnen ?"^ 

FIE-RCeNÄTAME-FTpCDMe AN tPHETNAjöCDne 
FIHOOY »»werden sie nicht die Menschen wissen lassen, 
was ihnen geschehen wird?"^ 

476. Statt EiE- kann auch das postpositive griech. ADA 
(äpa) stehen: 

Oy ApA neTNAJÖCOnE HMON „was wird denn 

uns geschehen?"* (it äpa laiat "^ifiiv;) 

Doch steht ApA auch an der Spitze des Satzes: 
ApA Aa)-nE ngCDB NNAI „was ist denn das Werk 

dieser?"^ 

ApA-NANOy-TTATAMAAY »»ist denn die Sache 
meiner Mutter gut?"^ 

477. HH (griech. [itq , lat. num) mit bestimmter Erwar- 
tung einer verneinenden Antwort: 



1 Act. 21, 37. 2 Z. 317. 3 pß. 30, 8. * Matth. 19, 27. 
5 Z. 344. 6 Z. 329. 



4. Fragesätze. 478. 479. 209 

HH OyN-MEEY^ noÄYMEl NMMAK „es kämpfen 
docli nicht Gedanken mit dir?"^ 

' Mit folgendem negiertem Satze, wie lat. nonne, wenn 
eine bejahende Antwort erwartet wird : 

MH FTTOK AN-nB TIEXC „bist du nicht Christus?''^ 

MH RneNAY HpOOY MnECWAy „sähest du (Frau) 
sie nicht beide ?" ^ 

Das „oder" der Doppelfrage wird durch XN- 478. 
(2CEN, schlecht XW) ausgedrückt, „oder nicht" durch 
2Si-HM0n. Im Vordersatze steht gewöhnlich keine 
Partikel: 

EKXCD NAN FCTEinApABoAH XHN-FKXO) HMOC 
EOYON NIM „sagst du uns dieses Gleichnis oder sagst 
du es jedem ?"^ 

NTAKp-nAV-(rB N AY ETBF- nOY^Ai RnKOCMüC 
XN-RMON „hast du dies ihnen wegen des Heils der 
Welt getan oder nicht ?"^ 

Indirekte Fragesätze werden durch XE- (§ 401) 479. 
eingeleitet; die Konstruktion ist dieselbe wie die der 
direkten Fragesätze: 

AqCOYÖÖNC) 2CE-NlM-nE „er erkannte ihn, wer er 



ser 



u6. 



5 



IT+COOYN AN XE-NTAYKAAq TCDN „ich weiß 
nicht, wo sie ihn hingelegt haben"'; 



1 Z. 317. ^ Luc. 23, 39. 3 Z. 329. * Luc. 12, 41. 8 ps. 32 
6 Z 304. ^ Job. 20, 13. 

Steindorff, Kopt. Gramm.' 14 



210 5. BediDgnngssätze. 480. 481. 



TANAY XP-OyGTMHT-nE „damit ich sehe, ob er 
gehorsam ist"^ 

In der indirekten Doppelfrage steht gewöhnlich 
XE- (XENH-) . . . XEN- (§ 474 478): 

MApENXOOY NTNNAY ICENE-HMEpEg TOKC 
gMTTEqMA XIN-HHON „laßt uns schicken und sehen, 
ob die Lanze an ihrem Orte eingebohrt ist oder nicht'^^. 

5. Bedingxmgssätze. 

480. Der Bedingungssatz steht in der Regel vor dem 
Hauptsatze. Letzterer wird bisweilen durch die Par- 
tikel EEIE, EIE „so" eingeleitet. 

a. ohne Konjunktion. 

481. Das Präsens 11 wird verhältnismäßig selten ge- 
braucht, um eine Bedingung, die als erwartet liingestellt 
^vird, auszudrücken: 

ETETNEl ETETNN AOjAhA, nTfpoJCOnE ReERNEt- 
gY^öKpHTHC „kommt ihr (wenn ihr kommt), indem 
ihr beten wollt, so seid nicht wie diese Heuchler" (oiav 
TTpoceu^^TQ oux laiQ (ScTiep oi uTioxpiTai)^; 

ETETNKO) PAp EBoAFTNpCOMEFTNEYNOBE, qwA- 
KO) gCOCOq NHTN EBoA H^l-HETNEKOT „denn wenn 
ihr den Menschen ihre Sünden vergebt, so ^vird auch 
euch euer Vater vergeben"^. 



^ Z. 295. 2 Z. 264. 3 Matth. 6, 5. * Matth. 6, 14. 



5. Bedingungssätze. 482. 483. 211 

Gewöhnlich verbindet sich in diesem Falle das Prä- 
sens n. mit der Partikel a)ÄN- § 485. 

Häufiger steht das Präsens II, wenn die Bedingung 482. 
negiert ist ; die Negation ist Th-i- (§ 464 f.) : 

FKTHCO) i"NA20TBeK „wenn du nicht trinkst, 
werde ich dich töten" ^; 

FTPTNfMKO) ÄE EBOA TTflpCOME HNEyNOBE 

„wenn ihr aber denMenschen ihre Sünde nicht vergebt, (so 
wird auch euer Vater euch eure Sünden nicht vergeben)"^. 

Das mit E- zusammengesetzte Imperf. (ENEpE § 326), 483. 
sowie die übrigen mit den beiden Hülfszeitwörtern E- C^vi^^^" 
und NE- zusammengesetzten Tempora (§ 329. 371) wer- ^ \^ , 
den gebraucht, um die als nicht wirklich hingestellte, ^ ), 
irreale Bedingung auszudrücken (ei cc. Praeterito), Im 
Nachsatze steht gewöhnlich das Imperfectum Futuri 
(§ 294): 

(^EK-RnElHÄ, NEpE-nACON NAHOY-AN-HE 
„wenn du hier gewesen wärest, würde mein Bruder 
nicht gestorben sein" (ei y]<; diSs, 6 dSsXtpo; (xoi) oux 
av exeövTQxei)^; 

ENF-a)ApE-NF\|/yXOOYE NFpCOME EJöEl EBOA- 
ne ... NFpE-HKOCHOC NAMOy-nE „wenn die Seelen 
der Menschen herausgehen könnten, so würde die Welt 
sterben"^; 



1 Z. 309. 2 Matth. 6, 15. 3 Job. 11, 21. 3 z. 289. 

14* 



212 5. Bedingungssätze. 484. 485. 

FNe-NTÄYCoycDNC rap, neynäctäypoy an- 

TTE RnxOElC RTTEOOY w'^^^^ si^ si® erkannt hätten, 
hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt" 
(ei yap lyvtüaav . . . oux äv eaTaüpwaav)^ 

484. In gleicher Weise werden die mit F- und me- ein- 
geleiteten Nominalsätze (§ 437) gebraucht: 

Ewe-OYPBoA gMneiKOCMOc-TE tamntfpo, 

NEYNAMiajF-nE Fr(ri-NÄ2Y"^pW'rMC „wäre mein 
Reich von dieser Welt, so würden meine Diener 
kämpfen"^ ; 

ENF-OYnpO^HTHC-nE nAi, NFqNÄElME „wenn 
dieser ein Prophet wäre, so wüßte er"^. 

b. mit der Partikel (J) AN-. 

485. Das Hülfszeitwort des Präsens 11 (§ 285) verbin- 
det sich mit der Partikel OJAN-, um die als erwartet 
bezeichnete Bedingung auszudrücken (griech. eav mit 
Konj.). Im Nachsatze steht gewöhnlich das Praesens 
consuetudinis, das Futurum I oder der Imperativ. 

Vor nominalem Subjekt steht für EpECJ)AN- oft 
EpcyAN- (pojAN-); ebenso lautet die 2. Sg. f. Epc^AH- 
für EpEOJAN- : 

Eq©ANNAY PpoV, (JJAqEl TTGE nOYAAoY „wenn 
er mich sieht, kommt er wie ein Kind"*; 



1 1 Cor. 2, 8. 2 Job. 18, 36. 3 Luc. 7, 39. * Z. 317. 



5. Bedingungssätze. 486 — 488. 213 

Fia)ANa)a2Ce, CENÄi"-ßTHY „wenn ich rede, so 
werden sie aufmerken"^; 

Epa)AN-OYA 2ie a)ÄXe NMMHTN , ÄXIC „wenn 
einer mit euch redet, so sagt" (edv Tic 6[jliv eiiriQ Ti, 
epeiTS)^. 

Bisweilen wird der Satz durch die Konjunktion 486. 
Ea)CDTTE (§ 488 ff.) eingeleitet: 

eojCDnB 2iE FCOJANMOY» ©Äcf FTOYKApHOC 
ENAü^COq „wenn es (das Weizenkom) aber stirbt, so 
giebt es viel Frucht" (edtv 8e dTroödvig, ttoXüv xapTTÖv 

Als Negation dient TM (§ 464): 487. 

E^^a)ÄNTMff^l-(^OM E^O) RnElMA, TNNÄBCDK 
• EKEMA „wenn wir an diesem Orte nicht bleiben können, 
werden wir zu einem andern Orte gehen"*. 
Über die Einleitung mit gOTAN s. § 501. 

c. mitEa)Ü)nE. 

Die Konjunktion EüJCDTTE „wenn" (entstanden aus 488. 
FC(J)CDnE „wenn es geschieht") leitet die erwartete Be- 
dingung ein (eav mit Konjunkt.; vgl. § 485). Sie wird 
mit Vorliebe mit dem Nominalsatz verbunden: 

FojcDnE OYpnnNOYTE-nE oya aycd EqEipe 

RneqOYCDO), CöACJCCOTM epoq „wenn Jemand gottes- 
fürchtig ist und er tut seinen Willen, so hört er ihn" 



1 Sap. 8, 12. 2 Matth. 21, 3. 3 joh. 12, 24. -* Z. 344. 



214 5. Bedingungssätze. 489—491. 

(edv TIC deoaeß-?!? -ig xai xo öeXr^fia autou irotig, toutoü 
dxoüsi)'. 

489. Häufig steht es auch zur Verstärkung vor dem 
konditional gebrauchten Präsens 11 (§ 481): 

Ea)a)ne ey^^^Iöa, MApe-TETNFipHNH ei FgpAi 

EXCOOY 5? wenn sie ^rtirdig sind, so möge euer Friede 
auf sie kommen"^. 

490. S(J)CDTTS kann auch mit anderen Temporibus, 
namentlich mit den mit E- zusammengesetzten Flexions- 
formen (§ 322 ff.) verbunden werden : 

E(ya)nE MEqi"-2Hy enENKA-poöq, EiE enojan- 

cyAXE ON NqNA+-gHY AN „wenn er von unserem 
Schweigen keinen Nutzen hat, so wird er, auch wenn 
wir reden, keinen Nutzen haben"^; 

EJÖCOnE ENCERnojA AN, MApECKOfC EpCDTN 
FfTl-TETNEipHNH „wenn sie nicht würdig sind, so möge 
sich euer Friede wieder zu euch wenden"*. 
49X, Bisweilen steht EO^CDTTE auch, um eine als wirk- 
lich vorausgesetzte Bedingung einzuleiten (et mit In- 
dikativ) : 

EüJCDHE OyN-OYHEÄOC OJCDNE, a)ApE-HMEA0C 
THpOY cyCOME NMMAq „wenn ein Glied krank ist, so 
sind alle Glieder mit ihm krank"^; 



1 Job. 9, 31. 2 Matth. 10, 13. 3 Z. 299. * Matth. 10, 13. 
^ 1 Cor. 12, 26. 



5. Bedingungssätze. 492. 215 

FojcDne ÄH oyXHpa soyNTC-jöHpe h o^Hpe 

TTjÖHpH, MApOY^Cl-CBO) „wenn aber eine Witwe Kin- 
der oder Kindeskinder hat, so mögen sie lernen"^ 
(vgl. § 443). 

dmiteojxe-. 

Die Konjunktion ea)2Ce- leitet die wirklich voraus- 492. 
gesetzte (reale) Bedingung ein (et mit Indikativ). Sie 
steht gewöhnlich mit dem Nominalsatze bez. Präsens I: 

Fa)ÄE-HTOK-ne neXC, AXIC NÄN „wenn du (wirk- 
lich) Christus bist, so sage es uns" (ei ab el 6 Xpiox6c 
eiTre^^ifjiiv)^; aber: eijyANXOOC, frNeTNmCTeyF „wenn 
ich es sage, so werdet ihr es nicht glauben" (eav 6fJiTv 

eiTTO), 00 jl^ TTlOTeOOYJTS)^; 

Ea)Xe-TEfNMe-ffE NNeepONOC HNNE(rpHnH . . , 
MATÄiF-TCO(|)lA „wenn ihr nun die Throne und die 
Diademe liebt . . , so ehret die Weisheit" (et o5v "^Beo- 
de im dp6voi<; xal oxT^Tcipoic, xifju^oaie oocpiav)^ 

Mit anderen Temporibus: 

E(j)XE-FTAYp-a)""P^ HnuycA AyHEEYE . . . , 
MApoyElME „wenn sie ihre Schönheit bewundert und 
gedacht haben . . . , so mögen sie \vissen" (c&v ei jxev 
xig xaXXov-g xepTrofxevoi üTreXdjxßavov)^. 



1 1 Tim. 5,4. 2 Luc. 22, 66. 3 Luc. 22, 67. * Sap. 6, 22—23. 
p. 13. 3. 



216 6. Temporalflätze. 493—495. 

6. Temporalsätze. 

a. ohne Konjunktion. 

493. Der Zustandssatz des Präsens und Futurum (§ 323 ff.) 
wird gebraucht, um einen Temporalsatz wiederzugeben, 
dessen Handlung mit der des Hauptsatzes gleichzeitig 
ist. Er steht sowohl vor, als auch nach dem Haupt- 
satze : 

tpE-nMÄKApiOC E^peM O Fa)HpH a)HM, Aq- 
NAy EypÄCOy „als der selige Ephrem ein Kind war, 
sah er einen Traum"^; 

ACjöCOne ÄH ENNABCOK FüjAhA „es geschah aber, 
als wir gehen wollten um zu beten"^. 

494. Auch die mit F- zusammengesetzten Hülfszeit- 
wörter stehen an Stelle eines Temporalsatzes (§ 326 ff.) ; 

eMnATS-OyAÄFKTCOp HOyTF, KNAAnApNAH- 
MOi TTa^MNT-CCOCOTT „bevor der Hahn gekräht hat, 
wirst du mich dreimal verleugnen"^. 

Über die Verstärkung des Präsens II durch Kon- 
junktionen s. § 499. 

fc.mitHTPpF-. 

495. Die Konjunktion FTEpF- „als" (näg. mdr) verbin- 
det sich mit den Personalsuffixen (vgl. § 83) ; 

Sg. 1. P. NTFpFl PI. 1. RTFpN 

2. m. RTFpFK 2. HTFpFTN 

t Z. 345. 2 Act. 16. 16. 3 Matth. 26, 34. 



6. Temporalsätze. 496—498. 217 

f. HTSpE 
3. m. HTHpeq 3. FTTEpOy 

f. HTEpEC 

Vor nominalem Subjekt: FITppB- 

Der Temporalsatz mit RTFpe- steht vor dem 496. 
Hauptsatze : 

TTTFpe-nÄÄlHCON ÄE CCOTM ENÄl, nEXAq „als 
aber der Dämon dies gehört hatte, sagte er"^ ; 

HTEpEqKTOq ECDIHT, ÄY^^NOyq Hffi-NECNHY 
^als er nach Schiet zurückgekehrt war, fragten ihn 
die Brüder"^^ 

Wird an den Satz mit TTTtpE- ein zweiter Satz 497. 
durch Aytt) „und" angeknüpft, so steht dieser im Per- 
fectum I: 

RTEpOYnieE ÄE THpoy äy«) ay^ihf . . ., äy- 

niCTEYE EpOq „als sie alle aber überzeugt waren 
und erfahren hatten . . ., wurde an ihn geglaubt"^. 

Selbstverständlich kann der zweite Satz auch durch 
den Konjunktiv (§ 281) angeknüpft werden: 

HTEppq^l EBOA NqgE EpOOY »»als er hinaus- 
gegangen war und sie gefunden hatte"*. 

c. mit XIN-. 
Die Präposition xiN- „seit" (§ 391) wird als Tem- 498. 
poralkonjunktion mit dem Präsens II und dem Per- 



1 Z. 304. 2 z. 292. 3 z. 348. 4 Ming. 194. 



218 6. Temporalsätze. 499 — 502. 



fectum II in der Bedeutung „seit" verbunden; XIN- 
FTA- ist zu XINTÄ- zusammengezogen : 

„lahm XlN-Eq-HgHTC RTFqMAAY ^^^^ ®^ ^ 
Leibe seiner Mutter war"* ; 

XlNTAY^STTOi „seit ich geboren bin"^ 

d, mit griechischen Konjunktionen. 

499. Von giiechischen Konjunktionen der Zeit sind in 
häufigem Gebrauche: gCOC ((i)<;) „während, so lange als", 
gOCON oder e(])OCON (Soov, ecp' Soov) „so lange als". 

Sie stehen namentUch zur Verstärkung des prä- 
sentischen Zustandssatzes und der mit H- zusammen- 
gesetzten Verbalformen (§ 493. 494): 

gCDC EqojCONH „während er krank war"^; 

gODC FOyNTAM Hmay RnEOYOeiO) „so lange 
als wir Zeit haben"'*. 

500. Doch können sie auch mit dem Nominalsatze bez. 
Präsens I verbunden werden: 

gOCON negOOY-ne „so lange es Tag ist"^ 

501. gOTAN (Sxav) „wann, wenn" wird mit einem Be- 
dingungssatze, Präsens II und der Partikel a)AH- (§ 485) 
verbunden: cyAnFgOOY FTMMAY gOTAN FICÖAW- 
COOq „bis zu dem Tage, wann ich ihn trinke"^. 

502. Über die Umschreibung von Temporalsätzen durch* 
HNHCA- oder gN- mit dem Infinitiv s. § 348. 349. 

1 Act. 3,2. 2 z. 305. 3 z. 328. * Gal. 6, 10. » Joh. 9, 4- 
6 Marc. 14, 25. 



7. Relativsätze. 503—506. 219 

7. Relativsätze. 

Der Gebrauch der Relativsätze ist im Koptischen 503. 
ein sehr ausgedehnter. Man verwendet sie mit Vor- 
liebe zur Umschreibung von Adjektiven undParticipien: 
OYpcOMH EqgOOy „ein Mensch, der böse ist; ein böser 
Mensch"; O) TPSNeA TTAniCTOC AyCO eT(r00Me „o 
du ungläubiges und verkehrtes Geschlecht"^; THNT- 
gAAo FTTÄFlHy „das geehrte Alter"^. 

Der Relativsatz steht entweder ohne Relativpartikel 504.* 
oder wird durch die Relativpartikel RT-, FT-, BTF- ein- 
geleitet. Vgl. auch § 528. 

Anm.DieFormenNT-,ET-, HTH- gehen aUe auf das schon 
frühzeitig zur unveränderlichen Partikel gewordene ägypt. Belativ- 
adjektiv ntj, **'niej zurück; ħ 425. In BT- und HTF- hat sich das 
n dem folgenden t assimiliert; in HT- ist es erhalten gehliehen. 

a, ohne Belativpartikel. 

Der präsentische Zustandssatz (§ 323) wird un- 505. 
mittelbar an einNomen relativisch angeknüpft, wenn letz- 
teres den unbestimmten oder gar keinen Artikel hat ; z. B. 

oyS^Ao FqjycONF „ein Greis, der krank ist*^ (wörtl. 
„ein Greis, indem er krsyik ist"). 

In derselben Weise wird der futurische Zustands- 506. 
satz gebraucht: 

AqcMiNH Hoygooy, eqNAKpiNF frgHfq htoi- 

i Matth. 17, 17. 2 Sap. 4, 8. 



7. Relativsätze. 507—500. 



KOYMPNH „er setzte einen Tag ffest, an dem er die 
Welt richten wollte"^ 

507. Auch die mit p- zusammengesetzten Hülfszeit- 
wörter (§ 326) und Flexionsformen (§ 329. 371) werden 
relativisch an ein unbestimmtes Nomen angeknüpft: 

OYiöpApBT EÄlMSpE-necCA „eine Braut, deren 
Schönheit ich liebte"^ ; 

OyplHe HN-OyTOElT FNAü^COq „viel Weinen 
und Klagen"'. 

508. Ebenso die mit e- eingeleiteten Nominalsätze 
(§ 437) und negierten Sätze (§ 463): 

OYCglMB Fpe-OYJÖCDNE gNTFCEKlBH „eine Frau, 
an deren Brust eine Krankheit war* ; 

oyAcnF h-hn-Aäay cooy^ HMOC „eine 
Sprache, die Niemand kennt"^; 

gHNNOBE FlNOYK AN-NH „Sünden, die nicht die 
deinigen sind"^ (nNOYK für E-FNOYK). 

Gewöhnlich folgt der Relativsatz unmittelbar dem 
Nomen, auf das er sich bezieht. Doch kann er auch 
durch einen genetivischen, präpositionellen oder ad- 
verbiellen Ausdruck von ihm getrennt werden: 

oyntoAh FTTerTNOYTH eqoYcoo) h+-2hy flMoq 

„ein Befehl Gottes, durch den er ihm nützen will"^; 



599 



1 Act. 17,31. 2 Sap. 8,2. 3 Matth. 2,18. * Z. 337. ^ DuL46. 
6 l Tim. 5. 22. ^ Z. 309. 



7. Eelaiivsätze. 510. 511. 221 

OYA ÄH NgHToy EYATTCDAH-ne gMneqBioc 

„einer von ihnen, der unbefleckt war in seinem Leben" ^ 

An ein bestimmtes Nomen werden die genannten 510. 
Formen in guten Texten relativisch nicht angeknüpft 
werden. Wo sie sich auf ein bestimmtes Nomen zu be- 
ziehen scheinen, liegt in Wirklichkeit kein relativisches 
Verhältnis vor, sondern ein echterZustandssatz, der einen 
Nebenumstand der Erzählung ausdrückt (§ 322 ff.) : 

PlNÄp-Oy RnAgHT FqNAa)T „was soll ich mit 
meinem Herzen machen, wenn es hart ist?"^ (nicht: 
„das hart ist"); 

ACNAy FncDNF eAyqitq sboA 2ip-RnTA(})0c 

„sie sah den Stein, wie (daß) er weggenommen war vom 
Eingang des Grabes"^. 

Anm. In vulgären Texten wird der Zustandssatz relativisch 
auch an bestimmte Nomina angeknüpft. 

Über ENFpF-, ENP-, Fa)ApF- nach einem be- 
stimmten Nomen s. § 520. 521. 

fc.mit der Partikel NT-, ET-, HTE-. 
Der mit den Partikeln FTT-, ET-, ETE- eingeleitete 511. 
Relativsatz darf nur an ein bestimmtes Nomen an- 
geknüpft werden. Eine Ausnahme s. § 525. Bisweilen 
wird das Nomen, an das sich der Relativsatz an- 
schließt, noch durch Zufügung des Demonstrativum TTAi 



Z. 348. 2 z. 290. 3 Joh. 20, 1. 



222 7. Belativsätze. 512—514. 

hervorgehoben; z. B. TCO^IA TAI ETÄgHpATC FNFKe- 
pONOC „die Weisheit, die an deinen Thronen steht"^ 

1. Die Form HT-. 

512. HT- wird hauptsächlich zur Anknüpfung des 
Hülfszeitworts A- (Perf. I) gebraucht. In guter Ortho- 
graphie wird sie FNT-, mit dem Hülfszeitwort FNTÄ- 
geschrieben und trotz der Gleichheit beider Formen 
(§ 299) von dem Präfix des Perf. 11 HTA- unterschieden; 
z. B. NFKCCDNT FNTAK-TAHlOOy „deine Geschöpfe, 
welche du geschafifen hast"^; 

HTOnoC ENTAKBODK EpOOy «die Orte, zu denen 
du gegangen bist"^. 

513. Selten ist FTTA- in FTA- übergegangen: oyON 
NIM FTAYBöOK O^ApOC] „alle, die zu ihm gekommen 
waren"^. 

Anm. Im Boh. ist 8TA- die gebräuchliche Form des rela- 
tiv angeknüpften Perfekts. 

514. Bisweilen findet sich HT- auch vor den Präfixen 
des Präsens consuetudinis. Das T der Relativpartikel 
ist vor O) abgefallen, sodaß die Relativformen Ha)ApE-» 
na)Aq- etc. lauten: 

Ree iT(j)ApE-OYpOOYH MOYS »in der Weise, wie 
ein Halm verbrannt zu werden pflegt"^. 



Sap. 9, 4. 2 Sap. 9, 2. 3 PS. 32, 15. * Z. 348. » Jes. 5, 24. 



7. Belativsätze. 515. 516. 223 



2. Die Form ET-. 
a. Vor Nominalsätzen. 

Die Form ET- dient zur Anknüpfung aller 515. 
Nominalsätze, deren Subjekt mit dem Nomen, an 
das sich der Relativsatz anschließt, identisch ist. ET- 
tritt an die Stelle dieses Subjekts (A§ 425); z. B. nEN- 
ElOTE ETgNKHME „unsere Väter, die in Ägypten 
sind"'; nHÄ ETOJCDNE „die Stelle, die krank ist"^; 
TTEiMOOY ETAohC „dieses Wasser, welches faul ist"^. 

Ist das Subjekt des relativischen Nominalsatzes 516. 
ein Personalpronomen und von dem Worte, auf 
das sich der Relativsatz bezieht, verschieden, so 
wird es durch die Pronominalformen des Praesens I 
ausgedrückt, die mit ET- verbunden folgendermassen 
lauten: 

Sg. 1. Et PI. 1. ETN 

2. m. ETk 2. ETETN 

f. ETE 

3. m. Efq 3. ETOy 

f. ETC 
Beispiele: HAl E+CCDTM ENAl ETBHHTq „dieser, 
über den ich dieses höre"^; 

nMÄ ETOy-NgHTq „der Ort, an dem sie sind"^; 



1 Z. 304. 2 z, 338. 3 z. 312. * Luc. 9, 9. 5 z. 481, 



224 7. Belativsätze. 517—520. 

TJKÄ.Q E+NATCÄBOK Epoq „das Land, das ich 
dir zeigen werde"^ 

517. Häufig wird das Personalsuffix noch durch das 
absolute Personalpronomen verstärkt, das gewöhnhch 
vor die Kelativpartikel tritt: TTMÄ ÄNOK E+0 rtMOq 
„der Ort, an dem ich bin". 

ß, vor der alten Flexion 

518. bei den Konjugationsformen des § 268; z. B. TTa)A2CF 
eTNANOyCI „das Werk, das gut ist"^; TAffpOOMOH 
FTNFCCDC „meine Taube, die schön ist"^. 

Y» vor dem Präsens U und Fatumm II. 

519. Das Relativum des Präsens II (ET-FpO-) steht 
namentUch an Stelle eines Nominalsatzes mit nomi- 
nalem Subjekt (§ 421), wenn letzteres von dem Worte^ 
auf das sich der Eelativsatz bezieht, verschieden ist; z. B. 
TTAi FTepF-neqgA gNXeqtTlX „der, in dessen Hand 
Seine Worfschaufel ist"'*. 

Seltener beipronominalem Subjekt ; z. B.TTBIOC ETp- 
OYA(J)q „das Leben, das du (Frau) willst"^, für ETEpF- 
OYÄoTq. 

d. vor dem Imperfectum, 

520. sowie den mit NE- zusammengesetzten Hülfszeitwörtern 
(§ 319) und Flexionsformen (§ 321). Die aus der Ee- 



1 Act. 7, 3. 2 2. Thess. 2, 17. 3 Ming. 146. * Matth. 3, 12. 
5 Z. 329. 



7. Belativsätze. 521. 522. 



lativpartikel und dem Hülfszeitwort zusammengesetzten 
Formen *BTNEpE-, *eTNE- sind, mit Assimilation des T 
an das N, zu FNHps-, BNB- zusanmiengezogen worden. 
Äußerlich sind diese Formen von den aus den Hülfs- 
zeitwörtem F- und NE- zusammengesetzten (§ 326) 
nicht zu unterscheiden; doch werden sie nur auf ein be- 
stimmtes Nomen bezogen: 

TAi ENEpE-HECCON ÄA^ApOC OJCDNE „diese, 
deren Bruder Lazaros krank war"^; 

NGE ENEY^CODK RMOOY EBoA XlN-HOjOpTT „in 
der Weise, in der sie sie von Anfang an vollendeten"^. 

e, vor dem Präsens consuetudinis. 
Die mit der Relativpartikel ET- zusammengesetzten 521. 
Formen ^ETüjApE-, *ETa)Aq- sind zu EO) ApE-, EU) Aq- 
zusammengezogen worden. Auch sie sind von den mit 
E- zusammengesetzten nicht zu unterscheiden. Häufig 
steht vor dem Praes. consuet. auch die Form ETE-; 
z. B. HeE ETE-(J)Aqa)AXE Epooy „in der Weise, wie 
er zu ihnen zu sagen pflegte"^. 

3. Die Form ETE; 
dient zur relativischen Anknüpfung 

a. der negativen Hülfszeitwörter MITE- und HEpE- 522. 

z. B. OyON NIM ETEHnOYHlCTEYH ETME „alle, 
die nicht an die Wahrheit glaubten"^; 

1 Joh. 11, 2. 2 PS. 29. 3 Ming. 208. -• 2.The8s. 2, 12. 
Steindorff, Eopt. Gramm.^ 15 



226 7. Belativsätze. 523—526. 

HMA ETF-HEpS-pFqXlOYH gCDN Epoq „der Ort, 
dem kein Dieb sich nähert"^ 

523. ß, der unpersönlichen Verben OyN- undMN-, 
sowie der durch sie eingeleiteten Nominalsätze 

(§434 ff.): 

nKFOyA FTE-OYNTAicq HCTMHT „der andere, 
den ich gehorsam hatte"^; 

npCOME ETF-MN-KpOq NgHTC) „der Mann, in 
welchem keine Hinterlist ist"^. 

524. T'. der Nominalsätze mit FFF, TF, NE (§ 422 ff.): 

tnyPH MMOoy eTe-nccDHA-np HwnecNoq 

RnxOElC „die Wasserquelle, welche der Leib und das 
Blut des Herrn ist"^ 

525. Diese Art von Relativsätzen steht häufig, um ein 
Nomen, selbst wenn es den unbestimmten Artikel hat, 
näher zu erklären; wir können in diesen Fällen das 
Relativummit „nämlich" übersetzen; z.B. gHNCÄgHTF- 
BApNABAC-nF MNCHMFCON „Lehrer, welches ist 
Barnabas nebst Simeon; Lehrer, nämlich B. und S."^ 

526. d. aller mit N- . . . AN (§ 457 ff.) negierten Sätze: 
nXAi-BFKH ETF-HOYjy^C AN-HF, HAi FTF-N- 

NOYq AN-NF RFCOOy „der MietUng, der nicht Hirte 
ist, der, des eigen die Schafe nicht sind"^. 



1 Luc. 12, 33. 2 z. 318. 3 Ming. 165. * Z. 320. » Act. 13, 1. 
6 Joh. 10, 12 (Ming.). 



7. Belativsätze. 527—529, 227 

Häufig wird FTE-lT- zu *ETN und weiter zu fn zu- 527. 
sammengezogen (vgl. § 520); z. B. „der aber nach mir 
kommt, ist stärker denn ich", TT AI HN't'RnajÄ AN ITqi 
gANFCITOOyP j?<ier, dem ich nicht würdig bin, seine 
Schuhe zu tragen" ^ 

Anhang. 

Mit Ausnahme der Fälle des § 515 muß, wie die 528. 
obigen Beispiele zeigen, im Koptischen jeder Relativsatz, 
der ja (wie im Arab. und Hebr.) nur ein dem Haupt- 
worte beigeordneter Verbal- oder Nominalsatz ist, ein 
auf das Hauptwort zurückgehendes Pronomen enthalten. 

Nur wenn das Wort, auf das sich der Relativsatz 
bezieht, ein adverbialer Ausdruck des Orts, der Zeit oder 
der Art und Weise ist (RTTNAy „zur Zeit", TTeF „in der 
Weise" u. s. w.), fällt das Pronomen im Relativsatze aus; 
z. B. ÄlNÜNAY ÄP HTAfxl RTACglHE „seit der Zeit, 
wo ich mein Weib genommen habe"^. 

c. Substantivierte Belativsätze. 
Jeder mit einer Relativpartikel angeknüpfte Relativ- 529. 
satz kann durch den bestimmten Artikel substantiviert 
werden; z. B. NHTgMTT'i'MF „die, welche in der Stadt 
sind"^; nETHMAy „jener"; TtF+NAOYOMq „das, was 
ich essen werde"*; NeTE-HCFTTPipA^F RMOq AN 
„die, welche ihn nicht versuchen"^. 



1 Matth. 3, 11. 2 Z. 346. 3 z. 327. * Z. 346. » Sap. 1, 2. 

15* 



7. Belatiysätze. 530—582. 



Anm. Streng genommen wird in diesen Fällen der Belativ- 
satz an das Demonstrativum TTH „jener ^ angeknüpft, das dann 
verkürzt worden ist; § 96. Im Boh. ist das Demonstrativum hier 
in der Begel unverkürzt geblieben: ^)H ET(J)OTT „der, welcher 

ist« (8a.nET(yoon). 

630. Der Gebrauch der substantivierten Relativsätze 
ist der eines Nomens. Sie können als Subjekt oder Objekt 
eines Satzes, als Genetiv, nach einer Präposition u. s. w. 
stehen; z. B. neTNÄJÖCOn epoq FOYa)HpE JÜHM 
RTFigE . . . EqjyCDTT RMOi epoq „wer ein solches 
Kind bei sich aufnimmt, der nimmt mich bei sich auf"^ 

631. Derartige substantivierte Relativsätze, deren Ver- 
bum eine Eigenschaft ausdrückt, sind vielfach so sehi* 
zu einem einzigen Begriffe verschmolzen, daß man ver- 
gessen hat, in dem anlautenden TT den Artikel zu sehen, 
und daß man das Ganze als ein Adjektiv oder artikel- 
loses Substantiv aufgefaßt hat; z. B. ITFTgOOY 
(neeoOY) «böse, Böses", eigentl. „das was böse ist"; 
neTNÄNOYq „Gutes"; gAg RneeoOY »^ele Übel"^ 
nPeoOY NIM „alle Übel" (§ 170). 

532. Diese Verbindungen können deshalb noch einen 
zweiten Artikel, den Possessivartikel oder ein Demon- 
strativum erhalten; z. B. TITTETOYAAB „der Heilige"^; 
nnETNÄNOYq „dasGute"^; gENHEeoOYiöala; NFK- 
nUTOYAAB „deine Heiligen"^ 



1 Matth. 18, 5. 2 Act. 9, 13. 3 z. 318. 4 Z. 304. » Act. 9, 13. 



7. Belativsätze. 533—537. 



d, Gebrauch im Nominalsatze. 

Die mit einer Relativpartikel eingeleiteten Relativ- 533. 
Sätze werden femer häufig an das als Subjekt eines Nomi^ 
nalsatzes stehende Demonstrativum TTF, TE, NF (§ 422 ff.) 
angeknüpft. Mit FT- und FTF- wird FFF zu IFFT-, FFFTF-, 
mit HT- gewöhnlich zu TTFNT- zusammengezogen ; z. B. 
TTTCDTfT NFTäO) HMOC „ihr seid es (NF), die es sagen"^ 

Zwischen TTF und den folgenden Relativsatz kann 534. 
noch ein anderes Wort eingeschaltet werden; z. B« riFK- 
OjAXF-nF, nxOFIC, FTTOYXO fTOyON NIM „dein 
Wort ist es, o Herr, das alle errettet"^. 

Diese Konstruktion wird häufig gebraucht, um das 535. 
pronominale Subjekt eines Satzes besonder^ stark 
hervorzuheben : 

HAX PAp nFTNÄNOyq AYCU FT(J)Hn RTIMTO 
FBoA RFTNOYTF „denn dieses ist gut und angenommen 
(gebiUigt) vor Gott"^ 

HTOK nPJöAKTOY^CO FBOA gHOFeOOY NIM „du 
errettest von allem Übel"^. 

Mit Vorliebe steht diese Konstruktion daher auch 536. 
im Fragesatze: OY nFi"NAAAq „was soll ich tun?"* 

NIM TTFNTAqHTk FTTFIMA „wer hat dich zu die- 
sem Ort geführt?"« 

Seltener wird sie an Stelle eines reinen Nominal- 537. 



1 Luc. 22, 70. 2 sap. 36, 12. 3 1. Tim. 5, 4. * Sap. 16, 8. 
5 Z. 310. 8 Z. 338. 



230 7. BelatlTsätze. 537. Anhang. 538—540. 

Satzes mit nominalem Subjekt verwendet: NENgoiTE 
NBTglOXDN „unsere Kleider sind auf uns (wir haben 
unsere Kleider an)^" 

Anhang. 

Die koptische Zeitrechnong. 

538. Das koptische Jahr besteht aus 365 Tagen, d. h. 
12 Monaten von je 30 Tagen und 5 oder (alle 4 Jahre) 
6 Schalttagen am Jahresende. Der Jahresanfang fällt 
auf den 29., im Schaltjahr auf den 30. August. 

639. Die älteren Urkunden datieren nach den Indik- 
tionen oder Steuerveranlagungen, dem im römischen 
Reiche seit Diokletian (297 n. Chr.) üblichen Zyklus von 
15 Jahren. Die Zählung pflegt griechisch zu sein; z. B. 
HTpOMHE THC TETApTHC INMK(T10N0C) ; NTl- 
pOMHE OKTOHC lN^(lKTl)0(NOC). 

Eine genaue Bestimmung, welchem Jahre der christ- 
lichen Ära das betr. Indiktionsjahr entspricht, ist, da 
die Zyklen nicht gezählt sind, nicht mögUch. 

540. Seit der arabischen Herrschaft zählt man gewöhnUcli 
nach den „Jahren Diokletians" oder Jahren der Mär- 
tyrer, auch Ära der Märtyrer genannt. Sie beginnt mit 
dem 29. August 284; z. B. ETOyC MOkA(hTIÄNOC) 
BÄCiAeYC YNÄ „im Jahre des Königs Diokletian 451". 

541. Daneben findet sich später auch die muslimische 

1 Z. 346. 



Anhang. 541—543. 231 



Jahreszählung nach „Jahren der Sarazenen" d. h. nach 
der Rechnung der Higrah vom 16. Juli 622 ; z. B. ETOyc 
2klOKA(HTlANOC) BäCiAeYC YNÄ KAI ETOYC CApA- 
KOtNON piA „im Jahre des Königs Diokletian 451 
und dem Jahre der Sarazenen 111." 

Die Namen der koptischen Monate lauten 542. 
im Sa.: 



1. eooyr 

2. nÄAHE, nooüE 

3. gAGODp 

4. KlAgK, XOlAeU 

5. T(DBP 

6. Ma)ip 



7. nApMgOfTT 

8. nApMOYTE 

9. HAO^ONC 

10. HAOÖNP 

11. EHEn 

12. HECCOpH 



Anm. Außerdem finden sich noch mancherlei Nehenformen. 

Der Monats tag wird durch das artikellose coy- 543. 
m. ausgedrückt, dem die männliche Kardinalzahl un- 
mittelbar nachgesetzt wird; z. B. NCOY-CAüJC] RTTEi- 
EBOT ;,am siebenten dieses Monats;" tTCOY-XOYTt|;iC 
HgAGOöp „am 29. Hathor." 

Anm. coy- ist die tonlose Form von CHY äg. ääw „Zeit." 

Auch die Tages- bez. Nachtstunde wird durch 544. 
ein besonderes Wort, das weibliche 207- ausgedrückt, 
dem die Kardinalzahl weiblichen Greschlechts folgt; 
z. B. xn-a)OMTE HTEyjÖH „dritte Stunde der Nacht". 



Literatur. 






In die folgende Literaturübersicht sind die wichtigsten kop- 
tischen YeröfFeDtlichungen aufgenommen worden. Eine vcdlständige 
Literatorübersicht (bis/ 1880) findet sich in Sterns koptischer Gram- |^. -^ 
matik 8. 441 — 447. Ältere Veröffentlichungen, die durch spätere er- 
setzt, heute kaum noch einen historischen Wert besitzen, sind bei Seite 
gelassen, ebenso die meisten in Zeitschriften veröffentlichten Aufsätze (^^^ 
und Texte, soweit sie nicht von besonderem literargeschichtlichen 
Werte sind (wie z. B. die Bruchstücke des AlexanderromoDs) oder 1^- 
für die philologischen Studien des Anfängers in Betracht kommen. 
Bücher oder Aufsätze, welche Anfangern besonders zu empfehlen sind, 
habe ich mit einem Stern bezeichnet. iP. 



II 



A. Allgemeines. 1 Tal 

*L. Stern, Kopten. Koptische Sprache und Literatur (Allgemeine j p^ 

Encyclopädie der Wissenschaften und Künste von Ersch und j 

Gruber, zweite Sektion, Bd. XXXIX 1886 S. 12—36). ^ 

* W. E, CrufHj Koptische Kirche (Bealencyklopädie für protestantische 

Theologie und Kirche 3. Aufl. XII 801—815). -^ 

Johannes Leipoldt, Schenute von Atripe und die Entstehung des 

national ägyptischen Christentums. Leipzig 1903 (von Gebhardt 

und Harnack, Texte und Untersuchungen zur altchristlichen wj 

Literatur. Neue Folge XI). 
H, Hyvematy Jltude sur les versions coptes de la Bible (Bevue biblique 

1896—97). 
[A, C. HeadlamJ Egyptian or Coptic Versions (Scrivener, Introduction 

to the criticism of the New Testament, 4 ^^ ed. Vol. II chapter IV). 
Forbes Robinson^ Egyptian versions of the Bible (Hastings, Dictionary 

of the Bible). 
Et, Quatrem^e, M^moires g^ographiques et historiques sur l'Egypte 

et sur quelques contr^es voisines. I. II. Paris 1811. 
E. Amtlineau, La g^ographie de l'Egypte ä l'6poque copte. 

Paris 1893. 






Literatur. 233 



I, Byvemat, Album de pal6ographie copte pour servir k rintro- ' 
duction paleographique des actes des martyrs de l'Jlgypte. Paris 
& Born 1888. \ 

L Veröffentlichungen einzelner Sammlungen, Bibliotheken und 
Museen. 

G, ZoegUf Oatalogus codicun; Copticorum manu scriptorum qui in 
Museo Borgiano Yelitris asser vantur; Bom 1810. Anastatischer 
Neudruck Leipzig 1903 (Bohairische, faijumische und sa'idische 
Texte biblischen und nichtbiblischen Inhalts. Von den sa'id. 
Handschriften sind No. 1 — 168 in Bom im Museo Borgiano, 169 
und die übrigen in der Bibliotbeca Nazionale in Neapel). 

L. Mingarelli, Aegyptiorum codicum reliquiae Venetiis in bibliotbeca 
Naniana asservatae fasc. I. II. Bologna 1785. (Enthält sau- 
dische Texte biblischen und nicht-biblischen Inhalts). 

iegyptische Urkunden aus den Königlichen Museen zu Berlin. 
Herausgegeben von der Generalverwaltung: Koptische Urkunden. 

V. Wüstenfeld, Verzeichnis der koptisch-arabischen Handschriften 
der Universitätsbibliothek zu Göttingen (Kachrichten von der 
Königl. Gesellsch. der Wissenschaften 1878 p. 285—325). 

\ de Lagarde, Die koptischen Handschriften der Göttinger Bibliothek 
(Orientalia I. 1 — 62, Göttingen 1879; Abhandlungen der Königl. 
Gesellsch. der Wissensch. zu Göttingen Band 24). 

fakob Krall, Koptische Texte I. Band: Bechtsurkunden (Corpus 
Papyrorum Baineri archiducis Austriae vol. II). Wien 1895. 

?ajpyru8 Erzherzog Rainer, Führer durch die Ausstellung. (Koptische 
Texte p. 25—48). Wien 1894. 

W. Pleyte und P. Ä, A, Boeser, Manuscrits Coptes du Mus6e d'anti* 
quit^s des Pays-Bas k Leide. Leiden 1897. 

W, E, Crum, Coptic Manuscripts brought from the Fayyum by W. 
M. Flinders Petrie together with a Papyrus in the Bodleian 
library. London 1893. 

ü, Bovriant, Fragments de Manuscrits th^bains du musee de Boulaq. 
(Becueil de travaux IV. V). 

W. E, Crum, Catalogue g6n6ral des antiquites 6gyptiennes du Mus6e 
du Caire: Coptic Monuments. Cairo 1902. 

4.. Gayet, Les monuments coptes du mus6e de Boulaq. Catalogue des 
sculptures et stdles ornees de la salle copte du mus^e de Boulaq 
(M^moires de la mission arch^ologique frangaise au Caire m). 
Paris 1889. 

C. Saldische Texte. 

J. Biblisches, 
^A, Ciasca, Sacrorum bibliorum fragmenta Copto-Bahidica musei 
Borgiani L IL Bom 1885—1889 (Auf SS. VIU— XI des ersten 



234 Literatur. 



Bandes eine sehr nützliche Zusammenstellung der bis 1885 ver- 
öffentlichten kleineren Bruchstücke der oberägypt Übersetzung 
des Alten und Neuen Testaments). 

Q. Maspero, ^tudes 6gyptienned. Paris 1883. 

O. V. Lemfriy Bruchstücke der Sahidischen Bibelübersetzung nach 
Handschriften der kaiserl. öffentl. Bibliothek za St Petersburg. 
Leipzig: 1885. 

O. V. Ltmm, Sahidische Bibelfragmente L II. Petersburg 1889. 1890 
(M61anges asiatiques X). 

E, ÄmelineaUf Fragments de la Version th^baine de T^criture (Ancien 
Testament). Paris 1889 (auch Bec. trav. VII ff.). 

A. Ermarif Bruchstücke der oberägyptischen Übersetzung des alten 
Testamentes (Nachrichten der Kgl. Gesellsch. d. Wissensch. 
zu Göttingen). Göttingen 1880. 

O. Maspero, Fragments de la Version th6baine de 1' Ancien Testament 
(M6moires publi^s par les membres de la Mission arch^logique 
fran^aise au Caire VI). Paris 1892. 

P. de Lagarde, Psalterii versio memphitica. Accedunt Psalterii thebani 
fragmenta etc. Berlin 1875. S. f. I. 

JB. Peyron, Psalterii copto-thebani specimen. Turin 1875. 

E, A. Wallis Budge, The earliest known Coptic Psalter. London 1898. 

H, Oousseny Apocalypsis S. Johannis apostoli, versio sabidica (Studia 
theoloofica fasc. 1). Leipzig 1895. 

Alfred Bahlfs, Die Berliner Handschrift des sahidischen Psalters 
(Abhandlungen der königl. Gesellschaft der Wissenschaften zu 
Göttingen). Berlin 1901. 

*P, de Lagarde, Aegyptiaca. Göttingen 1883 (enthält u. a. die voll- 
ständige Sapientia Salomonis und Ecdesiasticus). 

Fr. Munter, Specimen versionum Danielis copticarum, nonum ejus 
Caput memphitice et sahidice exhibens. Born 1786. 

*C. Woide, Appendix ad editionem Novi Testamenti Graeci, in qua 
continentur fragmenta Novi Testamenti <hebaica vel sabidica, cum 
dissertatione de versione bibliorum aegyptiaca. Oxford 1799 (nach 
Ws Tode von H. Ford herausgegeben). 

E, Amelineau, Fragments th6bains in6dits du Nouveau Testament 
(Zeitschr. f. Aeg. Spr. 1886 ff.) 

Anf, Oeorgi, Frag^mentum evangelii S. Johannis graeco-copto-thebai- 
cum seculi IV. Rom 1789. (Georgi teilt auch noch andere 
sa'idische Fragmente in Veletri mit). 

Fr. Munter, Commentatio de indole versionis sahidicae Novi Testa- 
menti. Accedunt fragmenta epistolarum Pauli ad Timotheum 
in membranis sahidicis musei Borgiani Veletris. Kopenhagen 1784. 

Aegyptische Urkunden aus den Königlichen Museen zu Berlin. Kop- 
tische Urkunden. Erster Band fünftes und siebentes Heft (fast 
ausschließlich sa'idische Bibeltexte). Berlin 1904. 



Literatur. 23B 



IL Niehtbibb'aehe christliche Literatur, 

ß, Dulaurier, Fragment des r^velations apocryphes de Saint-Barth6- 
lemy et de Phistoire des communautes fond6es par Saint-Pa- 
khome. Paris 1835. 

*L Quidi, Frammenti Oopti. Born 1888. (Bendiconti della B. 
Accademia dei Lincei, classe di scienze morali, storiche e filolo- 
giche vol. III. IV. — Enthält apokryphe Apostelakten). Vgl. 
auch: Quidi^ G-U atti apocrifi degli apostoli (G-iomale della Soc. 
Asiatica Italiana vol. II). 

J. Ouidi, Di alcune pergamene Saidice della Oollezione Borgiana. 
Born 1898 (Bendiconti della B. Accad. dei Lincei II). 

Revülout, Apocryphes Coptes s. u. 

Forbea Robinson ^ Coptic apocryphal gospels (J, A. Bobinson, Texts 
and studies IV 2). London 1896. 

O, V. Lenwij Koptische apokryphe Apostelacten I. 11. Petersburg 
1890. 1892 (Mdlanges asiatiques X 1. 2. — Teil I mittel- 
ägyptisch, II sahidisch). 

A. Oeorffi, De miraculis 8. Coluthi et reliquiis 8. Panesniw marty- 
rum, thebaica fragmenta duo. Born 1793. — Vgl. auch Peyron^ 
G-rammatica p. 165 -—167. 

E. AmüineaUf Fragments coptes pour servir k Thistoire de la con- 

quete de Ti^Igypte par les Arabes (Journal asiatique 1888.) — 
Vgl. desselben, Sur deux documents coptes Berits sous la do- 
mination arabe (Bulletin de Tlnstitut ^gyptien 1885). 

F, Bossiy I papiri copti dei Museo egizio di Torino, trascritti e 

tradotti. (Memorie della reale accademia della scienze di Torino, 
Serie seconda, Scienze morali, storiche e filologiche XXXVI 
1886— XLIV 1894). 

Francesco Bossi, Un nuovo codice copto dei Museo Egizio di Torino 
contenente la vita di s. Epifanio ed i martiri di s. Pantoleone, di 
Ascla, di Apollonio, di Filemone, di Ariano e di Dios con ver- 
setti di vari capitoli dei ,.Libro di Giobbe" (Atti della B. Acca- 
demia dei Lincei anno CCXO 1898 Ser. Quinta Classe di Scienze 
morali etc. Memorie vol. I). 

E, Amklineau, Monuments pour servir a l'histoire de l'flgypte chre- 
tienne au IVe et Ve si^cles (M6m. miss. arch. IV. — Enthält 
sa'idische, bohairische und arabische Texte). 

V, Bouriantf L'^Ioge de Tapa Victor, fils de Bomanos. Paris 1893 
(M6m. miss. arch. fran^, VIII). 



Fr, Munter, Odae gnosticae Salomoni tributae. Kopenhagen 1812 

(Auch in der Einleitung von Woide's Appendix mitgeteilt). 
*M, G. Sehwartze, Pistis Sophia, opus gnosticum Valentino adjudi- 



236 Literatur. 



catum, e codice ms. Ooptico Londinensi descripsit et latine ver- 
tit. Edidit J. H. Petermann. Berlin 1851. 

E. Amilineauj Notice sur le papyrus gnostique Bruce, texte et tra- 
duction. Paris 1891 (Notices et extraits des manuscrits de la 
Bibliothdque nationale XXIX). 

C, Schmidt y Gnostische Schriften in koptischer Sprache ans dem 
Codex Brucianus, herausgegeben, übersetzt und bearbeitet. 
Leipzig 1892 (von Gebhardt und Hamack, Texte und Unter- 
suchungen zur altchristlichen Literatur YIII 1. 2). 



P. de Lagarde, Canones apostolorum und Ganones ecciesiastici (Aegyp- 
tiaca 209—291). Vgl. auch das von Leipoldt veröffentlidite 
Bruchstück einer anderen Bezension in von Gebhardt und Hamacks 
Texten ^und Untersuchungen. Neue Folge XI Ib. — Die unter- 
ägypt. Übersetzung dieses ägypt. Bechtsbuchs publ. TiUtam, The 
apostolical constitutions (s. f. II.). 

E. Bevillout, Le concile de Nic6e d'apres les textes coptes et les diverses 
collections canoniques. Paris 1880 (Journal asiatique 1873. 1875). 

Z7. Bouriantj Actes du concile d'^lphöse. Texte copte publik et 
traduit. Paris 1892 (M^m. miss. arch. franq, YIII). 
. O. V. hemm, Koptische Fragmente zur Patriarchengeschichte Alexan- 
driens. St. Petersburg 1888 (M6m. de Pacad^mie imperiale des 
Sciences de St.-P6tershourg Vlle s6rie, Tome XXXVI). 

Z7. Bourianty L'eglise copte du tombeau de Dega (M6m. miss. arch. 
fran^. I). 

III, Profanliteratur, 

ü, Bouriantj Fragments d*un roman d' Alexandre en dialecte th^bain 
(Journal asiatique 1887. 1888). 

W, E, Crum, Another fragment of the story of Alexander . (Proc. 
Soc. Bibl. Arch. Juni 1892). 

O. von Lemm, Der Alexanderroman bei den Kopten. Ein Beitrag 
^ zur Geschichte der Alexandersage im Orient. — Text, tJber- 

setzung und Anmerkungen. St. Petersburg 1903. 

Heinrich Schäfer, Bruchstück eines koptischen Komans über die Er- 
oberung Aegyptens durch Kambyses (Sitzungsberichte d. Königl. 
Preuss. Akad. d. Wissensch. zu Berlin 1899 XXXVIU). Vgl. 
auch Zeitschr. f. ägypt. Sprache Bd. XXXIX imd die Neu- 
ausgabe von Möller in den Berliner „Koptischen Urkunden" 
I 2 (S. 33—44). 

Q, Zoega, Catalogus p. 626 : De re medica fragmentum libri continentis 
morborum remedia (übersetzt von Dttlaurier, Joiunal asiatique 1843). 

L. Stern, Fragment eines koptischen Tractates über Alchemie (Zeit- 
schr. f. ägypt. Sprache 1885). 



Literatur. 237 



Adolf Ermanj Bruchstücke koptischer Volkslitteratur (Abb. der köDigl. 

Preuss. Akademie der Wissenschaften zu Berlin vom Jahre 1897). 

Berlin 1897. 
W, Spiegelberffy Koptische Kreuzlegenden (Eec. trav. XXIII 206). 
O. Möller, Eine neue koptische Liederhandschrift (Zeitschr. f. ägypt. 

Sprache Bd. XXXIX). Der Text ist in den Berliner „koptischen 

Urkunden" Band I Heft 2 S. 45^66 veröffentlicht. 



E, Bevülout, Papyrus coptes, actes et contrats des musees ^gyptiens 

de Boulaq et du Louvre. Paris 1876. (jfetudes 6gyptologiques V.) 
P. A, Ciasca, I papiri Copti del Museo Borgiano della S. C. de 
Propaganda fide, tradotti e commentati. Bom 1881. 

F, Bossiy Tre documenti copti publicati. Turin 1888 (Atti della B« 

Accademia delle scienze di Torino vol. XXIII). 
J. Krallj Zwei koptische Yerkaufsurkunden (Wiener Zeitschr. für d. 

Kunde des Morgenlandes II 1888). 
"^L. Stenij Das Testament der Susanna nach einem koptischen Pa- 

P3rrus im Brit. Museum (Ztschr. f. äg. Sprache 1888). 
♦Ö. Steindorff, Neue koptische Urkunden aus Theben (ebenda 1891). 

G, Steindorffj Eine koptische Bannbulle und andere Briefe (ebenda 

1892). 
E. Bevilhut^ Textes coptes extraits de la correspondance de St. P^sun- 
thius 6veque de Coptos et de plusieurs documents analogues 
(juridiques ou economiques) (Revue 6gyptologique IX 1900 
S. 133—179 X 1602 S. 34-47). 



R. LepsiuSj Koptische Inschriften (Denkmäler aus Aegypten und 
Aethiopien Abth. VI 102—103). 

L, Stern, Sahidische Inschriften (Zeitschr. f. ägypt. Spr. 1872). 

U, Bouriant, Notice des monuments coptes du mus6e de Boulaq (Rec. 
trav. V). 

L, Stern, Koptische Inschriften an alten Denkmälern (ebenda). 

L. Stern, Sahidische Scherbenaufschriften (Zeitschr. f. ägypt. Sprache 
1885). 

*W, E, Crum, Coptic ostraca from the coUections of the Egypt Ex- 
ploration Fund, the Oairo Museum and others. The texts edited 
with translations and commentaries (Special extra publication of 
the Egypt Expl. Fund). London 1902. 

D. Achmimische Texte. 

TJ, Bouriant, Les papyrus d'Akhmim (M6m: Miss. arch. frauQ. I). 
6. Maapero, Bruchstücke der kleinen Propheten im Recueü de tra- 
vaux VIII 181—192. 



238 Lftentur. 



L. SUm, Die kopcüche Apokalypse des Sophoiiias. Mit einem An- 
hang ober den mKeBshidischen IKalect (Zeitidir. £ iSTP^ Spr* 

Getfg Stemdarff, Die Apokalypse des Elias, eine nnhekannte Apoka- 
lypse und Bmchstikrke der Sophonias-Apocalypse. Koptisdie 
Texte, Übenetznng, Glossar. Jjt^xis: 1899. 

Carl Schmidt, Acta PanU. Leipzig 1904. 

E. llitieliiyRtiselie Texte. 

/. BüUsckeg. 

Engübreth, Fra^nnenta baschmnrica. Kc^wnhagen 1811. 

E. (iuatrenUre, Becherches critiqaes sur la langae ei la Utteratiire 
de riSgypte. Paris 1808 (p. 228—246: Fraj^nente der Threoi 
4, 22—5, 22 und Barach 6, 2—72; streng: ^'nmisch). 

ü, Bauriant, Fragments bachmooriqnes. Caiio 1888 (nea heraus- 
gegeben von Chassinat in den Menioires de riostitat egyptien 
vol U). 

Vgl. adch Zoega, Catalogus p. 139 fC 

IL Profanliteratur. 
E, BeviUoutf Memoires du Consjes des orientalistes le Session. Paris 

1873 (U 471 ff.; in 55 ff.). 
E, Beuülout, Papyrus coptes p. 103 ffl (s. c TU). 
J, Krall, Neue koptische und griechische Papyrus (Bec trav. VI). 
L. Stern, Faijumische Papyri im ägyptischen Museum zu Berlin 

(Zeitschr. f. ägypt. Sprache 1885). 
L. Stern, Erklärung einiger memphitisch koptischer Papjorusur- 

künden. Mit einem Nachwort über die faijumischen Papyri (ebenda). 
J. Krall, Koptische Briefe (Mitth. Erzh. Bainer V). 
Vgl. auch Crum, Coptic Manuscripts. 

F. Bohairiscbe Texte. 

J. Biblisches. 

P. de Lagarde, Der Pentateuch koptisch. Leipzig 1867. 

H. Brugsch-Bey, Der Bau des Tempels Salomos nach der koptischen 

Bibelversion. Leipzig 1877. 
P. de Lagarde, Bruchstücke der koptischen Übersetzung des alten 

Testaments. (Orientalia I 63 — 104; Abbandlungen der Kouigl. 

Gesellsch. der Wissensch. zu Göttingen Band 24). 
H, Tattam, The ancient coptic version of the book of Job the just, 

translated into english and edited. London 1846. 
R. Tuki, niXCDM NTU nill/AAxHpiON NTF ^ÄYl^- 

Born 1744. (Enthält die Psalmen und verschiedene Lobgesänge 

und Gebete des alten Testaments, mit arab. Übersetzung). 



Literatur. 239. 



P. de LagardCj Psalterii versio memphitica. Accedunt psalteni 
Thebani frag^enta parhamiana, proverbiorum memphiticorum 
fragmenta Berolinensia. Berlin 1875 (Das Koptische ist mit 
latein. Buchstaben transkribiert). 

A, Bsciaiy Die Proverbia Salomonis, boheirisch, koptisch, arabisch. 
Born 1886. Dazu Supplement 

H, Tattanij Prophetae majores, in dialecto Linguae aegyptiacae mem- 
phitica seu coptica cum versione latina Oxford 1852. 

J. Bardelli, Daniel copto-memphitice. Pisa 1849. 

H, Tattam, Duodecim prophetarum minorum libri in lingua aegyp- 
tiaca vulgo coptica seu memphitica ex ms. Parisiensi descripti 
. et cum ms. Johannis Leo comparati. Oxford 1836. 

E, Quatrem^rCf Daniel et les douze petits-prophdtes, manuscrits coptes 
de la biblioth^que imperiale no. 2, St.-Germain no 21. Paris 
1810. (Notices et extraits des manuscrits de la Biblioth^ue 
imperiale VIII 220—289; enthält den Propheten Zacharias mit 
Varianten und latein. Übersetzung). 

Liber Baruch prophetae. Rom 1870. (Von Bsciai nach einer Cai- 
riner Handschrift herausgegeben). 

♦The coptic Version of the New Testament in the northern dialect, 
otherwise called memphitic and bohairic, with introduction, criti- 
cal apparatus aud literal english translation. Vol. I. The gos- 
pels of S. Matthew and S. Mark. Vol. U. The gospels of S. 
Luke and S. John. Oxford 1898. 

P. Bötticher (de Lagarde), Acta Apostolorum coptice. Halle 1852. 

P. Bötticher j Epistulae Novi Testamenti coptice. Halle 1852. 

IL Nichibiblische christliche Literatur, 

E, Revillout, Apocryphes coptes du Nouveau Testament. Paris 1876. 
(ißtudes 6g>ptologiques VII); vgl. die viel bessere Ausgabe: De 
morte Josephi und de dormitione Mariae in Lagarde' s Aegyptiaca. 

Forbes Robinson, Coptic apocryphal gospels s. o. 

H. Hyvernatj Les actes des martyrs de Tiflgypte tir6s des manus- 
crits coptes de la biblioth^que Vaticane et du Mus6e Borgia. 
Texte copte et traduction frangaise I. Paris 1886. 

E, A, Wallis Budge, The martyrdom of Isaac of Tiphre. (Trans. 
Soc. Bibl. Arch. IX). 

E. Amilineau^ Un document copte du Xllle sidcle. Martyre de Jean de 
Phanidjöit. (Journal Asiatique 188 7; — eins der spätest.boh. Werke). 

E, A, Wallis Budge j The martyrdom and miracles of Saint George 
of Cappadocia. The Coptic texts edited with an English trans- 
lation. London 1888. 

E. A. Wallis BudgCj Saint Michael the Archangel. Three encomi- 
ums by Theodosius, Archbishop of Alexandria, Severus, Patriarch 
of Antioch, and Eustathius, Bishop of Thrake. London 1894. 



240 Literatur. 



E. AmUineau, Monuments pour servir k l'histoire de TEgypte chr6- 
tienne au IV^ si^le. Histoire de St. Pakhöme et de ses com- 
munaut^s (Annales Guimet XYII). Paris 1889. 

E. AmUineau f Monuments pour sernr k Thistoire de TEgypte ehre- 
tienne: Histoire des monast^res de la Basse-Egypte. Vie des 
Saints Paul, Antoine, Macaire, Maxime et Domdce, Jean le nain 
etc. (Annales Guimet XXY). Paris 1894. 

«7*. Ouidij II testo copto del Testamento di Abramo. II Testamento 
di Isacco ed il Testamento di Giacobbe (Testo copto). (Bendi- 
conti della B. Accademia dei Lincei vol. IX). Born 1900. . 



P. de Lagctrde^ Oatenae in evangelia aegyptiacae quae supersunt. 
Göttingen 1886. 

JS. Tuki, Missale, coptice et arabice. Bom 1736. (Enthält die Li- 
turgien der kopt. Kirche und die Anaphoren des Basüius, Gre- 
gorius und Cyrillus; übersetzt von Benaudot in seiner Litur- 
giarum orientalium collectio, Paris 1716). 

E, Tukij Diumum Alexandrinum copto-arabicum. Bom 1750 (Ent- 
halt Psalmen, Stücke aus den Evangelien und Gebete). 

JB. Tukij Pontificalc et euchologium coptice et arabice. Bom 1761 — 62. 
2 vol. (Enthält die Agenda für die OrdiDation der Geistlichen, 
die Einkleidung der Mönche und für andere feierliche Gelegen- 
heiten). 

B, TuM',Bituale coptice et arabice. Bom 1763. (Enthält die Gebete bei den 
einzelnen heiligen Handlungen, Taufe, Trauung, Bestattung u. a.). 

B. Tukif Theotokia (Officium S. Virginis), coptice et arabice. Bom 1764. 

H, Tattam, The apostolical constitutions or canons of the apostels 
in coptic, with an english translation. London 1848. (Vgl. auch 
de Laffarde, Aegyptiaca 209 ff.). 

G. Grammatisches. 

Afh, Kircher f Lincua aegyptiaca restituta, opus tripartitum. Bom 
1643—1644. (Enthält die arabischen Grammatiken des Sam- 
anüdi und Ibn Kätib Qaisar mit latein. Übersetzung). 

A, Peyrorij Grammatica linguae copticae; accedunt additamenta ad 
Lexicon Copticum. Turin 1841. 

M. Schwartze^ Koptische Grammatik, herausgegeben nach des Ver- 
fassers Tode von Dr. H. Steinthal. Berlin 1850. 

*L. Stei-Uj Koptische Granmiatik. Leipzig 1880. 



A. Erman, Die tonlosen Formen in der ägyptischen Sprache (Zeitschr. i 
f. ägypt. Sprache 1883). ^ 

O, Steindorffy Prolegomena zu einer koptischen Nominalciasse, 1884 
(Göttinger Inauguraldissertation). 



Literatur. 241 



A, Erman, Spuren eines alten Subjunctivs im Koptischen (Zeitschr. 
f. ägypt. Sprache 1884). 

L. Stern ^ Versuch über eine gleichmässige Worttrennung im Kop- 
tischen (ebenda 1886). 

M, de RocJiemontetx, La prononciation du Oopte dans la Haute-Egypte. 
Paris 1891 (M6moires de la Soci6t6 de linguistique de Paris VII). 

J, Dynely Princey The modern pronunciation of Coptic in the mass. 
(Journal of the American Oriental Society Vol. XXIII, 1902 
p. 289—306). 

Kurt Sethe, Das ägyptische Verbum im Altägyptischen, Neuägyp- 
tischen und Koptischen. I. Laut- und Stammeslehre. II. Formen- 
lehre und Syntax der Verbalformen. III. Indices. Leipzig 
1899—1902. 



H. Wörterbücher und Verwandtee. 

A, Kircher, Lingua aegyptiaca restituta. Eom 1644. (Enthält die 
beiden koptisch-arabischen Wörterverzeichnisse des Samannüdi 
und des Ibn 'Assäl mit latein. Übersetzung); s. G-. 

M. V, Lacroze^ Lexicon aegyptiaco-Iatinum ex veteribus illius linguae 
monumentis summo studio collectum et elaboratum, quod in com- 
pendium redegit Christ. Scholz. Notulas quasdam et indices ad- 
jecit C. G. Woide. Oxford 1775. 

fl, Tattam, Lexicon aegyptiaco-Iatinum ex veteribus linguae aegyptiacae 
monumentis et ex operibus Lacrozii, Woidii et aliorum. Oxford 1835. 

*A, Peyron, Lexicon linguae copticae. Turin 1835. — Anastatischer 
Neudruck nebst: Auctarium ad Peyronis Lexicon Copticum 
diversis Goodwini, M. Kabis, Bsciai auctariis quae in Ephemeridi 
Aegyptiaca Berolinensi leguntur excerptum. Berlin 1896. Vgl. 
auch die Nachträge in Peyron's Grammatik (s. S. 240). 

(?. Par^Äey, Vocabularium coptico-latinum et latino- copticum e Peyroni 
et Tattami lexicis concinnavit. Berlin 1844. 

Labib, Dictionnaure Copte-Arabe. Cairo. 



Ch, W. Ooodmn, Gleanings in coptic lexicography (Zeitschr. f. äg. 

Sprache 1869—1871). 
M, Kabis, Auctarium lexici coptici Amadei Peyron (Zeitschr. f. äg. 

Sprache 1874—1876). 
A, Bsciai, Novum auctarium lexici sahidico- coptici (Zeitschr. f. äg. 

Spr. 1886—1888). 
G, Maspero, Le vocabulaire frangais d*un Copte du XIII e si^cle 

(Eomania XVII 482—512). 



ßteindorff, Kopt. Gramm.* 16 



242 Literatur. 



5' 



I. Zeitschriften. 

Zeitschrift für ägyptische Sprache und Altertumskun(Je. Leipzig. 

Bd. 1 ff. 1863 ff. 
Mittheüungen aus der Sammlung der Papyrus Erzherzog Bainer. 

Wien. Bd. 1 ff.: 1887 ff. 
MÜanges d'arch^ologie 6gyptienne et assyrienne. Paris 1872 — 1878 

(Erscheint nicht mehr). 
Recueil de travaux relatifs k la philologie et k l'arch^ologie ^gyp- 

tiennes et assyriennes. Paris. Bd. 1: 1870. Bd. 2 ff.: 1880 ff. 
Bevue ^gyptologique. Pasis. Bd. 1 ff.: 1880 ff. 
SphinXf Bevue critique embrassant le domaine entier de Tegyptologie. 

üpsala 1896 ff. 

Annales du Service des Antiquites de VEgypte, Calro. Bd. 1 ff. : 1 900 ff. l 
BuUetin de V Institut fr ansais d'archeologie Orientale. Cairo. Bd. Iff.: - 

1902 ff. 
Transactions of the society of biblical arcbaeology. London. Bd, 

1—9: 1872—1893. 
Proceedings of the society of biblical archaeology. London. Bd. 1. ff.: 

1878 ff. 



-i 



Lesestiicke. l 

Die Zahlen bezeichnen die §§ der Grammatik. 

I. Alls den „Apophthegmata patrum Aegyptiorum'^ 

(Zoega, Catalogus p, 287 ff.) 
[Zoega 353] AY^^OOC^^^ ETBF-AnA gop 2CE*^^- 

CÄgoy TipcoME oy^E HnpqojA^CF xcapic ANAruM. 
[303] Aq^cooc^^i-oygÄXo**® xe*^® -eHnipAC- 

MOC NIH"^ FinpÖ'N-AplKF FpCOME^^®, aAAa (Tn- 
AplKE EpOK MAYAAK"^ EKXO)^^* HMOC^* XE*^^- 

EpE-NAi a)oon FiHoi etbe-nanobe. 

[293] A-OYA FFTgAAo BOOK (yAKEgAAo"* AY«) 
UEXAq^^^ RnEqMAGHTHC XE-TAMIO NAN HOY" 
HOyi HApcyiN, AY^ AqTAMlOq. HEXAq XE-gEpn- 
gENOElK NAN, AY«) AqgOpnOY- IFTTOOy*** ÄE a^ 
AYHOYN EBOA EYä)A2C€^^* ENEnNEYHATlKON 

RnEgooY THpq"^ mnteyjöh^^^ Twpc. . . 

[311] NEYOJOOn H(ri-CON CNAY^®^ F^gAg^'^ H- 
pOMnE gNOYMA HOY<A>T^^% HnQYMlOJE MN- 

Steindorffi Kopt. &ramm. A 



2* 1. Apophthegmata patrum Aegyptiorum. 

[305] ÄY^^OOC F(ri-Fe.^^O XE-KÄN NAME Ep- * 

a)ÄN*®*-OYArrEAoc OYCONAg** näk eboA Rnpo^onq 
EpoK, äAAä OBBioK Nirxooc*®^ XE-F+Rnty A an"* 

ENAY**^ EnArrEAoC****, EAlCDNe'*^ ßNFNOBE. 

[290] Aqxooc N(5i-ÄnÄ noiMHN xe-a-oycon 

XOOC HAHA HAHCE XE-E IN Ap-OY**^ HOÄgHT Eq- 
NA(öT'^^^ Fli-pgOTE AN*^^ FgHTq^®* RnNOYTE. 
HEXAq NAq XE-BCDK^^ NProffK^®^ EycoN Eqp- 
cor^^^ NgHtq RnNOYTE ayö> eboA'*®* ^nthnt- 

pEqp-gOTE^^ ^" RHETRMAY*^ ^'^KN Ap-gOTE gOXOK®® 

FgHTq Rttnoyte. 

[290] A-OYA XNE-OYSAAo 2fiE-ETBE-0Y*^^ Hl- 
gMOOC^^ gM^AMÄHa)a)^E"^ nAgMT kcdte ca^®®- 
CA NIM; AqoYü)(yB NAq Hffi-ngAAo xe-eboA 

XE*®^-CEa)a)NE fTffl-FrK^ECeMTHplON^^ETglBOA*®^ '^^^ 
T(riNNAY"% TfflNCCDTM, T(riNcya)AM, TtflNGJAXE. 
NAi-ffE*^^**^ EO^OnE*®® EKa)ANXnO RTEYHNEpriA 
gNOYMNTK\eApOC"^ a^ApE-RKEECGHTHplON ET- 

gigOYN a)a)nE gNOYcffpAgr"^ mnoyoy^ai'®^- 

[291] AYJöA'* AE a)a)nE noyoeijö'" 8nu)iht 
AY«> AY+^^^ NOYAnoT NHpn HOYßAAo. HEXAq 

XE-qi EBoA RMOi^^^ RniMOY*^ FTEpE^^^-nKECEEÜE 

^ 296 Anm. 



1. Apophtbegmata patrum Aegyptiorum. 



ÄE MAY» BTOyODM NMMÄq, HHOy^^l. ÄY^IÄF ON 

HoycAiÄiON fiHpn HAnApxH s:F-FY?TAAq*^^ 

nNECNHy KATA OyAnOT tnOYA. A-0\A ÄF 
HNFCNHY Ba)K FgpAl B2CN-TKYnH, AqnCöT FBOA 

gixcDC, AY«) NTFYNoy^^***^ ACgF R(Ji-TKYnH. Ay- 
BODK ÄF FNAy^*^ FT BF-HFgpooy ^^TAqa;a)^F"^ AygF 

FnCON^" FqNHX^^^ ^mFCHT^^^ Aygl-TOOTOy FCCOO) 
HHOq FyXO) RHOC XF*^^-NTK®^-OyMAi-FOOy*^^ Fq- 

(yoyFlT^^^ kaAodc a-häi (ycooF hmok. A-ngAÄo 
ÄF cdAm Fpoq FqxoD hmoc xf-aAcptn^^^ gAHA- 
(ynpF^^S o^gü)B PAp FNANoyq^^^ ^FNTAqÄ^q^^^ 

qOMg T\6l- nXOFlC'', XF*^^-FlNFyKFT^"-TFlKynH 
gHHAOyOFljy, TApF-TOlKOyMFNH THpC FIHF 
XF-AyK>mH gF gH<yiHT FTBF-OyAHOT HHpTT. 
[319] AyxOOC FTBF-AÜA ClÄOyANOC XF- 

Aqpycocy HoyoFia^ fbodk ajATcypiA, Ayo) hf- 

XAq NAq fI(Tl-nFqHAeHTHC HApKOC XF-nAFia)T, 

+oya)cy an*" fAo FinFmA oy^F htok gcooDK 

^^445.481^ AnA, tNAKAAK AN 'FBODK, AÄÄA ffo) 
HnFlHA NKFjyOHNT fTgooy^ AyO) gMnMFg- 
OJOMNT fTgOOy*' AyRTON HMOOy. 

[338] NF-OVN*^^-OyA gNKHHF, FOyNTAq^ H- 

HAy FioycyHpF FqcH(J^^®^^^ Ayo) AqFiNF RMoq, 

AqKAAq gNTpi NAnA HAKApiOC AyO) AqKAAq 

^ „80 wahr der Herr lebt". ^ andere drei Tage d. b. nocb 
drei Tage. '^ 182. 183. 446. ^ 507. 366. 368. 

A* 



4* 1 Apophthegmata patrum Aegyptiorum. 

EqpiMF ^^* gAgf M^®*-npo, AqBcoK FnoYH. ngAAo 
eqpiME^^S AYö> nexAq^*^ NAq xf-nim nFNTAq- 

^^636 ^j|pf^i2^. fJTOq ÄE HEXAq XE-nAFlODT- 

nF^^% AqHT^^% AqN02ft fboA, AqeoDK. hfäf- 
ngÄÄo NAq XF-TCDOY^r*^^'^ NrncoT^^ NTTAgoq. 

AY<*> HTFYNOY AqoY^fAi» AqrODOYN, AqTAgF- 
nFCJFlCDT, AYC*> NTFIgF AYBCJüK FnFYHl FY' 
pAOJF^^*. 

[315] FpF-nMAKApiOC F4)pPM FTCüHpF 

cyHM "^V AqNAY fypäcoy h oy^odAh fboA xf-*°^ 
AYBCü"* hfAooAf^'^^ poDT gt-inFqAAC ayo) ac^Y' 

JANF, ACMFg-HKAg THpC) gATOF, FNAMOY-nFp; 
KApnoC^^^ MMÄTE^ AY^Ü AYFl fTffl-NgAAAATF 
THpOY NTHF, AY0Y^8 gMÜFCKApnOC, A.Y«> 

rTFTOYNAOYOKfq*^^**^ gMTBO) nfAooAf (yAC't- 
OY0i> HHoq NKFCon ngoYO^^*. 

[341] OYKOCHIKOC HOYOFicy hiNnFqjyHpF 
AqBODK (yAAHA XlXODl, FqojOOH^^* ghinTOOY 

HAHA anTodnioc. ay^d A-nFqcywpF HOY TT- 
TooTq^®® eiTFgiH^®^^^^ AYCü NToq*** HnFqojTop- 
Tp, aAAa AqqiTq (yAngAAo gNOYniCTic, ay«) 

AqiTAgTq HNHFqajHpF gCüC FY+-HFTAN01A 

RngAAo XF-FqFCMOY*^^ FpooY- ayoö AqTODoyM 

"* 296 Anm. ^ fehlerhaft für FMATF. 



1. Apophthegmata patrum Aegyptiorum. - 5* 



N^yi-neioDT, Aq^o) HnFqa)Hpp i^gÄTfi-NifOYPpHTE 
RngÄAo, Aqpi FBoA gNTpi. neAAo äf Fq- 
MFFyp s:F-FqnAgT NAq fxi-mftanoia, nF^cAq 
NAq XF-TCOOyN NTBODK FBoA. FNFqcooyN rAp 
AN-nF*" 2CF-AqM0Y- AY^O NTFyNOy AqTCDOyM, 
AqFl FBpÄ. nPqJFlODT ÄF HTFpFqNAy*®^ Aqp- 

cynHpF Ayo) AqBü)K FgoyN, AqnAerq RngAAo 
Ayo) AqxoD Fpoq RngcDB. AqüCDT^i äf nöx- 
ngAAo, AqAynH^ FNFqoycöo) PAp an-hf Tip- 

gOüB^*^ NTFlgF. nFqMABHTHC ÄF AqüApAPriÄF 

NAy XF-HnpxF^^^-nAi eAAAy, FpF-ngAAo gM- 
[292] AqBODK NoyoFio) H(ri-nFnpFCBYTFpoc 

HJyiHT (öAHApXHFniCKOnOC HpAKOt^.' ' AyO) 

NTFpFqKToq FiyiHT, Ay'XNoyq H(5i-NFCNHy xf- 

FpF-TTToAlC Fp'^-Oy"^ HTOq ÄF HFXAq NAy 
XF-(l)YÖ'l NACNHy, ANOK MTTlNAy FügO N- 
ÄAAy FpODHF NCA^®®-nApXHFniCK0n0C MAyA- 
Aq"^ NTOOy ÄF HTFpoyCODTM, AyTAxpo FT- 

BF-ncöAXF, xe-FyFgApFg Fpooy gABoA^®^ 2An- 
xi-gpAq hftbaA. 

[299] AqBODK NOyOFlO) FCyiHT N(fl-nMAKAplOC 

AHA eFa)(j)iAoc nApXHFnicKonoc. Ayccooyg äf 

Fffl-NFCNHy, AyXOOC HAHA HAMBO) XF-TAyF- 



für AynFl. ^ für p- 



6* 1. Apophthegmata patrum Aegyptiorum. 



xAq NAY nffi-ngAAo xF-ecycone**^^ MEq+'^HY 
FneNKÄpa)q, fie*®^ SNcpANcyAXB*®* on, NqNÄ+- | 

gHY AN. 

[301] AC2C00C Hffl-TMÄKAplA CYrnAHTIKH 
XF-HSB ETF-MN-6'OH^^^ fTXOV^ FTÄCO FpATq'^'* 
AXN-Fiqt'" TAl-TF GE*^^ OYAT^TOM-nF OY^A?^**^^ 

xa)pic nqeßßio frgHT. 

[307] AqXOOC H(ri-OYe^^O XF-tlFTNAqFf^* 
gAOYCODO)^®^^'^^ NlNOYNOffNFtf", OYN-Ö'OM FiMOq 
FOY^TAl^^ 

[305] A-DÄIABOÄOC (yBfq gNOYCXYMA N APre- 

Äoc RnoYjOFiN, AqoYa)NAe^* foya hnfcnhy 

AY«> HFXAq NAq XF-ANP-nF TABpiHV^®, NT^AY" 

tnnooyt"^ cyApoK. nFXAq äf NAq sif-ana'y^" 

XF-NTAYTNNOOYK*^^*^*^ OJAKFOYA"* TTNFCNHY- 
An OK PAp n'\F\Tl(X)A AN. HToq ÄF HrEY^^OY 
Aqp^^^-ATO^ODNAe'"^ FBOA^ 

[303] AYCON XNF-0YeA^0_XF-NAN0Y-+-8A2 

FlMFTANOiA^^®; npxAq T^(ri-neA>ö xf-tfnna^* 

FiHCO\*^^ nj^HpF FTNAYH, XF-FTl FqnAgT F2CM- 
HFqgO, A-nNOYTF OYODNg NAq FBOÄ. 

[303] AYXNF-OYg^Ao 2CF-FTBF-0>*'*JRÄFMa)N 
MIOJF NhlMAN HTFlgF THpC; ' nFXF-HgAAo XF- 

■ ^ 

"* für TNNAY- 



l 



1. Apophthegmata patrum Aegyptiorum. 7* 

/ FBOA XF-ANN0Y2:F FßoA HNFNgonAoN FTF-NÄt- 
/ Ne***^ nCCDCy*^^ HNnFÖBBlO tHNnTMKA-ÄÄÄY^^^*''* 
[ MAN HNOYnOMONH. 

f [3Ö4] AycoN xNE-OYgAAo 2i:F-0Y-nF nEOBBio 

HgHT; nFXF-ngAAo NAq XF-FTpFKp-nnFTNA- 

NOYq-HF^*^*^^ NNFTp-nFeooY nak^^^ nFXF-ncoN 

NAq XF-Fp(yÄNTH*®'-OYA HCOg FÜFlü)!, OY HFT- 

FqMA|iAq^'*; nFXF-ngAAo xF-MApFqccDTn^^* NAq 
F^rrKApoDq. 

[304] A-gOlNF Fl HOYOFIO) gNeHBAlC^'^" a)AOY- 
gAAo, FY^TAY^^^ nOYA FqO fiÄAlMODNlON^^®'*, XF- 

KAC*®® FqFTAAöbq. ngAAo äf HTFpbY^cDpo) 
epoq mmatf"*, npxAq nnÄAiHCON xf-amoy'^^ 

FBOA^ ghinFnAACHA MHNOYTF. nF2CF-nÄAlMa)N 
MngAAo XF-+NHY FBOA, i-NAXNOYK ÄF FY" 
ajAXF NOYCIDT- NIM-NF FBAAHTTF AY«> NIM-NF 

HFcooY^^^ nFXF-ngAAo xf-ftbaamuf mfn anok- 
nF, FFcooY**^ AB nnoYTF nFTCooYw Hmooy^^^ 

HTFpF-nÄAlMCON ÄF CODTM PN AI, HFXAq XF- 
FlC-gHHTF*^^ FTBF-nFKeBBlO NgHT ^NHY FBoA. 

[304] AqcytJDnF gNNFnptoAcriON ttkodctan- 

TlNOYHoAlC F(5i-0YH0NAX0C NpHiRKHMF^^ gl- 

OFca^ocioc^®® Tfppo. nppo äf FqBHK^^**®^ gNXFgm 

FTHMAY, AqKA-nMHHCyF NCODq, AqFl MAYÄAq, 
* fehlerhaft für FM ATF. 



8* 1. Apophthegmata patrüm Aegyptiorum. 

ÄqTüDgM FgOYN enMONAXoc, AYö> ÄqcoycüNq**' 
HEN xb'-NiH-ne*^ ^^'j Aqu^onq äf Fpoq Free HoyA 

FBOA gNFÄAJlC;. TTTFpOYBüDK ÄF FgOyN, Ay- 
(^hA AygMOOC*". AqApXFl F(ri-TTppO FgöVgT'' 

RMoq Fqxtt) HMOC s:f-nfnfiotf ft^khmf*^^ 
p-oy*^^ HToq ÄF nFXAq XF-CFcyAwA rwpoy 
FXH-nFKoyxAt. Ayo) Aqxooc NAq FxpFq- 
oya)M'*'' NoyKoyi hofik, Aqf-oycyHH HNFg ' 
eieHoy^®^'* NAq, AqoycDM, Ayo) Aqi--oya)HH ' 
MMooy NAq, Aqca)*'^^ HFXAq äf il&q Nffi-nppo 

ÄF-KCOOyN*^® XF*^^-ANr-NlM*^^ NTOq ÄF HFXAq 
XF-HNOyTF COOyN HMOK. TOTF HFXAq ÄF- 

AN~r-nF eFODÄOCioc*^® Ttppo, Ayo) TTTFyNoy Aq- 
TTAgTq NAq N(ri-n2AAo. HFXAq NAq Fr(ri-TTppo 

XF-NAlAT-THyTN XF*^^-TFtNO NATpOOyO) gM- 
HFiKOCMOC. gNOyMF XlNTAyxnOl*®® gNTMNTp- 
pO, RniMFg-gHT FiOFlK FNFg Oy^F MOOy HOF 
MTTOOy, OyÄF RniFlMF XF-CFgoAff HTFlgF. XIN- 
TTFgOOy FTMMAy AqApXFl Fl+-F00y^** NAq 

Nffi-nppo. ngAAo äf AqrcooyN AqtrcDT Aq- 

KTOq ON FKHMF. 

[306] A-NÄFHa)N XOOC IRKFgAAo Fyoycüo) 

fhAäna RMoq XF-Koycüo) FNAy FnFt)cc; HToq 

ÄF HFXAq NAy XF-TFTNO NANAByMA NiNnF- 

* inkorrekt für NgOTgT 343. 



1. Apopbthegmata patrum Aegjptiorum. 



TSTNXO)''^' FiMoc spoq xF-nexc-üe. nAXc 
ANOK*^^ f+uictuyb"^ Fpoq-nF nFMTAqxooc 

XF-FpcyÄN-OYÄ XOOC NMTN XF-FIC-TTFXC**® R- 

HFiMA*" H nH, HrpnicTFyp- AYtt> HTFyNoy 
aYp-ATOY(Ji>Ng FBOA. 

[308] AyxOOC FTBF-AnA nAHNOYTF XF- ^^|^'^^' 

MFqffipnH^" FCF-Hpn. FqnoocyF äf noyoyofio), ^^J 
AqFi FXN-OYHOÄÄY^^^^ NÄYCTHC Ayco Aq- - 1^ 

^NTOY FYca)*^^ AqcoY^DNq äf Fr(ri-nFTo han- 17' 
2s:a)x, AY«> FqcooYN XF-MFqcF-Hpn, AqNAY 

FpOq 2>l-0YN0(f TTglCF, AqHOYß HOYATTOT 
RHpfT, FpF-TFqCHqF gNTFqÖ'lX, AY<*> nP2CAq 
FingAÄO XF-FKtHCO)*®^ i-NAgOTBFK. AqFlHF 

NiTi-ngAAo xF-FqoYCiDO) FFipF Roy^^toAm ntf- 
nNOYTF"% FqoYcoo) F^-gHY HMOq, Aqxitq, 
Aqcooq. nANXcox äf hAycthc AqMFTANOi 
Fqs:a) hmoc xf-ko) nai fboA, jtafiodt, s:f- ' 
Atf-gicF NAK. nexAq NAq HiTi-ngAAo xF-fmc- 

TFYH FHNOYTF XF-qNAFipF NAK NOYNA FTBF- ' 
nFlAHOT HHpn gMÜFlCONg HNnFTNHY- nFXAq 
NAq TT(fl-nApXHAHCTHC 2i:F-+mCTFYB FHNOYTF 
2CF-XIN-TFN0Y Flf NAp-lTFeOOY AN nAaAY- TTgAAo 

ÄF Aqxno NAq ntkoAAy^f THpc XF^^^-Aquo) 
ficcoq HHFqoYöDcy ftbf-hnoytf. 

[310] AY^^OOC FTBF-OYÄ NNFCNHY XF-OJAq- 
TAHIO NNBip Nq+-MAAXF^®^ FpOOY- AqCODTM 2kF 



10'*' 1« Apophthegmata patrum Aegyptiorum. 



\/ 



FtTFTg^oYcpq*" Fqxo)^^'^ Rmoc XF-oy hf+nä- 
ÄAq^^* XF-A-rigtOB gCON FgoyN AYÖ> hntäY-maä- 
2CF RMÄY Bi" FMABip. AqBCÖK ÄF, AqBCoA FBOA 

^^jf ftHmaaxf fiTAqTAAY FMFqBip , AqHTOY Rn- 

CON XF*°^-FlC-NAi**® OYNTAICOY*^" Fyp-gOYO 
Fpoi, XITOY, TAAY FNFKBlp. AyCO AqTOF*^*- 

ngoDB RnFqcoN npcuxoDpi, Aquo) Hca)q RncDq. 
[311] OYCON AqgY^^P^'^P^ TTOYgAAo Fq- 

OJODNF. ACCyCDHF ÄF FTpFqBODÄ^^ FBOA RTTCOOHÄ 

^AY«) NqTAYH-gcooY f boA Fq[o nctoi. a-hmffyh 

ÄF RnCON XOOC NAq XF-ÜCDT nah, MN-ffOM 
TAp RMOK FTODOYN**^^ gAnFlCTO'i HNnFVcf-BO)- 

ODN^^^ ncoN ÄF Aqxi NOYjyocyoYt Aq+-MOOY 

FpOq gNNFCyAY^CO* FBOA HFCACy RnFTOJCUNF, 

AYCü FqcyANFiBF ojAqcoD*®* NgHTpY- Aycö A- 

nHFFYF 2C00C NAq XF-RTfpnü)T OY^F^^ ON R- 
TfpCO) RnFtHOOY Fl^OMC. HCON ÄF Aqc^- 
glCF ÄY^ AqTODK FgOYN FqCOD gMfTMOOY HlO) 

FBoA, AYCü Aqgynpp^Ti RngAAo. hnoytf äf 

AqNAY FHglCF HNTArAHM RnCON, AqKTO 
RTTMOOY ^^^ PBOA NOYMOOY FqtBBHY, AY«) 

ngAAo AqTAA(5bq. 

[319] AqXOOC HÖl-AnA ICDgANNHC, HFNTAYF- 
^(JDpl^F RHOq ^m)-MApKlÄ^IOC'^^ XF-ANFl 

'*521.529. 10) fürFlO). 



J 



1. Apophtbegmata patrum Aegyptiorum. 11* 

TToyopia) jyÄÄna hoihhn eboA gNtcypiA, Ayco 
TTgAAo Äü NFqcooyN AN-nt*^^*^^ RnmMtoyhfif- 

MIN, AyCO NF-MN-gFpHFNeY'T'HC HMAy AN-ns*. 

ngAAo ÄF AqNAy FpoN fnoAibf, AqApXFi 

H(yÄS:F HMNTOyFFlFNlN FqXO) RMOC 2CF- 

TF(j)ycic RnMooy öhn, TAna)NF gcüooq"^ 2rA2ca), 
nKFÄdiX^ ÄF Äjye^^^ FgpAi F2^M-ntt)NF, FqrAxA 

FÜFCHT FXCDq. TAl-TF OF RncyAXF RHNOyTF 
FTffHN, nFNgHT gCüCOq XAXO). FpF-npODMF*®^ ÄF 

coDTM tnajÄXF RnNO\TF NgÄg Fcon, cyAqtpF- 

TTgHT OyODN NCjOjAAg gATFqgH. < 

[319] AqXCOC F(ri-AnA nOlMHN XF-qCHg 2fF- p^ 
FOF FTFpF-OyFlFOyA MF RÖO)^* glXN-gFNnYPH 
RMOOy, TAi-TF GF FpF-TAlj/yXH MF FFl FpÄTK, 
nNOyTF. FÜFIÄ^H RlFOyA FTCyOOn gNNKAiF 
ÜJAyOyCDM ^rCA-RXATqF^ Ayo) FpcyAN-TMATOy 
pODkg RCA-nFygHT, (yAyMF fTFl FgpAl gl'xN- 
RMOOy. FyOJANCO) ÄF, CyAyKBA FBOA gNTMA- 

Toy F^^xATqF^ taY-tf of fRmonaxoc FTa)oon 

gNNXAlF* (yAypCOKg^^®^^^ glTN-TMAToy FFÄÄl- 
MODN RnONWpOC, FyMF RnCABBATON MNTKy- 
ptAKH, FTpFyFl FgpAi gllTN-THyPH RMOOy, 
FTF^^'^-nCOüMA-nF M~NnF€NOq RnXOFlC, 2CF- 



7' 



An ist überflüssig. * Da» M». bat XATBF (Jafve). 



f 



12* 1. Apophthegmata patrum Aegyptiorum. 

fc'Y^KAeapi^e bboA gNcicyE mim NTsnnoNM- 

[322] Ä-OYA ÜJÄXF, eqXO) HMOC XS-FpjyAN- 
NEKÄYPI^OC NOY tTÄXE-npOC(|)OpA FgpAi, 
ajApF-OYAFTOC Fl FHFCHT FJCN-TFHpOC^OpA 
AY«) MN-ÄAÄY WAY Fpoq NCÄ-NFKÄHpiKOC 
MAYAAY gNOYgOOY ÄF A-OYCON FTl MHÄIA- 
KONOC HOYgCOB AY«) HFXAq XF-H+CpOqT"* AN- i 
HTFpOYBODK ÄF FgpAl F2CN-TFnpOC4)OpA, MHFq- 
Fl FHFCHT H(Ji-nÄFTOC KATA ngFGOC. ÄY«) 
HFXF-nFnpFCBYTFpOC MHÄl AK ON OC XF-0 Y-nF 

npigoDB, MHFqFi^^^ F[(Ji-nAFTOc KATA ngFeoc; H 

FpF-0Y2ü>B Fpoi H FpF-OYCCDB FpöK. CAgODCDK- 
ff^F FBOA TANAY 2CF-FTRnFqFl^ FnFCHT FTBHHTK. 
FcyOOnF HHON, FIF FTBHHT^ flTFpF-TCYNAjlC 
ÄF XCDK^®®^^^ FBOÄ, HFXF-nFnpFCBYTFpOC MHÄIA- 
KONOC 2CF-AXIC^" FpoV XF-NTAKp-OY*^^- NTOq 
ÄF HFXAq XF-NfcOOYN AN gpAl NgHT^ XF-Al'p- 
NOBF TTCA-OYCON. AqFl OJApoV, AqFTl MMOl 
nOYgCOB, AIXOOC NAq XF-N+CpOBt'* AN. HFXF- 
nFnpFCBYTFpOC NAq 2CF-0YK0YN FTMHFqFl^" 
FnFCHT FTBHHTK, FTBF-XF*°'-nC0N OJOCH FpOK. 
HÄIAKONOC ÄF AqBODK, AqMFTANOl RnCON. 

[335] AY2C00C FTBF-OYCAAO XF-ACJfI FgOYN 

" Das Ms. hat CpOBT. ^ für FTFHHFqFl 314. ^ Ellipse. 



i 



1. Apophtheg^ata patrum Aegyptiorum. 13^ 



syTToAic Fq+-CKFYw pboA. AqgMooc käta oy- 

FYHYpiA gweÄFlT HOypHMAO, NFqNAMOy 

^Ap-^E^^^ FqgMooc oyN Hö'i-ngAAo, AqffoDcpr, 
AqNAY HgeNgTO fTKAMF, AycD nsttaXhy 

EpOOy*^^ F-gFMKAHF gODOy-NP» eyMFg HgOTF, 
FpF-OyBAKÄA HKODgT 2NT(riX HHOyA ÜOyA. 

Ayna)g ojäboA hgafit Rnm, AyKO) TTNsy- 
gTcocop^^^ FmBoA Rnwi, aybcdk FgoyN noyA 
noyA 2Noycnoy2kH. A-npFqojooNF^^^ NAy f- 
pooy, Aqepoi, Aqcocy fboA 2NoyNO(r ncmh 
FqXO) HMOC XF-nxOFlC, BOHGFl FpoY. AyoyoDcyB 
NÖTl-NFNTAyFl HCODq FyXO) HMOC ^CF-FmNAy 

FTA-npH goDTn ^^T00Tk^^^ AKcyiNF HcA-nNoy- 
TF. FTBF-oy RnFKcyiNF NCA-HNoyTF cyAnooy; 

TFNOy-iJF NfN-MFpiC OyÄF MN-gFAniC OyÄF 

MN-coAcA a)oon nah. 

[340] FpF-AüA HlA(HC)lOC HApAPF NOyOFlO) 
FBoA gNOyMA, AqNAy FOyA FHMONAXOC, Fy- 
ffoAx^^^ glODCOq glTN-gOlNF gODC*^^ FAqFipF NOy- 

ga)tB. AqgNTCj ÄF FgoyN Fpoq H(Ti-neAAo, Aq- 
XNoyq, Ayo) FfTFpFqFiMF XF-Fygi-AA Fpoq, 

HFXAq FNFTAMÄgTF HMOq XF-Fq-TCÜN HpOöMF*^^ 

RTAyMooyTq^^^; Ayo) AyxcABoq Fpoq. Aq- 
gNTq ÄF FgoyN Fpoq, nFXAq NAy ^cf-ojAhA 
THpTN. RToq 2iF FiTFpFqnoDptt) frNFq(rix FBoA 
TTNAgpM-nNOyTF, AqTODOyN Fr(ri-nFNTAYMOoy- 



K 



7 



.:€ 



14* 1. Apophthegmata patrum Aegyptiomm. 

fq, Ayco nexAq NAq RheyRto fboä xMpoy 

2CF-A2C^C NÄN XF-NIM nFNTAqgCDTB HMOK; H- 

Toq ÄS npxAq xe-htaibodk FgoY^ ftekkäh- 

ClA, Ai+ HN[F]XpHMA RnPHpFOByTSpOC. NTOq 
ÄS AqTCOOYN FXCDl, AqgOTBET^^^^Aya^ Aql^iNE 
HMOi FgOYN FGFNFETF MHINOÖ' FpODMF. aAAa 
tüApAKÄÄFl MMODTN, XI**® fiNFXpHMA HTFTN- 

TAAY NNÄcyHpF. AYCü HFXAq NAq Nffi-ngAAo 

XF-BODK NPHKOTk O^ANTFqFl^^* fT(ri-nX0FlC NCj- 
TOYNOCk. AYÜ> HTFYNOy AqNKOfK. 

[337] OYCglMF, FpF-OY(üa)NF gNTFC|FKlBF, 
FCÖAYMOYTF^^' FpOq XF^^^-nUAÄXlAoDMA , AC- 
CODffH FTBF-AnA ÄorriNOc, ACCyiNF RCA- 
TCDHNT*** FpOq. FNFCJOyHg-nF gMngFNATON 
HpAKOTF, FqOYHY H\)/IC HHlÄlON. TFCglMF 

ÄF NFC+-OYoi FCcyiNF Nccoq. ACojcanF äf ft- 
pFcffNTq**' FqöFÄ-ojF gi2CH-n^Kpo hgaAacca, 

HFXAC NAq XF-AHA FpF-ngMgAÄ RüNOYTF 

AorriNOC cyoon todn; nfccooyn äf an xf- 

HTOq-HF". HTOq ÄF HFXAq, X F-F doYF 0)^-0 Y 

HNninFGHTHC ftRmay; RnpBODK üjApoq xf- 
oynieFTHC-nF. o\ nFTojpon Rmo; TFcgiMF 

ÄF ACTCABOq FncyCDNF FTtJlOXOC . ngAAo ÄF 

Aqc(|)pAri^F RnMA ftojcünf, nFXAq nac xf- 



Das Ms. hat XNTOqüF. ^ für FpFOY^Ü). 



I 



1. Apophthegmata patrum Aegyptiorum. 15* 



Ba)K, FpF-nXOFlC NATAA(ro^®*, H-AoPriNOC PAp 
NA^+^^-gHY HHO AN. HTOC AU ACßCDK UC- 

nicTsys AYö> AC+AÄ(5b HTev^oy. hnHca-mai 

ÄCTAyF-ngODB egOlNE, ACTCABOOy eHMAFIN T^ ^ 

: RngA^o, AyTAMOc xe-fTToq-ns AüA'AorrirTbc. ^^V 
[348] Ayxooc FTBF-AnA cyHEODN ncypoc 

XF-Aqp-gOyO FCF*^^ HpOMOF, FqAgFpATC] gllCN- 

oycryÄAoc, Frc|oyFM*®^-AAAy an fboA ^ntf- 

TpO(|)H HFTpODMF, OyAF ON MN^XOmF COOyN 
^F-Fqorig HAO) NßF. HTFpOyAlCTA^F AF Hffl- 
NFTHTrFqKa)TF*^^-^^% AyMFfyF Fpoq XF-TAXA 

oynNA®^-nF. Ayo) HTFpoycoDoyg MMNTCNOoyc 
T^enicKonoc , AycyÄHA fhnoytf 2cfkag FyF- 

FIMP F^nAf®\ ACCÖCOnF ÄF glNAl, FyNHCTFyF 

RnFqKODTF AycD FycyAHA, ngAPioc af aha 

CyMFOÖN NFqojAXF RMMAy-TTF, XF-ANP-OypCDMF 
gO)'* FGF HoyON NIM. Ayo) HTOOy NFyniCTFyF ^ibl 
AN-HF, FyHOyKg RMOOy gNTACKHClC OyA AF 

^EBoA HgHToy, FyAtTa)AM-nF*^*-^°® gHnFqBioc, 
AyNAy* Epoq E-AyTAgoq FpArq e^gTHq F2cn- 
tke^^aAic RnEcryAAoc, Ayo) Fic-oyAPPFAoc 

AqFl EBOA gNMMAHföA, FpF-OyTpO(J)H HTOOTCj, 
f-tanappeAoc®*-tf, AyO) TTTFpEqi* RngAPlOC 
AHA cyMFODN, Aq+ güöCOq 'ON RnKFOyA^^* 

"* gO) „ich selbst, auch ich« für gCDO) 88. ^ Die Hand- 
schrift hat AqNAy. 



16* 1. Apophthegmata patrum Aegyptiorum. 



STffMMAq EBOÄ 2NTeiTpO(|)H NOyöDT*. Ay^ 
HTOq Aqp-MNTpF XF-OYN-(JbM HMOi ETMXl-*®* 
i-nF nAäAY ^ß^^ gNTFTpO^H fmpCDMF, (^ANi"- 
HOy^^» BTBF-TffOM FTTFgpF FTMMAY^^ ^TF- 

poynieF äf rnpoy Ayo) AyFiHF*^^ Fpoq XF-oy- 
poDMF-HF FTTFnNoyTF^*^*^, AynicTFyF^^^ Fpoq 

glTN-^^^OyON NIM glTN-TFCMH RnMNTCNOOyC 

HFnicKonoc, Ayo) AyMoyn fboä FyojAHÄ 

gATM-nFCTyAÄOC HoyOFlO) NIM, (öANTFqXCDK 
FBOA FTTFqHNTMApTypOC gMnFXC Ayo) Nqp- 
^^NTpF FOyON NIM FTAyBCOK^^ o^Apoq, FTpFy- 
MFTANOl AyO) NCFKOTOy FHNOyTF glTN-gFM- 
gBWyF FNANOyoy'^^^ HTFpFqXOK* ÄF FBOA RnFq- 
ÄpOMOC, AyMHHCyF NcynHpF (yCORF FBoA 
glTM-npqCCüMA FTOyAAB. HeF ON HRgooy 
FqO^I^, NF-NA0F-^^^NFNTAyTAA(rO FBoA glTOOTCj 
MNNFNTAyKTOOy FÜNOyTF FBoA gNHgFeNOC 
NiNNFgpAlTlKOC NF-NAüJODOy^^^ MMATF. 

[345] A-AHA CApAHKON NAy FynopNH , OF- 

xAq xF-i"NHy a)Apo RnNAy HpoygF, cbtcütf 

FBoA, AyO) FlTFpFq[Fl] NAC FgOyN , ÜFXAq 

NAC XF-(5a) Fpoi NoyKoyi, XF-oyNXA'f*® oy- 

NOMOC RMAy, a)ANi"X01cq FBoA. NTOC 2kF HF- 
XAC XF-KAAcOC nAFlODT, FiTÖq ÄF AqApXFl 



« 179 Anm. ^ Die Hs. hat FqNAXCDK. 



I 



1. Apophthegmata patrum Aegyptiorum. 17* 



mv|/aAAfi xiN-nojopn mi|/aAmoc, (öANTFqxcoK 

FBOA, (y AC|FlpF TTjyOMNT NKÄX-nAT. nTOC gODODC 

Acffo) fcojAhA gmAgoy RMoq*^^'^ gNOYgore 
MNOYCTa)T. AqMOYN ÄF FBoA Fqa)AHA gapoc, 

TApFCOY^Ai^^®, AY«) A-nNOYTF CODTM Fpoq. TF- 
CglMF ÄP ACnAgfC gApATOY NNFqOYFpHTF^^* FC- 
piMF FCXU) RMOC XF-Api^^^-TAPAnH, nAFlODT, DMA 
FTFKCOOYN XF-i-N AO Y^^Al HgHfq» ^IT FMAY- ^'^'A- ''^ 
RNOYTF PAp TNNOOYH JöApOl FHAi. AY«) Aqxifc 
FYgBNFFTF MHApeFNOC, HFXAq ÄF HTMAAY 
ROFNFFTF XF-Xl NTFICODNF AY«) RlTpTAAF- h<^ 
MAgB FXODC H FNToAh, aAAa RGF FTFCÖYAoJc — C ^ 
MApFCAAC, KAAC gMnXOFlC. AYCO KlNTTCA-eFN- 
KOYV FgOOY HFXAC XF-ANOK OYpFqp-NOBF, Fl- 
OYÖDÜ) FOYCÜH HOYCOn RMHNF. HNFTCA-KFOYOFlCy 
ON nFXAC 2^-FiOY«>ä) FOYODM HOYCOH KATA CAB- 
BATON. MNNCCDC^^^ ÄF HF^AC XF-Fni2kH Alp- 
gAg HNOBF, OTTT^^^ FgOYN FYpl> AYO) nF+NA- 

OYOMq TAAq naY gNOYjyoYjyr MNnAga)B nffix. 

AYÖ> AYFipF glNAi. AY«) ACp-ANAq HÜNOYTF, 
ACFNKOTk ÄF gMnHA FTHMAY .gHHXOFIC. 

[346] A-CNAY BBOA gNNFHFlOTF TBg-nxO- 
FIC, FTpeqXFT-nFYgWT, XF-AJÖ-HF HO)! FNTAY" 

na)g^^^ Fpoq. ayod AycMw noog a)ApooY fcxo) 

HMOC XF-gNAO) H+MB" HTFKHHF OYN-OYKCDC- 

« „in welcher Stadt" 479. 
Steindorff, Kopt. Gramm. B 



i 



18* 1. Apophthegmata patmm Aegyptiorum. 

HtKOC RMAy, E-üFqpAN-ne EyxApiCTOc, Ayo) 

TFqCßlME cyAYMOYTF FpOC Xe-*^MÄpiA, NAl**^ 

RHATEtfincDg^^^ Eneyaji. aytcdoyn äf mhe- ' 
CNAY**» AYFi Fni-HF, AyöiNF nuvii Hnpo)- 

MF m^TFqCglMF AY«) TTF2CAY NAC XF-Fq-TCDW 

noYCÄi*^^ HToc ÄF üFXAC nay XF-oycö^c-nF, 

FqMOONF TTNFCOOY- ACXlTOy ÄF FgCyN ^TJVii. 
HTFpF-pOYgF ÄF CyCDHF, AqFl MNlRFCÖOY f^6l- 
FYXApiCTOC, AyCD NTFpFqMAY FFfgMo , AqKO) 

gApooY^ H0YTpAnY2;Ä Ayco AqFiwF HOYMOoy"^ 

FFIO) HNFyOYFpHTF. fTgAAo ÄF HFXAy NAq 
XF-NTNNAOyFM-AAAy AN MÜFIMA NPfMKO) 
NAN frcyopTT XF-AJÖ-TF TFrFprAClA. FyXApiC- 
TOC ÄF HFXAq gNOyfBBO NgHT XF-AMOK Oy- 
0)0)0*" AyO) TAi-TF TACglMF. AyMOyN ÄF 

FBoA FynApAKAAi HMoq Nffi-NgAAo, Ayo) 
HnFqoyo)o) fxf-Aaay NAy. HTCöy äf nFXAy 

93I XF-HNOyTF TTFNTAqTNNOOyN 0)ApOK. NTFpFq- 

CO)fM FnAi, Aqp-gOTF AyO) nFXACJ NAY 2CF- 
NFIFCOOy FY0)00n NAN FBoA gNNFNFlOTF, AyO) 

nFTFpF-nNoyTF NATocyq nan eia)OY% o^an- 

AAq HCyOMNT NOYO)N, OyMFpOC NNgHKF"*, KFHF- 
pOC NNCyMHO, nKFMFpoc* cyANjfoq FBoA FpON. 

« „als die beiden, zu zweit". ^ Hs. gApa)OY. "^ „das was' 
Gott uns auf sie setzen wird" nämlich die Wolle. ^ Hs. NFNgHKF- 
^ unregelmäßig „den andern Teil*^ 174. 



1. Apophthegmata patrum Aegyptiorum. 19* 



XlN-nwaY ^^ NTAl-Xl TTTACSIMF, HlTN^COgH 

OY^e ÄNOK 0Y2ie tttoc, aAAa ÄN(Ja) fno 
RnApGENOc, AY<» noYÄ noYA Rhön sqHKOf k 

HAYAÄq, FpF-OY^OOYNF gia)a)N f^TFYJÖ"' 3^' 
npqf^OY ÄF NENgOiTE NET2la)a)N^^^ AYOl> JÖÄ- 
TENOY HN-AaAY HpCDME COOYN NNAl. NTEpOY" 
CODTH ÄE EKAl, AYp-CöHHpE AY«> AY^NAXCOpEl 
EBOA gnnMA ETHHAY- y C 

[316] A-AÜA HAKApiOC OYCOg eNTNO(f NPpH- f^ ' | 
HOC, ENE*^^-NTOq MAYÄAq-nE, EqANAXCOpEl 2| /^ 

2>tnMA etRmay- RnECHT ae Rnoq^^®'^ oy^^- 
KEXAIH Rhay. EY-'^NgHfq nä-oymhhoje ncon. 
ngAAo AE NEq+ Ngrnq ETEgm ay«) AqNAY 

EnCAAANAC, EqNHY gNOYCXKMA HpODME, ÄTfO} 
AqnApAPE RMOq, gODC*^^ EpE-OYC+XAplON TO 
glCDODq, EY2B0C-TE EQO HffCüTg (JODTg, AY«> KA- 
TA OYÜJKOA NEpE-OYgNAAY ÄOJE. HEXAq NAq 
fKfl-nNOÖ^ FfgAAo XE-EKBHK ETODN; HEXAq XE- 
EINABODK E+-HEEYP NNECNHY- nE2CE-ngAAo 
NAq XE-AY«) EKp-OY NNElgNAAYTHpOY; nEXAq 
^^E-gENAHApXH-NE ETpE-NECNHY Xl-+nE RHOOY» 
MHnOTE NTETH-OYA p-ANAqJ TA+ NKEOYA NAq, 
EpETM*®^-nEiKET^p-ANAq, TA+ HkEOYA NAq, ÜAN- 
TODC OYN-OYA RMOOY NAp-ANAq. NÄl ÄE 

* bezieht sich auf HHHUJE , das als Plural aufgefaßt' ist. 
^ neben rJElKE 174 Anm. ^^ }4^ 



20* 1. Apopbthegmata patram Aegyptiorum. 

FfTFpFqxooY» AqBODK. ngAAo äf NEq+ RgTHq 
ENFglooYe^*^ cöÄNTe-nerRMÄY KToq. NToq äf 
ne2!caq xe-äcö-hf ni^ioK; oFXF-ngAAo NAq 
xe-FTBe-oy; nFXAq xf-fboA xf-htooy THpoy 

AYp-ArpiOC FgOYN Fpoi, AY«) HHF-OYÄ Rhooy 

ANiXF HMoi. nFXF-ngAAo NAq xf-fif*'*^ mn- 

TAK^*^ ÄAAY WjüB>^P NgHTOy; NToq ÄF nF- 

xAq 2:f-cf, oycon hoycdt nFTFOY^TAiq^'^ 
NgHTOY- hftRmay ccotm nCCOI, AYO) Fqa)AN- 

NAY ppoi» a)AqFi freF hoyaAoy- nFXF-ngAAo 

NAq XF-NIH-HF ÜFqpAN ; fTTOq ÄF ÜFXAq XF- 
GFOHFNTOC^ FTFpFqXF-NÄl ÄF, AqBODK. Aq- 
TCOOYN ÄF !T(fl-AnA MAKAplOC, AqBüDK FTFpM- 
MOC FTglBoA. TTTFpOYCCOTM AF N^l-NFCNHY» 
AY2SI TTgFNBA, AYPl FBOA gHTCj*®*. AoiHON A-HOy 
A nOYA CBTODTq FqXO) HMOC XF-MFJÖAK CfNAFt 

FgOYN iTffi-ngÄÄo Nq(Ja) nhmai. HToq äf 

Aqa)lNF XF-NIM HFTOYMOYTF FpOq XF-GFCOnFN- 

Toc gMnFiTooY; ay«> i^TFpFqö'NTq, AqecoK 
FgoYN FTFqpi. WToq ÄF AqüjoTfq Fpoq FqpAOJF. 

HTFpOYApXFl ÄF HjyAXF HNNFYPpWY' HFXF- 
ngAÄo NAq XF-FpF-NFKgBHYLF]^** p-OY> hgom; 
HToq ÄF HFXAq XF-CFFp-a)AY sitn-nfkojAhA. 
HFXAq Hffi-ngAAo xf-mh*'' o^^n-hffyp noAY- 

HFl NMHAK; FITOq ÄF ÜFXAq XF-TFNOY ptt> 

« 6e67re{jniTo?. 






1. Apophthegmata patrum Aegyptiorum. 21* 

'tp-ojÄY- NEqajine rAp-ne F(pAXF. nsxaq äf 
NAq XF-eic-**^OYHp NpoMüE +ACKFI Ayco oyoN 

MIM +-EOOY NAi, AyCO ANOK HgAAo HPHNA 

FiTnopNiA t-gicF NAi AqoycDcyB goDcoq Höi- 

eeODHCNTOC XE-niCTEYH NAI, HAFKOT, XE-CF+' 

giCF NAi gcooDT. ngAAo ÄE AqffN-AoiCTF, Aq2ca> 

NgFNKEMEEYP 0^ Xe-CEf-glCF NAI, OJANTFq- 
TpFqgOHoAorFl^^^ NNPqMFFYF. FITA HFXAq 
NAq Xe-FKNHCTFYH NAJÖ NgF; HTOq ÄF HF- 
XAq XF-FINHCTFYF (öA2cTt-\|;itf. ÜFXF-ngAAo 
NAq XF-NHCTFYF (öA-pOYgF AY«) ACKFl AY«) 
TAYO NNFKAnO-CTHeOC FBOA gNHFYArPF- 
AlON MNOKFCFenF NPpA^H, AYCD Fpa)AN- 
OYHFFYF Fl NAK, MTTpffCDjyT FÜFCHT FH- 
THpq, aAAa NOYOFIO) NIH (ToDCät FTTT£, AY«) 
FTFYNOY HNOYTF NABOHeFl FpOK. HgAAo ÄF 

Aq+-cBa) RncoN, AqecoK FnFqMAiTXAiH Rmin 

HMOq^^^ AYOD ON Fq+ HgTHq, AqNAY ON Fn- 

AiABoAoc ftRmay» nFXAq NAq [xf-]fkbhk 

FTCDN; ÜFXAq XF-FIBHK F+-MFFYF NNFCNHY» 
AYCO AqBODK. NTFpFqKTOq ÄF, ÜFXAq NAq Hffl- 
ngAriOC XF-NFCNHY p-OY*^^ NTOq ÄF HFXAq 

XF-KAKODC nexF-ngAAo NAq xf-ftbf-oy; hf- 

XAq XF-WTOOY THpOY gFNAPpiOC-NF, ÄTfOi) 

nKFNoff RnFeooY-^^^nF xf-hkfoya, ftfoyn- 

TAlCq^'^ HCTMHT, FqO frc^BHp FpOi, H+COOYN 



1 



22* 1. Apophthegmata patxnm Aegyptiorum. 

AN XF-RACy NgE A-nKFOYÄ HFCTCOY oyÄ^F NTOq 
gOXOq FfqCüDTMHCCDl AN, aAAä Aqü^üDÜF FAPpiOC 
FgOYN FpOi ^ApApOOY^^^ ATfiS) Äicopk Xe-RNFl- 
gODN FgOYN FpOOY FOYCOgM^^ FlHHTl NINNCA- 
OYOYOFIO). AYOl> HTFpeqXE-NAl, AqßCOK, AqKA- 

ngAAo, ÄYö> nnFTOYAAB'^^^ AqecoK sgOYN STFqpi, 

^^ [343] Aq2C00C !T(ri-AnA tTlHOC XF-Aqa)AXF 

Nffl-AHA MAKApiOC XF-FlgMOOC FfOYOFlO) gN- 

a)iHT, AYPi H(ri-a)npF a)HH cnay^®^ njfnikoc 

(nOYÄ MFN OYN-HOp"t MHOq, nKFOYÄ ÄF A- 
TFqMOpT ApXFl T^TOOTq), AYFl JöApOl FY^Ü> 
HMOC XF-FC-TODN Tpi NAHA MAKApiOC; ANOK 
AF nFXAl XF-FTFTNNAp-OY NAq; HTOOY AB 
HFXAY XF-NTANCCOTM FTBHHTq ÄY^D FTBF- 
cyiHT, ANFl FNÄY Ppoq. n^Al NAY XF-ANOK- 
fTF. AYHAgTOY NAi FY^O) MMOC XF-FNOYCOü) 
FgMOOC HÜFIMA. ANOK ÄF AINAY FpOOY 2CF- 
gFNCODMA"* FY^HN-NF gODC FBOA gNupRMAO, 
nFXAl NAY 2CF-MN-ffOM RMODTN sSq} RnFlMA. 
nNO(r ÄF ÜFXAq NAI XF-FNajANTM<rR-*®^(rOH 
FÖio RnFlMA, 7>IN ABa)K FKFMA. HEXAl gNinAMF- 
FYH XF-FTBF-OY ^NAf-GF NAY ^^ XF-NNFYCKAN- 
äaAiJ^F FpON, nglCF NATpFYHODT MAYAAY» AYCÜ 
nFXAl NAY ÄF-F(pXF-OYN-g(rOM^ RMCöTN , A- 

^ Die Hs. dieses Stücks schreibt den Plural des unbestimmten 
Artikels stets gN. 339; vgl. auch 341. 



i 



1. Apophthegmata patrum Aegyptiorum. 23* 

Hmf^^^^^ tähio nhtn HOYpi. NTOoy äe nexAY 

Xe-TCÄBON HHATH AY^D TNNÄTÄMIOa ngAAo 

ÄE Äq+ MAY hoykfAfbin NiNOY^fNoq, EqMsg 

ITOEIK glgMOY HMATF, AqTCABOOY ^P FYHeTpA, 

nFXAq xE-ceAn-oDNE fboA HneiMA TTTFTNEiMe h- 

j^ENOJF EBOA gMHgFAoC HTFTNTAHIO NHTN H- 
nMAHjeODnE. EIMSEYE ÄE AMOK* XF-CFNAnCDT FT- 
BE-nglCE, AY^TNÖYl ÄE XE-FCyAYp-OY^^® HgODB 

HneiMA; nexAi nay xe-FcyAYp-gcDB ftnhbtf. 

AlXl ÄE HgENBA FßoA gVingeAoC, AITCABOOY ET- 
ApXH NTNHBTE AY^O ECyODAu, ÜEXAi NAY ^E- _^ ^ 
HATÄIHIO^^* NNBlp, TAAY HNgOYpATE, CENAE" i^ ^ 
OEIK NHTN. ANOK ÄE AlANAXODpEl NAl, nTOOY 
ÄE AYEipE HgODB NIM HTAIXOOY NAY ß^OY" 

gY^OMONH, AY«) HnoYEi-6iF cpApoi HKECOn. 

NmNCA-JöOMTE ÄE NpOHHE AlffO) ElM00a)E 
HNHAHEEYE EIXO) HMOC XE-ApA*^^ AJ^-HE ügCDB 
HNAl, XE-RnOYEl EXNOYl EYMEEYE. NETcyOOH 
SHTTiiVi? CEMiHY ü)ApOlV NAi ÄE NTOPy'' CEgMN 
Epoi AY^D NCENHY AN OjApOl OY^E ON HCEBMK 

AN (yAKEOYA, aAAa neynhy mmate etekkAh- 

ClA, EYKCÜ FpODOY» EY^^l ^BoA 2NHMYC+HplO*N ET- 
OYAAB. AIJöAhA ÄE AY«) ÄINHCTEYE NOYgB- 

ANOK zur Yerstärkang des Personalsuffixes nachgesetzt; 
vgl. 03. ^HTOOY verstärkt die Demonstrativformen: „diese 
aber**. 



24* 1. Apophth«gmata patrum Aegyptioram. 

I 
ÄODMAC, XCKAC FpF-ÜNOYTF [F]TCABO*i FTFyPp- 
PÄCIA. ÄITCDOYN ÄF FTpÄBCOK* OJÄpOOY TANÄY» 
FYKH^ FgpAl HAO) HgF. AyO) NTFpiKCOÄAg^, ÄY" 
OYCON NAV, AYÄCnA2;F HMOY FYKCOcJRfpCDOY» AY«> 
HTFpiJöAwA, AigMOOC. HNOff ÄF AqxODpM Fü- 
KOYl FTpFqBCüK FBOA, AqCMOOC, Aqp-gCOB FT- 

NHBTF, Fqa)AXF AN. Rhnay ^^ HTxn-\(nTe 

AqKCOÄAg, A-nKOYl Fl, AqTAMlO ROYKOYl NÖIN- 
OYCDM AYCD AqKO) FgpAl HOYTpATTYZ;^ , FpF- 

HNOÖ' xcopH OYfiuq, Ayo) AqoYCOg fxcdc ficuo- • 
^^NT NKOYl HOFIK, AqAgFpAfq FqucD FfpcDcj^. 
AMOK ÄF nFXAl XF-TODOyN nTHOY^OH. AN- 
TCÖOYN ÄF, ANOYCOH. AY«) AqFlNF MttFCK^fc 
HMOOY, ANCO). NTFpF-pOY2^ AF CyCOHF, HFXAY 
MAi XF KNABCDK; HFXAi XF-HMO^,^ aAÄA FINAH- j 
KOTk. AYKO) ÄF NAi FgpAl NOYTMH N(^-Oy5cä, 
AYOD NTOOY >S^OY HCA-OYCA HAYAAY» AY^l j 
AF TTNFYHN^CONH MNNFYMOY2C2, AYKAAY Eg" | 
pAl HNNFY^pMY» AY^KOTk gNOYTMH HOyCOT j 
HnAMTO FBoX. HTFpOYNKOTK ÄF, AIOjAhA FH- 
NOYTF, XFKAC FqFCToAn NAi FBoA MHFYgCDB, 

AYCö A-TOYFgcoi ffcoAn fboA, ayoyofin ojcunF 

fiGF HHNAY RHFFpF, nTOOY HFN RnOYNAY 
FnOYOFlN. AYCO TTTFpOYHFFY^ Ppoi XF-+OBty, 
A-HNOÖ' TBC-nKOYlj AY^COOYN, AYMOpOY ^X^^ 

" 346 Anna. ^ man erwartet XF-FYKH 



1. Apophthegmata patrum Aegyptiorum. 2o* 



ÄYnCOpJÖ HNEY<riX EBOA FgpAl ETÜF. ÄNOK MEN 
MEINAY EpOOY» HTOOY ^E TTCENÄY EpOl AN. 

ÄYO) ÄiNÄY EgENÄÄiMCON EYßwA EiTM-nHoyi 

RGE TTgENAq, COINE MEN E(ÖAYOYÖ>S^^^^^^ PXN- 
TEqTAnpO, gENKOOYE ÄE ElCN-NEqBÄÄ, AY«) 
AINAY EYArPEAoC fTTEnxOEIC, EOYN-OYCHqE 

WKaigt NTOofcj, EquoDTE Epoq, EqNOYjön nHäe- 
MODN CÄBoA RMoq^'^'^ uuoff ÄE RnoY<rM-(roM 

EgüDN EgOYN Epoq. HTEpE-HMAY ^^ (yCOÜE, 
AYHKOtK, ANOK ÄE Aip-OE FTNENTAYNEgCE. 
TIHOS ÄE AqXO) NAl NOYJpAXE fTOY^DT 2CE-K0Y- 

0)0) ETpENTAYE-HrNTCNCoyc R\|/aAhoc; hex AI 
XE-CE. AYO) HKCYi AqTAYP-+OY Hi|/aAhoc 
giTN-cooY NC+xoc hn-oyaAhAoyia H0Y0)T, 

AY«> KATA CTIXOC (pApE-OYAAMHÄC HK0)2T 
El EBOA eN-TEqTAnpO NCBO)K EgpAi ETHE. 
nNOÖ'ÄE ON AqEipE glNAi. NTEpEqApXEl iTOYCOM 

WTEqTAnpo exJ/aAAei, AqEi eboA gwTEqTAnpo 

HGE NOYNOff NCTIXOC FK0)2T, Eqnwg EgpAl 
ETHE. ANOK AE AlTAYF-gPNKOYi NAnO-CTMGOC, 
AY«) AiEl EBOA glTOOTOY E12Ca) RHOC XE-0)AhA 
E2C0)i. NTOOY ÄE AYHAgTOY NAi EY+-METAN01A, 
EYHO) NpO)OY- AYCO AiElME XE-HNOÖ' OYTeAiOC- 

HE, iTKOYi ÄE ETI qücAyMEi NMMAq R(ri-nxA- 

XE. MNNCA-gENKOYl ÄE NgOOY A-ÜNOff NCON 
RTON RMOq, HNNCÄ-0)OHNT ÄE HgOOY AqR- 



26* 1. Apophtheg^ata patrom Aegyptiorum. 



TON HMOq F(ri-nKf KOYl. AyO) RTEpE-gOlHe fl- 

FigAAo BcoK cyÄAnA MAKApioc, AqxiToy ETEY- 

pl FqXO) rtMOC XE-ÄMWiTN flTFTNNAY EOMAp- 
TypiON HflKOYi HOJMMO. 

[327] Aqa)AXE F(6l-0YA FTTgAAü XE-OYN- 
OYnApeENOC, FACp-gAAo) FACnpOKOÜTEl SN- 
eOTE RnWOYTE, AlXNOyC ehfcmot htecana- 
XCöpHClC ACAOJ-AgOM AY«) HEXÄC XF-ANOK 
MEN, O) nPO^ßHp, Aip-CyEEpE NöYpCOHE gflTAlHNT- 
KOYV, EYgÄK-HE HpMpAO) ßMHEqCHOT, EyAT- 
(TOM ÄE-nE AYOi> EqOJCJDNE gMHEqCCDMA. TlAi ÄE 
AqCJDNAg gNOYNOiT flOYOElCÖ g^lOYC(^pAgT^^^^^ 
gODCTE^®^ NTE-gAg NTENETgHnf HE TM^ÖH-ÖOM 
ETCOVINT EpOq FgAg FCOn, EqcpOBT ETEqCOD- 
a)E FlMATE, EqEipE FinEqcpqE" gMnMA ETH- 

MAy. Eqa)AN0Y2CAi äe EqojcoNE ojAqcDA EgüyN 

NRKApnoC NTEqCmojE gNOY^lKAlOCYNH- HEgOY" 

o ÄE FinEqAgE AqAAq gNoyö'Aoir, EqjöcowE, 

AYOi> NEqKO) HpODq HOYOElü) NIM, güöCTE HTE- 

NETN-cEcooY^^ MMoq AN xooc xE-OYRno-nE. 

NE-OYNTAl^^^ gODCOq NOyMAAY» ECOYHY ^- 
^^^37y,2 THpOY» FCO HHEpiEprOC RnÄpA NEC- 
pa)ME THpOY HNNECpHN+ME, EpE-NECJöAXE 
ÄE (öOOn MNOyON NIM, ECKIM EOyON^MlM, 
gODCTE FCEXOOC EpOC XF-EpE-TTECCCDMA THpq 
« Hs. CEPSE; 337. 



1. Apopbthegmata patram Aegyptioram. 27* 

pHT nAäC, ECa)ONt NNAY ^^^^ ^^^IOYON nih. 

NFCOYOcöq AF-ne gMni-gE HnHpn MNHpcoMF 

HATCBO) FTFCCO) I4MMÄY» FNeCÄlOlKl-HF FT- 
NAnCA NgOYN gODC HOpNH gTlOY^Off RnONHplA, 
KFTOl NF-OYNTAN gAg RMAY-HF AYCO NFY" 
pa)(pF MHON AN. A-nA^FIODT TAp KAAC FTpFC- 
ÄIAKONFI ga)C*^^ FqcyCONF. NFCFipF-ÜF glNAl 
gHÜFCCCOMA FCCDCOq NIM, gODCTF gFNKOYl 
N(pHH firFn+MF FTHMAY NBNTAYp-BoA HTOOTC 
FTFCnOpNlA. RnF-JöCONF (^OOnF ßMüFCCCOMA 
FNFg, aAAa NFpF-HFCCODMA OYOX FOJCJDNF (^A- 

nFgooY Rhfcmoy. AcjyoDüF äf Rhaficot, 
Fqa)a>NF, FqeAiBF HgFNNoff hoyofijö» FTpFq- 

MOY- ÄY«) A-HAWp TODg NTFYWOY? HgCOOY 
H!^NFPpH<rF NlNNFgpOYRnF FpF-ÜAHp THpq 
THg, OYÄF fTOYOYSyW AN-TF OY^F TTOYßOOY 

AN-nF, RnFqKA-TooTq fboA Hffi-ngcooY n- 

JöOMNT FgOOY- A-nAFlCOT p-(pO^^^IT TTgOOY 
2inFffA0(r, R^OYTÖMCq^^^^^^ gODCTF NTF-npCOHF 
Rn+MF FTRMAY KIM ffTFYAnF, FYp-a)TTHpF, 
XF-AYp-HFqODBO) glTOOTOY THpOY FTSF-ÜNOÖ' 
HglCF, FfCFSOOC** XF-riAi OY^^AXF-nF RTFHNOY- 
TF, gOöCTF HTFTH-nKAg (yOllq FpOq FTOMCq, 
aAAa XF-HNF-nFqCODMA bodA fboA FeoYN, 



^ knüpft an gCÜCTF HTF-HpCDMF KIM an. 



28* 1. Apophthegmata patrum Aegyptioram. 

NCjTHKAÄN^ FBODK EgOyN FHm, XF-HaHp Twe 

AY«> HMoyHgcooy ajoyo fxcon . . . tämäay ^^ 

TTgOyO ACXl NAC HOYNO(rRMNTATgOTe, ACXpO) 
HgOyO gMneCCODMA HgEWnOpNlA E-MN-gAoif 
NgHTOYi AY«) ACCDNAg RTElge gNOYCODOq 
MNOYTpY^H. ANOK ÄF ETI ElO HKOYl, AiKtt> 

NCODl TTNFigBHYF ANOK ÄF ^!N^ICA- 

TpECMOY^*^ äVfi FBoA gNeYAnKlA NTHNTKOYl 
AY«I AYKIM NßHT N(Ji-HFnieYHlA RnCCOMA. 
ACföODHF HHNAY ^P^Y&^^ FTpF-HAgHT Fl FpOl 
AY«) AIMFFYH FBOA XF-A(p-nF RBIOC, FINA- 
COTTTq^ NAlTACDNgHgHTq; nAFlCOTMFN AqCDHAg 
ßNOYHWTpMpAO) MNOYMNTgAK MNOYMNTjyAY 
FN ANOYC,aAA A AIHFFYH ON FUFlRFT^XF-l^JM-A A AY 
NArAGON gMÜCDNAg RHAFICDT, aAAa FTAqp- 
HFqOYOFIO) THpq ßNgFNJÖCONF HNgFNeAlVJ/lC 
JöANTFqgCOODMF FBOA, AyO) AqMOy gNOYglCF 

OY^F RnF-nKAg (öcon Fpoq RnFqccoHA gNOY- 

OYpOT. FCyXF-NÄNOYq NAgpM-nNOYTF gNT(riN- 

(ONAg ftRmay» ftbf-oy AqcyFn-NFigicF THpoY; 

aAAa nFXAl XF-ApA*^* NÄNOY-nATAMAAY ÄYCO 
TATAAT FTnOpNlA MNÜXCOgH HNÜCCDCOq RnA- 
CCOMA; RnF-TAMAAY TAp KA-gODB FqgOOY H- 

^ „sondern, damit . . . ., läßt er (d. h. Gott) uns nieht in das 
Haus gehen". ^ besser F+NACOTTTq; vgl. 510. "" „dieses 
Andere", neben TTFIKF 174 Anm. 



1. Apophthegmata patrum Aegyptiorum. 29* 

CODC FmFCÄAq, eCTAgF noyOElCÖ NIM, ECOYOX 
EjyCDNE, EACei EBOA gHÜElÄKON, ECMOTN. TE- 
NOY-<rF +NAp-2a)B HGE FfTÄMAAY • • • • AyCÖ 
ANOK i-EBlHN^^ AlTAAT ECDHg gNOY<riNtt)Ng FC- 
gOOy HTeiMlNF. NTFpF-TEyiyM ^P JÖÖ^TTE, A- 
ngl-NHB XIT, AqepOJÖ F2Ca)Y. HTEYNOY ÄH A- 

OYA AgFpATq gixoDi, eYNO(r-nE gHnFqcoDHA, 
pq't-gOTF gMnFqgo, ay«> NFqi--20TF NAi-nF 
gMnFqcXYMÄ, FqiToNT gMnFqFiNF, FpF-tFq- 

CMH XAXO), FqXNO MMOl XF-AXIC NAl CD HTO 
XE-gN AO) HHINF-NF MMFFYF FlnOYgHT. ANOK ÄF 

giTiN-eoTF RnFqgo HNnFqcHOT oy^f Rhi^to- 

AOMA FffODüJT Fpoq. AqXl-JÖKAK FBoA gNOY" 
NO<r NCMH, PqOYFg-CAgNF NAl, FTpAXO) nR- 
TODO), TTTAITOOJOY gMnAgHT. ANOK AF glTN- 
eOTF AiOYCÖCüB, AY«) FICOOYN'' hnamffyp 

THpoY» nFXAi xF-H+cooYN AN ftAaay« fJToq 

ÄF Aqt-nFpnMFFYF NAi ga)C FAlApNA^S Aq- 
XO) FpOi HgODB NIM HTAVmfAftA MMOOY ßM- 
HAgHT. ANOK ÄF AlKTOl FmcOpO) AY«> FICOTTC 
FXpFqAAT HMnCQA HOyKO) FBoA, AYCD FTBF- 
tAoKTf KTAIMEFYH FpOC TTTOq AF HFXAq NAl 
XF-MH RnFMAY ^pOOY MÜFCNAY» HOY^KOT 

mntoymäay; nBioc af FtpOYAa)q^^% coTTtq 

* „obwohl ich kannte". 



30''' 1. Apophthegmata patmm Aegyptiomxn. 

NE RneiCOn. AqAMAgTF äf wt Affix, AqCCOK 
FiMOi, AqxiT VY^o6 HcaijöF, tpe-geNiTApAÄi- 

COC TTgHTC FY^Ö MNgHNCyHN RMINF NIM AyO) 

neccA xpAFiT FjöAXF NIM. AqxiT FgoYN pn- 

MA FTOYAAB, AY«> AqTCDMNT Fpoi Fffl-HA- 
FlODT, AqdöÄM FpOl, Aq+-m FpODl FqXOD MMOC 
XF-TA(ÖEFpe, (pCOne gNNETNANOYOY- ANOK ÄF 
AiffAoMÄM Fpoq, FmODJHö, FTpFqKAAT gA-' 

gTwq. NToq ÄF HFX Aq xF-MN-(5bM TFNOY- ^p- 

cyANOYAgF AF FTCA-NAglOOYH gMnOYa)N^% CF- 
NÄFNTF FnFlMA, RHATF-OICk (pa)^E^ FlTCOBg 
ÄF MMOq FTpAffO) NMMAq glOYCOH, A-ÜFNTAq- 
XIT FHMA FTMMAY COKT gNTFqfflNffCönF XF- 
AMH NTFNAY FTOYKFMAAY» FYpCOKg RMOC 
gMnKCDgT, XFKäC FpFFlMF% XF-AC^-nF ÜBIOC 
FTNANOYq ÄY«) FTFpNOBpF, NTFCOTTfq NF. Aq- 
TAgO RMOi FpAT FITN-OYHV NKAKF AYCU '^' 
KpMfC THpq, FqMFg FgpOXpX FfROBgF gl-^ 
a)TOpfp, AqTCABOi FYgpCD NCATF, FC+-a)Ag 
AYÜ) FCBpBp THpC, FpF-gOlNF AgFpATOY. gl" 
XCDC, FYO HgOTF FMATF. ANOK ÄF AiffODCyT 
FÜFCHT, AINAY FTAMAAY gNTFgpO), FCOMC 
JÖANFCMOTF, FCgpOXpX flNFCNAAXF FYglOYF 
F2CN-NFYPpWY' ^Y^ FpF-nKODgT pODKg FCCOC 

^ Es, gMlTOYCOO). ^ „bevor eine Verzögerung eintritt**, 
d. h, „in kurzer Zeit". ^ 289 Anna. 



1. Apophthegmata patrum Aegyptiorum. 31* 



MNgSNBNT EY^iö FYOYODH RmOC, NTFpECMÄY 
ÄE EpOl, ACXl-a)KÄK EBOA gNOYTOElT, ECHOY' 
TE EpOl XE-TA(ÖEEpE, OYOV UAX EBoA glMNA^ 
gBHYE RMIN HHOl, OYOl NÄl EBoA gNNAnpÄJlC 
MAYAAT XE-AlJÖCOHE ElO RnEp-nODBCÖ FTMNT- 
gÄK, EÄiOY«)NAe EBoA NNEgBHY^ NTnopNlA 
>iNTMNTNOElK , RnmiCTEYP XE-CEN ATlMppEl 

HMoi, Rnicon Rn+gE HNnccocoq xE-qNAojcönE 

N AI HBACANOC. ElC-gHHTE ETBE-gENKOYl ^gY" 
ÄONH Am NNEIKOAäCIC AYCO i'-ßNOY+HCÜplA 
EHMA fITKOYV FTpY^H HTAiajODTTE NgHtC , Et- 
XoXk EBoA ßNOYgAn NTElffOT. ElC-gHHTE EHMA 
TTTKATA<|)pOHHClC flTAlAAC EÜNOYTE, XE-'fxi 
flOYHp WBYKH'* ITglCE EHECMA, AYTAgOi THpOY 
Hffl-RüEeOOY HATOYÜ). TENOY-tf^E nEOYOElOJ-nE 
ETpEBOlGEl EpOi, TAC^EEpE, Apl-ÜHEEYE NNCAü), 
NTAiCANOYJÖ^ RgHTOY» TENOY + HgENMNTpEq- 
pnETNANOYq, ECÖXE-AiEipE NE HOYHETNANOYq 
NOYOElcy. NA NAi ANOK^ TOYHAAY» EYP^Kg 
MHOi gMnKCOgT, EYÖ>2CN RMOI FBoA glTOOTq. 
NA NÄl ANOK^ TETOYBÄCANi;^E RHOC gNNEl- 
BACANOC HTEIMINE. OJENEgTH^ gApOi, TÄ(pEEpE, 
NTE+-TOOTE NMMAi HTEEINE RMOi EgpAl ßM- 



** für BEKE; „SchmerzeiiBlohn". ^ ANOK verstärkt das 
Suffix von NAi; „habe Mitleid mit mir«. "^ für a)EN-gTH. 



32* 1. Apoplithegmata patmm Aegyptiorum. 

neiMÄ. ANOK ÄF NFila)B(ö nnoi ep-nAi ^T^Sf- 

NFTAgFpATOY ßMnMÄ FTHMAY« HäAiä ON 

Äca)(p FBoA gNoypiMF xF-TAa)PHpF, meFt 
Fpoi AYtt> HTtpoqcpF'* FFpMFiooYH ntoyÄ^y» 
Api-nMFFYH nTTnaakf ayod FlTtpoqa)F'*^poi 

TATAKO (ÖABOA gMnKCögT NTPFgFNNA. ANOK 
ÄF glTN-NFCpNIFlOOYH HNÜFCgpOOY A-HAgHT 
RKAg FpoV gCOC pa)HF^ AiXl-(pKAK FBoA 
gNOYAOJ-AgOM. AYNHgCF ÄF TTffl-NFTgMnHl, 
AY^FpH-nKODgT, FYiyiNF TTCA-tAoiÖF FIHAaj-A- 
gOM, ANOK ÄF AiXO) FpOOY TTNFNTAY<Jö>ÄtT 
NAi FBoA. AYOÖ glTN-TNlNTMAi-pCDMF FATOJÄXF 
FpOC^^^ NTFnnOYTF AiTCOT FgHT^^* F(Jd) gNOY" 
MFFYH TTOYCOT, FAlCOTTtC NAl FöDNg gMnODNAg 
RnAFlCDT, XF-gNAOJ FlMlNF-NF H+MCOplA FT- 
KH FgpAi RNFNTAYCOTTTC NAY FODNg KAKCDC. 
TMAKApiA ÄF FmApeFNOC FTHHAY ACXCD FT- 
NAi FTBF-NFNTACNAY PpOOY gNeOpAClC, FCFl- 
pF NgFNNOff HnFTNANOYq FCXO) RHOC XF-NF^ 
gBHYP HGOOY MNNFgBHY^ FTXAgH CFNAOJCDnF 
gNgFNNO(r n+HCOpiA. FTBF-nAi AF ON gMHFN- 

(yoxNF Rmin Rhön MApNCornc nan fcöodhf 

NCa)f^^^^ TApNffN-GF F(pa)nF RMAKAplOC. 

[338] AqXOOC nSx-AHA XlXCD'i XF-RHFpYOFlJÖ 



für OBÜJF. „wie ein Mensch; menschlich*'. 



1. Apophthegmata patrum Aegyptiorum. 33'*' 

Fi-ßHa)lHT HHÄHA MAKApiOC, ÄNBCDK FgpM 
NMMAq, ANCOgC, €N0 NCACÖC] HCON, AyCO EtC**^- 
OYXHpA, FCCplT glHÄeOY MMON, FCpiMF, AyO) 
HnSCKA-TOOTC SBoA ECplME^*^. HgAAo AE Aq- 
MOyTF ETTXOIC HnPKTHMA, ÜEXAq NAq 2C€-Äg- 
pOC TFlgAAcD FCptHF FTBlgF; nEXAq NAq XF- 
FTl FpF-nPCgAi ON A2% FpF-gFNNK A ÖaAoOY^^ 

Fpoq NTFoypoüMF. AqHoy äf gNOYjyni^jücoiT 

HOYFö-HiöAXF, HneqXOOC . XF-HTAqKAAq TCDN. 

FpF-nFNTAqffAAa)OY 2iF OYCüo) Fxi RnETEnoq- 
TTF, RnFCÖNfq, FqoYCüo) Fxifc hnnfcjöhpf 
FÄAY NAq FßMgAA. ngAAo äf nFXAq NAq xf>- 

AXIC NAC, HApFCFl FÜMA, ga)ANHTON NgHTq 
RnKAYHA. HTFpFCFl ÄF, HFXF-ügAAo NAC XF- 
FTBF-OY TFplHF NNAy NIM; ÜFICAC NAq ä:F- 

HTA-nAgAi HOY» FAqxi hoy^oiAf fitfoya, 

AyCO HnFqXOOC FqNAMOy XF-RTACJKAAq TCON. 
HFXAq ÄF NAC XF-AMH NTFTCABON XF-HTAp- 
TOHCq^ HTCON. AY«> AqXl NNFCNHY» AqBCDK 
NMMAC NTFpOyFl ÄF FXR-nMA, ÜFÄF-ngAAu 
NAC XF-BCOK NF^ FHOY^t» AY«) AY<Ö^M^* ^q- 

MoyTF Nffi-ngAAo füftmocyt FqxcD Rmoc 

XF-MFa)F-NlM, RTAKKA-NFCKFYH RnpcOMF ßNAO) 

RMA ; NToq ÄF AqoYco(yB xf-cfkh gRnAm gA- 



«für.ONg. *fiir FlTApFTOMCq 298. * Ha. NH. 
Steindorff, Kopt. Gramm. C 



34* 1. Apophthegmata patram Aegyptiorum. 



ToyepHTE RnÄffAoiT. npxe-ngAAo NAq xe- 
iTKOfk-ÖE jöAnegooY ntanäctacic. äynayäe 

ITffl-NECNHY, ÄYgH gANEqOYHpWTE. HFlCAq nCx- 

ngAAo xF-HTA-nAi cycone an etbhht, anok 

PAp ANT-OyAaAY*^®» aAAa ETBE-TFXHpA MN- 
NFiOp<|)ANOC A-ÜNOYTE ElpF HnPlgCDB. nAl-ÖF- 

ne HNoff xE-FpF-nnoYTF oyfjö-oyvI/yxh wat- 

NOße, AYCO gCDB NIM, ETFCFTl RmOOY» 
ÜNAXITOY- AqFlÄF, Aq2CQ0C WTFXupA XF-FpF- 

niTot Ah kh ntcdn. ftoc äf Acxifq , AcxAAq 
RnFq^coFic, Aco^conF HpMgF ninnfccömpe, ay«) l 

NFNTAYCCDTH AY+-FOOY HnNOYTF. 



h 



IL Aus den „Akten der Apostel Andreas und Paulus''. 

(Zoega 230 ff. Der Anfang der Erzählung fehÜ. Der Apodd 
I^aulus war mit dem Schiff fr ApoUanios auf 8 Meer hinaus gefahren 
und hatte sich in die Tiefe gestürzt. Vorher hatte er dem Schiffer 
seinen Mantel gegeben, mit dem Auftrage, ihn ans Land zurück- 
zubringen und dem Apostel Andreas zu übergeben,) 

RTFYNOY NTA-nNFFq MOONF, Aqtfcoayr, AqNAy 

FANApFAC FpF-HHHHJöF COOYg Fpoq, KATA- fj 
GF NTA-nAyAoC XOOC NAq, Aqqi MHFqFHF 
THÄYC FnFKpO FTpFqTAAq NAq. a-tmaay" 
ÄF MHNFFq NAY FHFCCöHpF FqNHY FBOA 



2 Aus den Akten der Apostel Andreas und Paulus. 35* 

FHFKpO, ACBCDK XF-FCNAACnA^E MMOq, Ä-nP- 
nSNTYÄHC HRAyAoC TAgE-NFCBAA, ACNÄY 
FBOA, AY+-FOOY MHNOYTF FXM-nPNTAqjyCDnE. 
ANApFAC AF AqFl FBOA gtOH MÜNFFq, HFXAq 

XF-Fq-TCDN npcDMF fttaAhy ^nxot nhmak; 
nFXF-HNFFq 2CF-Aqqo(rq ntootn fhmooy ^q- 

XO) MMOC XF-FINÄBCOK TAMFCyT-HTOnOC MH- 
NOYN NAl NTA-nÄOFlC BODK FpOOY NTANAY 
XF-NTAqAAY WAO) NgF. NÄl ÄF NFTqXCD MMOÖY 
FpOK XF-frCüBg MMOK, Müpp-HACOBO) FTpFK- 
Fl FBoA gHT, HHnOTF NCFAMAgTF MMOl 
NiTl-NKATAXGONtON MnwOYN. TOTF ANÄpFAC 
AqXl MnFHFNÄYTHC MDäyAoC NTOOTq MnNF- 
Fq. nFXF-ANÄpFAC MÜNFFq XF-BCDK FHFKHt, 
ANOK 2(D TAArONl2;F HNNFlOY^Al NKFKOYt, 
HNNCCÜC TABCDK FHHA FNFq-NgMXq. AqTCDOYN, 
AqBCDK FnFqHt Nffl-nNFFq Fq+-FOQY HnNOY- 
TF, Aq+ NNFCKFYH NNpCDMF NAY- ANÄpFAC 

AF goxoq AqBCDK fpntttyAm NTnoAic, FpF- 

MMMHOJF OyMg NCCOq MNgFNlOY^iAl FYOJÖ 
F-MN-HnF FppOY- FlC-OYpCOMF AqCOO) FBOA 

Fqxo) MMOC XF-nAnocToAoc mhnoytf, a)N- 

gTHK gA-TAMMTATpCOMF, MNTAl FICOT MMAY 
H HAAY» OYjyHpF NOYCÜT nFTa)00n NAl, Fq- 
NAp-AMNTCNOOYC FpOMüF, AqNKOTK, AqOJOÖNF 
NOYgOOy» MHFqOYCiDM OY^B HnpqCCD, gCDCTF 



36* %i A\x$ den Akten der Apostel Andreaä and Paulas. 
NTNCOBTF NTEqKÄlCE SNXO) MMOC XF-AqOyO) 

eqMOY- tenoy-ö'f nAnocToAoc HnNOYTF 

(ÖN-gTHK gATAMNTTAAÄinopOC NPCKvAAb 

HMOK MPSi a)AnAm Npxog spoq Aya) qNAAo. 

AtCCOTM TAp ETBE-NffOM ETKElpe MMOOy 
MnATKFl^^V FgOyN FTinoAlC, AtNAY ÄH FpOK 
BKNFX-AAtHCDNlON FBOA, TOTF ANApFAC HFl^q 
MnpCOMF XF-MApON* FgOYN FTHOAlC AyO) IC 
NAGFpAHFYF HMOK KNnFKOJWpF. AYM00tt)t 
ÄF XF-FYNAFl FgOYN FTHoAlC* A-NFlOy^Äl 

kcoAy mmooy fyxo) hmoc icf-ntnnakaak an 

FFl FgOyN FTFNHoAlC FTBF-nFtpAN XF-IC"* HAI 
FTKTAÜJF-OFIO) MMOq. aAAa FOJCOnF KOYÖ)(B 
FFipF NeFNKOYl NTAAiTo, ApiCoy*^^ NAK MÜBOA 
NTnoAtC (öANTKp-HFeOOY CNAY^®® NPBCOK. MMON 
FXOOC* XF-Fl FgOyN FTnoAlC. NTNNAKAAK AN XF- 
FTNFKnAANA MnFNMHHa)F THpq gNTFCBO) MHFl- 
nAAHüC XF-tC.TOTF ANÄpFAC HFXAq NAy XF-TFN- 
CBO) ANON MN-TTAaNH NgHTC, NTCOTN MAyAÄT- 
THYTN ÜFTnAANH^MMgiTN. AAAa FJöXF-TFTNnieF 
FTMTpFNFl FgCyN FTHOAlC, FTNNHY AN FgOYN, 
aAA A Fa)XF-nOYÖ>jy MÜXOFlC-nF xitn FgoyN Fpoc, 
qNÄXlTN, HTFTNifoM AN-TF. NAl ÄF NTFpFqXOOy, 

^ § 304 Anm. ^ „es ist nicht zu sagen*'; wahrscheinlich 
fehlerhaft für MN-ÖOM RMON „es ist uns unmöglich". « für 

üfthAana. 



l 



2. Aus den Akten der Apostel Andreas und Paulus. 37* 

AqKOTq CTOA Xe-qNABCDK^ A-HEKOT MnojHpF a)HM 
piHFEp0q,XF-a)TTAn0CT0A0CNA-^ATAMNTFBIHN. 
neXE-ANApFAC NAq XF-M00(9€ NrBOöK egOYN 

ETHoAic, A-neK(öHpe oyo) Fqnoy, aAAa 
Hnpqirq eboA ETOMcq cyAnNAy hhoyoein 

NpACTE, AyO) Tr^NHY EgOyH NTNTOYNOCq 
NAH XF-OYgCOB NTF-HXOF IC-HF. HNNCCDC FTN- 
KTON a)ApOK HNTKFnoAlC. NAl ÄF NTFpFq- 
XOOY» AqFl FBOA glTOOTOy NHMHHCöF. AY" 

KOTOY EgpAi FTnoAic, AYß^ FncyHpF (ywM 
FAqoyto FqMOY katagf HTA-nAnocToAoc 

XOOC NAY» AYßHOOC, AyptMF Fpoq KATÄ- 
nCCÜNT NTFYnoAlC. AHApFAC ÄF AqFl FXN- 
OAAaCCA, HFKAq HHNFFq XF-MÄTCABOl^^* FRMA 

MTA-üAyAoc Noxq FHMOOY- ayäAf Fnxoi, 
AYB<öK a)ANTOYna)g Fpoq, HFXF-nNFFq NAq 
XF-nAl-nF* TOTF ANApFAC AqMoyg NoyAnoT 
HMpoY FqgoAff, AqgjAHA Fpoq H+gF xf- 

HAXOFtC iC HFNTAqnCOpX FBOA MHOyOElN 
FTHHTF HnKAKF, nFNTAqnCOpÄ FBOA MnKAg, 

jyANTF-nnFTcyoYCüoy^^^ oycoNg fboA, gpAi äf 
gMnFKpAN +na)2T nnFiAnor MMOoy FTgoAtf 

FGAAaCCA FTMFg MMOOy FTHOAg, 2CF-FCFANA- 
XCOpFl MAC NTF-TTnFTa)Oya)Oy OyCDNg FBOA 



"* fürXF-FqNABCDK. 



S8* 2. Ant den Akten der Apostel Andreas nnd Paulos. 

Nqna)(rF u6i-t\käq mnhnoyn NqFi FgpAi N<fi- 

HACON nAY^OC NAl ÄF NTFpFqXOOy, AqHCDgT 
MnAHOT MMOOY FTgoAff^ FGäAaCCA FqXO) MMOC 
XF-ANAXCOpFl NAH, nMOOy FTMoAg AYÖ> 
FTCAjyF glGH HHFTgoAff. NAl ÄF NTFpFqXOOY» 

A-nFTcyOYCüüY OYCowg fboA, a-hncyn ncupx, 
a-üayAoc qo<Jq FgpAi gMnMOOY» FpF-OYKOYi 
MnoÖF NjyF gNTFqffix, Aqqo<rq FgOYN fan- 

^pFAC, AqACHA^F MMOq. ÜF^F-ANÄpFAC NAq 
XF-FKNHY TCON HACON M FK-gNAJÖ MMA; 
üFäF-üAyAoC NAq 2CF-K(D NAl FBOA, ÜACON, 
NTAIBCOK AlMFCyT-NTOnoC MHNÖYN NAl NTA- 
nFNXOFlC BCDK FpOOY» AINAY FpOOY XF-gNAO) 
MMINF-NF. nF2CF-AN2^pFAC NAq XF-AKToAhA 
nApAnjyi. goAcOC piO ANON NNOff naüocto- 
AOC FNMOOjyF MNnpcOTHp XlNTAqTOOYN , Fq- 
TCABO MMON FgCDB NIM, AqAAN NXOFIC FXN- 
(TOM NIM, AY«> MÜF-OYON MMON ToAmA 
Fp-nFNTAKAAq. HFXF-nAyAoC NAq XF-Allfg- 1i 
ViOt NAAC*, HACON, HO) NAl FBoA. aAAa CpTM 

TAT AMOK. ACjyCOnF ÄF NTFpFlBCOK FÜNGYN» 
AINAY FMMANCyCDnF HNF\|ry*XOOYF THpOY» AI- 
NAY FIOYÄAC HAnOCToAoC ÜFTMOOOJF MNHFN- 
XOFIC, Fq-gN0YN0(r NKOAaCIC FCgOCF. HFiAl 



** yielleicbt „ich kam zuvor es zu machen, machte es zuerst^ 



1 



2. Aus den Akten der Apostel Andreas und Paulus. 39* 

NAq XF-FKp-OY gNTFlKoAAClC, MHF-nXOFlC 

NTK FgpÄl HNMeixJ/Y^OOyF THpOY NTÄqFTOY ^"*t 

FgpAi; nexF-iOY^AC nai xe-oyoi nai| gNOYoi 

EqKHB^l MNÜFNTAlAAq MHAXOFIC XE-Aip-NOBF 
Fpoq, FBOA XF-AinApAÄlÄOY HHOq NNFIOYÄAI : 
eAgFNgAT FCyAYTAKO. AIFIMF PAp XF-NTOq- 
nF* HAXOFIC AYö> nXOFtC MnKAg THpq. AtßCüK, 
Aiqi NNAgAT, AlTAAY NNApXlFpFYC NKFCOH, 
AlTüÖBß MMOq XF-HAXOFIC KO) NAl FBoA. HH 
FKN AKAAT HCOÖK FTBF-OYßCOB MMATF FAlAAq C^ 
XF-ÄlTAAK FBoA; HOpKAAT NCCDK. FKNA^JcüCyT 
NCCOl FINABCOK FüTAKO; Api-nHFFYH, nAXOFlC, 
XF-AtCCDTM FpOK FKjyAXF MNHFTpOC nAHOC- 
TOAOC, NTFpFqXNOYK, XF-Fpa)AN-nACON p-NOBF 
FpOl TAKCD NAq FBoA NOYWp NCOH, (yACAJöq 

Hcon, üFXAK NAq XF-a)ACA(öq AN Ncon* aAAa 
a^ACAo^q Ncyqe Fcon. anok go) nFNTAiip-NOBF 

FpOK NOYCOn^ NOYCOT FKNA(rCDa)T NCCOl 
FtNABCÖK FÜTAKO; HnOÖp, nAXOFlC NlM-ÜF 
npOMF, FqNAffODCyr NCA-HFqajHpF FqBHK HFM- 
TCD NqTMBOHGFl FpOq ; ANOK ÄF FC^XF-AITOA- 
MA AlHApAMÄ^OY MMOK, FKNAtfCOOJT NCCDl 
EtNABCDK FÜTAKO; Hnop ÜA^OFtC TüTF Aq- 
XOOYT FBoA FTFpWMOC FqXCD HMOC h'Al XF- 

* für gNOYOyOl ; Ms. KHq. * an fehlt im Ms. ^ NOY' 
COTT fehlt im Ms. 



40* 2. Aus den Akten der Apostel Andreas and Paulas. 

Hnpp-gOTE gHTq FAäAY HlMHTEl EHHOYTe 
HAYAAq. EKJöANNAY FTTÄUBOAOC FqNHY» HHpp- 
gOTF gATEqgH OYÄF ÄAAY ^IHHTFl FnNOYTF 
MAYAAq. ANOK ÄF AtBCDK FBOA FnTOOY F- 
TpANHCTFYF XF-FqFKO) NAl FBoA Nffl-nNOYTF. 
AqFl a)ApOl NiTl-nApXCDN MTITÄKO, AqXlCF 
NTFqAHF FgpAl FXCDl, FpF-pCOq OYCDN FqpYCOO) 
FCOHK MMOL ANOK ÄF Aip-gOTF, AIOYCÜOJT 
NAq XF-NTOK-HF HASOFIC. HTFYNOY AqCAgOq 
FBOA MMOL ANOK ÄF AipiMF XF-MNTAl MFTA- 
NOIA MMAY- AIMFKMOYKT XF-OY HF+NAAq"*. 
NFpF^-nXOFlC MRFIMA, NFINABCÜK TAFTApAKA- 
AfI MMOq. aAAa AYOYO) FY^^l MMOq FHFnpAl- 
TOpiON FYNAKplNF MMOq. nFXAl XF-FINA- 
TOOYN TACDifT MMOL Aip-jyOpH Fpoq FAMNTF. 
AqFl FgpAi FHFiMA, Aqqi NNFlvIry^XOOYF TH- 
pOY» Äqa)a)q namntf (öatn-tavJ/yxh mayaac. 

A-NFMNOYT NAMNTF piMF FgÖYN FnMABoAoC 
FYXO) MMOC XF-FKp-OY FKjyOYJÜOY MMOK 
FK2Ca) MMOC XF-ANOK-nF nppo AY«) MN-KFOYA 
NbAAai, TFNOY ÄF ANFIMF 2CF-NtOK AN-HF 
nppo, FBOA XF-A-HFTO N2C0FIC FpOK Fl, Aqqi- 
TOY NTOOTK THpOY- TOTF HFXF-nÄlABoAoC 

MnFMTo FBoA NNFqFNFpriA THpoY 2:f-cd na- 



für HF+NAAAq. * besser FNFpF 483. 



I 



2. Aus den Akten der Apostel Andreas und Paulus. 41''' 

(Tom THpoY? FTeTNHFeyp XF-oyxaxDps-nF 

HApApON; HMON, aAAa EHFIÄH AqSl SHFl- 
MA, ElC-Ke^j/yXH MMAY» HnEqF(ö(rM-(rOH E- 
qiTCv TOTE IC AqHoyTE fmixahA nFNTAq- 
FTq NMMAq FÜFCHT FAMNTE, ÜF^Aq NAq 

xe-ani-tf\|;yx:h nioy^ac FgpAi xfkac nne- 

riMAßoAoC ffN-AoFlÖE EXCOI. AqEl NÖl-MlXAHÄ, 

,T AqNT EgpAl. MNNCA-NAl A-MIXAhA 0)0) FBoA 

XF-XI-0)inE NAK, n2CA2CF n6o)B. HNNCA-NÄl 

nE2CE-nxoFic mmixahA xf-kto ntf\|;yxh ^- 

TApTApOC mahnte. AqpiMF N(5i-10Y^AC XF- 
EKHABO)K NPKAAT gHNFlKoAAClC; NTAFINF'* 
HTA\|ryXH pO) FBOA gNCO)MA, XF-+COOYN 2CF- 
KNHY FAMNTE NPqi NNEl\|/YXOOYE THpoy 
XE-FKFqi-TO)! gO). AqOYO)0)B Nffl-tC, nEXAq 
NlOY2iAC XF-nTAAAma)pOC HTAKp-OY TFNOY 
JöANTKnAgT FrOYO)(öT MnÄlABoAoc; tlEÄF-lOY- 
ÄAC NAq XF^^XOEIC NTAqFl FKO)l HnECHOT 

i^OYÄpAKa)N, '^FpE-po)q OYO)N EqoYO)o) eomkt, 

Aip-gOTE, AlOY0)(i)T NAq. nFXF-lC NAq XE-O) 
TTTAAAinO)pOC MHNAY NTAqFl (yApOK, ENF- 
NTAKXOOC XF-IC BOHGEI FpOl, NEKNAOy^^Al. 
aAAa AKp-nKFBO)R, AKFipE N0Y20)B EpE-nNOY- 
TE MOCTF HMOq,. EAKHOYOYT MMOK MAYAAK. 



• für NTAIFINF. 



42* 2. Aus den Akten der Apostel Andreas and Paulus.. 

FTBE-HÄi FKFCöüöne gNRTApTApoc (yAnEgooy 

MngAH ETFpS-nXOFlC NA+-2An FpOK. AN OK 
ÄF +-MnFlMA XlN-nFgOOY FTMHAY- ANOK ÄF 
HAyAoC FTFpFlCa)TM FNAl NTOOTq NlOy^ACr 
AlHKAg NgHT FMATF FXN-NglCF HTAINAY 
FpOOY FpF-iO'YÄAC HgHTOY- CCDTM TATAMOK. 
AINAY FgFNgip ßNÄMNTF, FyO NFpHMOC, F- 
MN-AaAY NgHTOY» MN*-NpO THpOY NTA-nxOFlC 

OYOcyqoY a^aay nAakm Aakm. knay» «> 

nACON AN^^pFAC, FTFiAaKM NOJF FT-NTOOT, 
NTAlflTC F£:pAl NMMAl , TAI OYMFOJ+BC-TF 
gNNpOTH NAMNTF, HTA-nxOFlC OYOCgBOY^ AINAY 
ON FKFNO(r HTOnOC glOYCHip gNAMNTF FNF- 

ccoq, Aia)iNF xF-oY-nF hai; HFXAq xf-oai-hf 

HMA NTFXJ/Y^M NABpAgAM MNtCAAK MNIA- 
KCOB MNNFnpO^HTHC THpOY- AtCCDTM FYHMH- 

a)F FYCDcy fboA FypiHF gNgFNkFTonoc, aAAa 

NFINAY FpOOY AN-nF, AljyiNF 2CF-ACÖ NTOnOC- 
NF NAl; AYTAMOl XF-gFNTOnOC-NF NAl MUF- 
nXoFlC (J'M-nFYa)^«^^ NTFpFqFt FHFCHT FAMNTFr 
FTF-nAl-HF HMA MHpiMF hinn62iC6^C NNOBgF, 
FpF-NF4)0NFYC HMAY MNNF^ApMAPOC MNN^ 
pFqNFX-cywpF KDYl^nHOOY- NAI ÄF NTFpFq- 
XOOY A-nxOl MOONF FHFKpO. HFXF-ANÄpFAC 



Mf. N. ^ für OYOJöqOY 8. o. 



2. Aus den Akten der Apostel Andreas und Paulus. 43* 

XF-a)AnFiMÄ-ne üjöaxf, aAAa MApoyHOYp 

Hn2C0t FÜMA NTÄKffNTq NgHTq WTNBOK 

FgpAi ETnoAic gNOYtfPHH. x^'OyH'Oyuo6 UX- 

rCON KH MAN FgpAl AyO) NqXl-FOOY Hff^l-npAN 

>iic gNTFinoAic, Ä-NioyÄAi rAp cobtf noy- 

NO(r MnoÄYHOC NMMAN. NTFpOYHOONF ÄF 
Mn2C0l FnFKpO, AqTOÖOYN N(fl-ANÄpFAC HN- 

hayAoc MN-AnoAAcDNioc HNFFq, AY+-nFYOYOi 

FTHyAh NTHoAlC, AYBCOK XF-FYNA FgOYN. NIOY' 
ÄAl AYTA^fpF-THYAH gNOYTAXpO, XFKAC f<NF- 
NAnOCTOAoC Fiy-BOK FgOYN FTnoAlC. ANÄpFAC 
AF Aqt-HFqOYOl, AqMOYTF FgOYN FTHoAlC, 
HFXAq NAY XF-AOYCON NAN HTN<rM-n5i^tNF 
MHFNTAqMOY XF-ANp-MNTpF HHFqFKOT XF- 
TNNHY NTNTOYNOCq NAK. TOTF NlOY^Al 
AYÖYÖ>iöB FY^O) MMOC XF-O) ANÄpFAC HH 
FKniGF FnFgT-HFNCNOq FBOA gNTlHoAlC NTFK- 
A(])OpHH; BCDK NMTN FBoA gNHgFGNOC'' NTF- 
TNnAANA RMOOY NTFTMffO) HgHTOY- TFinoAlC 
PAp NTNNAKA-THYTN AN FOy«) MMOC, XFKAC 
NNFTNCCOpM FRpCDMF NCABF. NAl ÄF NTFpoy- 

xooY, AqtfbDjöT Hffi-ANÄpFAC, AqwAY fy2aAht 

FCyAYMOYTF Fpoq XF-TMF, AqOJlKF gApATq 
NOY^^O. HFXAq NAq Hffl-ANÄpFAC XF-FlXFpOK* 

^ „geht weg zu den Heiden/* ^ aus F12C(D FpOK zusammen- 
gezogen? 



44* 2. Aas den Akten der Apostel Andreas und Fanlas. 



NTOK ngAÄHT NÄlKAtOC^ ÄMOY MPBCOK EgOyN 
ETnoAlC EgOYN EHHl, STEpE-nElOJHpE OJHM 

Mooyr NgHTq. KNAge FyMHHoje EYCOoyg 

Ppoq, AXIC NAY ^P-NAl NETqXCD MHOOY W<Ji- 
AN^pSAC HNHAYAoC, NgMgAA MHNOYTF, XF- 
AMHEITN EBOA, AOYOÖN NAH NTHyAh NTHoAlG 
RTNFl FgOYN NTNTOYNFC-nSTMOOYT, XF- 

ÄYa)TAM FTnyAH HrnoAic, mhoykaan ffi 

FgOYN. AqrrCDT TT(ri-ngAAHT; AqFl FTMHTF 

MnMWHcyF, Aqko) nnojaxf nta-änäpfac xooy. 

MMHHa)F ÄF NTFpOYCODTM FNAl NTOOTq RHgA- 

Aht, aytcdoyn ntfynoy SNOY<rFnH, AYqi-ü>NF 

2CFKAC FYFN0Y2:F FNIOYÄAI. AY^nANTA Fn- 
gHrFMCDN, FqBHK FHBHMA, Aqo^lNF 2CF-0Y 
nPTJöOOn. NTOOY 2^F HFXAY XF-gFNpCDMF-NF 

Fy-gipNTnYAH NTnoAtc, FYFipF noyäoh fboA 

glTOOTq NOYpAN XF-IC, gCOCTF NBAAf NCFNAY 
FßOA NTF-l^ffAAF MOOOJF, NCFNOY^^F FBoA 
NNÄAIMCONION. AY^COOY OJApON Fyxa) MMOC 
XF-NIOY^ÄI KCoAy MnpO NTHoAlC, MnOYKAAH 
FgOYN NTNTOYNFC-HFTMOOYT. ANTCDOYN, ANFl 
FBoA XFKAC RNAgl-a)NF FpOOy NTNMOOYTOY 
NTNFINF FgOYN NNpCOMF. ngHrFMüöN &F NTF- 
pFqCCOTM FNAl, HFXAq MHMHHCÖF XF-MnpTpF-V 

^ Anspielung auf den Namen des Vogels TMF „die GFerechtig- 
keit". 



2. Aus den Akten der Apostel Andreas und Paulus. 45"** 

noAcMoc (öconF. änok üetnantoy FgOYN- 

AqKOTq ÄS Hffl-ngHrEMCÜN MNTFqXAJlC MN- 
HMHHO^F ^pNTnyAH, AyNAY FNElOyÄAl F^Ag- 

- FpATOY gtpNTTlYAH NTnoAtC. HFXAq NAY ÄF- 
FTBF-OY TFTNgCOTM* NTHyAm, NXFTNKA-pCDMF 
AH FFl FgOYN FTFinoAlC. NTOOY ÄF HFXAY 
XF-nppO ngHrFMCON CONg CyAFNFg, FNÜJCÜTM 
NTnYÄH FTBF-OYgCDB FqgOOY AN, aAAa pCÜMF 
CNAY-HF MMArOC FYOYÖ>a) HCFFl FgOYN HCF- 
ncOÜÖNF MÜNOMOC FTFNHoAlC. FBoA XF-noAlC 

► NIM FCöAYBCOK FgOYN FpOÖY CyAYnCDtONF MH- 
gHT NNFYpCOMF gNNFYMAPlA, FTBF-HAl RnFN- 
KAAY PHl FgOYN. FJÖXF-CFXCD MMOC XF-ANON 
MMAGHTHC NOYNOYTF FqONg, FTBF-OY HHF- 

nFYNOYTF OYCüN NAY Mnpo; totf ngHrFMCON 

AqMOYTF FBoA FpOOY» nFXAq NAY 2CF-Fa)XF- 
tH-, OY^^T'^TN MMAY NOYNOYTF FqONg, OYCON 
^ NHTN HAYÄATTHYTN. ANÄpFAC ÄF HFXAq 

HHAYAoC XF-OY HFTKOYFJÖ-TptNAAq ^ XFKAC 

FqFOYcoN NAN N<fi-npo nthyAh; totf hayAoc 

I AqMOYS BBOA gMÜFfTNA FTOYAAB; HFXAq 
NAN^^pFAC XF-nAFICDT, OY^g-CAeNF NAl TA- 
FipF NTFl<rOM NTACFl FpOl. HFXF-ANÄ^pFAC 

XF-nFTKOYA(yq Apiq. totf üayAoc Aqqi 

NtAaKM NC^F FTgNTFqfflX, TAI HTAqRTC F- 

^ so hat die Hs. 



46* 8. Festreden auf den heiligen Viktor. 

epAi gNAMNTH, Äq+-nEqoYOi fpnttiyAm, Aq- 

pCögT MMOC gNTAAKH NC^e Sq^CO) MMOC XE- 

gNTtfoH MnAxoFic IC nsxc, nFNTAqrpF-Npo 

NÄMNTF p-(9HM a)HM, FKFTpE-npO NTFinyAH 

OYcoa)q, xfkäc fy^fime näi-nfioyääi xf-mn- 

AaAY MMNTATiToH gAgTHK. NTFpFqXF-NÄl ÄF, 
AqpCOgT MTHyAh NCyOMNT NCOn, AqFl FÜFCHT 

Nffi-npo NxnYAH äyco nuAg AqcoHK MMoq, 

MHOY^Tn-TTMA, NTAqBCDK FpOq. AY^l Nffl-M- 
HHHCyF, AY^AgTOY gANOYFpHTF NNAnOCTOAoC 
FYTCüBg MMOOY 2CF-AHHFITN FgOYN FTTToAlC 



III. Aus den „Festreden auf den heiligen Vilctor'^ 

(M^moires de la Mission Arch^ologiqoe fran^alse an Caire, VHI). 

A-AIOkAhTIANOC HFXAq [XF-]TAM10 NgNNOYTF* 
FnOYB eigAT, AqOYCDjyr NAY ^^^TFq^i^^TAGMT 

AYco npocnFqAiBE, HTA-nAiABoAoc Fp-aroFic 
Fpoq TiQHtl\. AomoN AqrpF-rnoAic THpc an- 

AIOXIA OYCOCyTNAY MNMANIM FTgATFqFJOyClA, 

AY«> FAqapXFi^^® Hhin RMoq fanomfi iHNNFq- 

MATOi HNTFqXAjtC THpC- HTAqp-nAl AF 2CFKAC 
FpFHKFCFFnF HMnAPANOC Fp-gOTF NCFOyCDOJT 
NNFqNOYTF. ITTFpFqApXFl OYN NFipF glNAl 
« für HgFNNOYTF. 



S. Festreden auf den heiligen Viktor. 47''^ 

HTFIgE, A-nOpMNON HOYJÖHpE OJHM TÄgOq, 

E-ntqpAN - ne ßiKTcop , e-njyHpF-nF FTOY^off 

NCTpATvAATHC F-HFqpAN-nF CP^^^^OC, FT- 

pFqeYCiÄ2;F. wToq äf HnFqovcoo). OFcopFt 

NHTN TFNOy HTKNTXCOCDpF HnFlgAnOC. KAI 

PAp RnFqxooc gHnFqgHT HAyAAq xf-mm 

NANOYl TTgOyO FNAl THpOY HTAY6YCIA2;F, 
aAAa AqTNTCDNq MFN FgMAlAC nFGFCBlTHC 
HAI FTF-RnFqOTfq hfNNFOYHHB'* RnBAgAA. Aoi- 

nöN nFXF-npqFKOT NAq xF-nAcyMpF eiKTCDp, 

A-nFKOpAINON TÄgOK FTpFKOYCDO^T nRnOYTF 

nnppo HeF ttnfkjöbhp matoi ayco htasf 

gCD\ AÜA BlKTCDp ÄF HFXAq RnFqFMDT XF-OY" 
HF nFlJöAXF RMNTAGHT FTAKXOOq NAl XF-KO) 
HCODK RnnOYTF NTAqTAMlOK NTOYCOjyT TTgFN- 
NOYTt FBOTF. MH*" HTA-nNOYTF, FNOYCOCÖ'T'' 
MAq Rmhnf, aAaccf; fVf*^* HTANCDO) FgpA'l 
Epoq FOYCon, RnFqca)f>i FpON ; hh UTAqAAN 

HgHKF nXpANFNOjBHp MATO't; AyiD FTBF-OY" 
ffF FNN AKAAq NCCÜN ; nxOFtC HFNNOYTF COYTüöN 
AYCD NIN-XlNtfONC RgHTq. q-gNTHF PAp AYCO 
q-gtlCM-nKAg NMMAN. gOlfC PAp, A-ä10KAhTIA- 
HOC HApANOMFI, AqCCOTn NAq RTTMOY HApA- 
nOöNg. AYCi) FTßF-OY gCOÜÖN FNNAOYCÜJÖT FNFq- 

"* für TTOYHHB. * für gCDO) s. S. 15*. * besser FTNOY" 
CDa)T. 



48* B. Festreden auf den heiligen Viktor. 

«OYTP; BtE nTAOYAgt Nccoq htatako wta- 
vj/yXH TAi FTcorn nnapAnKOCMoc Tupq; 

AqoycojöB NiTi-nFqFKDT, nsxAq NAq arE-Aio"* 
nAU)HpF .Ca>TM NCCOV, HTfp+ATpenEi Rmoi 
HFTHTO EBOA HTfppO MNNAOJBHp MATOl MNÜEl- 
ÄYMÖC THpq^ MM MnEKCCDTM Fpoq EqCHg XE- 
EpjöÄN-OYJÜHpE Ep-ÄTCCDTM FlCA-nFqEKOT, gN- 

OYHOY*^ HApOYMOOYTq*; +cooyn go) nAojMpE, 

XE-A-ÄIOKÄHTIANOC HApAMOMEt, aAAa AICCDTH 
EnENTA-nC0(|)0C ÄOOq^ XE-Api-gOTE gHTq Rn- 
NOYTE MNFfppO, AY^D ON XE-ÜETApiCKE FgEN- 
AHHYE qNAEp-BoA EgENXniO. TEHOY-^E HAJÖ«- 
pE ENE-HnE-nNOYTH Oy(3>(Q, NEqNACYNX;a)pEl 
NAq AH-nE Ep-nAt, KATAOE BTCHg XE-EpE- 
T(riX HnnOYTE 2l2CM-ngHT RTfppO, AY«) HMA**^, 
EqOYECÜ-pAKTq*®^ Epoq, OJAqpAKTq. TENOY-iTE 
nAcyupE NANOYN ÄN**^ nApAnElMMHJpE TMpq. 

AqoYööcyB N(yi-nnETOYAÄB aha BiKTcop, 
nEicAq RnEqEitoT äe-cd nAewT snoyme ete- 
NqcooYN AN fiT(roM RHETOYcoa)^ RMoq Epoq, 

EniAH AKrOOC NAi XE-Epa)AN-OYa)MP^ Ep-AT- 
CtOTH NCA-nEqFMOT, gNO'yHOY MApOYHOOYTq. 
ANOK gO) OYNTAl RMAY HTECMH HTTAXOEIC 

Eqa)(y eboA Epöi giTN-iE^EKiHA nEnpo^HTMC* 

* Ausruf. * Beut. 21, 18 flf. ^ Prov. 24, 21. ^ 873. 516. 529. 
« frei nach Ez. 18, 14; 17, 2 (= Jer. 31, 29). 



3. Festreden auf den heiligen Viktor. 49^ 

xe-epcüAN-OYHicoT fiacfbhc xno iroYCöHpF tt- 

MKAIOC ÄYOD TTM NqNAY FNNOBS, FpE^^^-neqFlCDT 
FipE RMOOY» ^Y^ NCJp-gOTF NqCAgCDCDq SBOA 

HMOOY» EqecDNg gNTEqÄiKÄiocYNH ÄS-aq- 

NOY^H RTFqXJ/YXH. FpF-HOYA ÄP noYA NAqi 

gATFqsTna)^®^ HFps-NFeioTe'* OY^M-eAFA-gl^x 

TITF-NOBgF RFfa)HpF NOYiTc, aAAa FpF-HOYA n- 
OYA NAqi gÄTPqFTnO). ÄY«> ON AK2^00C XF-Api- 
goTF gHfq RnwoYTF MNrfppo. i--2THK ON XF- 

Aq2C00C XF-nNOYTF HCüOptT, MNNCCOC TfppO. Fq- 
CYHANF NAH gHÜAi XF-U)(ÜF'*^ Fp-gOTF gHTq 
RnNOYTF TTTÜF NgOYO Fp-gOTF gHTq MTtppO 

RnpocoYOFicy* oyn-oymmmjü^ HpCDMF RMAY 

F-A-nÄiABoAoc TpF-nxioYF MNTnopNiA gAo<r 

NAgpAY MNTMNT<])ApMArOC MNgFNKFNOBF iT- 
TFlgF AY«> FYOY«><ö KaAcüC FXOKOY FBOA. 
MNHCCÜC AYMOa)TOY gpAl RgHTOY MAY^AY 
XF-FNCöANgl-TOOfN FgCOB TTTFIMINF NKFCOH, 
TTÄIABOAOC NATpF-TJpCDMF FIMF FpON HCFnA- 

pA^i^OY Rhön ftpjoycia FrcFgeBpi^F Rmon 

KATABF FNNAY"" FpOOY FYFipF RnAii NgFN- 

KOOYF. AYco ncyinF >mpa)MF gooY ^ an RnApA- 

nOCF. AYCO glTN-NFlOjAXF NTFlMlNF OJAYKA- 

TOOTOY HBOA FfMPipF*** RüNOBF FTAYMFFYH 

« für FFIOTF. * npOC OYOFIU) = TUpooxaipoC 

„irdisch". « für ETNNAY- 
Steindorff« Kopt. Gramm.* D 



50'" 3. Festreden auf den heiligen Viktor. 



f pO<] STBF^OTF RRpCOHE FBOA XF-FfKA)AN-npaH 
HE gl-TOOTCj Fp-NOBP, a)AqÄa)JÖT FNpOftME WgOyO 
CRflOYTH. ETBE-HAi RTAqXOOC lTjJ)apTT XF-Api- 
gOT€ gHTq RüHOYTS NTTMp^^-gOTe OY^E NT- 
TMFp- NOBS goAoDC. FTEl OH Fpa^AN-TIAlABoAoC +- 

gAoff wAK figOYO, Api-nHe^YP htejoyciä h- 
nnocMOC uvcäcoxok fboA fiMoq, KATAec 

FTAqOYPßtH-nCüAXE fICA-TOOTq 2CE-MlTpp-H0B€ 

epooY HnecNAY» cfnaxi-kba FRAceBHC, ayö> 
ON xe-npeqgi FAceeHC-nF OYppo Hco<|)oc, 
AYO) (öAqeiNE Exa)OY hoykot RneeooY. et8- 
ÜAl-ne 2C€-Rnp(ra> FKp-NOBF fondyte, ekmhn 
EBOA gNNEKNOBE XE-RNE-HNOYTE (TcONT EpOK 

i4qnApAMA0Y Rmok etootoy i^nejoycia R- 
HKocMoc frceAiMü)pEi Rmok. etbe-oy-öe en- 

NAOYAgN HCA-nippO FANOMOC HTEWKA-fTNOY- 

TE T^cmn ; etbe-xe-akxooc ÄE-ENE-RnE-nNoyTt 
0Ya>a)» NEqNA^p-nAi an, anok go) +makooc 

NAH ÄE-A-HAl XICE pO) NOE NABOXOÄONOCCöp'* 

rfppo htbabyAodn. mh RnE-nNOYTE AAq R- 
2C0Etc E2CM-nKAg Twplj; M« RnEqcycDq nsiAhh 
HNnwi RnNOYTE; mh RnEqeXMAAcuri^E Rn- 
AaOC RniwA EgpAi ETBAßY^Ö)N ; ay«> mnnca- 
NAl THpoy RTEpE-TTEqgHT 2CICE RTOOTq AYÖ> 

Der Kopte hält das anlautende N des Nomens für die 
Genetivpartikel. 



3. Festreden auf den heiligen Viktor. 51* 

ÄqFp*®'-na)Bjö mühoyts NTAqxAMioq, AqTAHio 

FlOYglKCÜN FINOYB, AqTpE-flÄAOC MNN€4J)yAh 

HNTTAcne MNüKAg THpq FrreqMNTcpo oycojöt 

NAC A-nNOYT€ gpOCy FlgHT t'XCDq CüANTeqXCDK 

FBoA HneqoYcoo) RgwT seooY- ay^ü mnhcodc 
JiqKÄTAprHi FTFqöoM AY«) riqTAMoq xc-oy- 
ÄAAY-ne neqoYPß-CAgNF, giTN-NeqgMgAÄ nai 
eTE-nnoY<i><üT^® FretKcoN ftnoyb , stf-nai-ne 

njöOMNT FgAPlOC erOYAAB ANANIAC A^ApiAC 
HICAHÄ, NAi FfTAqOYFg-CAgNS FNOXOY SgpAi 
ETFgpO) NCATF FTMOYg- AYÖ> HTFpOYjyÄHÄ 

FgpAi snNOYTF, AqTNNOOY HnFqArreAoc, Aq- 

NAgHOY- AqTpFY+-CötnE NAq VINNFqMOYNT 
F(JiX. AYODHTEIgF AqTpeqFJOMoAoPFlMnNOYTF 

iTKECon xF-RToq-np nNOYTF gNOYHF. AoinoN 
HTFpF-nNOYTH ANiXF FiHoq , Aqp-nsqoYcojj) 
AYCD AqTpe-NFqgMgAÄ xi-FOOY giTM-npqoYFg- 

CAgNF, AY«) AqKO) FgpAl NOYCNTFHNFqMApTY- 
pOC THpOY JöArCYl^TFAlA HniAlCÜN, FTpF-OYON 
NIM KCOg FTFYNrNTXOXDpF. HTOq güDCOq ffppO 
HABOXO^ONOCCDp AqOBBlOq OApAflppüDOY TH- 
pOY HÜKAg, NAI flTAYjyCOnF gATFqgH, FBOA 

xF-nxAqnooNFqAN, Fqo fippo, mmatf"*, aAAa 
Aqqi HgHTq* RngHT RnpoMF ay«) Aqoffq 

AN MMATF, AAÄA „mcht nur — sondern auch". 
^ für FBOA HgHfq. 

D* 



52* 3. Festreden auf den heiligen Viktor. 



MNNFTBNOOYF TTÄÄOrON AY«) nKEOFlK FpF"- 

NFYgcooop CHY FiMoq, AqgOYpoDcoq HMoq. Aq- 
TppqoYCüM TiOYXopToc Fee foyhäcf (qau- 

TeqFlMF XF-HNOYTF NXOFIC STMNTFpÖ 

FmpcoMe, ÄY«> OYN-(roM RHoq fäicf hhf- 
eBBlHY^ ÄYtt> NqeBBio HnFTxocF, katabf 

TTTAqXOOC F(fl-nFnpO<|)HTHC XF-ANOK-nF ÜHOY" 
TF FTeBBlO FNFCyHN^ FT2C0CF, FTXICF Hng)HN 
FTÖBBIMY' nFTOJOYJüOY RHOq gNTFqMNTXACl- 
gHT XF-ANOK-nF AY«) MN-KFOYA NBAAak H- 
HFqKAAq gCOCOq goAcOC gMnTAFlO FOYpCOHF 
ngHKF. FITA (XF-FNFNTAJi)F-na)AÄF FHFgOYO) 
TTTFpF-TTNOYTF ÜAIÄFYF RMOq KAÄCOC, Aq+ 
NAq NKFCOn TTTFqMNTFpO, Aq^-MAFIN NOYON 
NIM gHÜAi ÄF-OYON NIM FTNAFp-^YpANOC 
F2CM-nN0YTF, JöApF-HNOYTF OBBlOq. FIOJAN- 
OYODO) ÄF FTAYO FpOK NNFgBHYF NABOXO- 
AONOCCDp, najAXF NAACyAl FnFgOYO. ANAY^*^ 
ON FgpCOBCDAM na)HpF NABäT^ NTFpFqKA- 
HNOYTF FCOOq, AqTAMlO FfBAgCF CNTF HNOYB, 

AqxpF-nÄAoc OYtt>iyT nay* a-hnoytf goxoq 

Xt-KBA HMOq. AqBOTq* FBOA MNÜFqUl OjAFg- 
pAi FnFTFp-MH FgCYN FTXO. gCOMAlOC ON 

caoyA» na)opfT frppo, nta-ünoytf kabicta 

"* inkorrekt für FTFpF. * für HnFTeBBIHY« "" für 
HNa)HN. ^ vgl. 8. 50*. Anm. * für AqqOfq. 



3. Festreden auf den heiligen Viktor. 53* 



HMoq e2fM-nAÄ0c HniHÄ, TTTepF:nEqgHT xicf 
FTooTcj, AqnapabA nxRToÄH Rnxosic, HTaq- 

gtON HMOC ETOOTCj, A-HHOYTe qi FfTOOTq 

TTTeq>iNTepo , AqTAAC Rnereipe TTNeqoycojy, 
ETF-ÄÄYPiÄ-nF. nÄHN ÄF RneqgOYpcooüq 

MHOC TAXH, äAAä AqKAaq Xe-MHCÖÄK'* 

qNAMSTÄNoi. ÄYco HTspFqNAY xe-AqxicF 
NgHT enFgoyo HnApAnaji, AqoYcoo) SFipe 
HnnFeooy FnFTCofn Fpoq, FTe-ÄAY^iÄ-nF, 
AqTAAq FToorq häay^iJi frcFn-CNAY, FqoYcocy 

FÄOKIMA^F RMOq gODCOq gHnFqXAXF. AYÜ> 
AqTAMF-CAOYA g^nAl XF-AqCAgCÜCOq FBOA 
MMOq, AYCO AqNAY gNNFqUAÄ OY MONOH 

XF-Aqqi iiToofq nxMNXFpo Fqong, Aq+ 
MMOC FTOorq FÄAYPia.; aAAa Aq+ FTOOfq 

ON RnFqKFCOöMA THpq. AY«) HTFpF-ÄAY^ia^ 

^lAoco^Fi, RnpqFiNF HNFqiTix FgpAi Fxcoq 

KATABF RTA-OYA HTTCO<|)OC FTglBoA XOOC 
FqCgAi (yAKF-CO(|)OC NTFlgF XF-[F](öa)ne KOY" 
0)0)^ FTpFYMOYTF FpOK XF-C04)0C gNOYHF, 
Apl-gApjö-gHT gNgCOB NIM ETNHY FXCOK npOC- 
TFYNOY» AYOD RnpjölNF HCA-TCDCOBF NNFTp- 

nFeooY nak gNOYÖFHH, fboA xf-oyco(|)ia, 

FCOYOTB FCO<|)lA-nF, Fp-nnFTNANOYq HNFTp-: 



schlecht für MFC^AK. * für FKOYtt>a) 489. 



54''' 3. Festreden auf den heiligen Viktor. 

TFeeooY nah. Aamow ffTFpF-nKoyTF nay 
rrenpogÄip^cic fäay^iä xp-AquA-nHA NAq 

EqXCD RMOC XP-FH'NAeN-TOOT AN nCEM-nFM- 

TA-nicoeic TÄgcq, AqwAY on stkakoäojia 
frcAOYA» AqcAgcDcoq fboä HMoq äyo) Aqroy- 
nüc-ttaäAcd^Y^^c FgpAi EÄCoq. ayod hte- 

pf?qKA-nNOYTE FCOKI, AqncOT PpATC NOY- 
KACTplMlNeOC , AqcyiNS TTTOOTC. A-nNOYTe 

ffcoNT epoq, AqTAAq ftootoy fWAAAo4)Y^oc 

MtlNFq<^HpF. AY«> A-TOprH HnXOSlC Fl FXN- 
NAHIhA THpq FTBMHTq, AYÖ> OY MONON 

XF-RnoYFipF MAq gcoc ppo, aAAa RnFq- 
Rna)A Rmoy gVinFqm hof noypö>hf NgwKF, 

FBOA XF-Aqp-ATCCDTM TTCA-HNOYTF. FlOJÄN- 
OYÖDO) FTAYO FpOK FTNFNTAYJüOönF THpOY 
HFIppCDOY HANOMOC HTAYJÖCDnF XIN-fr(l)€pTT, 
njÖAXP NAÄCyAl FHFgOYO. aAAa CpCDOJF N(ri- 
TF^ONH HnFMFAlOrpA4>OC FTQYAAB ^AY^l^ 
FqCOO) FBOA FqXO) RMOC XF-MffpNAgTF FAp- 
XCON OY^H JÜWPP TTpCOMF XF-C£ApF-^IPYTT^^A 
Fl FBOA WgHTOY HCFKOTOY FHKAg gMHFgOOY 
FTRHAY» CFNATAKO F<Sl-MFYMFFYF THpOY- 

aAAa MAiAtq ROFTF-nFqBOHeoc-nF nnoYTF 

MHIhX*** AYO) FpF'^-TFqgFAniC glTTNOYTF ?1FM- 

^ Die Belativpartikel ist bei der Anknüpfung weggelassen, 
„der dessen Helfer Oott und dessen Hoffnung auf G^ott ist**. 



3. Festreden auf äwi heiligten Tiktor. &&* 

TAqTÄMlO flTTFE HNFlKAg. ÄY«> ON ÄF-MN- 
OYppO* NÄOYÄAl ETBF-TFqNO<F FiTOM Ay» 
MN-OyiCCDCDpF NANOYgH gMnAgJÄi WTFqWOMTF. 
TFNOY-<rÜ HÄFICDT OYAääY-HF TTÜtKOCMOC 

MNNFqgBHY^ THpOY 

NAi TTTFpFqCCDTM FpOOY TT(ri-nAKÄeApTO€ 

gpa)HaNoc, AqöcüNT fmatf. nFXF-nFcgAt 

FTOY^AB XF-AqOYFg-CAgMF TTCFMOYp HwFqtflX 
MHNFqOY^pHTF RCFXl RMOq FBoA FMOOY'^* 
00 OYOi NAH 0) gpOHANOC nFTXAgM ÄY^^ 
FeOOY HApANFSYplON. KAI PAp fV(I)ANTFN- 
TCDNT FHFeYptON, CFCOTTT HnApApÄK* NFOY" 
plON FICFMF NNFYJÜHp^ KATAeF FTHCOOYM 
HnAl THpN, 2eF-CüAgpAi FNFYgOOp MNFptp 1HN- 
NOYODNa) MNFKF2;a)0N THpOY» CFMF HNFYäJWp^r 

ÄY«> TNcaoYN HnAl XF-FYa)Ä.NOYa>a) Fqi-OYA 

FBOA NgHTOY; CüAYp-TFY<rOMT»pC gKOYHNTAr- 
plOC FgOYN FÜFTOYCOO) FFp-HAf. AYÖ> FyOJAH- 
OYCDJö FXtTOY RtfONC TTCFqFl-OYA FBoA FgMTOY, 
j^AYpOFtC FnHFCFFnF. ©AFgpAf FMFtKÖYI 
FgAAATF MNNFlXATqF MNlT(yÄXiq, CFMF TTnFY- 
®MpF RMQWOrFNHC. aAmOCüC AHOY«)»^ CTOA 
XF-KgOOY FgOYF-FNBApBApO€ RAPplON, FBOA 
XF-OYa)HpH FFOYCOT ÜFTHTAK^^^ AYC» HAt 
"" häufig statt MH-ppO. ^ diatektiseh far RHApApOK. 

^ Tgl. a)AepAÜ 



/ 



SG'*' 3. Festreden auf den heiligen Viktor. 

ÄHoycou^ FTAAq STTHoy ETBS-neooy etojoypit 
FOYppo"* FfcyÄqMoy ayü> eTBs-ßFNeiÄCüAoN 
SY^AgM. 0) njöOY-TMTAYe-neqpAN ntakko) 
FeoTE flHNOYTe HTcoN, HAI FTepe-nFKNiqE 
TTcoNg 2NNeq(rix; fctcon te<|)ycic ftmntmai- 
a)HpE ; Ao^-ne hnobe FTA-nAi AAq nak ; . . . . 
o) nercTHY hboA gNOYHS, etbe-oy RnsK- 

MEEyP HBOA 2CE-NEqMia)E AN E2CN-0YMNT- 
pHMAO Oy^E ElCN-OyApXH, aäAa E2CM-nEq- 
XOEIC; KAI PAp OyN-OyMHHajE NpCOHE MMAY' 
Epa)AN-NEya)HpE EipE , ROyMNTAeHT, KAN 

oyxioyE H oynopNiA h oygCöB Rhntcpna, 

FTCEnApAÄlÄOy HMOOy* ETOOTOy'' FTEZOyClA 
ETBHHTOy, a)AyppHT NAy NgENKEÄCDpON, 
JöANTOyNOygM RNEyOJHpE. NTOK ÄE O) HET- 
CgOyOpt gNOyME, Oy MONON XE-FlTA-nEKa)HpP 
p-NOBE AN, AKp-NAt NAq, aAAa FTAKp-NAl 
NAq EyTAKO NAH MAyAAK, EyTAlO ÄE 
RnETMMAy, A-no^AXE RnxOElC XtOK EBOA 
E2Ca)K XE-OyN-OyElCOT NAnApAÄlÄOy HHEq- 
JA)HpE EnMOy, EBoA XE-AKOApAÄlÄOy RnEKCöHpE 
RMIN RMOK EgpAi EHHOy . 0) epCOMANOC 

hetAobe gNoyME oyN-oygooy NAojconE RPKAy 
EOENTAyrtfAEioq EnMoy, Eq<])opEi RhekAoh 

* besser FTE-OyppO 167. * passivisch, „man übergibt sie". 
^ TE£0 yC l A als Plural aufgefaßt : ^in die Hand der Obrigkeit" 1 66. 



3, Festreden auf den heiligen Viktor. 57* 



RnEooY, TTTOK goxüK sk^oüAf Hna)inE Mwn- 
ccDO), Nrp-gTHK NTxooc xF-oyoi NAi, oyoi 
RnegooY NTAy^cnoi FgHTq, exBe-oy nnsi- 

Ga)fH NCA-nAa)HpF Fqt-CBO) naY; fic-^hmte 
CFCOAcA RMAq** RnElMA, ÄNOK ÄF CFMOYKg 
RMOi. HAI MNNFlKOOyF FCyAKXOOy gNoyR- 
KAg iTgHT hfNOyMNTpFqpgTHq AyO) MFpF-TFK- 
MNTpFqpgTHq +-2Hy MMOK FJAaAY, äAAa KNAXl 
NOyKoAAClC jyAFNFg. 
. FITA XF-TTNFNa)Ck gMnojAiCF FTBF-nAKA- 

SApTOC HTF-na)AXF oycDjyc fboA ftootn 

FHFgOyO, MApFNKTON-(rF OyN Fim-nTlHKFMA. 

NTFpFqrffAFioq on FnMoy iT(yi-nFTcgoyopT 

gpCöMANOC nFqFlCüT, A-HNOyTF FTArAOOC HAI 

EToycüO) FTpF-nFqccüTiT xi-Fooy FnFgoyo, 
AqTAHF-lTppO NANOHOC FnFNTAqcüconF. Aq- 
^cooy, RnFqKAAy F^ATBFq^ aAAa AqrpFy- 

nApglCTA RHAq"* NAq HNnFqFlCÜT AyO) HFXAq 

Rna)oy-fMTAyF-nFqpAN gpcoHANoc xf-aifimf 
Rnooy xF-wroyFjö-jöHpF an giojFFpF HeF 

FfNANOyTF. FTBF-nAl +NAKAAK NAl NCTpA- 

TyAATHC, Fqo FrjöopTT g>mnAAA ATiON , fboA 
2ce-AKi--Fooy NAi Rmatf Ayo) MnFKi--co 

FnFKMFplT NJÖHpF FTBHHT. 



dialektisch für MHOq. ^ dial. für FgOTBq. 



59** 3. Ftstreden auf den heiligen Viktor. 

Es folgt ein Zwiegespräch zwischen . Diakletian 
und Victor ; die Rede Victors schließt : 

KAI TAp 't'MOKg FlgMT CD ffppO FTBHHTk 
XF-KNAp-gTHK FagAS AyCO fTrFfM-TEKMNT- 

pFqp-gTHq +-2HY Hkok fiAaay ^Y® Nrcöcone 

gHMFKOÄAClC'* <öAFNFg MNNppOaV THpoy 
nnApANaHOC TTTÄY<i)CDnF gATFKgH, CTOA XE- 
AKKA-nMOYTC HCCDK AHOydH^ TTgFNMOYWT 
fTCTlX. 

nexF-nFcgAi ftoyaab xF-AqffcDNT fi<ri-Aio- 

kAhTIANOC TfppO TTANOMOC, AqKFAFyF FTpFY- 
KAKq ÄgMY HngCDK ffTFqMNTCTpATyAATHC 
TTCFqi HTOOTq HTFqANNCONA. Ay«) AqoYFg- 
CÄgNF FTpFY(ra)Tg HNFq+BC RCFi" HoyHOYi 
TINOYS FgOYN FpOOY HCFMApq* FTCA-nCAT 
FOYFgTO FlCFnFpFtAKF nMAq"" gNTHoAtC THpC, 
FYCOCÖ FBOA gATFqgH XF-HTAYp-NAl RHAi 
XF-RnFqca>TM TlCA-nFqFlCDT. TfTFpOYO)*® ÄF 
FYHFpFlAKF «MAqS AYFNTq FpAfq RTTppO. 

* für RKOAaCIC. ^ dial. für MOpq. ' dial. für RHOq. 



4. Psalm 90. 59* 



IV. Psalm 90. 

(Aus der „Pistis Sophia^ 141). 

nHFgTtcTÄioY mv|/aAmoc. 

1. HFTOYHg gATBOHeiA HHFTXOCF qHÄO)«)- 

np gaeAiBFC nnNoyTe fthf. 

2. qHA2C00€ HnXOElC XF-FTTOK-nS HApFq- 
ajOTTT FpOK, AY«) nAMARnCOT, nANOYTF, 
FtNAgTF Fpoq. 

3. XF-HTOq nFTNATOY^Ol FTtfbpiTC TlH(JFpH<f 
AYO) FYJÖA2CF FqNÄ(^, 

4. qNAp-gAiBFC FpOK gATFqMFCtWgHT ÄYCD 
KNANAgTF gANFqTNg. TFqMF NAKCDTF FpOK 

TieF HOYgonÄoN. 

5. FrNAp-gOTF AN gHTC HOYgOTF flöCDpg 

AY«> gHfq TTOYCOTF FqgwA HnFgooY. 

6. gHTq FTOYgCüB FqM00a)F gMnKAKF, FBOA 
gNOYßTOn fT^^aiHONtON HnNOY FlMFFpF. 

7. OYN-a)0 NAgF glgBOYP FlMOK, ÄYCD OY" 
TBA gtOYNAM RMOK. NCFNAgCUN ÄF FpOK AN. 

8. nÄHN KNAMFg-FlATK HMOOY» KNAKAY 
FITTCDCDBF HppFqp-NOBF**. 

9. XF-lTTOK nrOFIC-TTF TAeFÄniC, AKK(0 NAH 
RnFTXOCF RMAHnCÖT. 



60* 5. Aus der Sapientia Salomonis. 

10. HN-neeOOY NAgCON PpOK, HN-MACTir| 
NAgCDN FgOYN HneKMÄNJÖCOnF. 

11. ÄS-qNAga)N FTOOTOY HNsqArreAoc st- 
BHHfk erpevgAp^ß ^poK gNNFKgiooyF THpoy, 

12. NceqiTk F2CN-NEY<rix, MHnoTF nrxcDpn*®* 

eyCONE gNTFKOYFpHTF. 

13. KNATAAf EgpAi E2CN-OYgOq MNOYCIT 

FrgüDM F2fN-0YH0Yi MNOY^pAKCON, 

14. XF-AqNÄgTF FpO'i, +NAT0Y2C0q, +NAp- 
gAiBFC Fpoq XF-AqCOY^^-^ApÄN• 

15. qNACDCy FgpAl Fpoi AYöO ÄNOK +NA- 

ccoTM Fpoq. +cüoon m-iMAq gNTFqeAi\|/ic ay«> 

i"NAT0Y2C0q TAt-FGOY NAq 

16. TATAjSpoq gNOYMHHOJF flgOOY TATCABOq 

enADY^Ai. 



V. Aus der „Sapientia Saiomonis^'. 

(cap. IX ; Lagarde, Aegyptiaca p. 80). 

1. HNOYTF HNÄFIOTF, HXOFIC MÜNA, 

nFNTAqTAMiF-nTHpq gMnFqa)AXF, 

2. AKCNT-npODMF gNTFKCO(|)lA, 

XFKAC FqFp-XOFlC FNFKCCDNT FNTAKTAMIOOY 

3. wqp-gMMF HnKOCMOC gNOYTBBO MNCYÄl" 

KAIOCYNH, 



5. Aus der Sapientia Salomonis. 61''' 

NCjKpiNF FOYSAn QHTicooyrh lTTeq\|/YXH: 

4. MA NM HTCO<|)IÄ TAI CTAgPpATC FNPK- 

epONOC 
KfTMfCTOFl FBOA eNNFKgMgAÄ, 

5. xe-ANT-neKgMgAA AY«> na)Hpe NTFKgMgAÄ, 

ANP-OYpODMe TTACeFNHC, FHOyi RAge, 
FIOJAAT RMNTpn-fTgHT ßNOYgAn MNOyNO- 
MOC. 

6. KÄN oyTsAsioc-ne oyA gNFojHpF FppcoMe 

FMNTAq HMAY frTFKCO(|)lA, FYNAOTTCj 
FY^AAy. 

7. HTOK AKCOTTtT EyPPO nnFKÄAOC, 

AyCO 0YpFq+-2An FTNÜKjyHpF hnnfkojffpe. 

8. AKXOOC EKCDT NAH NOypnF gMnFKTOOy 

FTOyAAB, 

Ayo) oyeyciACTHpiON gNTnoAic HneHMAfr- 
(yconF, 

neiNF FTFKCKHNH FTOyAAB ENTAKCBTCofcj 

xiN-Hojopn. 

9. AyO) FpF-TC0<])1A NFMAK*^^ TFTCOOyN HNFK- 

CBHyF, 
AyO) NFCAgFp AfC-nF , FlTFpFKTÄMtF-nKOC- 

MOC, 
FCCOOyN XF-Oy nFTp-ANAK nOFKRTO FBoA, 

Ayo) oy nFTcoyrcoN 2nnfkfntoAh. 

10. MATNNOOyC FBoA gNNFKnHyF FTOyAAB 



62* S. Aus d«r Sapientia Salomonis. 



AYCö CToA gMUFepoNoc nnpHeocY» 

KEKAC FCe<^-e^CP RMMÄl, FCgÄTHl, 
TTTAFIMF XE-Oy nETcynn fiMAgpAK. 

11. CCOOyN TAp RTOC RgCU« NIM, AY<»> CNOi 

HMooy, 

AYCD CHAXl-MO€lT gMT gNNAeöHyH gHOy- 

MNTpHFTgHT, 
NÜgApFg SpoV g>inFCSOOY: 

12. HTE-NAgBHYF (öCOne FYJÖW^' 

AYÖ> +NAKplNF RneuÄ AOC gNOYÄlKAlOCYNH, 
NTAcyCDÜF EiRnajA iTHEepONOC RnAFlODT. 

13. NIM TAp ppCÖMF nPTNACOYH-njöOÄNF R- 

nNOYTE 
M NIM neTNAFlMP XE-OY nPTSpE-HXOPlC 

OYAcäq; 

14. RMOKMEK TAp FppcOMF (TOOB, 

Ayoi) csAooqF Ti(fi-NFYMeFY^' 

15. nciUMA TAp npeqTAKO (^Aqepou) F2cn- 

TEVJ/YXH, 
AYCD nMAHjöCünF HTF^^'^'-nKAg a)Aqp-KAKF 
F(|)HT TTqAl-pOOYa)- 

16. MOnC FNTONTN NNFTgl2CM-nKAg, 

FNfflNF NFTgANFN(ri2C gNOySlCF: 
NFTgNRnHYF ÄF, NIM nFNTAqgFTgCüTOY 5 

17. H NIM nFNTAqFlMF FOFliO^OlCNF, 

RCA-BhA XF-RTOK AK+ RTCO<|)lÄ, 



6. Das Yster Unaer. 63* 



AKTNNOOY MnFKnNFY'MA ETOYAAB CTOA 

eMHxiCF; 

18. TAi-TF ee HTAyCOOYTR WTl-NFglOOYP ^' 
NFTglXM-nKAg, 
A-NpCDMF GBO FNFTp-ANAK 
AyO) AyOYXAi gHTCCMj^lA. 



VL Das Vater Unser. 

a. Sa'idiseh. 
nFNFlCDT FT-gNHnWYP 

HApF-nFKpAN oyon 

TFKMNTFpO MApFCFl 

nFKOYCojö MApFqajconF hgf FTEq-gNxnF wFq- 

(QCDnF* ON gl2CM-nKÄ2 
nFNOFtK FTNHY ^'^ MHOq MAN HnoOY 
HTKO) MAN EBOA HNFT-FpON* Fl BF gCDCDN ON 

FTNKO) FBoA NNETF-OYONTAN^ FpOOY 
RltpRTN** FgOYN FnipACMOC, aAAa NTNAgMN 

FBoA giTOOTq nnnoNHpoc 

XF-TCDK-TF T(JbM MNnAMAeTF (^AENFg HFNFg. 
gAHHN. 



* für NqUJCDTTF 280. ^ „das was gegen uns (vorliegt), 
unsere Sehulden". * besser OY^TAM ? „die, gegen die wir (etwas) 
haben; unsere Schuldner". ^ Hs. RltpFNTN 



64* 6. Das Vater Unser. 



6. Bohairisch. 

nPNKDT ET-i>ENNl4)H0Yl 

MApFqTOYBO TT2CE-nFKpAN 

MApFCl TTXF-TEKMeTOYpO 

neTFgNÄK HApFqjöCDm R4)pM+ bFNT4)E NFM- 

eiXENniKÄgl 
nFNCDlK iTTFpÄCi" MHiq MAN R<|)OOY 
OYOg XÄ-MET-FpON NÄN FBoA R4)pH+ gCON 

TTTFNXO) FBOA TTNH FTF-OYON HTÄN FpCDOY 
OYOg RnFpFNTFN fJdOYN FnipACMOC , aAAä 

NÄgMFN FBOA gAnmFTeCDOY 
XF-eCDK-TF 't'XOM NFM-+MFTOYpO a)AFNFe H- 

TFNlFNFe- ÄHHN. 



Wörterverzeichnis. 



Ä. 

A- Perfektum I (§ 296). 

A- ungefähr (vor Zah- 
len). 

AA* s. ElpE. 

A\ Ausrufungspartikel (?) . 

aAf hinaufsteigen. 

aAo^ § 331; s. Ao. 

.AÄOy ^' Kind. 

AMOy» AMH, AMHFITN 
§ 332. 

AMNTF m. Unterwelt. 

AMAgTE festhalten , er- 
greifen cc. N- (RMOs). 

AN Negation (§457); s.n-. 

ANA» in p-ANA^ gefallen. 

ANl- § 332. 

ANT- S. ANOK. 

ANOK, ANT- § 86. 87. 

Steindorff, Kopt. Gramm.' 



AN2C(D2C m. Oberhaupt. 
Alle f. Kopf, Haupt ; pl. 

AnwYF (§ 144). 

ATTOT m. Becher. 

Api-, Äpl« § 332. _ 

ApiKF m. Tadel; (Tn- 
ApiKE CC. E- verur- 
teilen. 

Apu)tN m, Linse. 

Acne /". Sprache. 

AT- § 130. 

ÄYCo'§ 410. 452. 

AO)- wer? welcher? (§ 97). 

AOj-AgOM seufzen. 

ACyAi viel werden (§ 221); 
subst. Menge. 

Aq m. Fliege. 

AgE w?. Lebenszeit, Le- 
bensalter. 

E 



66* 



Wörterverzeict us. 



ÄgF Stehen (§ 200) ; AgE- 

pÄT^ (§ 395). 
ÄgOM Seufzer; ac^-AgOM 

seufzen. 
ÄgpO- § 97. 
AgHY s. KODK. 
AT^U § 331. 
Ä2fH- ohne (§ 391). 



BÄ wi. ßaiov Palmenzweig. 

BO) /". Baum. 

Bü)K m. Diener, Knecht. 

BCDK (Qual. BHK) gehen, 
kommen, fahren. 

BYKH m. für BBKE Lohn. 

BaA ^. Auge, 

bAAf hlind. 

BoA m. Außen; EpBoA 
entgehen cc. F- ; RTTBO A 
TT-außerhalb;eBO A§395. 
379. 385. 390 ; PBoA XE- 
§407;2ABOA§381;CÄ- 
BOA §397. 379; glBoA 
§397;(yÄB0A gänzlich; 
OjaBoA N- bis zu. 



BCdA FBoA auflösen. 

BAAMFTP m. Bock. 

BCDCDN schlecht. 

BIO m. Korb. 

BOBp aufwallen für gBpBp 

V (§ 241). 
Bpil(5F f. BUtz. 
Bor^ S. qoDTF. 
BOTF f. Abscheu. 
BAgAA Baal. 
BAgCF /*. Kalb. 



F^ Hülfszeitwort (§ 270 ff, 

285 ff. 326 ff. 371. 437 f. 

463. 483 f. 494. 507 f.). 
F-, FpO- Präposition (§377. 

387. 395. 273. 289. 342. 

346. 361 ff.). 
FBoAs.BoA; FBO A XF-§407. 
FBIHN elend; MNTFBIHN 

Elend. 
FFIF-, FIF- im Fragesatze 

(§ 475); so (§ 480). 
FKIBF f. Brust. 
fAooAf m. Weintraube; 



Wörterverzeichnis. 



67* 



fAfA-Rx saure Trau- 
be. 

FMTO) (für Rtcd) Tiefe(?); 
BCDK nTFMTO) in die 
Tiefe gehen, ertrinken. 

FNF^ Hülfszeitwort (§ 292). 

FHT- §512. 

FNFg ni, Ewigkeit; adv. 
jemals (§ 398). 

FpF- § 285. 

^pHY pl. Genossen (§ 141) ; 
MNNFY^pHY i"it ein- 
ander. 

FpO= s. F-. 

FpO m. König; MNTFpO 
Königtum; s. auch ppo. 

FpjöAN- § 485. 

FCOOy ^- Schaf. 

FCHT 7)1. Boden, Unteres; 
FnFCHT hinab (§ 395); 
RlTFCHT unterhalb ; gl* 
HFCHT unten (§ 397). 

FT-;_Relativpartikel § 504. 
"511. 515fiF. 

FTF- ßelativpartikel § 504. 
511. 522jBf. 



FTBF-,FTBHHTs:§391 ; FT- 

BF-XF- weil (§ 407). 
FTno) f. Last. 
FTOOT« in die Handy aü. 
FTFTN- § 285. 516. 
FOOy ^- B,uhm. 
FJJ)* können (§ 341). 
F(öa)nFwenn(§486.488ff.). 
FjyXF- wenn (§ 492). 
Fgooy 8- gooY. 

FgTO S. gTO. 
FXN-, ^KOü^ Präposition 
(§ 387). 

H. 

m m. Haus. 
Hpn m. Wein. 
HÜF /*. Zahl. 

l (Hl). 

Fl kommen, gehen; Fl F- 

BoA hinausgehen; Fl 

FgOyN hineingehen; Fl 

F2rN* auf etw. kommen, 

stoßen. 

FICO (io)) waschen (11 
E* 



«8* 



§ 206, 204. 206); ICD E- 
BOA atvnra^chen. 

FtBP dfirsteri (Illae iof.). 

FtHF erfahren, wissen cc. 
F- (§ 36J). 

FINF, Ti- (FN-), FJT* (FNT^) 
CHIarinf. § 226) brin- 
gen, tragen, führen. 

eiNF «übst. Abbild, Ge- 
stalt, Aussehn. 

ElFOyA m. Hirsch. 

FIpF, p- (Fp-), ÄÄ*, Qual. 
(Illae inf. § 228) 
machen, tun; p- (mit 
folg. Adj.) werden; o 
cc. F- (§ 379) sehi. 

FIC- siehe (§ 449); Fic- 
gHHTF siehe (§ 450). 

FIAT« Auge; MFg-FIATs 
cc. F- (HmOs) jem. be- 
merken. 

FICDT m. Vater; pl. FlOTF 
(§ 140) Väter, Eltern. 

FlJi)F aufhängen (IITae inf. 

FiqT in. Nagel 



K. 

K- § 276. 

KF-, pl. KOOYF § 174. 

K(D, KA-, KAA-, QuaL KH 
(ü § 208) legen, stellen, 
lassen; Qual, liegen, 
stehen; cc. F- lassen; 
KO) FBOA cc. fl- (NA:=) 
verzeihen; KCD HCA- 
hintansetzen, verlassen; 
KA-TOOT:= FBoA ab- 
lassen, aufhören; KA- 
pCDs: oder KO) TTpco- den 
Mund halten , schwei- 
gen; KA-pCOq subst. 
Schweigen. 

KODB (11) verdoppeln. 

KBA kühl werden. 

KBA m, Bache. 

KCyi Idein, wenig ; TTOy- 
HOyi ein wenige nKF- 
KOyi noch ein wenig; 
MNTKOyi f. Kind- 
heit. 



Wörterverzeichnis. 



69* 



KÄICP /*. Begräbnis. 

KCDK, Ka)K=* (dial. KÄK*) 
abschälen; KCDK Äg- 
wy entkleiden. 

KAKF m, Finsternis. 

KpAcDÄ m. Wasserkrug. 

kAom m. Kranz. 

KCoAg klopfen. 

KÄMF schwarz. 

KMMF Ägypten; pMHKH- 
MP Ägypter (§ 128). 

KIH bewegen, schütteln. 

Kpo m. Ufer. 

KjmTC f. Dunkelheit. 

KCDp^ schmeicheln,, in- 
ständig bitten cc. E-. 

KOT m. Rad. 

KCUT (II) bauen. 

KCUTF (II § 209) wenden, 
umgeben, umwallen cc. 
E-; NlnpqKODTP in sei- 
ner Umgebung; KOTs^ 
(recipr.) zurückkehren. 

KTO (Caus. § 258) um- 
kehren, verwandeln, zu- 



rückbringen; KT0:5 (re- 
cipr.) zurückkehren. 

KÄg m, Erde. 

KCDg nachahmen cc. F-. 

Ka)gT m. Feuer. 



Aä ni. Verleumdung; gi- 
Aa verleumden cc. P-. 

Ao weggehen ; aufhören, 
genesen. 

AlBU (Illae inf.) rasen. 

AofKTf (Aoiße) /*. Vor- 
wand, Ausrede, Grund. 

AäKM /". kleines Stück; 
AaKM AäKM ganz 
kl. St. 

AOMC Qual, schmutzig, 
faul sein. 

AäC m. Zunge. 

Aä A Y keiner , nichts ; 
OyAaäY nichts; TT- 
AäAY ^^ nichts. 

Aooqp Qual, wankend 
sein. 



70* 



Wörterverzeichnis. 



H. 

n- für TT- (§ 49. 148. 164. 
171. 378 f. 359). 

HA m. Ort, Stelle, Gele- 
genheit; MAH- § 133; 
FfFMA R anstatt. 

MA gib! (332. 334). 

HB== Hülfszeitwoi-t (§ 317). 

HF lieben (Illae inf. § 233). 

HF f. Wahrheit. 

HH f. Harn; Fp-HM uri- 
nam facere. 

HOY» Qual. HOOYT ster- 
ben; subst. Tod. 

HAI- (§ 353) liebend; MAl- 
FOOy Ruhm liebend, 
eitel ; H NTH AI pCJDHF 
Menschenliebe ; ihnt- 
HA'iojHpF KindesUebe. 

HOyi *^- Löwe. 

HIOK sei willkommen; 
subst. Willkommen. 

HAFIN m. Wunder, Zei- 
chen. 

HOFIT m. Weg. 

HOKHK (HOKHFK IV 



§ 238 f.) überlegen, be- 
denken; subst. Über- 
legung. 

HOyKg quälen, peinigen. 

RKA6 (§ 219) betrübt wer- 
den, trauern ; häufig mit 
folg^NeMT (§ 394). 

HOyAg (in) salzen. 

flHO^ s. N-. 

RHmRHO:^ selbst, eigen. 

Rhön (§ 269 Anm.) es ist 

~liicht; nein. 

HN- Präposition (§ 382). 

I4N- es ist nicht (§ 269. 
366 ff. 435); HNTF-, 
HNTA=^§366ff. 

HOyN bleiben ; HOy N 
FBOA ausharren. 

HHHF in RhhnF täglich. 

HINF f. Art und Weise. 

HOONF (IV inf. § 247) an- 
legen, landen ; weiden. 

HOyNT TiSiiSi Geschöpf, 
Menschenwerk. 

HNHCA-, HNNCCD=: Prä- 
pos. (§ 388). 



Wörter v erzeichnis. 



71^ 



MNT- § 131. 

MNT- zehn (§ 175); NiNT- 
CNOOyC zwölf. 

RNOYT m. Pförtner. 

MNTpe m. Zeuge; p- 
MNTpp bezeugen, ver- 
sichern. 

Rne- Hülfszeitw. (§ 313). 

Rno stumm. 

Rffp- tu nicht (§ 333). 

RnCDp keineswegs; nein. 

RnapA- Präpos. (§ 392). 

RFTATP- Htilfszeitwort 
(§ 315). 

RncyiA würdig sein cc. R-. 

MOyp hinden, gürten. 

HApe- Hülfszeitw. (§304). 

HFpe- Hülfszeitw. (§317). 

MFFpF f. Mittag. 

MApON laßt uns gehen! 
(§ 304 Anm.). 

MEpiT geliebt. 

MOpt f. Bart. 

MACF Kalb. 

HOCTF (IVae inf. § 246) 
hassen. 



MFCTNgHT /. Brust. 

MÄTF in: FMÄTF (RMÄ- 
TF) sehr; RmaTF nun 

MHTF f. Mitte. 

MOTF Schultern. 

MOyTF rufen , nennen 
cc. F-. 

RTO: RnFMTO FBoA F- in 
Gegenwart von, RitAR' 
TO FBoA in meiner Ge- 
genwart. 

MATOl m. Soldat. 

RTON ausruhen ; cc. Rmo- 
sich zur Ruhe legen, ent- 
schlafen ; Part. MOTN 
sich wohl befinden. 

HATOy f' Gift. 

MAY- FMAY dorthin; R- 
HAY dort; FTRMAY 
jener (§ 96). 

MAAY f' Mutter. 

MOOY ^^^' AVasser. 

MAYAA:= allein (§ 173). 

MFFYF (§ 232) denken, 
meinen cc. F-; subst. 
Gedanke; MFFYPPBOA 



\ 



\ 



72* 



Wörterverzeichni«. 



nachdenken, bedenken; 
i"-MFFY^ erinnern. 

MOyOYT (§ 213) töten. 

MEa)-i"BC /". Schwelle. 

MFa)E-NlM irgend wer, 
6 8eiva. 

MHHCyF m. Menge. 

Mia)E kämpfen, streiten. 

MOOOje gehen. 

HEjyAK (MMJÖÄK) viel- 
leicht (§ 399). 

HOYJöT (§ 213) durchge- 
hen, besuchen; MOOJT- 
(recipr.) überlegen. 

MFg- § 182. 

MOyg füllen cc. fl-(nMO') 
mit etw.; Qual. MHg, 
MSg voll sein. 

MOYß brennen. 

MAA2^F m. Ohr; Henkel. 

MOY^fg w?. Gürtel. 

N. 

H- Artikel (§ 148). 

F- Partikel (§ 164. 171). 



H-, n\^ Präpos. (§ 378. 
365). 

TT-, RmO:: Präpos. (§ 379. 
359 f. 343). 

TT — AN Negation (§ 457 ff.). 

NA- Possessivartikel (§ 90). 
. NA- Possessivpräj&x (§ 94). 
/NA- Verb (§273. 278. 287); 
^ s. auch NOY- 

NA kommen. 

NA Mitleid haben, sich er- 
barmen cc. FF- (nAs) 
oder gA-; subst. Mit- 
leid. 

NF- Artikel (§ 150). 

-NF Demonstr. imNominal- 
satz (§ 422.) 

NF- Hülfszeitwort (§ 270. 
291. 319 ff. 37]-. 433). 

NOY ^^^' (?) Zeit. 

N Y gehen,kommen ; tonlos 
NA- (§ 273. 278. 287). 
Qual. NHY ^^' JÖÄ- zu. 
nFTNHYdasZukünftige. 

NOYB ^'^- Gold. 

NOBF m. Sünde; ATNOBF 



Wörterverzeichnis . 



73* 



sündlos; p-NOBB sün- 
digen cc. F- ; peqp-NOBe 

sündig, Sünder. 

TTbAAä- außer. 

NHBTEj^geflochtenerStrick. 

NT- § 280. 457. 

NAY Demonstr. (§ 95). 

NOFtK m. Ehebrecher; 
KrNTNOFlK Ehebruch. 

NÄlAT:: Heil! 

NKA m. Ding, Sache. 

NÄAKE f. Wehen. 

HKOTK schlafen, einschla- 
fen, entschlafen. 

NM-, NEMÄs= (NMMÄ^) 
Präposition (§ 382). 

NIM wer? welcher? (§ 97). 

NIM jeder, all (§ 170). 

NOMTF f. Kraft, Stärke. 

NFN- § 90. 

NOyN m, Ozean, unermeß- 
liche Tiefe, Abgrund; 
Unterwelt. 

FINE- Hülfszeitw. (§ 311). 

NANOY' gut ist (§ 268); 

nexN ANoycj gut,Gutes. 



NNAgpH- NNAgpA* bei, 

vor; s. auch NAgpH-. 
NSC- Possessivartikel 

(§ 90). 
RC A- NCa)sPräpos. (§388) ; 

HCA-TOOTq sofort; R- 

CA-BhA X8- außer daß, 

wenn nicht. 
TTCF- § 280. 

NFCCD^ schön ist (§ 268). 
FIT- Relativpartikel (§ 504. 

511 flf.). 
HTA- Hülfszeitwort (§ 298). 
NTA- § 280. 
RTE- § 167; NTA^ bei 

(vgl. § 366). 
HTE- Hülfszeitwort (§ 280). 
NOyTF m. Gott (§ 151). 
RTO du (fem.) § 86. 
NTOK, NTk- du (§ 86. 87). 
FITN-, NTOOT- Präpos. 

(§ 388). 
FTTEpF- § 495 S. 
HTOC sie (§ 86). 
HTCDTN ihi- (§ 86). 
HTOOy sie (§ 86.) 



74* 



WörterTerzeichnis. 



HTOq er (§ 86).. 

NAY ^- Zeit. 

NÄY sehen cc. F-; NAY 

FBoA sehend werden; 

(TlNNAY /"• Gesicht. 
NFY-Possessivartikel(§90). 

NHY S- NOY- 

TTOY^jy-W- ohne. 

NA(^F-, NAa)a)^ viel ist 
(§ 268). 

NOYJön erschrecken, ver- 
jagen. 

HjyOT (III § 219) hart 
werden; NAOjT-gHT 
hartherzig (§352), mnT- 
NAJöT-gMT Harther- 
zigkeit. 

NFq - Possessivartikel 

(§ 90). 

NFFCl wi, Schiffer. 

NiqF subst. Atem, Hauch. 

NOqpF /*. Vorteil, Nutzen; 
p-NOqpF nützlich sein. 

NFg m. Ol. 

N0Y2 ^*' Seil, Strick. 

NÄgB m. Joch. 



NOYß*^l (§213. 214) retten. 

NAgpw-jNAgpA'bei, vor; ' 
8. HNAgpN-. 

NFgCF (HI § 248) .er- 
wachen. 

TTgMT:= vor (§ 384). 

TTewT* in (§ 385). 

NÄCTF (in § 248) glau- 
ben, vertrauen. 

NAA2CF Zahn. 

NOY^P (11 §209) werfen; 
N0Y2CF FBoA wegwer- 
fen, hinauswerfen ; Qual. 
MHX hegen. 

NO(r groß. 

fi<ri-J_448. 

NO(rN<r verspotten ; subst. 
Spott. 

NOY^C bitter, stumpf 
machen. 

(OY siehe unter Y)- 

s. FipF. 
OBgF pt Zähne. 
OFIK m. Brot. 



Wörterverzeichnis. 



75* 



OBIO) Predigt in TÄJüE- 

0F1(^ predigen. 
ON wieder (§ 412). 
OCF m. Schaden. 
00) 8. AJöAt 

n. 

TT- Artikel (§ 148). 
J\Är Possessivart. (§ 90). 
ne- Artikel (§ 150). 

-ne § 295. 
-ne §422 ff. 

TTE f. Himmel; pl. TTHyP 
(§ 144) ; FTTTF nach oben. 

TTH jener (§ 96). 

TTl- Demonstr. (§ 95. 148). 

TTl Kuß: 'f-TTl küssen. 

nOY- Possessivart. (§ 90). 

TTAi dieser, dieses (§ 95). > 

nei- dieser (§ 95). 

TTFK- Possessivart. (§ 90). 

irAHBO) n. pr. m. 

TTFN- Possessivart. (§ 90). 

noXDNF (in § 215) um- 
kehren, verwandeln. 

TTATINOYTF n. pr. m. 



nApApOs § 392. 
nCDpO) (FBOA) aus- 
strecken, ausbreiten. 

ncopx (FBO\) trennen, 
teilen. 

HFC- Possessivart. (§ 90). 
TTAMCF n. pr. m. 
V|/IC S. \j/lT. 

\|;iT, xj/ic m., \|/lTF-fr 
neun (§ 175). 

TfCTAlOY neunzig (§ 175) 
na>T weglaufen, fliehen 
HARncDT Zufluchtsort. 
TTFY- Possessivart. (§ 90) 
TTFq- Possessivart. (§ 90) 
TTCDq Possessivpron. (§ 89) 
TTCDg gelangen, erreichen 
cc. F- oder a)A-; Tfg- zu- 
vorkommen, zuerst tun 
cc. N-. 
nCDgT niederwerfen, aus- 
gießen; TTAgT« (recipr.) 
sich niederwerfen vor cc. 
N- (NA-); Qual. nAgT 
zu Füßen liegen. 



76* 



Wörterverzeichnis. 



nAgOYinginAgOYRHO* 

hinter (§ 397. 379). 
nPÄP- nFXÄ- sprach 

(§ 267). 
TTCDffF trennen, spalten. 
no(rF ni. SpUtter. 



pH m. Sonne. 

pi /-. Zelle. 

pO m. Mund, Tür,; ton- 
los pF-: FÖN- an die 
Tür, an den Eingang, 
gipN- am Eingang; mit 
Suff. po)^. 

pO) (postpositiv) selbst, 
auch. 

pOFtC wachen, bewachen. 

piKF (Illae inf. § 225) 
neigen, hinneigen. 

pAKOTF Alexandria. 

poDKg brennen, ver- 
brennen. 

pM- S. pODMF. 

piMF (Illae inf.) weinen. 

pCDMF m..Mann, Mensch; 



pM- § 128; MNTATpO)- 
MF übermenschliches 
Unglück ; pMM AO reich. 

pMFlM f. Träne; pL 
pMFlOOYH (§ 143). 

pOMÜF f, Jahi\ 

|"MpAa) mild. 

pMgF frei. 

pAN m. Name. 

pITF m. Tempel. 

pip m. Schwein. 

ppo m. König; pl. ppcJDOY- 

ppHT (besser FpwT) ver- 
sprechen. 

pACTF m. morgen. 

pACOY f' Traum. 

pcOT wachsen. 

pAT? Fuß; FpAT:: 
(§ 395); 2ApAT:= am 
Fuß. 

p00YS> subst. Sorge. 

pAOJF (Hlae inf. § 230) 
sich freuen. 

pa)a)F genügen cc. H- 
(RMOs). 

ptq. § 127. 



zu 



WörterTerzeichnis. 



774 



pOYeF Abend (§159). 
ptOgT zerschlagen. 



CA ^. Seite, Reihe; NATT- 
CA iTgOYN die innern, 
häuslichen Angelegen- 
heiten. 

CA-,frCA-§386. 388; HCA- 
OYCÄ außer der Reihe, 
besonders; CA CA NIM 
überall. 

CA w. Schönheit. 

ce- § 276. 

CE ja. 

CF sechzig (§ 175). 

Cl (Illae inf. § 234) satt 
werden cc. "FT- (RmOsj). 

CO Rücken ; •f'-CO schonen 
cc. F-. 

CO) (II § 208) trinken. 

CABF verständig, weise. 

CBO lernen cc. F-. 

CBO) f. Lehre, Unterwei- 
sung; ATCBO) unge- 
bildet. 



COBTF (III gem. § 245) 
bereiten, vorbereiten. 

CCDK ziehen. 

COüAn schneiden, (Steine) 
brechen. 

CoAcA (CoAcfA) trösten; 
subst. Trost. 

CMH f. Stimme. 

CMOy segnen cc. F-. 

CMOT m. Gestalt, Art. 

COM m. Bruder; pl. CHWy 
(§ 141). 

CCDNF f. Schwester. 

CO) NT festsetzen, schaflfen ; 
subst. Satzung, Ge- 
schöpf. 

CHTF f. s. CNAY- 

CHTF/*. Grund, Basis (§99). 

CNAY '^^^'1 CNTF /. zwei 
(§ 175. 180). 

CAANO), CANOYlö' (Caus. 
§ 253) ernähren. 

CNOq m. Blut. 

COn m. Mal; HOYCon 
einmal, nkFCOTT aber- 
mals; glOYCOTT zu- 



78=^ 



Wörterverzeichnis. 



sammen; FiCETT-CNAY 

zweimal (§ 180). 

CPPTTP übrigbleiben ; subst. 
die Übrigen, der Rest 
(§ 232). 

CTTip m.. Rippe, Seitfe. 

COltC (für COnCTT) bitten. 

CCOpM verführen. 

cpiT Ähren lesen. 

cpqs (HI § 248) Muße 
haben für, sich beschäf- 
tigen mit cc. P-; subst. 
Muße , Beschäftigung. 

CAT tn. Schwanz. 

CIT m. BasiUsk. 

CÄT8 f* Feuer, Flamme. 

COTE m. Pfeil. 

CTO (Caus. § 255) zurück- 
bringen, zurückweisen, 
^ verrücken; Qual. CTHy 
FBoA verrückt sein. 

CTOl Yii, Geruch, übler 
Geruch; ct-BCDCDN Ge- 
stank; HCTOl übel 
riechen. 

CCDTM hören cc. p- ; CCOTM 



HCÄ- gehorchen ;^ AT^ 
CCDTR FCÄ- ungehor- 
sam gegen; (TincCDTH 
Gehör. 

CTMHT gehorsam. 

CCDTTT auswählen; subst. 
auserwählt (§ 336) ; Qual, 
vorzüglich, besser sein. 

CTCDT zittern. 

COOY sechs (§ 175). 

COOyfl (III § 242) wissen, 
kennen, erkennen cc. n- 
(HMO^). 

COOYTN (Caus. § 253) auf- 
richten, richten; subst. 
Richtigkeit ; Qual, ge- 
rade, richtig, gerecht 
sein. 

Ca)0Y6 versammeln, sich 
versammeln. 

CAO) weibliche Brust. 

CÄCy m. Schlag, Wunde, 
Geschwür. 

CCOU) schlagen, schmähen, 
verachten; subst. Ver- 
achtung. 



Wörterverzeichnis. 



79* 



ClJöe (Illae inf. § 227) 
bitter werden ; subst. 
Bitterkeit. 

Ca)a)F f. Feld. 

Cil^pC] sieben (§ 175). 

daxoq (III § 217) be- 
flecken ; subst. Be- 
fleckung. 

CHq.E /*. Schwert. 

COOgE (Caus. § 253) ; CA- 
gCDCo))^ PBüA sich ent- 
fernen von cc.Fi-(RMO-). 

CgAi (III § 221) schreiben ; 
subst. Schrift ; Qual. 
CHg (§ 221) geschrieben ' 
sein. 

CglHF /". Frau. 

CÄgNP subst. Befehl; 
Oy^g-CÄgNebefehlen ; 
subst. Befehl. 

CAgOY (Caus. § 253) flu- 
chen, verfluchen. 

CIÖF erstarren; Qual. chCT 
(§ 208) gelähmt sein. 

CifpAgT (Caus. § 200. 253) 
ruhig sein ; subst. Ruhe. 



T- Artikel (§ 148). 

TA- Possessivartikel (§ 90). 

Thr Possessivpräfix (§ 94). 

TA-§ 280. 

-TB Demonstr. § 422^ 

TF- Artikel (§ 150). 

TF- § 276. 

\' Demonstr. (§ 95). 

t- § 276. 

+ (+-, TAA-, Qual. TO 
§ 228) geben; + FBOA 
verkaufen; \ cc. gl- an- 
ziehen. 

TOy- Possessivart. (§ 90). 

TBA zehntausend (§ 175). 

TCOCDBF (III § 215) ver- 
gelten; subst. Vergel- 
tung. 

TBBO (Caus. § 256) reini- 
gen; subst. Reinheit. 

'fBNH Zugtier; 'pl, TB- 
NO 0>F § 143. 

'f'BC wi' Ferse. 

TCOBC stechen, stoßen. 

TCOB'g bitten. 



80* 



Wörterverzeicbnifi. 



TAI Demonstr. (§ 95). 

TSi- Demonstr. (§ 95). 

TCOl Possessivpron. (§ 89). 

TAIO (Caus. § 254. 263) 
ehren; subst. Ehre. 

TOFIT subst. Klage. 

TCDK stärken; TCDK F- 
goyN stark bleiben, 
ausharren. 

TAKO (Caus. § 254. 255) 
zu Grunde richten, ver- 
nichten; subst. Verder- 
ben ; pFqTAKO ver- 
gänglich. 

TAAf (?) FgpAl auf etw. 
steigen. 

TAÄO (Caus. § 254) auf- 
steigen lassen, auflegen ; 
Qual, hinaufgestiegen 
sein, sich auf etw. befin- 
den cc. F- ; taAo Fgp AI 
hinauflegen (auf den Al- 
tar), (ein Opfer) dar- 
bringen. 

TCdAm beflecken; AT- 
TCdAm unbefleckt. 




tAtA(IV§241) tröpfeln. 

TaAöo (Caus. § 257) hei- 
subst. Heilung, 
egation (§ 464 ff. 
487). 

TMF Name eines Vogels 
(„die Wahrheit«). 

+MF m. Stadt; pHN+MF 
Städter, Mitbürger 

(§ 128). 

TMH /". Matte, Matratze. 

TAMO (Caus. § 256) be- 
lehren, zeigen, erzählen 
cc. F- der Sache. 

TAMIO (Caus. § 262) schaf- 
fen, bereiten, machen. 

TCDMNT (lU § 56) treffen, 
begegnen cc. F-. 

TODKIC begraben. 

TFN- Possessivart. (§ 90). 

TFN- § 276. 

T(DN wo? (§ 473); n- 
TODN WO ? FTCON wohin? 

TFNOY jetzt; a)ATFNOY 
bis jetzt; XIN-TFNOY 
von jetzt an. 



Wörterverzeichnis. 



81* 



THNOOy (fNNeY-> '^" 
Nooy^, Qual, tnnhy) 
schicken. 

TOYNOC (ToyNec-, Toy- 

NOC=) erwecken, auf- 
wiegeln. 

TONTN (IV) vergleichen. 

TNg m. Flügel. 

'friE /*. Geschmack; xt- 
't'TTB kosten. 

TATTpO /*. Mund. 

THp (§ 173) ganz, all; 
THpq m, AU (§ 123); 
ETTTHpq überhaupt. 

TpF- § 306. 

TApF- § 308. 

TCABO (Caus. § 264) 
lehren, zeigen cc. F- et- 
was. 

TCTO (Caus. § 255) zu- 
rückbringen, zurück- 
weisen, ausstoßen. 

TOOT== (§ 84) Hand; flCA- 
TOOTq sogleich. 

TCDT überzeugen , über- 
reden; TCOT HgHT §394. 

Steindorf f, Kopt. Graniin.* 



TBTN- § 276. 

TPy- Possessivart. (§ 90). 

+0y fünf (§ 175). 

TOOy m. Berg. 

TAyo (Caus. § 254) sagen, 
erzählen (cc. e- jem.), 
rezitieren; TAyo FBoA 
hervorbringen. 

Toyo)* § 84; nETglTOy- 
(Dq sein Nachbar (§529). 

TCOOyN (TCDOyN^) auf- 
stehen, (sich) aufma- 
chen; cc. e2CN- sich 
gegen jem. erheben; cc. 
gA- ertragen. 

THyfN § 85. 195. 

TCDJö feststellen , fest- 
setzen; subst. Vorsatz. 

TACDO (Caus. § 260) ver- 
mehren, ausfüllen; TA- 
U)F-OFI(ö predigen. 

TSq- Possessivart. (§ 90). 

TODg mischen, verwirren, 
erregen. 

tge (Hlae inf. § 227) 

sich betrinken ; subst. 
F 



82»* 



WörterTerz«iehDiB. 



Trunkenheit, über- 
mäfiiges Trinken. 

TAeO (Gaus. § 260) stel- 
len, treffen; TAgO E- 
pAT^ stellen (§ 395). 

OBBIO (Gaus. § 262) er- 
niedrigen, demütigen ; 
subst. Demut. 

TCDgM FgOyN anklopfen. 

TCDgC (§ 214) salben. 

TOyxo (Gaus. § 259) er- 
retten cc. E- vor. 

TAxpo (Gaus. § 260) be- 
festigen; gHoyTAxpo 
fest (§ 338). 

TCOÖF (II § 209) pflanzen, 
anschließen, anfügen. 

T(rAFlü (Gaus. § 264) 
für häßlich halten^ 
tadeln, verdammen. 

oy. 

oy- unbest: Artikel (§ 152). 
oy was? (§ 97). 
OyA einer, jemand (§ 175) ; 
noyA noyA jeder ein- 



zelne; TTKFOyA der 
andere (§ 174) ; noyA — 
TTKEOyA der eine — 
der andere. 

OyH (niae inf. § 235) sich 
entfernen ; QuaLentfönt 
sein cc. R-(RmO:s) von; 
FTTOy F in die Feme, weit 
weg; gMTTOyF fem. 

OyO) aufhören; ATOyCD 
unaufhörlich (§ 130). 

OyO) predigen (?). 

OyO) in 'f'-oyCD wachsen 
lassen, sprossen cc. h- 
(Hmo*). 

oyAAB s. oyon. 

oyHHB m, Priester. 

OyBF-, OyBH:^ § 386. 

oyoi wehe. 

oyoi m. Lauf; •f-oyof, 
't'-noyoi laufen. 

oyOFlN m, Licht. 

oyFFlFNlN lonier, 
(rrieche; MNTOyFFIF- 
NIN Griechisch (§ 131). 

OyOFIOj m. (Artikel HF-) 



I 



l 



Wörterverzeiohius. 



83* 



Zeit; fTOYo^lü)» Woy- 
OYOEIJÖ einmal (§ 68). 

oycOM essen, fressen; 
(TlNOYCDM Essen 
(§ 132). 

OyN- §269. 366 ff. 434ff.; 
OyNTF-, OY^TA^ 
§ 366 ff. 

OYON irgend einer; OYON 
NIM jeder, alle. 

OY^ON m, Teil. 

OYtt)N öffnen. \/ 

OYNOY f' Stunde; HTFY" 
NOY sofort , sogleich 
(§ 394). 

OYN AM f. Rechte (sc. (fix). 

0Y<*>N2 offenbaren; OY^)- 
Ng EBoA offenbaren, 
sich offenbaren, er- 
scheinen ; ATOY^ONg 
FBOA unsichtbar (§ 130). 

OYon (m, Qual. OYÄÄB 
§ 220) rein, heilig 
werden. 

OYHp wie viel? (§ 97). 

OYpOT heiter sein, sich 



freuen ; g NOYO YpOT 
mit Freuden (§ 338). 

OYPpHTF/. Fuß. 

OYCOt" einzig; derselbe 
(§ 179). 

Ytt)TB überschreiten, 
übertreffen cc. E-. 

OYCüCy (11 § 205) wol- 
len, wünschen; cc. F- 
oderfr-undInf.(§342f.); 
subst. Wille. 

OYiöM /*. Nacht. 

Oyay^B antworten. 

OYöDCyC PBOA verbreitern, 
erweitem. 

OYCOCyT anbeten cc. R- 
(NA^). 

OYö>Jö^ zerreiben, auf- 
reiben, zertiümmern. 

OYCOg (11 § 208) legen, sich 
setzen, wohnen; Qual, 
wohnen ; OY Ag- (recipr.) 
cc. fiCA- folgen; OYMg 
cc. NCA- folgen; OYPg- 

CAgNF S. CAgNF. 

F* 



84* 



Wörterverzeichnis . 



Oypg-coi f. Dach. 

OYöögH wiederholen; 
fiO YCOgM wieder(§394). 

OYSOp,OYgOOp m. Hund ; 
PI. OYeCüCDp (§ 139). 

OY^^Al (in § 221) gesund 
werden; Qual, gesund, 
frei sein cc. E- von 
etw. ; subst. Gesundheit. 

0). 

(DBÖ) vergessen ; OBü)« 
(recipr.) vergessen cc. 
F-; Qual, schlafen; p- 
ncDBO) vergessen (p- 
nFqCDBÖ) ihn v.). 

(dA FgOYN herbeibringen, 
einbringen. 

(oAm s. jem. annehmen; 
umarmen cc. F-. 

(DMK verschlingen. 

(DMC untertauchen. 

(ONE m. Stein. 

(ONg leben; subst. Leben; 
(TlNCDNg Leben. 



(DIT zählen, rechnen cc. 
HN- zu etw. 

CDTTT (CDTTT) beladen, tra- 
gen, bringen. 

(Opk schwören. 

(DCK verzögern, verweilen; 
subst. Verzögerung. 

0)0) rufen, lesen; (UO) 
FBü A ausrufen ; CDjp 
FgpAt anrufen cc. F-. 

(OgC mähen, ernten. 

a>2CN vernichten. 

(DffT aufhängen , erdros- 
seln. 

Ö5- (Fü)-) können (§ 341); 
^-(TOM subst. Kraft; 
^-ÖM-ffOM können, 
vermögen (§ 341). 

cy A' Hülfszeitwort (§ 301). 

(I)Ä-, (l)Apo? Präposition 
(§ 383. 284). 

OJÄ (Illae inf., §2^m auf- 
gehen ; subst) Fest ]>1A- 
FTcpA Osten (§133). 



Wörterverzeichnis. 



85* 



jl^F m. Holz. 

jyi (niae inf. § 234) 

messen; subst. Maß. 
jyO tausend (§ 175). 
J90Y- würdig, wert (§ 340): 

cyOY-HOY todeswert ; 

njöo Y - 1 MTÄYF-neq- 

pAN der nicht wert ist, 

daß sein Name genannt 

w'd. 
a)lBe (IHae inf. § 225 f.) 

verändern, verwandeln. 
jyBHp m. Freund; a)6Hp 

MATOl Mitsoldat (s. 

§ 163). 

a)iHT n. 1. 2x^Ti<:. 

U)tKF (Illae inf.) graben, 

scharren. 
<A)KAK in 2Cl-(l)KAK FBoA 

ausrufen, schreien. 
a)KOA m. Loch. 
ü^OdAk nähen. 
JöAhA beten cc. FXN- für ; 

subst. Gebet. 
O^GdAm riechen ; Ciu- 

o^CdÄh Geruch (§ 132). 



ü^AAg bestürzt werden, 

sich fürchten. 
a)HH klein, wenig; a)HpF 

g)HM Knabe , Jünghng 

(§ 170) ; cpHM cpHM ganz 

klein. 
lyMHO fremd. 

ajoHNT m. a)OMTe f. 
drei (§ 175). 

a)ÄN- § 485. 

OjHN m. Baum. 

JONA in ^^NT(yNÄ Roh- 
heit, Liederlichkeit 

(§ 131). 

OJINB (Illae inf.) fragen; 
cc. RCÄ- suchen; j;a)INF 
NTOOT- befragen, sich 
erkundigen bei ; j^- 
gTHs Mitleid haben mit 
jem. cc. gA-; ffR-no)!- 
NF besuchen. 

O^GDNF krank sein; subst. 
Krankheit ; TTpFqo^CD- 
MF der Kranke (§ 127). 

cycon (II §208) aufnehmen, 
empfangen; Qual. ajHTI 



86* 



WörterverzeiefaoiB. 



angenommen, ange- 
nehm sein; jyTT-glCP 
leiden, sich mühen; 
TTApeqajOTTT ovuXiqti:- 
Tcop fAOü (§ 127). 

(yiTTF sich schämen; subst. 
Scham, Schande; Xl- 
a)lTTF sich schämen ; 
•{■-(ÖITTF beschämen. 

CÖCOns (in § 216, Qual. 
0)0 OTT) werden, gesche- 
hen, sein: ccfT- (Rmo«) 
jem. zu teil werden, zu- 
stoßen; MATTO^COnF 
Wohnstätte (§ 133). 

(ynfTa)a)n Augenblick; 
gNOYJünHa^con plötz- 
Uch. 

(^nnpF /". Wunder; p- 
cyTTHpF sich wundern, 
erstaunen. 

JöApe- § 301. 

a)HFpe /". Tochter. 

a)HpE m, Sohn, Kind. 

jyopn erster (§ 184; /". 



auch a)OpTTe) ; XIN* 
ficyopn von Anfang an. 

0)0)0 »w. Hirt. 

JJ)0)C>1 zornig werden. 

jyO)0)T (in § 217, QuaL 
JöA AT) bedürfen , er- 
mangeln. 

oyTAM, 0)0)fM verschlies- 
sen; s. auch 20)TM. 

JÖÄTN- bis auf. 

fffTOpfp (V) stören, beun- 
ruhigen, in Bestürzung 
setzen; subst. Unruhe. 

jpAy nützlich, tauglich; 
p-0)AY sich gut befin- 
den; HNTjyAY Taug- 
I lichkeit (§ 131). 
I ojooYF Qual. o)OY0DOY 

I trocken sein; TTFT- 
^^eeyjO)OYt'rocken(§532). 
JA)0Y0 herab^ömen. 
cyÖY^lT Qual, leer, eitel 

sein. 
^0)F es ziemt sich (§ 269). 
OJOJöOY ^^- Flasche, Krug. 
JJ)0YJÖ0Y rühmen. 



Wörterverzeichnis. 



87* 



(gOYOjT ni. Luke, Fenster. 
UJODU zerstören. 
U)qe siebzig (§ 175). 
(j)A2 m. Flamme. 
a)ÄXE(Cau8. §251) reden, 

erzählen; subst. Wort, 

Kede; (flNü^AXE das 

Reden (§ 132). 
(^OaCNE (XNOY^ § 253) 

um Rat fragen; subst. 

Rat. 



q- § 276. 

qFl (qi, Illae inf. § 234) 
tragen, nehmen ; qi 
HTOOTs wegnehmen; qi 
eA- tragen (§ 381); 
qAi-pooyo) Sorge 
tragend (§ 354). 

cTnt fn, Wurm. 

qODiTF springen; t\oS^ 
(recipr.) FgOYN hinein- 
springen; t\0& FgpAi 
hinaufspringen. 



gA-, gApOis Präposition 
(§ 381); eABoA gA- 
vor (§ 381). 

gAE m. letzter; FTTgAE 
zuletzt. 

gS f. Art, Weise; Hee W- 
in der Weise, wie; 
HTFlgF in dieser Weise, 
so; KATA6F wie; p- 
GF tun wie, sich stellen 



wie. 



gF (Hlae inf. §235) fallen; 
cc. F- finden. 

gH, gHT:^ /*. Vorderteil; 
gATFqgH vor ihm; 
glGM R- vor, entgegen; 
gHT^ entgegen (§ 384). 

gH, QHT^f. Leib, Bauch 
(§ 84); !TgHT:=s. gN-. 

gl-, glCOO)- Präposition 
(§ 380); giBoA draußen; 
glNAl ebenso. 

gO, gpA:: (§ 84) ^w. Ge- 
sicht, Antlitz; xi-gpAq 
subst. Zerstreuung. 



88* 



Wörtenrerzeichois. 



ea)(a)> selbst (§ 88). 

gCDB m, Werk, Arbeit, 
Sache; pl. gBHYF 
(§ 144) ; p-gODB handeln, 
arbeiten cc. P-. 

gBOyp f' Linke. 

gBOC Kleid. 

^h\ m. Gatte. 

gm /. Weg; pl. glOOYF 
(§ 143); giTeglH unter- 
wegs. 

gAlBFC f. Schatten, 
Schutz; p-gAlBSC be- 
schatten cc. F-. 

gOlNF einige ; gOBlNB . . . 
gFNKOOY^ ot ]d'i . .. 
Ol 8e. 

gAFlT /". Vorhof. 

gOlTF ^ Kleid. 

gÄK nüchtern.; NlNTgAK 
Nüchternheit (§ 131). 

gCDK m. Panzer. 

gHKF arm. 

gtüA fliegen. 

gAAo m. Greis; gAAo) /". 



Greisin; p-gAAo) alt 

werden (von einer Frau). 
gAAwT m. Vogel; pl. gA- 

AAATF,gAAÄTF(§140). 
gAoff'(ni§218) süß wer- 
den; subst. Süßigkeit. 
gNI- für gN- (§ 49). 
güDM treten. 
gMOY ^- Salz. 
gMMF Steuerruder ; p- 

gMMF steuern, leiten, 

verwalten. 
gMOOC (III § 200. 248) 

sitzen. 
gMg A A m . Diener, Knecht, 

Sklave. 
gMX Essig. 
gN-, TTgHTs Präposition 

(§385); FBoAgN-aus; 

gpAt gN- in. 
gFN- § 152. 
gOYN m. Inneres (§ 393); 

FgOYN hinein (§ 395); 

HgOYN drinnen ; gl- 

gOYN drinnen (§ 397). 
gCDN Ij^fehlen. 



Wörterverzeichnis. 



89* 



gODN sich nähern; g(DN 

EgoyN vorrücken. 
gODNT (IVae inf. gNT*») 

sich nähern. 
gFNBETF /*. Kloster. 
gNÄAy tw. kleine Flasche, 

Gefäß. 
gATT m. Recht, Gericht; 

t-gAn richten cc. F-; 

pBq+-gÄn Richter 

(§ 127). 
gOTTC es ist notwendig. 
gip m. Straße. 
gCOp n. pr. m. 

epÄ:= s. go. 

gpe /*. Speise. 

gpo) ^ Ofen. 

gpAl m. Oberes (§ 393); 

gp Ai gN-, gp AI frgHT^ 

in (§ 385) ; Fgp A I hinauf 

(§ 395). 
gpAl m. Unteres (§393); 

(^AgpAl e- bis hinab 

zu. 
güOpTT anfeuchten. 
gpooy ^^' Stimme, Ge- 



räusch; gpOY-MTTe 

Donner. 

gpOU) schwer werden, 
lasten; gpOO) FlgHT 
E2CN- langmütig sein 
gegen jem. (wörtl. im 
Herzen auf jem. lasten) ; 
gApjö-gHT geduldig 
(§ 352). 

gApFg behüten, bewah- 
ren cc. F-, vor etw. 
gABoA gA- 

gpoxpx klappern. 

glCF (Illaeinf.) leiden, sich 
mühen; subst. Leiden, 
Mühe, Ermüdung; +- 
glCF Leid verursachen, 
belästigen cc. Fl- (NA-). 

gAT nu Silber, SilberUng. 

gHT:: S. QH.] 

gHT», gTMs (§84) m, Herz, 
Verstand; NgjHT§394; 
A9HT unverständig 
(§ 130); HNTAeHT/'. 
Unverstand, Torheit 
(§ 131); pMNgHT ver- 



90* 



Wöttenrerzeichnis. 



ständig (§ 128); HNT- 
pHTTgHT Verstand; 
•J't^THs, 'f- FgTHs auf- 
merken," Acht geben; 
p-gTH- bereuen; mnt- 
pFqp-gTH:' Rone. 

gHHTP s. EIC-. 

gOTF /". Furcht, Schrecken ; 
MNTATgOTe Furcht- 
losigkeit (§ 130. 131); 
p-gOTB Furcht haben, 
sich fürchten cc. FgHT:^, 
gHT^ vor; MNTpuqp- 
20TFFurcht(§127.131); 
H gOTE furchtbar sein ; 
i"-20TE furchtbar sein. 

gATH^ 8. gAgTH'. 

gTO (FgTO) m. Kerd; pl. 
gTCDCOp § 139. 

gCOTB töten ; subst. Mord. 

gCüTM verschließen; s. 

gATN- s. gAgTN-. 

glTN-, glTOOT' Präpo- 
sition (§ 390. 373); 
FBOA glTN- § 390. 



gCüTtl untergehen. 

gTOn m. Zufall. 

glÖH 8. gH Vorderseite. 

glTOyCDs: S. TOYCÜ- 

gOTgT (IV) untersuchen, 
ausfragen. 

gHY Nutzen; +-gHY 
nützen; Nutzen, Ge- 
winn ziehen, gewinnen 
cc. Fl- (HMO^) oder F-. 

gOOY ^*- (Artikel HF-) 
Tag; Hnooy heute; 
(ÖÄTTOOy bis heute. 

gOOy böse sein ; nFeooy 
böse (§ 531 f.). 

gCDOy regnen ; subst. Ee- 
gen; Flüssigkeit. 

gioyp (gl-) werfen, schla- 
gen; gl-ÄA verleumden; 
gl-T00Ts5 Hand aus- 
strecken, anfangen cc. 
F-; gl-NHB schlafen, 
subst. Schlaf; pFqgl- 
Worfler (Xixii.'iQTcop). 

goyo m. größerer Teil,. 
Mehrheit , mehr ; p — 



I 



W ör terverzeichnis. 



91* 



goyo überflüssig sein; 
Ngoyo mehr, vielmehr, 
dagegen; SflFgOYO 
übermäßig, mehr; g- 
goyp- Spo* mehi* als. 
gOYpöXDs (IV) berauben 

cc. H- (RMO:"). 

*20YpiT m, Wächter; pl. 

eoypATF § 140. 
goq nu Schlange. 
^(oq § 412. 
gAe viel. 
gAgTN-, e AgTH^ (e ATN-, 

gATH^) Präpos. § 389. 
812CN-, glXüü^Präpos. §390. 



xe- § 400 flf. 162; FBOA 
XE- § 407. 

X\ (mae inf. § 234) 
nehmen; 2Cl EBoA weg- 
führen; Xi-KBA Rache 
nehmen an cc. R- (H- 

MoO; xi-MOFiT g^nr^ 

den Weg weisen, jem. 
führen. 



2C0 /". Mauer. 

XO (XO^) EBOA verwenden. 

XCD (n § 206) sagen, er- 
zählen (vgl. § 364); XO) 
cc. H- (HMO«) und F- 
(ppOif) etwas jemandem 
erzählen. 

XOi w. Schiflf. 

XAIE (XÄIH) m. wüst, 
Wüste; MANXAiH 

Wüste. 

XOFIC m. Herr; p-XOStC 
E- Herr sein über. 

XCDK vollenden , meist 
XODK EBOA. 

XFKAC § 408f. _ 

XCdAk ausbreiten; XoAk 
EBoA ausgebreitet, aus- 
gestreckt sein. 

XIN- Präpos. (§ 391); 
XINTA^ § 498. 

XNO (§ 265) fragen cc. E- 
nach etw. ; s. auch 
a)OXNE. 

XNOY* S. a)OXNE. 

XNOd ni. Ranzen. 



^2* 



Wörterverzeichnis. 



XTT- f. Stunde; 2CTT-\|/lTe 
neunte Stunde. 

2Cno (Caus. § 259) er- 
zeugen, gewinnen. 

xniO (Caus. § 262) be- 
schimpfen ; subst. Be- 
schimpfung,Schmähung. 

XODCOpF stark; MNT- 
2CQ)a)pF Stärke (§131). 

xpo (III § 220) stark 
werden; Qual. XOOp 
und xpABlT, cc. F- 
stärker sein als, über- 
treffen. 

XFpo (XFpF-) anzünden. 

XCOpM zunicken. 

XCDptT anstoßen. 

XICF (Ulae inf.) erheben, 
erhöhen; subst. Höhe; 
XICF FTgHT hochmütig 
werden (§ 394); mnt- 
XÄCl-gHT Hochmut 
(§ 353. 131). 

XATqF (XÄTBF) Schlange. 

xooY (xooY^» II § 2^^) 
schicken. 



XIOYP stehlen ; subst. 

Diebstahl. 
XCDg berühren cc. F-. 
XCDgM beflecken; subst. 

Befleckung. 
2CA2CF m. Feind. 
XAXO) (Qual. § 240) hart, 

rauh sein. 
XIXO)! n. pr. m. 

<r. 

-(Tf § 411. 77. 

ffO) (II § 202) bleiben, 
ausharren; (So) F- auf 
jem. warten. 

(JCDB schwach. 

tf'ßBF (Illae inf.) schwach 
werden; Qual. 6bOB 
schwach, schlecht sein. 

(ToVAf (IVae inf. § 247) 
anvertrauen; subst. 
ffbiAM Pfand. 

6bA m. Lüge. 

(TüdA sammeln. 

Ö'aAf lahm. 

(ToXdAf (in § 215) be- 
kleiden, umhüllen. 



Wörterverzeichnis. 



93* 



(TAomAm einwickeln, um- 
schlingen cc. F-. 

(TcüAtt FBoA öffnen, offen- 
baren; subst. Offen- 
barung, Gesicht. 

6(D?iX anhaften; Fy^^Ax 
gl- man hängt an, man 
ergreift. 

ffAoff' m. Lager, Bett. 

(Tom /*. Kraft, Bedeutung, 
Wunder; ATffOM kraft- 
los, unmögüch (§ 130); 
ffNTATffÖM Schwäche 
(§ 131); OfN-iTOM 
HMOq er kann; MN- 
(TOM MMOq er kann 
nicht; ffR-ffoMKraft fin- 
den, können, vermögen. 

fflN- § 132. 

(TlNF (Illae inf. § 226) 
finden; (fM-TTa^lNF be- 
suchen; 6H'6'om s. 
(fOM. 

(TnoN (Ilae gem. § 223) 
weich, zart werden. 



(TONC Gewalt; N(rONC 
gewaltsam (§ 394); xi 
N(rONC subst. Gewalt, 
Unrecht. 

(TCDNT zornig werden, 
zürnen cc. F-. 

(TüDne ergreifen; <riN(ra)- 
HF Griff (§ 132).^ 

68nH eilen; subst. Eile. 

(Jcupg m. Nacht. 

ffFpHtf' m. Jäger. 

(Topffc /*. Schünge, Falle 
(§ 124). 

60T /*. Art, Weise. 

ffcOTg durchbohren; 
ffCüTg (TcDTg durch- 
löchert. 

fföOYNF Sack (?). 

(TcDcyT blicken; cc. F- an^ 
sehen; (Scjdo)!" HcA« 
sehen nach etw. 

6Ae6e (IV §239) knir- 
schen. 

(fix /*. Hand. 

(TA2Ciq Ameise. 



Terzeiclmis 

der in den Lesestiicken yorkommenden 

griechischen Fremdworter. 

Die AnordnuDg der Wörter ist rein alphabetisch. Alle Eigen- 
namen sind weggelassen. 



arAOOC APAOON dYa&ö; 
APATTH äifdTzri 
APreAoc ^yy^^oc Engel 
AroNij^e dY«)viCeo&ai , 

cc. MN- mit jem. 
APpioc ArpiON aYpioc 

wild 
APCDN ai(ii>^ 
AETOC deiöc Adler 
AHp aiip Luft 
AlCON al(Ä)v Welt 
AKAOApTOC dxdöapto; 
aAaccf dXdoaea&ai sich 

ändern 
aAmOCDC dX7]du)C 



aAAa oXka 
aAAo(|)yAoc1 dXX6<puXo; 

aAA(I)4)yA0CJ fremd 

äAopoN oXoyoC unver- 
nünftig 

ANAPKH dvdYXTQ 

ANAOYHA dvdör^jia ver- 
flucht 

AN ACT ACIC dvdotaoic 

AN AXCopei dvaxtt)peiv;cc. 
FBOA SN- aus, gN- 
nach 

ANAXCUpHClC dva^cÄpi^- 

ANIXE dve^eiv, cc. n- 
(RmO«) jem. begnadigei:»^ 






Yerzeichnii der vorkommenden grieehiscben Fremdwörter. 95"' 



ANNCDNA annona Jahres- 
gehalt 

ANOHFI avo|Jl€Tv 

ANOHOC ^OJAO; 

ATTA äßßä<; angesehener 
Mönch 

ATTANTA dicavTav 

ATTApXH öbcapx^ Erst- 
ling; HptF FTAHApXH 
Most; S. 19*==i[t\i[La 
Probe zum Kosten 

ATTO CTMOOC CLTCb OTTQ- 
ftoü? auswendig Ge- 
lerntes 

ATFOCTOAOC dlcöoToXo; 

ApA äpa Fragewort in 
Fragesätzen, die die er- 
wartete Antwort nicht 
andeuten (§ 476) 

ApiCKF dpeoxeiv 

ApMA dpveio&ai 

ApXFl apj^eiv beginnen 

ApXH dpj^T^ Anfang; 
Herrschaft 

ApxHFniCKonoc dpx^s- 

7ÜIOX07ÜO? 



ApXMÄMCTMC dpxiXlQ- 

otV]? Räuberhauptmana 
ApXiepFYC dpxiepeöc 
ApXCDN dpxa)v Fürst 
ACFBHC doeßiQ; ruchlos 
ACOFHHC doöevVjc 
ACKEl doxeiv asketisch 

leben 
ACKHCIC doxT^oi; Askese 
ÄCHA^tP doTcdCeoöoi 

grüßen, küssen 
AYJANF au^dveodat 

wachsen 
A4)0pHH d^popfif^ Aus- 
gangspunkt, Anlaß 



BAkAa baculum 
BApBApoc ßdpßapoc 
BACANl^F ßaoaviCeiv 

foltern 
BAC ANOC ßdoavoc Folter- 
qual 
BIOC ßio<; Lebenswa;/idel 
BOHOFt ßoTjdeiv, cc. fi- je- 
mandem helfen 



96^ ^* Verzeichnis der vorkommenden griechischen Fremdwörter. 



60H61A ßoiQdeia 

BOHeoc ßoYjOoc 

BOteet = BOHOFt S. d. 



rpA4)H Tpa^fTQ 



^AiHONlON Sai(i6viov 

(böser) Geist 
AAtHCDN 8aifltt)V 
^AtMCONtON = ÄAIHO- 

MION S. d. 
ÄAJIC = TAJIC s. d. 
^F U 
^UMCON ^ ^AIMCUN S. d. 

,• KnABoAoc SictßoXo; 
»AKONFl Siaxoveiv 
AtAKONOC Siaxovoc 
^IKAIOC Sixaioc 
^iKAtocY^M 8uaioo6vY] 
ÄlMa)pFl = TlMOpEl 8. d. 
&101KI Sioixetv verwalten 
MCTA^F SioxaCeiv 
zweifeln 



^OKtMAj^F SoxifidCeiv 

prüfen 

^pAKCDN 8pdxa)V Schlange 

ÄpOMOC SpojjLo; Lebens- 
lauf 

ÄYMOC 8^(io<; 

^YP'^^OC Topavvoc 

^(opOM SApov 



I ei (iT^ 



Tl 



Fl^CoAoN eiScoXov Götzen- 
bild 

FlMHTPl 

FlMHTl 

FipHHH eipTQVY] 

FITA elxa 

FKKAhcia ixxXr^oia 
Kürchengebäude 

FNFpriA evepYta Tätig- 
keit, Kraft 

FN2;a)NH evCcovT] Gürtel 

FNToAm h-zoX-fi 

F^OMoAorFi eSofioXo- 
^etv gestehen 

FJOY^lA eSoüOia Gewalt; 
Obrigkeit 



Verzeichnis der vorkommenden griechischen Fremdwörter.* 97*^ 



EJ^ODpl^e e^opiCeiv ver- 


e 


bannen 


eAAACCÄ ödXaooa § 160 


EnFi:\H als; denn 


eFpATTEY^ öepaiueüeiv 


HnFNTHl^YCl 


eTrevSoTTjc 


heilen 


FnFNTY^HC 


Ober- 


OECDpFl Ö€(opeTv 


FneNTyTHC 


gewand 


eiKODN S. U. glKCÜN 


HrriÄH = tllFlÄH s. d. 


eAlBE öXißeoöai in Not 


HnieyMlA e7ri0u(xia 


sein 


FTTlCKOnOC eTCiOXOTüO? 


eAiil/ic dXicptc Not 


EprAClAepyaoiaGewerbe 


eopAcic s. u. gopAcic 


HpHMOC lpir](xo<; leer; 


Opoi öpoeiv schreien 


Wüste 


epONOC öp6vo<; 


ECeHTHplON aioÖTlTTQ- 


oyA^kia s. u. gY^^^^^ 


ptov Sinneswerkzeug 


eYnoMONH s. u. gY^ro- 


ETFl Ixi 


MONH 


ETI aixeiv, cc. R- (mmo-) 


OYpiON Ö7]piov 


um etwas 


OYCl A^F düOidCsiv opfern 


ETI exi 


OYClACTHpiON öüOlOf» 


EYArrBÄiüN eüay^eXiov 


oxTQpiov Altar t 


EyKYptA eüxaipia Ruhe- 




pause 


K 


exhaAcütij;^ aix(JtaX(o- 


KAeApiJ^E xaöapiCeo&ai 


TiCeiv gefangen nehmen 


sich reinigen 




KAOApoc xa9ap6<; 


l 


KAOICTA xaöioxdvai ein- 


^CJDON C«>ov Tier 


setzen 


Steindorff, 


Kopt. Gramm. * 


G 



98* Verzeichnis der vorkommenden griechischen Fremdwörter. 



KAI PAp xal YCtp denn 

auch 
KAKOl^O^XA xaxoSoSia 

schlechter Ruf, schlechte 

Gesinnung 
KAKCOC xaxu); 
KAÄXtAoDMA xapxiv(0(ia 

Krebs (Krankheit) 

käAüdc xGtXü)? 

KAN xav (xal ectv) wenn 

KApnoc xapTTÖ? 

KACTpiHlNGOC ^YY^O- 
Tpi(xi)9oc Bauchred- 
nerin, Hexe* 

KATA xaid; KATAOYA- 
TTOT je 1 Becher 

KATApPFl xaiapY^iv ver- 
nichten 

KATA4)pONHClC xatot- 
cpp6v7]ai<; 

KATAXeONlOM xata^öo- 
vioc 

KAYMA xa5(xa Hitze 

KfAfbin TueXexo; Beil 



KEÄEY^ xeXeöetv 

KFTOl xaiTOl 

Kf4> aAic xecpaXi^ Kapitell 

(einer Säule) 
KAwpiKOC xX7]ptx6? 

kAyP^HOC = KAHpiKOC 

s. d. 
koAacic xoXaaic 
KoAAykioN collegium 

koAAy^p = koAAykion 

s. d. 
KOCMIKOC xoöfxixoc einer 

der nicht Mönch ist 
KOCHOC x6o(xo<; 
KpiNF xpiveiv, CC. N- 

(Rmo«) jemanden 
KTHH A XT7] (xa B esitz ; 

Grundstück 
KYTTH cupaTonjie,Tonnen- 

gewölbe " '' 

KYpiAKH xüpiaxTQ Sonntag 
KCoAy x(oX6€iv 
KCOCMIKOC = KOCMIKOC 

s. d. 



* Der Kopte schiebt vor griech. häufig ein N ein; z. B. 
ANGANACIOC 'Adavdoio;. 



Verzeichnis der vorkommenden griechischen Fremdwörter. 99* 



Aamhac Xa(X7rd(; 
AäOC Xaoc 
AoiTTON XotiTov dann 
AyFlEi XoTreioöai 
AY^'^MC Xtqott^(; Räuber 

M 

MAriÄ [xayia 
HAPOC (xdyoc 

MAOHTHC (XaÖTjTTQC 

MAKAplOC MAKAplA 
[xaxdpio«; 

HApTypiON (xapxüpiov 

MApTYpoc iidpzof; 

MACTir^ [xdoTtS 

MfAfTA (xeXeiav erwä- 
gen 

MeAiorpA(|)OC (xeXoYpd- 
cpo<; Liederdichter 

HFpiC (xepi; Anteil 
HFpoc (xepoc 
HFTAMOl (xeiavoeiv 

beichten 



METANOlÄ [xexdvoia 

Beichte 
MH [iri (Fragewort § 477) 
MHTTOTE (XTQTüOTe damit 

nicht 
HlAiON [xiXiov Meile 
MOriC (xoYi? kaum 
MONAXOC (xovaxöc 
MONOPFMHC [xovoyevTQ ; 

einziges Kind 
MONON : OY MONON — 

äAÄäoü (xovov — äWa 

MYCTWpiON [XÜOTT^plOV 

Sakrament 

N 

NHCTFY^ v7]aTe6eiv 

fasten 
NOMOC v6(X0C 

htoAh = fntoAh s. d. 



JENIKOC Sevix6(; 



OIKOYMFNH 0lX0ü(xeV7] 
Welt 



100* Verzeichnis der vorkommenden griechischen Fremdwörter. 



opPH 6pYi^ 

opMNON 6p8ivo<; (ordo) 
Reihe 

0p4)AN0C opcpavo; Wai- 
senkind 

OY 06 (in OY MOMON — 
äAAä) 

OY^Ho^Se; OY^e — OY^F 

OÖie 0ÜT£ 

OYKOYN oöxoüv also 
nicht 

n 

TTAPANOC paganus Heide 
TTÄiÄFY^ TcaiSeüeiv 
naAiN TrdXiv 
TTAAÄATION palatium 

Palast 
TTANTüDC 7rdvT(0? 
TTApA Tzapd mehr als 
iTApABA Tuapaßaiveiv 
flApArE TuapdYeiv vor- 
übergehen (auch Ersatz 
für griechisches Tuapep- 
j^eoöai, das der Kopte 
nicht kennt) 



TTApArTEÄE irapayyeX- 
Xeiv 

TTApAÄlliOY irapaSiSovai 

HApAMCOC TrapdSeioo; 
Lustgai-ten 

HApAKAAei TcapaxaXeTv 
aufifordem, zureden 

HApAKAÄl = HÄpAKA- 
ÄeI s. d. 

TTApANOMFl 7capavo(x£iv 

TTApANOMOC irapdvofxoc 

TTApOENOC '7capö^vo<; As- 
ketin, Asket 

TTApglCTA Tcapioidvai 

neeHTHC e7rLd€T7)<; Be- 
trüger 

nupElAKF TcepidYSiv um- 
hergehen 

nepiFprOC TcepUp^oc ge- 
schäftig 

nerpA lueipa 

TTiee TreiOeoöai, seltener 
Tceiöeiv 

nieETHC=-nEeHTHC s. d. 

nipACMOC 7reipaa(x6c 

TTICTFY^ '^^^^^^^^^» cc.E- 



Verzeichnis der vorkommenden griechischen Fremdwörter. 101* 



niCTiG ttiotk; 
TtAäNä irXavav; cc. H- 
(Rmo-) 

TIÄANH TrXctVT] 

TiAanh -- TTÄAMÄ (ver- 
schrieben?) s. d. 

nÄANOCTcXdvocVerführer 

hAacma TrXdafia Ge- 
schöpf 

TtAhn ttXi^v aber 

TTMÄ 7rv£5(xa 

noAüMOC TcoXeixoc 
noAiC ir6Xi<; 
noAvMBi 7coXe(xeiv 
noAYMoc=noAeMocs.d. 

nONHpiA 7C0V7]pia 
TTONHpoc 7rov7]p6<;; 

nnONHpoc der Teufel 
TTOpNH TTopvY] Hure 
TTopNiA TTopveia 
TTpAlTCOpiON praetorium 

Kaserne 



npAjic TTpäSu 
npuCBYTFpoc Tcpeaßo- 

xepo; Priester 
npOKOTTTEI TupoxoTTTS- 

oöai vorwärts kommen 
npOC '7cp6<;; außerdem; 

npocoyoEicy Tcpoo- 

xaipoc zeitlich, irdisch 
npoc4>opA irpoocpopd 

Abendmahlselemente 

npO^HTHC TCpo^T^TTjC 

npogÄipsClC 7rpoaipeai(; 
Vorsatz, Entschluß 

TTpCDACTlON irpodoT£iov 
Vorstadt 

npCüXCOpiTüpo^tops IV fort- 
schreiten 

TTyPH icYjyi^ 

nyAH TToXr^ 



CABBATON odßßaiov Sab- 
bath*, Woche 



^ In der ägyptischen Kirche wurde auch der Sonnabend als 
Feiertag gehalten S. 11*. 



102"' Verzeichnis der vorkommenden griechischen Fremdwörter. 



CAIMON aaiTiov (kleines 

Weinmaß) 
ckani^äAi^F oxavSaXi- 

Ceaöai Anstoß nehmen, 

F- an jemandem 
CKFOC oxeuo? 
CKFyH Plural von CKEOC 

s, d. 
CKHNH 0X7]V1^ Zelt 

CKyAAfi oxüXXeiv sich 
bemühen 

60^)1^1 aocpia 

CO^OC oo(f;6<; 

CTTOY^M ottooSt] 

CTlXOC OTixo<; Vers 

CTp ATY A ATHC aTOTT^- 
XctTTjC Heerführer 

ctyAAoc ot3Xo<; 

Säule 

CYMANF orj(xaiveiv 

CY^^A5lC a6va$i<; Gottes- 
dienst 

cyntfAia oüvieXeia 
Vollendung, Ende 

CYNXODpEl ooYjfwpeiv er- 
lauben 



c4)pAri^e ocppaYiCeiv ein 

Kreuz schlagen 
CXhma <sX^V'^ Gestalt 
CXYMA = CXHMA s. d. 
CCDMA Oü>(xa 
CCüTHp oiüTT^p 
C+XApiON axi^apiov 

Priesterkleid 
C+XOC == CTlXOC s. d. 



TA^AlTTCOpoC TaXaiTuo)- 
po; unselig 

TAJIC xdSiC Gefolge 

TApTApOC Tdpxapo? 

TAXA idya vielleicht 

TEÄFIOC xeXeioc 

tfAioc = tfApicc s. d. 

TIHKHHA Sn^YYjfxa Er- 
zählung 

TlHOpei Ti(Xtt)p£iv be- 
strafen, cc. FT- (HMO==) 
jem. 

ToAha ToXfxav 

TOAOMA = ToAmA s. d. 

TOTTOC TOTCOC 



Verzeichnis der yorkommenden griechischen Fremdwörter. 103* 



TOTe Tote da 

Tpany^Ä xpctTceCa 

TpO(|)H xpo^TQ 

TpY4>M xpü^i^ Üppigkeit 

4)ÄpHAroc cpapfxaxo; 

Giftmischer 
(J)iAoco4>Fi cpiXooocpeiv 

sich überlegen 
4)0NEYC cpove6<; 

^OpFl cpopeiv tragen 
^Y^W 9^^^ Volksstamm 
(])YClC cp6ai<; 

X 

XHpA X^pot Witwe 
XopTOC /opxo; Gras, Heu 

XpHMÄ XPW^ ^^1^ 
Xcopic X«>pU ( = exT6<;) 

vi/ 
\|/aAAfi cpdXXsiv Psalmen 
singen 



VJ/YXH ^oyii ; Plural v|/Y- 
XOOYH (§ 143) 



OD 



0) ü> 



ganoc ayio; 
gÄAaccÄ s.u. gäAacca 

gBliCJDMAC eß8o[Jtd^Woche 

geßpi^e 6ßpiCetv 

geONOC Iftvoc (Plural) 
Heiden 

gFGOC eöoc Sitte 

gsAoc eXo; Sumpf 

gsAmc eXTrU 

gFNATiON evaxov sc. otj- 
(xeiov (Meilenstein) 

2epMFNEY'''MC ep(X7jv£o- 
XTQ? Dolmetscher (epfxrj- 
ve6c den Kopten un- 
bekannt) 

gHrEMCJüN -JiYeixtov Pro- 

' vinzialstatthalter 

glKCDN eixcov 



104'*' Verzeichnis der vorkommenden griechischen Fremdwörter. 



goAcoc 8X(o? überhaupt 
goMoAcPFi öfioXo^eiv 

bekennen 
ßonÄoN ßicXov 
gopAClC ffpaoic Vision 
gpAlTiKOC aipetixoc 
gy^ONH -fiBovTQ 

gy^^P^TFi üTüTjpeTeiv 

TFl s. d. 



gY^öMONH ÖTCofiovT^ Ge- 
duld 
gCüMAlOC 6(ioi(D<; 
gCüC <i)(; 
ecJDCTE (So-e § 283 



+ÄTpuTTFl SiaxpeTceiv in 

Verlegenheit bringen 
+Ma)piA Tifiiopia Strafe 



Verbesserungen. 

S. 16 Z. 8 V. u. lies (B. (f) statt (B. X). 

8. 26 Z. 2 V. o. lies *herjH, 

S. 82 Z. 4 V. o. setze am linken Bande die §-Zahl 169 ein. 



Verlag von Reuther & Reichard in Berlin W. g. 



Brockelmaim, Prof. Dr. C, 

LexiCOn SyriaCUm praefatus est Th. Nöldeke 
Lex. 80. VIII, 512 Seiten. Mk. 28.—, in Halbfrz. 
geb. Mk. 30.—. 

„~ Mit der gansen Anordnung und Methode des Lex. kauft 
man lioh durohaui einrerstanden erklären. Es iit nur ein Yorteü 
hiniiohtlioh der Übertiohtliohkeit , dasi alle Eigennamen und alle fremd- 
■praohigen Elemente, die in der Lit. ausdrücklich alt solche erscheinen, 
ausgeschieden sind. Ebenso ist es zu billigen, dass die abgeleiteten Formen, 
die nicht den Wert eines selbständigen Worts haben, unter Hinweis auf die 
in Betracht kommenden S9 der Grammatik Nöldekes nicht besonders auf- 
geftthrt werden. Anderseits ist es sehr dankenswert, dass durch reichliche 
Verweise bei jedem Worte auf alles das aufmerksam gemacht wird, was 
massgebende Fachgelehrte su seiner Erklärung oder Ableitung mitgeteilt haben, 
so dass man jederzeit die Möglichkeit hat, sich leicht das gesamte Material 
zu Tergegenwärtigen. Auch die Ausstattung ist lobenswert etc. etc.** 

[Prof. Dr. V. Ryssel im Lit. ZentralbL] 

„It was, therefore, left to a zealous Student like Dr. 6r. to fill a {acutus 
whioh has long been distinctly feit, and he has acquitted himself in 
bis task in a fashion that should eam him the tHanks of eyerybody interested 
in this branch of philology etc.** [Languages.] 

„Eine hochwillkommene Gabe ist das Lex. Syr. you Br., zunächst für alle 
die sich am Payne-S. todmüde gewälzt haben, als ein bequemeres Hilfs- 
mittel bei der Lektüre, dann aber auch für jeden, der Syrisch treibt, durch 
seinen sorgfältigen u. klaren Überblick über den gesamten 
Sprachschatz des Syrischen etc.'* [Theol. Jahresbericht.] 

„— Es fallen einem sofort die knappe Form, die Klarheit der 
Ausdrucksweise und die nirgends fehl ende genaue Angabe der 
Beweisstellen in die Augen; gewonnen durch ausgiebige Lektüre .... 
Dazu kommt noch ein lat.-syr. Lidex. Zum Überflufs hat Prof. P. Jensen 
für eine Anzahl babyl.-assyr. Parallelen gesorgt, wodurch man sich von der 
richtigen Lesung zweifelhafter Worte versichere kann. 

So macht also auch dies höchst verdienstvolle Wörterbuch, 
wie zu erwarten stand, die eigene Untersuchung nicht überflüssig. Möge es in 
vieler Hände gelangen, und mit Verständnis gebraucht, sich mehr und mehr 
als eine feste Stütze erweisen fürPhilologen — und Theologen." 

[Prof. J. P. N. Land im Museum.] 

„— A great boon is conferred on students of Syriac by the publication 
of this Lexicon, prepared by hands so competent as those of Dr. Brockelmann. 
A manual dictionary of that important tongue has long been a feit want, and 
judging by the first part of this new Lexicon, which is now before us, we 
should say that that want is to be splendidly supplied. The work is hand- 
some in form, admirablyprinted, convenient in sizeand arran- 
gement, and moderate in price. ... It is vastly superior to anything 
eise within reach. • . . Nothing is spared to ensure that the book shall serv« 
all the purposes of a reliable, adequate, and convenient dictionary. It is 
oertain to take its place at once as the best of its kind." 

[The Critical Review.] 



Verlag von Reuther & Reichard in Berlin W. g. 
MUSS-ArnOlt, Prof. Dr. W., 

A concise Dictionary of the Assyrian Lan- 

guage. Auch unter dem Titel: 

Assyrisch-Englisch-Deutsches Handwörter- 
buch. Lex. 8*>. XIV, IV, I202 Seiten. 2 Bände 
Mk. 95. — . In 2 Halbfranzbänden Mk. 100. — . 



„The dictionary has become an indispensable compendium 
of the attained resuUs and current disctissions in the field of Assyrian 
lexico-graphical research,^* 

[Prof. John D. Davis in The Princetan Theological Review.] 

„ — the work is a most comtnendable one, and exceedingly 
useful an account of the merit mentioned abave, namely, the number 
of opinions that it gives as to the meanings of words." 

\youmal of the Royal Asiaiic Society^ 

„ — On y trouve un grand nombre d'articles nouveaux 
et additions aux articles döjä traitös dans le dictionnaire de Delitzsch, 
M A renvoie pour chaque mot, et avec une information tres süre, aux 
travanx de ses pr^döcesseurs, ce qni est particolierement utile pour 
une langue encore mal connue et oü il faut ä tout moment pouvoir 
controler les hypotheses qui paraissent les plus solidement assises. 
Ce dictionnaire sera donc — l'instrument indispensable 
ä tous les chercheurs etc.** [Journal Asiatique.] 

„ — the enlries in Dr. Muss-Amolt*s dictionary contain füll biblio- 
graphical notices of the discussions which have settled the meanings 
of words, and, where any meaning is still in donbt, he has fumished 
the reader with a füll list (with references) of the renderings that have 
been provisionally assigned to it This is the only scientific plan for 
a dictionary of a language which is still only partiaUy known, and to 
which new words are continually being added and new meanings as 

frequently assigned. On the other band, sincc Dr. Muss-Amolt's 

work is a reliable guide to previously published lexicographicdl literature, 
its value in this respect will be as great twenty years hence as it is 
to-day etc." [Luzac's Orient, List.] 

„En somme, ce dictionnaire est un tres utile instrument de travail 
et un pricieux ripertoire, Le soin scrupuleux avec lequel Pauteur cite 
les diverses opinions, meme contradictoires, dont Pinterpretation d'un 
meme terme a pu etre Tobjet, ne saurait etre trop approuv6, le lecteur 
a ainsi les pieces memes du proces sous les yeux et peut prendre parü 
par lui-meme etc.^* fThureau-Dangin in Revue criti^ue.] 



Verlag von Reuther & Reichard in Berlin W. g. 



KeilinSChriftliche Bibliothek. Sammlung von assyrischen und 
babylonischen Texten herausg. von Eberhard Schrader. 
I. Band : Historische Texte des altassyr. Reiches . . . . M. 9, — 
II. „ Histor. Texte des neuassyr. Reiches „ 12. — 

III. „ 1. Hälfte: Histor, Texte aUbabyl. Herrscher . . „ 8.— 
III „ 2. „ Histor. Texte des neubabyL Reiches . „ 6. — 

IV, „ Texte Jurist, u, geschäftl. Inhalts „ 13. — 

V. „ Die Tontafeln von Tell-el Amarna „ 20. — 

VI. „ I. Teil: Assyr.-babyl. Mythen u. Epen . , . . „ 30. — 
Der 2. Teil des VI. Bandes, eine Auswahl der wichtigsten assyr.- 
babyl, religiösen Texte enthaltend, befindet sich in Vorbereitung. 

Schrader, Dr. Eb., Assyrisches Syllabar für den Gebrauch in 

Vorlesungen zusammengestellt. Mit den Jagdinschriften Asor- 
banipals in Anlage. Zweite Ausgabe. 40. 8 Seiten und l Tafel M.2, — . 

Praetorius, Dr. F., Prof. a. d. univ. Haiie. über die Her- 
kunft der hebräischen Accente. in schwarz- und Rotdmck. 

gr. 80. VI, 54 Seiten. M. 4. — . 

— Die Übernahme der frfih-mittelgriechischen Neumen 

durch die Juden. Ein Nachwort zu meiner Schrift über die 
Herkunft der hebräischen Accente. gr. 80. 22 Seiten. M, 1.50. 

Das TargUm zu JOSUa in jemenischer Überlieferung, gr. 80. 

VI, 48 Seiten. M. 3.—. 

— Das Targum zum Buch der Richter in jemenischer über- 

lieferung. gr. 8«. VI, 62 Seiten. M. 4. — . 

— Über den Ursprung des kanaanäischen Alphabets, ki. 4<>. 

21 Seiten. M. 1.60. 

J ah n , Dr. G., univ..prof. Sibawaihi's Buch fiber die Grammatik. 

Nach der Ausgabe von H. Dörenbourg und dem Kommentar des Siräfi 
übersetzt und erklärt und mit Auszügen aus Siräfi und anderen Kommen- 
taren versehen. 2 Bände in 3 Teilen. Lex. 8». XI, 388, 302; XVI 
903» 552 Seiten. M. 120. — . 

Ahlwardt, W., Geh. Regierungsrat, Prof. a. d. Unlv. Greifswaid. 

Sammlungen alter arabischer Dichter. 

I. Band: Ela^maMjjät nebsteinigen Sprachqa^iden. M. 12. — 
II. „ Die Dfwäne der Regezdichter Eraggäg u. 

Ezzafajän „ 12, — 

III. y, Der Diwän des Regezdichters Rüba ben 

El'aggäg „ 20.— 

Als Ergänzung hierzu ist erschienen: 

— Dfwan des Regezdichters Rüba ben Eraggäg. 

Aus dem Arabischen metrisch übersetzt. gr.8o. 252 Seiten. M. 8. — 

Rothstein, Dr. G., Oberlehrer. Die Dyuastie der Lahmiden in 

al-Hira. Ein versuch zur arabisch-persischen Geschichte zur 2^it 
der Sasaniden. gr. 8°. VII, 152 Seiten. M. 4.50. 



Verlag von Reuther & Reichard in Berlin W. g. 

König, Dr. Ed., Prof. a. d. univ. Bonn. Ffinf Hcue atabische 
Landschaftsnamen Im Alten Testament. Mit einem Exkurs 

über die Paradiesesfrage, gr. 80. 78 Seiten. M. 3. — . 

— Hebräisch und Semitisch. Prolegomena u. Grundlinien e. Ge- 
schichte der sem. Sprachen. Nebst einem Exkurs über die vorjosuan. 
Sprache Israels u. d. Pentateuchquelle PC. gr. 80. VIII, 126S. M.4.— . 

Schultheß, Dr. F., Prof, an der Univ. Göttingen. HomOnyme 
Wurzeln im Syrischen. Ein Beitrag zur semitischen Lexico- 
graphie. gr. 8." XIII, 104 Seiten. M. 4, — • 

BOUSSet, D. W., Prof. a. d. Univ. in Göttingen. Die ReligiOtt 
des Judentums im neutestamentllchen Zeitalter. Zweite, voll- 
ständig neubearbeitete und vermehrte Auflage, gr. 8<>. XV, 
618 Seiten. M. 12.—, geb. M. 13.50. 

— Die jfidiSChe ApOkalyptik, ihre religionsgeschichtliche Her- 
kunft und ihre Bedeutung für das Neue Testament, gr. 8^. 
67 Seiten. M. i.— . 

— Volksfrömmigkeit und Schriftgelehrtentum. Antwort auf 

Herrn Felix Perles' Kritik meiner „Religion des Judentums im 
NT. Zeitalter«, gr. 80. 46 Seiten. M. —.80. 

Rothstein, Dr. J. W., Prof. a. d. univ. Halle. Dic Genea- 
logie des Königs Jojachin und seiner Nachkommen 

sin geschichtl. Bedeutg. (I. Chron. 3, 17 — 24.) Eine kritische Studie 
zur jüd. Geschichte u. Literatur, gr. 8». VIII, 162 Seiten. M. 5. — . 

Driver, D.D. S. R., Prof. a. d. umv. in Oxford. Einleitung in 
die Literatur des Alten Testaments. Nach der fünften engl. 

Ausgabe herausg. von Dr. J. W. Rothstein, Prof. a. d. Univ. Halle, 
gr. 80. XXIV, 620 Seiten. M. 10.—. in Halbfrz.' geb. M. 12.—. 

Buhl, Dr. Frants, Prof. a. d. univ. Kopenhagen. Die sozialcn 
Verhältnisse der Israeliten, gr. 80. vi, 130 Seiten, m. 2.—. 

Schrader, Dr. Eh., Die Keilinschriften und das Alte Testa- 
ment. Dritte Auflage, neu bearbeitet von Dr. H. Zimtnern und 
Dr. H.Winckler. [Vollständig vergriffen.] An Stelle einer vierten 
Neubearbeitung wird erscheinen u. befindet sich in Vorbereitung: 

Keilinschriften und Bibel, i. Teil: Religion und WeUbHd von 

H. Zimmern, Prof. a. d. Univ. Leipzig. II. Teil : Geschichte und 
Geographie von H. Winckler, Prof. a. d. Univ. Berlin. III. Teil 

(Supplement): Texte in Übersetzung. 

Zimmern, Dr. H., Prof. a. d. univ. Leipzig. Keilinschr|ften und 

Bibel nach ihrem religionsgeschichtiichen Zusammenhang. Ein 
Leitfaden zur Orientierung im sog. Babel-Bibel- Streit mit Ein- 
beziehung auch der neutest. Probleme, gr. 8°. 54 Seiten. Mit 
9 Illustrationen. M. i. — . 



Verlag von Reuther & Eeichard in Berlin W. 9. 
Nunmehr liegt vollständig vor: 

GRMDRISS 

DER 

VERGLEICHENDEN GRAMMATIK 

DER SEMITISCHEN SPRACHEN 

TON 
CARL BROCEELMÄKN. 

In zwei Bänden. 

L Band: Laut- und Formenlehre. 

Gr. S\ XVI, 665 Seiten. Mk. 32.—, in Halbfrzbd. Mk. 34.50. 



Aus der Vorrede. 

Der vergleichenden Betrachtung der semitischen Sprachen 
hat man nicht selten durch den Hinweis auf ihre allzu nahe 
Verwandtschaft die Aussicht auf Erfolg absprechen zu müssen 
geglaubt. Diese aber würde nur dem Versuche, eine semitische 
Ursprache zu rekonstruieren und diese bis in ihre letzten Fasern 
hinein zu zergliedern und zu erklären, Schwierigkeiten bereiten. 
Aber solchen Phantomen jagen ernsthafte Forscher heute kaum 
mehr nach. Die Entwicklung und der Werdegang der einzelnen 
historischen Sprachen sind es, die uns interessieren. Da uns 
für keine einzelne Sprache ein so reiches Material bekannt ist, 
daß wir sie aus diesem allein genügend verstehen könnten, so 
müssen wir bei jedem einzelnen Problem alle ihre Verwandten 
vergleichen. Die jüngsten Entwicklungsstufen können dabei 
unbedenklich zur Erläuterung der älteren Sprachschichten her- 
angezogen werden, da die Gesetze sprachlicher Entwicklung, wie 
allgemein zugestanden wird, in den unserer Forschung überhaupt 
zugänglichen Perioden dieselben geblieben sind. 

Der Lösung der zahlreichen auf diesem Gebiet noch offenen 
Fragen den Weg zu bahnen ist der vorliegende Grundriß be- 
stimmt. Er soll und kann natürlich kein Handbuch sein, das 



Verlag von Reuther & Eeichard in Berlin W. 9. 

auf alle diese Fragen eine fertige Antwort böte. Es soU viel- 
mehr nur ein möglichst das gesamte z. Z. erreichbare Tatsachen- 
material umfassendes System aufgestellt werden, bei dem eine, 
wie ich hoffe, nicht unerhebliche Reihe neuer Probleme sich er- 
gibt. Die Arbeiten früherer Forscher sind dabei so eingehend * 
wie möglich, berücksichtigt. Sollte ich trotz aller darauf ver- 
wendeten Zeit diese oder jene Äußerung übersehen haben, so 
verzichte ich natürlich auf jeden Prioritätsanspruch. Freilich 
sollen meine Literaturangaben nicht etw* eine vollständige Ge- 
schichte jedes einzelnen Problems darstellen, und jede m. E. 
verfehlte Etymologie oder Formerklärung zu buchen, habe ich 
nicht als meine Aufgabe betrachtet. Wohl aber habe ich jeden 
mir richtig scheinenden Gedanken zu verwerten gesucht .... 

Neben den altsemitischen Literatursprachen, deren Geschichte 
aufzuhellen mein erstes Ziel war, habe ich so umfassend, wie 
es mir hier möglich war, auch die neueren Dialekte zum Ver- 
gleich herangezogen. Für das Mehri und Soqotri aber glaubte 
ich von einer Benutzung der im Erscheinen begriffenen Texte 
D. H. Müller's absehen zu müssen, einerseits um den gram- 
matischen Untersuchungen des hochverdienten Pioniers der süd- 
arabischen Linguistik nicht vorzugreifen, andrerseits, um nicht 
durch Verwertung noch unabgeschlossener Materialien der dro- 
henden Gefahr des Irrtums zu verfallen. Die Umschrift moderner 
Dialekte habe ich. so weit es ging, einheitlich gestaltet, nur die 
Schreibung Pedro's de Alcala und die der maltesischen Quellen 
habe ich unverändert übernommen. 

Jede Einteilung des grammatischen Stoffes, dessen Elemente 
im Leben der Sprache stets ein unteilbares Ganzes bilden, ist 
bekanntlich willkürlich. Dieser erste Band umfaßt Laut- und 
Formenlehre, und aus rein buchtechnischen Gründen habe 
ich in der letzteren nur Bau und Entwicklung der Formen dar- 
gestellt, während die Geschichte ihres Gebrauchs im wesentlichen 
mit der Lehre vom Satze zusammengefaßt werden wird. Die 
diesem Bande beigegebenen Wörterverzeichnisse enthalten, da 
ich mit Rücksicht auf den zur Verfügung stehenden Raum auf 
Vollständigkeit verzichten mußte, nur die Wörter, von denen ich 
annahm, daß sie nicht ohne weiteres mit Hilfe des Inhaltsver- 
zeichnisses an ihrem Platze sich würden auffinden lassen. 

Für den zweiten Band, der die Syntax darstellen soll, ist 
das Material gesammelt und zum Teil, soweit ich es anfangs 
schon in diesem Bande vorzulegen beabsichtigte, auch schon 
ausgearbeitet. Der zweite Band wird also dem ersten so bald 
wie möglich, voraussichtlich im Frühjahr 1910 nachfolgen. 



Bestellungen auf das vorstehende Werk werden von 
allen grösseren Buchhandlungen Deutschlands und des Aus- 
landes angenommen. 



j